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Beautyfotografie und Retusche

Sets für die Beauty-Fotografie

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In der Beauty-Fotografie kommen ganz bestimmte Sets immer wieder zum Einsatz. Calvin stellt sie Ihnen in diesem Video vor und lädt Sie zum Ausprobieren ein. Auch zu Kameraeinstellungen und Bildkomposition gibt es Tipps und Beispiele.

Transkript

Zu meiner Rechten, Sasu, zu meiner Linken, Octabox. Und das ist das erste Set, was ich jetzt photografieren möchte. Ich möchte euch jetzt einfach verschiedene Sets zeigen, die ich in meinem Alltag ständig nutze. Und werde euch diese Sets ausführlich erklären, so dass ihr diese Sets auch mal probieren könnt. Mit geht es jetzt auch gar nicht so sehr um das Technische. Da werde ich gleich noch etwas dazu sagen, dass das gar nicht so die große Rolle spielt, sondern eher die Entscheidungsfindung, warum dieses Licht jetzt, was für eine Aufnahme will ich erstellen, was sind die Gedanken dahinter, worauf muss man achten, und so weiter. Gut. Bevor wir zum Lichtformer nochmal kommen, ganz kurz der Hintergrund. Was ihr jetzt hier seht... ich bin jetzt quasi...ja, das ist so ein bisschen mein Low-Budget-Studio. Nicht alles ist Low-Budget, aber zumindest mal der Hintergrund. Im Prinzip ist das einfach nur eine Holzwand. Die haben wir an der normalen Wand befestigt und die wurde grau gestrichen. Da haben wir ein bisschen darauf geachtet, dass es ein sehr mattes Grau ist. Grau nehme ich sehr gerne für meine Composings, wo ich Texturen überlagere. Aber Grau, speziell dieses Dunkelgrau, bietet sich auch an, daraus schwarz zu machen, wenn man das Model weiter weg entfernt platziert, wenn man wenig Licht auf den Hintergrund kommen lässt. Und wenn man näher rangeht, kann es schnell mal hellgrau werden. Und ich möchte jetzt keinen schwarzen Hintergrund, sondern so ein bisschen einen dunkelgrauen Hintergrund, das heißt eine Beauty-Aufnahme, die etwas dunkler gehalten ist. Und das seht ihr auch am Outfit. Das Outfit ist auch etwas dunkler gehalten. Wir haben jetzt auch noch die Haare nach hinten weg gemacht, so dass die Wangenpartie gut zur Geltung kommt. Und wir wollen jetzt quasi ein Portrait erstellen mit etwa diesem Bildausschnitt. Gut, das ist der Hintergrund. Die Sasu hat etwa den Abstand zum Hintergrund. Wenn man zu nah an den Hintergrund geht, selbst wenn man einen weichen Lichtformer hat, entsteht ein Schatten auf dem Hintergrund. Den wollte ich jetzt nicht so dominant im Bild haben, deswegen - was ist denn das - einen halben Meter ungefähr Abstand. So, zum Lichtformer. Im Prinzip... wir arbeiten nur mit einer Lichtquelle. Und ich glaube das hat jeder von euch, oder das ist einfach zu organisieren. Also 'ne graue Wand, da kann man auch einen grauen Papierkarton an die Wand hängen. Das geht ja auch. Und als Lichtformer, einfach nur eine große Softbox. Ob die jetzt eine Octaform hat, oder eine quadratische Form, das spielt eigentlich überhaupt keine Rolle. Eine große Lichtquelle. Relativ nah ran, damit wir ein weiches Licht haben. Das Licht kommt von oben, weil im Alltag das Licht auch meistens von oben kommt. Und dadurch entstehen natürlich nach unten raus ein paar Schatten. Die