Foodfotografie: Grundlagen

Shooting planen

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Eine exakte Planung stellt einen wichtigen Faktor bei einem Shooting in der Food-Photography dar. Dabei müssen sämtliche klassischen Bildelemente sowie der passende Aufbau des Sets berücksichtigt werden.
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Transkript

Ganz egal, ob es sich um eine internationale Produktion handelt, für ein neues Produkt, das weltweit eingeführt wird, oder ob ich jetzt nur den Schokokuchen von Oma für meinen Foodblog fotografiere, eines ist furchtbar wichtig: dass man das Ganze von Vornherein plant. Bei dieser Planung sind einige Dinge zu berücksichtigen, und das sind klassische Bildelemente: Was für ein Gefühl möchte ich vermitteln? Wie soll das Essen aussehen? Wie soll es angerichtet sein? Welche Requisiten brauche ich dazu? Und habe ich die alle zur Verfügung? Wenn man das erst im Moment macht, wo man beginnt das Foto aufzubauen, dann ist es natürlich viel zu spät, weil dann kommt man auf gute Ideen, aber hat sie leider nicht zur Verfügung und bis man einkaufen war ist das Eis geschmolzen und die ganze Geschichte gegessen. Im Vorfeld planen ist extrem wichtig. Schauen, dass alle Requisiten da sind. Schauen, dass alle Requisiten, Gläser, Geschirr und Besteck auch ordentlich geputzt sind. Und dann nur noch mit Handschuhen angegriffen werden, damit man keine Fingerabdrücke draufkriegt. Fingerabdrücke kann man wegretuschieren, aber es ist unglaublich mühsam und zeitaufwendig, was meistens auch heißt "teuer", wenn man irgendjemanden dafür beauftragt. Dementsprechend einmal drüberwischen. Spart sehr viel Ärger im Nachhinein. Beim Aufbau des Sets und beim Arbeiten, wenn es dann so weit ist, am Tag des Fotos, passiert das Ganze so, dass man das drumherum, das Setting einmal anrichtet, die Szenerie setzt und das Ganze beginnt zu beleuchten. Man verwendet da meistens einen sogenannten "Stand-In", also ein Stand-Double für das tatsächliche Essen, der von der Größe und der Farbe in etwa hinkommt, ein Styroporballen, irgend ein Stück Stoff, irgendetwas, mit dem ich mein tatsächliches Essen setzen kann. Damit man als Fotograf das Belichten und die Kameraeinstellung so vorbereiten kann, dass wenn das tatsächliche Essen auf den Tisch kommt, nur noch abgedrückt werden muss. Wenn das Set einmal aufgebaut worden ist und alles passt, dann liegt es nur noch am Koch, beziehungsweise an der Food-Stylistin, das Essen richtig herzurichten und auf das Set zu bringen und dort anzurichten. Dann werden nur noch kleine Handgriffe gemacht, das andere sollte schon im Vorfeld passiert sein. Was man auch oft nicht weiß, ist, dass das Set für Food-Fotografie meistens unspektatkulär sind. Wenn man nicht gerade in Südafrika am Strand steht und eine Traumkulisse im Hintergrund hat, findet das meistens im Studio statt so ein Shooting. Dann ist das auf einer relativ kleinen Fläche angerichtet, weil es ist nur der Bildausschnitt interessant, den tatsächlich die Kamera interessiert. Was links und rechts davon passiert, ist total egal. Ob das jetzt die dreckige Küche bei mir Zuhause ist, oder das große leere Studio oder die Lagerhalle, in der ich arbeite, ist egal, weil der Betrachter sieht nur den Bildausschnitt, den ich gewählt habe, und der muss gut sitzen. Der Vorteil für uns Fotografen und auch für unsere Food-Stylisten, und alle, die hier mitwirken, ist, dass dieses Essen meistens nur aus einer Richtung fotografiert wird. D. h., das muss nicht von drumherum und von allen Seiten perfekt ausschauen, wie wenn ich das in einem Restaurant serviere, sondern wir können mit Hilfsmittel tricksen, dass es eben auf der Vorderseite, die ich fotografiere, schön ausschaut. Das sind Kleinigkeiten wie, dass ich ein Stück Plastilin oder irgendwas im Hintergrund reinstecke, dass das Essen voluminöser ausschaut, oder an der Stelle bleibt, oder so stehen bleibt, wie ich das gerne hätte. Bis hin zu, dass das hinten die Karotte einen kleinen Detscher hat oder sonst was, dass die nicht so schön ausschaut. Aber solange es von vorne, von der Blickrichtung des Fotografen schön ausschaut, ist das Foto gelungen. Beim Set-Aufbau gibt es unterschiedliche Sachen, die zu diesen klassischen Perspektiven 3/4-Ansicht von oben, beziehungsweise man sieht es direkt von oben. Da gibt es zwei Arten, wie man das Ganze anrichten kann: Entweder man arbeitet auf einem Tisch, und dann braucht man meistens eine Leiter, um das Foto von direkt oben machen zu können. Oder man baut das am Boden direkt auf. Am Foto merkt es keiner. Wenn man einen schönen Untergrund hat, passt das perfekt. Als Fotograf tut man sich leichter, wenn man nicht 3 Meter über dem ganzen Essen schwingt und versucht, ein Foto zu machen. Die Sets an sich schauen nicht spektakulär aus, es muss nur dieser eine Bildauschnitt gut passen, den wir tatsächlich fotografieren, der muss dafür aber perfekt sein. Alles, was bis zu diesem Bild führt, muss perfekt geplant sein: Was ich brauche, wann ich es brauche, wie es angerichtet werden muss, wie es ausgeleuchtet werden muss. All diese Elemente müssen vorher festgestellt werden. Wenn das Essen tatsächlich auf dem Teller liegt, habe ich als Fotograf leichtes Spiel. Ich muss nur noch einmal abdrücken und das Foto schießen.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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