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Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Server optimieren

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Sie können Ihre Remotedesktop-Sitzungshosts sowohl über Gruppenrichtlinien als auch lokale Einstellungen optimieren. Lassen Sie sich von Thomas Joos erklären, welche Schritte Sie dazu durchführen müssen und worauf Sie besonders achten sollten.
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Transkript

Wenn Sie einen Remotedesktop-Sitzungshost installiert haben, sollten Sie nach der Installation einige Nacharbeiten vornehmen, damit der Server optimal zur Verfügung steht. Dazu rufen Sie zunächst im Explorer die Eigenschaften von "Dieser PC" auf und hier können Sie jetzt in den erweiterten Systemeinstellungen verschiedene wichtige Konfigurationen vornehmen. Zum einen sollten Sie überprüfen auf der Registerkarte "Erweitert" über "Einstellungen" im Bereich "Leistung", dass bei "Erweitert" die "Prozessorzeitplanung" auf die Ausführung von Programmen konfiguriert ist. Wenn Sie einen herkömmlichen Server installieren, ist dieser normalerweise für Hintergrunddienste optimiert, aber da ein Remotedesktop-Sitzungshost ja Programme für die Anwender bereitstellen muss, müssen die Programme eben entsprechend genug Prozessorzeit bekommen. Wichtig ist auch die Konfiguration des virtuellen Arbeitsspeichers. Hier können Sie entweder mit der dynamischen Konfiguration arbeiten oder Sie legen eine manuelle Konfiguration fest für die einzelnen Laufwerke und können hier eben entweder mit dem 2,5-fachen des Arbeitsspeichers arbeiten oder eben mit einem Wert, den Sie über verschiedene Tools messen und festlegen, wie groß muss der Arbeitsspeicher sein, denn wenn WINDOWS SERVER 2016 den virtuellen Arbeitsspeicher automatisch konfiguriert belastet das zum einen das System, zum anderen kann es sein, dass nicht korrekte Werte verwendet werden, vor allem wenn viele Benutzer sich mit dem Server verbinden und wieder trennen. Das heißt, hier bietet es sich durchaus an etwas zu experimentieren und zu überprüfen, welcher maximale Wert ist hier ideal, zum Beispiel eben das 2,5-fache des Arbeitsspeichers. Ebenfalls wichtig ist natürlich auch die Konfiguration der Treiber. Sie sollten überprüfen, ob im Gerätemanager alle Geräte des Servers über einen neuen Treiber verfügen. Sie sehen, hier gibt es jetzt für diesen HP-Server noch zwei Basissystemgeräte, für die noch kein Treiber installiert ist und für Remotedesktop-Sitzungshosts ist es eben sehr wichtig, dass Sie darauf achten, für alle Basissysteme, auch für die anderen Hardwaregeräte, wie Grafikkarte und Netzwerk, die passenden Treiber installiert sind. Das Ganze kann etwas mühsam sein, da Sie beim Hersteller erst die passenden Treiber herunterladen müssen, aber es ist durchaus lohnenswert, dass Sie nach der Installation darauf achten, dass auf dem Server alle Geräte korrekt konfiguriert sind. Auch die Gruppenrichtlinien- Einstellungen für die Server sollten Sie entsprechend optimieren. Wenn Sie mehrere Remotedesktop- Sitzungshosts einsetzen, verschieben Sie die Computerkonten in eigene OUs und erstellen für die Organisationseinheiten dann jeweils eigene Gruppenrichtlinien, in denen Sie die Konfiguration vornehmen. Sie können natürlich auch die Einstellungen in lokalen Richtlinien vornehmen. Ich zeige Ihnen, wie Sie dazu vorgehen. Wenn Sie aber zum Beispiel fünf Remotedesktop-Sitzungshosts haben, dann müssen Sie diese Einstellungen eben auf allen fünf