sind da, und das zeige ich euch jetzt gleich, die können wir später noch aufhellen mit dem Reflektor. Jetzt fangen wir aber mal ganz einfach an. Ich positioniere mal das Licht. Das wird ungefähr jetzt hier sein. Und ich werde jetzt Erstmal ohne einen Aufheller fotografieren. Die Jackie ist hier schon bewaffnet mit einem Aufheller, der kommt dann gleich noch ins Spiel. Aber wir fangen jetzt erstmal an... uns...an die finale Aufnahme anzunähern. Kameraeinstellungen. Also, ich fotografiere mit meiner Festbrennweite, 85 mm. Abbildungsqualität besser, gute Brennweite für den Portraitbereich. Die ISO habe ich sehr tief gehalten. Ihr könnt mit ISO 100 fotografieren. Ich fotografiere irgendwie immer mit ISO 200, das hat sich bei mir so eingespielt. Ihr könnt aber auch noch weiter runter gehen. Für mich macht es keinen großen Unterschied, ob 100 oder 200. Deswegen nehme ich jetzt ISO 200. Bei der Belichtungszeit sind wir natürlich so ein bisschen an die Blitztechnik gebunden. Und deswegen, ihr kennt es wahrscheinlich schon. Ein 1/125, es würde auch 1/160 gehen, es würde auch 1/100 gehen. Dadurch, dass es blitzt, wird es ja eh eingefroren. Aber so ein Standardwert in der Studiofotografie ist bei mir immer 1/125. Und von der Blende, habe ich eine Blende gewählt, damit auch alles scharf ist. Also dass man auch die ganze Hautstruktur sieht. Ich möchte hier noch nicht mit Unschärfe arbeiten. Deswegen Blende 13. Gut. Wenn das mal eingestellt ist - und das ist der große Unterschied zur Fotografie draußen - wird auch an der Kamera nichts mehr verändert, sondern nur noch am Licht. Ich habe jetzt den Weißabgleich auf manuell gesetzt. Ich bin jemand der am liebsten mit manuellem Weißabgleich fotografiert. Ich habe jetzt 5300 Kelvin. Indem man RAW fotografiert, kann man das später eh noch steuern. Ich bin jemand, der schon gerne im Vorfeld mit dem Weißabgleich experimentiert, weil ich dann gerne als Vorschau schon sehe, was kommt besser, kühl oder warm. Da kann ich schon ein bisschen mit dem Weißabgleich experimentieren. Aber wie gesagt, man kann es auch später machen. Ich bin keiner, der den Weißabgleich misst, sondern ich versuche immer mit Farben ein bisschen zu spielen. Was die Stärke vom Blitz angeht... ich habe mal vor vielen Jahren eine DVD gemacht, über Lichtführung. Und bereue es heute irgendwie, dass ich hier immer Werte angegeben habe. Der Wert, der auf dem Blitz dahinten drauf steht - und ihr könnt jetzt sagen, das ist unprofessionell - der ist...jetzt hätte ich fast ein schlimmes Wort gesagt, nicht sch...egal, sondern sehr egal für mich. Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich einen 500er Blitz habe, einen 250er, was auch locker reicht, der Wert hinten drauf, interessiert mich nicht. Ich bin auch keiner der mit dem Belichtungsmesser herangeht. Ich mach das Ding an, mach ein Bild, und wenn es zu hell ist, dreh ich ihn runter. Und wenn es zu dunkel ist, dreh ich ihn auf. Und so kam ich jetzt.. bei dem Blitz jetzt, steht da 7,5. Das heißt aber nicht, dass jetzt auf eurem Blitz 7,5 steht. Ich könnte gerne mit einem Belichtungsmesser herangehen. Ist definitiv die professionellere Variante. Ich bin kein Fan vom Belichtungsmesser. Schon gar nicht, wenn ich mit einem Blitz