Mitarbeiter motivieren

Sieben Alarmsignale für De-Motivation

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Demotivation lässt sich erkennen. Welche Anzeichen es dafür gibt, das zeigt dieses Video.

Transkript

Natürlich wollen Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter motivieren. Motivation ist die eine Seite der Medaille. Mangelnde Motivation oder Demotivation die andere. Was will ich damit sagen? Manchmal geht es erst einmal darum zu erkennen, ob ein Mitarbeiter oder ein Team demotiviert ist. Wenn Sie sich diese Frage nicht stellen, dann könnte es sein, dass Sie ein wesentliches Problem ignorieren. Aber woran können Sie Demotivation erkennen? Im Folgenden stelle ich Ihnen sieben Alarmsignale vor, die meiner Erfahrung nach besonders verlässlich auf Demotivation hindeuten. An erster Stelle möchte ich das Leistungsniveau nennen. Ihr Mitarbeiter oder Ihr Team hat bisher immer eine gute Leistung gebracht. Doch plötzlich sinkt die Leistung, Ergebnisse bleiben aus oder werden fehlerhaft oder zu spät geliefert. Der zweite Indikator bezieht sich auf die Frage, ob Ihre Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift leisten. War es für Ihre Mitarbeiter bisher selbstverständlich auch einmal länger zu bleiben oder am Abend noch eine Mail zu beantworten? Und jetzt? Ist das noch immer so? Oder haben sie sich auf das Motto Dienst nach Vorschrift zurückgezogen? Kommen sie später oder gehen sie früher? Und achten sie exakt darauf vereinbarte Arbeitszeiten einzuhalten? Tun sie nur das, was sie tun müssen? Vermissen Sie bei Ihren Mitarbeitern die Eigeninitiative? Wenn Sie die vier letzten Fragen mit Ja beantworten, dann ist das ein deutliches Warnsignal. Der dritte Indikator betrifft die Kommunikation. Sie sollten auch merken, wenn Ihre Mitarbeiter immer seltener Informationen austauschen. Bleiben Feedbacks Ihrer Mitarbeiter aus? Hören Sie nur noch dann von Ihren Mitarbeitern, wenn Sie sie fragen? Sind die Mitarbeiter auch untereinander deutlich zurückhaltender geworden? Ist mittlerweile der kurze Plausch in der Kaffeeküche ebenso flach gefallen wie die Verabredung zur gemeinsamen Mittagspause? Im Zusammenhang damit werden oftmals Signale immer lauter, die ich an vierter Stelle nennen möchte. Es sind Signale, die auf Konflikte im Team hindeuten. Wenn ein Team, das prinzipiell gut zusammenarbeitet, häufiger streitet, dann steckt oft mangelnde Motivation dahinter. Nach dem Rückgang der Kommunikation, dem Schweigen untereinander, bricht ein Konflikt aus. Das ist quasi die Steigerung von Alarmsignal Nummer 3. Der Konflikt selbst mag zumindest in Ihren Augen relativ unwichtig sein. Doch dahinter hat sich womöglich noch einiges andere aufgestaut, das dann gleich mit ausbricht. Und zwar für Sie ganz unerwartet und darum auch zunächst einmal für Sie schwer einzuordnen. Also, Augen auf bei Konflikten. Nächster und fünfter Punkt: Wie entwickelt sich der Krankenstand? Es herrscht gerade keine Grippewelle und trotzdem hat sich ein Drittel Ihres Teams krankgemeldet. Herr Müller, der sonst sogar dann noch zur Arbeit kommt, wenn er besser im Bett bleiben sollte, meldet sich wegen eines Schnupfens krank. Der Krankenstand eines Unternehmens oder einer Abteilung ist oft ein guter Indikator für Motivation und Zufriedenheit oder deren Gegenteil. Kündigungen und interne Wechsel sind weitere Indikatoren. Krankenstand ist eine Form des Rückzugs. Die ultimative Variante des Rückzugs ist die Kündigung oder der Wechsel der Stelle innerhalb des Unternehmen. Wenn die Zahl der Kündigungen oder internen Wechsel oder Versetzungsanträge ohne nachvollziehbare Gründe steigt, ist das ein ganz deutliches Warnsignal. Lassen Sie es soweit nicht kommen. Der siebte und letzte Indikator sind Informationen aus der Gerüchteküche. Nehmen wir an, Sie sitzen in der Managementrunde. Ein Kollege kommt auf Sie zu und sagt: „Na, das läuft aber nicht rund bei Ihnen im Team.