Servern vornehmen. Wenn Sie diese fünf Computer-Konten einfach in eine eigene Organisationseinheit verschieben, müssen Sie nur eine Gruppenrichtlinie definieren und diese eben auf diese Organisationseinheit anwenden. Sie können die entsprechende Konfiguration, die notwendig ist, über die Remotedesktop- Sitzungshost-Einstellungen vornehmen. Wichtig ist hier, dass Sie zunächst die Einstellungen entsprechend aufrufen und hier finden Sie die entsprechenden Einstellungen über die "Computerkonfiguration" über die "Administrativen Vorlagen", dann bei "System" und hier finden Sie im Abschnitt "System" den Knoten "Gruppenrichtlinie". Wenn Sie die Spalte alphabetisch sortieren lassen, finden Sie hier die Einstellung "Loopbackverarbeitungsmodus für Benutzergruppenrichtlinie konfigurieren". Wenn Sie diese Einstellung hier aktivieren, können Sie zwischen zwei verschiedenen Modi wählen. Bei "Ersetzen" ersetzt die Richtlinie alle Einstellungen, die bereits von anderen Richtlinien an der gleichen Stelle konfiguriert sind. Wenn Sie "Zusammenführen" verwenden, dann werden alle Richtlinien, die auf den Anwender angewendet werden, also für das Benutzerkonto und den Computer gelten, und die Einstellungen für die Benutzer, die Sie in der Gruppenrichtlinien für diese Remotedesktoprichtlinie verwenden, zusammengeführt. Wichtig ist das, dass Sie dadurch Einstellungen vornehmen können, um zum Beispiel festzulegen, dass Einstellungen für die Benutzer nur auf Remotedesktop-Sitzungshosts angewendet werden, nicht aber auf den herkömmlichen Arbeitsstationen, wenn sich die Anwender an ihren Arbeitsstationen anmelden. Das heißt, es bietet sich an, die verschiedenen Computerkonten für die Remotedesktop-Sitzungshosts in eine eigene Organisationseinheit zu verschieben, für diese Organisationseinheit in der Richtlinie für die Remotedesktop-Sitzungshosts den Loopverarbeitungsmodus zu aktivieren und hier eben jetzt entweder "Ersetzen" oder "Zusammenführen" zu verwenden. Das hängt davon ab, wie Sie Ihre Gruppenrichtlinien konfigurieren und welche Einstellungen Sie verwenden. Wenn Sie Einstellungen auf den Remotedesktop-Sitzungshost verwenden, die auf Arbeitsstationen definitiv nicht verwendet werden sollen, nutzen Sie die Einstellung "Ersetzen", wenn Sie Einstellungen für die Computerkonten konfiguriert haben und für die Remotedesktop-Sitzungshosts weitere Einstellungen definieren wollen, dann verwenden Sie "Zusammenführen". Diese verschiedenen Konfigurationen sind natürlich optional, können aber durchaus dabei helfen, dass Ihre Umgebung leistungsstärker funktioniert. Es bietet sich an, die Einstellungen, wie zum Beispiel den Loopbackverarbeitungsmodus in einer Testumgebung zu überprüfen, bevor Sie diese aktivieren, da durch die Aktivierung dieser Funktion, verschiedene Einstellungen in den Gruppenrichtlinien zu nicht vorhersehbaren Konstellationen führen können und dadurch die Benutzer zum Beispiel Probleme haben, den Remotedesktop-Sitzungshost zu verwenden. In jedem Fall sollten Sie aber die Funktionen des Loopbackverarbeitungsmodus in Ihrer Testumgebung integrieren und überprüfen, ob bei der Umsetzung von Gruppenrichtlinien dieser Modus bei der Verwendung in Remotedesktop-Sitzungshosts hilfreich sein kann.

Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Lernen Sie die Installation, Vewaltung und Optimierung der Remotedesktopdienste des Windows Server 2016.

2 Std. 11 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.05.2017

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