blitze. Und ich habe jetzt einfach ein bisschen experimentiert. Mit der Zeit... also ich kenne meine Blitze, ich seh' und weiß genau, welchen Wert ich einstellen muss. Und so bin ich dann zu meinem richtigen Licht gekommen. Wie gesagt, dass ist jetzt ein 500er Blitzkopf, steht auf 7,5 von einer möglichen Blitzstärke von 10. ihr könnt auch mit einem 250er Blitzkopf arbeiten. Den habt ihr dann vielleicht voll aufgedreht. Okay, ihr seht schon ich bin kein Fan von der Technik. Jetzt gehen wir mal so ein bisschen an die Bildgestaltung. Genau. Du bleibst erstmal so stehen. Nimmst die Hände in die Hüfte, dass die Schultern ein bisschen höher sind. Vielleicht noch einen Hauch darüber, komplett. Ja! Und ich mach jetzt erstmal ein Bild im Portrait-Modus. So nennt man das im Amerikanischen. Es gibt diesen Landscape-Mode. Querformat. Und Portrait-Mode. Hochformat. Und damit fangen wir jetzt einfach mal an. So. Ich schaue jetzt einfach mal zu. Den Kopf ein bisschen gerade rüberkippen. Sehr gut. Ein bisschen senken, den Kopf. Genau. Drei, zwei, eins. (Fotoverschluss klickt) Ich bin jemand, der den Fokus, den mittleren Fokus, nimmt. Ihr könnt auch einen der äußeren Fokuspunkte nehmen, und ich zieh dann. Auch das ist jetzt nicht so weltbewegend. Jetzt seht ihr das Bild. Und was mir jetzt auffällt, ist die Schattenwirkung. Also es soll schon ein dunkleres Bild sein, aber mir ist die Schattenwirkung zu enorm. Das heißt, der Abfall nach unten weg, wäre mir etwas zu düster. Gerade dann, wenn es in den Beautybereich geht. Was die Bildgestaltung angeht, seht ihr, ich habe die Augen im oberen Bilddrittel. Das empfehle ich euch auch. Gerade im Portraitmodus ist es ja so, dass das uns schnell an ein Passbild erinnert. Und wenn ihr dann... ich mache es mal falsch. Schau mal zu mir. Wenn ihr den Bildschnitt dann so nehmt, Augen unharmonisch in der Bildmitte. Also das sieht nach nichts aus. Deswegen sage ich immer, Augen in das obere Bilddrittel. Und selbst, wenn man näher rangeht... ich gehe mal etwas näher ran. So. Schaut mal. Auch jetzt bin ich noch mit den Augen im oberen Bilddrittel. Ich habe jetzt den Kopf angeschnitten. Warum schneide ich den Kopf an? Hat es weh getan? Nee. (Lachen) Warum schneide ich bei Ihr den Kopf an? Schaut mal, da oben. Entschuldigung, wenn ich da mal jetzt so rumfuchtel. Da oben da ist doch nichts. Hätte die jetzt eine Blume im Haar, einen Hut oder irgendwas, oder eine besondere Frisur da hochgesteckt, dann ja. Da oben ist nichts. Ich nehme die Haare oben so als natürlichen Rahmen, als Abschluss. Also nicht da schneiden, sonst denkt man vielleicht sie hat da oben gar keine Haare mehr. Das soll nicht der Fall sein. Also ich schneide oben durch die Haare. Wichtig ist, die Augen im oberen Bilddrittel. Und gerade als Anfänger: Beherzigt die Regel. Wie Picasso sagte, lernt die Regel wie ein Profi, brecht Sie wie ein Künstler. Am Anfang immer die Augen ins Drittel. Später könnt Ihr die Regeln brechen. So, Jackie, ich bitte dich jetzt mal ganz kurz hier aufzuhellen. Den Reflektor nehmen wir jetzt mit dazu. Den halte ich ungefähr, oder hält Jackie ungefähr, waagrecht in dieser Position. Ich möchte also noch etwas vom Oberteil mitnehmen. Vielleicht kannst du bei ihr das Oberteil