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Resilienz entwickeln

Siebte Säule: Zukunftsorientierung – Einführung

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Schauen Sie eher zurück oder nach vorn? Dieses Video erklärt, was Zukunftsorientierung bedeutet und führt in den sogenannten Zielquadranten ein.
04:39

Transkript

"Konzentriere dich auf die Dinge, die vor dir liegen, nicht auf die, die du hinter dir lässt." Das hat Alan Cohen, ein britischer Jazzmusiker und Autor, der in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts geboren wurde, gesagt. Und damit sind wir bei einer weiteren wichtigen Säule der Resilienz: der Zukunftsorientierung. Zukunftsorientierung bezieht sich auf die Fähigkeit, sich lohnende, und bedeutsame Ziele zu setzen und sie dann konsequent zu verfolgen, und zwar ohne sich von anderen Menschen, Aufgaben oder widrigen Umständen ablenken zu lassen. Menschen mit hoher seelischer Widerstandskraft im Umgang mit Krisen und Veränderungen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie ihre Zukunft aktiv gestalten. Sie verharren nicht in einer abwartenden Haltung und müssen dann auf die Entwicklungen und Umstände reagieren, sondern sie handeln aktiv und gestalten die Entwicklungen mit. Ein wesentlicher Aspekt der Zukunftsgestaltung ist die Formulierung von Zielen. Natürlich ist es hin und wieder ein Genuss, sich treiben zu lassen, einfach zu schauen, was der Tag so bringt, zu träumen und die Seele baumeln zu lassen. Wenn Sie allerdings Ihr privates oder berufliches Leben auf Dauer auf diese Weise gestalten, werden Sie eher zufällig irgendwo ankommen. Lewis Carroll ließ Alice im Wunderland dazu die Grinsekatze fragen: "Was würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?" "Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest", sagte die Grinsekatze. "Ach, wohin ist mir eigentlich gleich...", sagte Alice. "Dann ist es auch egal, wie du weitergehst", erwiderte die Katze. Da wir im Allgemeinen nach Glück und Zufriedenheit streben, ist es dann aber doch nicht so egal. Umso verwunderlicher finde ich, dass viele Menschen für die Planung des nächsten Urlaubs mehr Zeit aufwenden als z. B. für die bewusste Ausrichtung auf persönliche Entwicklungsziele im nächsten Lebensjahr. Sich an der Zukunft zu orientieren bedeutet, sich innere oder äußere Ziele zu setzen und zwar bedeutsame Ziele. Bedeutsame Ziele tragen durch schwierige Phasen und motivieren – sie setzen im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung. Eben weil sie bedeutsam sind – wichtig und erstrebenswert. Konkrete Ziele stärken Ihre Resilienz. Nicht zuletzt deshalb, weil sie Orientierung und Ausrichtung geben – beides für die meisten Menschen wichtige Grundbedürfnisse. Ziele bündeln Ihre Energie. Wenn Sie sich Ziele setzen, können Sie Ihr Handeln daran ausrichten, die Resultate bewerten und gegebenenfalls nach- oder gegensteuern. Erreichte Ziele sind Erfolgserlebnisse. Das gibt Energie und stärkt das Selbstbewusstsein. In der psychologischen Forschung befasst man sich seit Jahren mit der Frage wie Ziele formuliert sein müssen, damit sie uns wirklich in Bewegung setzen und handlungswirksam werden? Was braucht es, damit wir nicht nur über Ziele nachdenken, sondern auch tatsächlich anfangen, uns aktiv darauf zuzubewegen, etwas Konkretes dafür zu tun? Die Möglichkeiten, Ziele zu formulieren, lassen sich nach Maja Storch und Frank Krause, Begründer des sogenannten Zürcher Ressourcen Modells, in einem Koordinatensystem abbilden: Ziele lassen sich zum einen danach kategorisieren, ob sie als Haltungsziel oder als Verhaltensziel formuliert sind. Ziele auf der Haltungsebene beschreiben in einer allgemeinen Formulierung eine bestimmte innere Verfassung. Ein Haltungsziel hat zwar bestimmte Verhaltensweisen zur Folge, dieses konkrete Verhalten wird aber nicht explizit benannt. Zum Beispiel "Ich bin die Ruhe selbst", das wäre ein solches Haltungsziel. Oder "Wenn mir das nächste Mal in der Sitzung Harald wieder blöde kommt, atme ich dreimal tief durch, bevor ich antworte" – das wäre eine mögliche Konkretisierung des Haltungsziels auf der Verhaltensebene. Zum anderen lassen sich Ziele danach kategorisieren, ob sie situationsspezifisch oder situationsübergreifend formuliert sind. Zum Beispiel ist das Ziel, bei der nächsten Besprechung meine Präsentation souverän und sicher zu halten, ein ausgesprochen situationsspezifisches Ziel. Dagegen ist das Ziel, Herausforderungen ruhig und gelassen anzugehen (z. B. auch Präsentationssituationen), am anderen Ende dieses Kontinuums angesiedelt und sehr situationsübergreifend. Ich empfehle Ihnen zwei verschiedene Herangehensweisen – je nachdem, wo im Prozess von Veränderungen Sie sich vielleicht gerade befinden. Zu Beginn: Aufbruch mit Haltungszielen, im Weiteren: Umsetzung mit Verhaltenszielen.

Resilienz entwickeln

Lernen Sie die sieben Säulen der seelischen Widerstandskraft kennen und erfahren Sie, wie Sie aus Krisen gestärkt hervorgehen.

1 Std. 19 min (18 Videos)
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