“ Oder stellen Sie sich vor, der Betriebsrat spreche Sie an. Die Beschwerden aus Ihrem Bereich häuften sich in letzter Zeit und er bräuchte dringend einen Termin mit Ihnen. Wer sich bei anderen Luft macht anstatt mit seiner Kritik zum eigenen Chef zu gehen, dem fehlt nicht nur die Motivation dem fehlt vor allem das Vertrauen in die Lösungskompetenz der Chefs. Schön und gut. 7 Signalgeber. Hilft Ihnen das? Im ersten Schritt schon. Das hatte ich eben schon angesprochen. Aber was können Sie gegen die Probleme tun, die durch die beschriebenen Signale offenkundig werden? Wichtig ist zunächst, die Signale frühzeitig zu erkennen. Wenn sich die Kündigungen häufen, haben Sie nur noch wenige Möglichkeiten korrigierend einzugreifen. Für alle Alarmsignale gilt: Wenn Sie ein solches Signal spüren, sprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter oder Ihrem Team darüber. Sagen Sie, wie Sie die Situation wahrnehmen und unterlegen Sie Ihre Argumentation mit konkreten Beispielen oder Zahlen. Suchen Sie nach den Gründen. Denn Demotivation muss nicht der Grund sein. Ein Beispiel: Nehmen wir das Thema Dienst nach Vorschrift. Ein Mitarbeiter, der immer sehr engagiert war, arbeitet nur noch soviel wie er unbedingt muss. Sie können sich nicht erklären, warum. Im Gespräch stellt sich heraus, dass seine Frau schwer erkrankt ist. Da das Paar noch relativ kleine Kinder hat, muss er sich nicht nur verstärkt um seine Frau kümmern, sondern auch um die übrigen Familienmitglieder. Die Belastung ist für ihn sehr hoch. Das ist sicherlich ein extremes Beispiel, aber letzten Endes doch nicht so weit hergeholt. In diesem Fall steht hinter dem scheinbaren Dienst nach Vorschrift beileibe kein Mangel an Motivation. Wenn Sie diesen Mitarbeiter nicht verlieren möchten, dann werden Sie ihn in seiner angespannten Lage soweit wie möglich unterstützen. Die Suche nach dem Grund hinter dem Alarmsignal bedeutet oft, dass sie genau nachfragen müssen. Wer demotiviert ist, wird Ihnen die Gründe dafür nicht unbedingt gleich freiwillig liefern. Ist z.B. ein Mitarbeiter davon überzeugt, dass Sie seine Leistung nicht ausreichend würdigen oder fühlt er sich nicht richtig informiert? In Fällen wie diesen dürfte das Vertrauen des Mitarbeiters erschüttert sein. Die Folge wäre dann, dass er zunächst eher blockiert. Bleiben Sie geduldig. Suchen Sie das Gespräch. Bauen Sie verlorenes Vertrauen wieder auf und überprüfen Sie auch wie Sie selbst sich in der vergangenen Zeit gegenüber ihrem Mitarbeiter oder dem Team verhalten haben. Machen wir uns nichts vor. Demotivierte Mitarbeiter verursachen sachliche Probleme. Doch nicht nur das. Bedenken Sie auch, dass negative Stimmungen sich auf Sie als Führungskraft übertragen können. Dadurch kann das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern leiden. Derartiges sollten Sie verhindern.

Mitarbeiter motivieren

Lernen Sie Motivationstheorien kennen und deren Anwendung auf unterschiedliche Typen – garniert mit vielen Tipps aus der beruflichen Praxis.

1 Std. 33 min (20 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:25.04.2016

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!