noch ein bisschen richten. An ihrer linken Schulter ezwas runter. Und rechts etwas hoch. Versuche mal, ob du da noch ein bisschen was hinkriegst, dass das symmetrischer ist. Und rechts ein bisschen die Schulter noch rausziehen. Und das kann man mit der Schulterposition, ein bisschen...dass wir da noch tricksen. Ich empfehle euch auch immer, dass das die Visa übernimmt. Oh, Visa darf man nicht sagen - der Make-Up Artist - übernimmt. Da ist noch ein Fussel da oben, an der rechten Schulter. Oder eine Begleitperson, aber zupft nicht selber am Modell Rum. Das macht man nicht. Das ist ein absolutes No-Go. Es sei denn Ihr kennt das Modell gut, und fragt vorher. So, okay, dann halten wir mal. Genau. So, jetzt mach ich nochmal ein Bild. Nochmal im Hochformat-Modus. Drei, zwei... Halt, ich gehe noch näher ran. Drei, zwei, eins. (Fotoverschluss klickt) So, und jetzt sieht das schon viel besser aus. Jetzt haben wir viel mehr Licht von unten. Es ist natürlich eine etwas dunklere Aufnahme. Aber man sieht jetzt schon wesentlich mehr. Der Hochformat-Modus...geht. Ich bin kein Fan davon. Ich bin eher einer, der am liebsten Querformat fotografiert. Ich weiß nicht, ob das jetzt schon ein Regelbruch ist. Ich zeige's euch mal, mir gefällt es einfach besser, es ist ein vertrauteres Format. Deswegen mache ich jetzt nochmal eine Querformat-Aufnahme. Genau, bleib so. Drei, zwei, eins. (Fotoverschluss klickt) Ich werde es jetzt erstmal...schön! Guck mal, viel besser! Jetzt haben wir auch einen schönen Helligkeitsverlauf im Hintergrund drin. Ich dreh den mal ganz kurz. Das will ich noch ganz kurz erwähnen. Wir haben hier jetzt ja... keine Wabe drin. Ich gehe mal ganz kurz durch. Wenn Ihr jetzt eine Wabe habt, also dieses geriffelte Gitter, dann bekommt man das Licht noch ein bisschen eingeschränkter. Und das macht sich immer dann deutlich bemerkbar, wenn der Lichtformer noch etwas weiter weg ist. Ich habe jetzt wirklich nur diese Softbox, und wir haben trotzdem noch einen leichten Helligkeitsverlauf drin. Dann mache ich jetzt noch zwei, drei Bilder. Und dann haben wir dieses Set eigentlich auch schon, also... ich werde jetzt mit Sicherheit noch ein paar Variationen schießen. Wichtig war mir, dass Ihr alles gesehen habt. Alles erklärt bekommen habt. Und jetzt ist es natürlich Zeit, verschiedene Gesichtsausdrücke ein bisschen zu variieren. Dann mach ich jetzt einfach mal verschiedene Bildausschnitte. Genau. So, ein bisschen den Kopf hoch, Kopf runter. Man kann auch ganz leicht mal drehen. Ist sehr schön. Drei, zwei, eins. (Fotoverschluss klickt) So. Das letzte hat mir jetzt auch sehr gut gefallen. Schaut es euch nochmal in Ruhe an. Ihr seht es ist ein total einfaches Bild. Nur eine Lichtquelle. Das Bild lebt vom Motiv, vom Modell, vom Make-Up Artist, Ihrer Arbeit. Aber wie gesagt, sehr, sehr einfach. Und das ist ein Set, wie ich es tatsächlich sehr, sehr häufig nutze. Ich hoffe es hat euch gefallen. Probiert es mal aus.

Beautyfotografie und Retusche

Hier bekommen Sie alles, was Sie brauchen, um den Einstieg in die Beauty-Fotografie zu meistern, dazu Tipps und Techniken, die auch erfahrene Beauty-Fotografen weiterbringen.

2 Std. 45 min (23 Videos)
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