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Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

Shit-Storms, Facebook-Partys etc.

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Soziale Netzwerke ermöglichen es, Inhalte mit nur einem Mausklick zu posten oder zu teilen. Allerdings kann auch mit nur einem Klick eine Lawine der Entrüstung oder eine Massenparty losgetreten werden. Daher gilt stets der Grundsatz: Erst überlegen, dann posten!

Transkript

Im Bereich der sozialen Medien gibt es Phänomene, die sich so in anderen Medien vermutlich nicht entwickelt hätten. Das erste Problem ist die "Notwehr", die dadurch eine ganz neue Qualität erreicht, wenn sie in den sozialen Medien ausgeübt wird. Da gab es einen Fall einer ehemaligen Hochspringerin und Olympiateilnehmerin. Diese Frau wurde von einem Stalker belästigt, der ihr massiv nachgestellt hat. Irgendwann wusste sie sich nicht mehr anders zu helfen als den Betreffenden mit vollen Namen und Anschrift auf ihrem Facebook-Profil zu veröffentlichen und ihn dadurch an den Pranger zu stellen. Zwar ist das Stalken inzwischen eine Straftat, allerdings schießt eine solche Notwehr wohl über das Ziel hinaus und das Stalking-Opfer hat in dieser Hinsicht selbst rechtswidrig gehandelt. Ob es sich dabei letztlich um einen Akt der Selbstjustiz gehandelt hat, musste nicht mehr entschieden werden, weil die Sportlerin ihr Profil letztlich gelöscht hat. Ein weiteres Phänomen in den sozialen Medien ist der sogenannte "Shitstorm", auf Deutsch gemäßigt übersetzt etwa "Sturm der Entrüstung". Ein fast schon berühmtes Beispiel war der Fall einer Frau, die sich sehr über ihren Handy Provider aufgeregt hat. Sie hat ihren Unmut dadurch Luft gemacht, dass sie einen entsprechend deutlichen Kommentar auf der Profilseite ihres Providers hinterlassen hat. Und es kam dann, was kommen musste. Es trat ein Schneeball-Effekt ein und zahlreiche weitere Kommentare, Weiterleitungen und Like-Klicks folgten. Hierbei finden die normalen Grundsätze, wie bei anderen Äußerungen auch Anwendung. Wahre Tatsachenbehauptungen und Meinungsäußerungen, Ausnahme von Schmähkritik sind erlaubt. Daher müssen insbesondere Unternehmen auch negative Kritik aushalten, selbst wenn sie so geballt kommt, wie im Falle von Shitstorms. Nur diejenigen Kommentare, die Unwahrheiten oder reine Beleidigungen enthalten auf Neudeutsch "Hate-speech" können gelöscht, gesperrt und oder an den Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet werden. Ein drittes Phänomen sind die sogenannten "Facebook-Partys". Die entstehen dadurch, dass jemand bewusst oder auch unbewusst eine Einladung zu einer Geburtstagsparty, einer Hochzeitsfeier et cetera über Facebook oder andere Social-Media-Kanäle verschickt und das Ganze nicht nur an bestimmte Freunde, sondern an die Öffentlichkeit richtet. Das kann dann gegebenenfalls schon etwas aus den Fugen geraten, so dass man, wie bereits mehrfach vorgekommen, nicht eine Party mit 50 Leuten hat, sondern möglicherweise mit 500 oder gar 5000. Denn es scheint sich inzwischen fast zu einer Art Sport entwickelt zu haben, dass man in gesammelte Mannschaftsstärke auf solche verirrten Partyeinladungen reagiert. Es stellt sich dann irgendwann die Frage, wer die eventuell notwendigen Einsätze von Feuerwehr, Polizei, Rettungswagen oder Müllabfuhr bezahlen muss. In den Bereich gibt es die Lehre vom sogenannten Zweckveranlasser. Es kann also sein, dass danach derjenige, der ursprünglich die Einladung verschickt hat, für die Kosten solcher Massenveranstaltung aufkommen muss und das kann unter Umständen sehr teuer werden.

Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

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Erscheinungsdatum:31.01.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an ausgewählten Stellen in Österreich und in der Schweiz bis einschließlich August 2016 und soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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