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Fotografieren mit der Lochkamera

Simple Analogkamera

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Hier erfahren Sie nicht nur, wie Sie aus ein wenig Karton und einem kleinen Stück Alufolie eine voll funktionsfähige Lochkamera bauen, sondern auch, wie Sie diese Kamera mit einem Planfilm bestücken. Ganz nebenbei lernen Sie noch viel Wissenswertes über solche Planfilme und deren Handling.
05:46

Transkript

Eine Lochkamera kann man mit ziemlich wenigen Mitteln selber bauen. Ich würde den Kostenpunkt ohne Film mal ungefähr auf 1 € beziffern. Mehr ist es nicht. Das Werkzeug, was Sie brauchen, ist eine Schere, ein bisschen Klebstoff, ein Stift und ein Messer. Das geht mit wirklich wenigem Aufwand. Wie man das macht, relativ easy, ich habe hier schwarze Pappe und mir dieser schwarzen Pappe habe ich erstmal hier in der Kamera einen Filmhalter gebaut. Ich zeige es Ihnen mal. Es ist eine ziemlich einfache Geschichte. Das sind zwei abgewinkelte Pappen, die wir hier sehen, und diese Pappen, die haben hier eine Lasche. Mehr ist das nicht. Zwischen diesen beiden Laschen wird der Film quasi eingespannt. Dann macht man die Schachtel zu. Selbstverständlich passiert das alles im Dunkeln, in komplett Dunkeln, das muss man vielleicht ein bisschen üben. Ich mache die Schachtel zu. Um sicher zu gehen, dass sie wirklich licht dicht ist, wäre es eine gute Idee links, vorne und hier hinten noch mit schwarzen Kleberwand die Schachtel zuzukleben und dann kann man auch schon losziehen und belichten. Natürlich ist es nicht so komfortabel, wie Sie das heute kennen mit Digitalkameras. Erstens müssen Sie das Bild entwickeln, bevor Sie es sehen können. Zweitens ist es dann ein negativ und kein positiv und drittens ist auch die Belichtung ein wenig anders als wenn Sie das mit eine DigiKam machen. Die Belichtung sieht so aus, dass Sie den Verschluss öffnen. Hier ist ein Stück Alufolie drin und da fehlt das Wichtigste, nämlich das Loch, das muss man noch reinmachen. Wenn Sie belichtet haben, machen Sie dieses Ding einfach wieder zu. Das Loch habe ich vergessen zu machen, sonst wird nichts mit der Belichtung. Ich nehme eine Sicherheitsnadel und mache in der Mitte von meiner Alufolie einfach ein Loch. Das ist natürlich kein besonders tolles Loch, das ist mir klar. Das ist ein etwas verrissen, es ist leicht ausgefranst, ist aber nicht dramatisch. Um zu fotografieren, um ein photographisches und zwar gar nicht schlechtes Abbild zu bekommen, können Sie ganz einfach so vorgehen. Wenn die Kamera gebaut ist, was sie hier jetzt ist, muss man sie noch bestücken. Dazu habe ich mir den hier geholt. Das ist Schwarzweißfilm. Schwarzweißfilm und zwar der T-Max 100. Sie können auch T-Max 400 verwenden, Sie können eigentlich jede Art von Planfilm verwenden, selbst Fotopapier wäre theoretisch denkbar, dass man hier verwendet. Da drin sind 25 Stück, das heißt 25 Planfilme. Stimmt? Ja genau, 25 Blatt. Wenn man das aufmacht, auch das logischerweise komplett im Dunkeln. Reißt man diese Tüte auf, besser man schneidet sie auf, damit keine feinen Partikeln entstehen, die sich auf den Filmen legen also lieber nur mit einem Messer oder einer Schere arbeiten, und fummelt im Dunkeln den Film raus. Jetzt stehen Sie im Dunkeln mit den Film in der Hand und wissen nicht, wie rum gehört den rein, weil Sie wollen definitiv, dass die Schichtseite oben ist. Die Schichtseite muss zum Loch zeigen und nicht zur Kamera-Rückseite. Deswegen gibt es diese sehr vorsichtig rein gefummelten, hier rein geschnittenen Kerben. Übrigens kann man an den Kerben, wen man da ein bisschen sich reingefüllt hat, auch erkennen, welchen Film man in der Hand hat. Weiß man üblicherweise, weil man ja den gerade aus der Schachtel rausgenommen hat, wo die Filmbezeichnung drauf steht, aber sollten Sie das nicht wissen, auch daran kann man das fühlen. Jeder Film hat seine ganz typische Einkerbung und diese Einkerbung muss entweder ober rechts, wenn Sie den Film vor sich haben, oder unten links zu fühlen sein. Dann wissen Sie, dass die Filmseite zu Ihnen schaut. Ich mache jetzt hier meine Schachtel auf. Man kann sich vorstellen, dass man im Dunkeln alles hinbekommt, es ist nicht so fürchterlich kompliziert. Ich lege meinen Film hier rein, indem ich einfach möglichst ohne draufzutouchen, das ist jetzt einen Testfilm, da kann ich das tun, aber mit einem richtigen Film sollten Sie möglichst nicht hier drauf fassen. Es ist nicht so schlimm, aber vermeiden Sie es. Ich klemme den hier rein so auf dieser Art und Weise. Zack! Ich schiebe ihn hier drüber und damit ist mein Film drin. Ich kann diese Laschen wieder zumachen, kann die Kamera wieder zumachen und wie gerade schon erwähnt, jetzt wo der Film drin ist, klebe ich das hier noch einmal großzügig mit schwarzen möglich schwarzen Klebeband, mit sogenannten Gaffa Tape ab. Damit ist meine Kamera einsatzbereit. Ich kann sie, auf dem Stativ schrauben geht schlecht, es ist kein Gewinde drin, aber Sie können sie beispielsweise in der Natur auf einen Felsen stellen. Sie können sie auf eine Astgabel pflanzen. Sie können sie natürlich auch, wenn Sie zu Hause fotografieren, einfach mal testen wollen auf den Tisch stellen. Also man kann jetzt anfangen damit zu arbeiten, indem man belichtet, Zack! und nach der ermittelten Belichtungszeit das wieder schließt und danach den Film entwickelt. So einfach kann eine Lochkamera sein. Damit kann man erstaunlich scharfe Bilder machen. Es also nicht so, dass man, weil es eine Pappschachtel ist, dass man sagen muss, das wird wahrscheinlich sowieso nicht so toll. Es ist lediglich der Abstand zwischen dem Loch und dem Film, was hier ungefähr 6-7 Zentimeter sind, der die Qualität beeinflusst. Je größer dieser Abstand ist, desto länger wird die Brennweite, desto unschärfer logischerweise auch das Bild. Wenn Sie das Ganze also deutlich weitwinkliger haben wollen, dann können Sie eine schmalere Schachtel nehmen, 4 Zentimeter, 3 Zentimeter, 2 Zentimeter. Die Vignettierung wird auch zunehmen, aber ich bin mir sicher, dass Sie ein tolles Ergebnis haben, weil das ist eine Art und Weise, die Art und Weise ein Bild zu machen, die so anders ist und so einfach zu durchschauen ist, dass es allein schon deswegen riesengroßen Spaß macht. Probieren Sie es mal!

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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