Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Sinnvolle Belichtungswerte

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Dieses Video zeigt die verschiedenen Chromakey-Hintergründe und -Ausleuchtungen, wie Sie sich bei der Bearbeitung mit Premiere Pro darstellen.

Transkript

In diesem Video werden wir uns einmal näher anschauen, welche Pegel wir erhalten, wenn wir die verschiedenen Chromakey-Hintergründe mit unseren Messgeräten betrachten. Dazu benutze ich Premiere Pro, das ich in seiner Benutzeroberfläche soweit abgespeckt habe, dass alle Fenster, die uns im Augenblick nicht zu interessieren brauchen, aus dem Weg geräumt sind. Wir haben hier auf der linken Seite den Luma-Waveform Monitor, ein Vektorskop und die RGB-Parade. Welche Signale können uns nun dazu dienen einen Bezug zu den Chromakey-Hintergründen die wir ausleuchten herzustellen. Als erstes habe ich hier einen Testbild erzeugt in Premiere Pro mit dem Testbildgenerator, dass die klassischen Farbbalken darstellt. Sie werden als Faraborte im Vektorskop und als Pegel in den beiden anderen Messgeräten dargestellt. Da das ein bisschen unübersichtlich ist, habe ich mir die Mühe gemacht und die beiden Farbfelder, die uns in erster Linie interessieren, blau und grün isolieren. Maximal gesättigtes Grün im Sinne des Broadcast-Signals wird vom Vektorskop bestätigt. Der Messwert liegt exakt in dem kleinen Target, dass die maximale Sättigung in einem Broadcast-Signal bestätigt. Alle Sättigungen darüber wären illegale Signale. Die RGB-Parade bestätigt diesen 75% Wert im Grünkanal unmittelbar. Was aber interessant ist, ist die Tatsache, dass der Luma-Wert auf dem Luma-Waveform Monitor nur 42% anzeigt. Es wäre vielleicht zu erwarten gewesen, dass ein so hoch gesättigtes Signal einen höheren Luma Anteil hat, weil die Strahlkraft dieses grün extrem ist. 42% sind also ungefähr der Wert, den wir nur zu erreichen brauchen, wenn wir unseren Green Screen optimal ausleuchten. Wie sieht das bei blau aus. Der Wert ist dem Lumakanal im Luma Waveform-Monitor noch geringer. der Blaukanal hat weiterhin eine Sättigung von 75%. und das ist das blau, dass wir als hochgesättigtes blau kennen, maximale Sättigung wird vom Vektorskop bestätigt. Was passiert denn jetzt,wenn wir hingehen und diesen Wert verändern, wenn wir die Blende schließen oder öffnen? Wenn wir den Wert höher treiben, über den Wert von 42% hinaus, steigt der Luminanz-Wert, der Luma-Wert tatsächlich, aber plötzlich sind in den beiden anderen Kanälen auch Werte vorhanden. Das heißt nichts anderes, als das Signal, das grüne Signal von weiß verunreinigt ist, Das bestätigt das Vorschaubild und das bestätigt auch das Vektorskop. Denn die Sättigung ist gesunken. Es macht also keinen Sinn durch höhere Beleuchtungswerte den Wert in einen Bereich zu treiben, den wir für optimal halten, ohne dass wir das durch das Luma-Bild bestätigen lassen. Was passiert, wenn ich den Wert erniedrige? Der Wert auf dem Vektorskop steigt zwar zunächst auf einem illegalen Wert, aber danach sinkt der auch wieder, wenn das Bild zu dunkel ist. Das sind die Bereiche, in denen der Keyer Mühe hat zu arbeiten, weil er dann im Bereich des Rauschens des Signals operiert. Das sollten wir auf jeden Fall zu vermeiden suchen. Wenn der Wert optimal ist, also im Bereich von 40% etwa, dann können wir davon ausgehen, dass grün Maximal gesättigt wird. Das gleiche gilt für blau. Der Effekt ist identisch. wenn ich das höher einstelle und einen Wert von über 30% zum Beispiel anstreben, dann wird weiß hinzugemicht und das Bild wird entsättigt. blau ist dann nicht mehr ganz blau. Der Punkt ist zwar immer noch in der Nähe des Maximums, aber wir sehen ja, dass weiß ins Bild gekommen ist und das ist wiederum für den Keyer nicht optimal. Nun sind das hier alles synthetische Bilder, die der Testbildgenerator erzeugt hat. Wie sieht es denn mit natürlichen Bildern aus. Diese Aufnahme ist mit einer Kamera entstanden. Zwei Hintergründe: Chromakey-blue und Chromakey-green sind hier. aufgenommen worden und die Signale liegen etwa in den Bereichen, die ich eben genannt habe. Blau ist etwas höher,das bestätigt auch, das das blau entsättigt ist. Es liegt hier noch nicht mal auf dem Vektor Richtung blau, sondern mehr in Richtung blaugrünen. und das wiederum wird durch die RGB-P arade bestätigt. Auf der blauen Seite, also der linken Seite des Bildes, ist zwar kein Rotsignalanteil zu sehen, aber es ist ein Grünesignalanteil zusehen. In diesem Bereich mit diesem Abstand kann der Keyer aber immer noch optimal arbeiten, vor allem weil Hauttöne, ja, im roten Bereich primär liegen, relative weit weg sind von dem Blaupegel-Wert. Ich kann auch hierher gehen und versuchen den Pegel anzuheben. Das würde einer sozusagen Überbelichtung des Hintergrundes entsprechen. Wir sehen auf dem Vektorskop, dass das überhaupt nichts bringt den Hintergrund zu hoch auszupegeln, weil die Sättigung dadurch nicht steigt . Wenn wir dunkler werden steigt Sie zwar, aber damit landen wir dann mit dem Lumawert im Bereich des Rauschens des Sensors und das ist nicht erwünscht. Offensichtlich gibt es also optimale Werte für die verschiedenen Materialien, die wie als Chromakey-Hintergründ benutzen können. Ich habe hier mal die vier handelsüblichen Materialien im Bild festgehalten. Auf der linken Seite haben wir ein digitales blau, ein Digital Blue und ein digitale green und ein Chromakey-blue und Chromakey-green. Es ist leider unvorteilhaft, dass beide, Chromakey-blue und -green genauso ein Chromakey-Hintergründ sind wie die digitale Variante. Aber man sollte danach fragen, ob es sich um ein Digital Green oder Digital Blue oder ein Chromakey-green und ein Chromakey-blue handelt, weil die Werte in der Einstellung durchaus differieren. Es gibt Korridore, wie gesagt, die ein optimales Belichten dieser vier Stoffarten oder Hintergrundarten ermöglicht. Das ist für Chromakey, also die beiden stumpfen Werte, die weniger Leuchtkraft haben, im Falle von blau 20 bis 25, im Falle von grün 35 bis 45 EHA. Man kann es ein bisschen höher treiben, aber das bringt wie gesagt nichts, wie wir eben an diesem Test gesehen haben. In der digitalen Variante, Digital Blue und Digitale Green, mit höherer Leuchtkraft liegen die Werte bei 25 bis 30 EHA und 42 bis 50 EHA. das sind die optimalen Werte, die man auf dem Luma- Monitor sofort sehen kann, wenn man eine Messung im Studio oder auch bei Außenaufnahmen für Chromakey macht. Abschließend daraus eine vielleicht weitergehende Empfehlung: Wenn bei einer Aufnahme notgedrungen mit einem kleinen Abstand zum Hintergrund leben muss, ist mit dem Hintergrundstoff mit weniger Reflektivität besser bedient. Es ist einfacher die Sättigung der grünen Bildanteile in einem dem Keying vorgelagerten Prozess anzuheben, als mit den Überstrahlungen kämpfen zu müssen. Hat man aber nur Digital Green oder Blue zu Verfügung, ist der Königswert den Hintergrundhalt so niedrig wie möglich zu beleuchten, aber dabei grün nicht allzu weit unter 40% und blaue nicht allzu weit unter 25% Luma abrutschen zu lassen. Denn Dort beginnt aber auch im Grünkanal die Zone erkennbaren rauschens. Das muss jeder im Zusammenspiel mit der gerade benutzt Kamera austesten. Einen allgemein gültigen Wert kann man da leider nicht festlegen.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

3 Std. 0 min (32 Videos)
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