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Windows Server 2012 R2: Remotedesktopdienste

Server für Remotedesktop optimieren

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Nach der Installation eines Remotedesktop-Sitzungshosts sollten Sie einige Optimierungsarbeiten durchführen, damit Ihr Server optimal eingestellt ist. Lassen Sie sich erklären, auf welche Punkte Sie dabei besonders achten sollten.
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Transkript

Wenn Sie einen Remotedesktop-Sitzungshost installiert haben, sollten nach der Installation einige Optimierungsarbeiten durchführen, damit der Server optimal eingestellt ist. In diesem Video zeige ich Ihnen, welche Einstellungen das sind. Der erste Schritt besteht darin, dass Sie sich die Auslagerungsdateien angucken. Die Auslagerungsdateien und deren Einstellungen finden Sie über die Eigenschaften des Computermenüs. Das Computermenü starten Sie über das Kontextmenü von Dieser PC, indem Sie Eigenschaften aufrufen. Hier sehen Sie auch das bereits neue Kontextmenü, wenn Sie das Windows Server 2012 R2 Update installiert haben, welches dem neuen Windows 8.1 Update entspricht. Hier wird auch das Kontextmenü optimiert, sodass die Verwaltung der Server wesentlich leichter ist. In den Eigenschaften rufen Sie dann Erweiterte Systemeinstellungen auf. Und hier nehmen Sie verschiedene Konfigurationen vor, damit der Remotedesktop-Sitzungshost optimal funktioniert. Wichtig ist hier vor allem der Bereich Leistung, und hier die Schaltfläche Einstellungen. Hier haben Sie zum einen die Möglichkeit, die visuellen Effekte zu konfigurieren und einzuschränken. Auf der Registerkarte Erweitert können Sie festlegen, ob Sie den Server für Hintergrunddienste oder Programme optimieren wollen. Bei Remotedesktopdiensten sollten Sie darauf achten, dass die Optimierung für Programme gesetzt ist. Denn auf diesem Server installieren Sie ja Programme für die Anwender und keine Serverdienste. Bei Virtueller Arbeitsspeicher können Sie über Ändern anpassen, dass zum einen die Auslagerungsdatei automatisch verwaltet wird. Das sollten Sie hier deaktivieren. Und Sie sollten darauf achten, auf einem Remotedesktop-Sitzungshost möglichst mehrere Festplatten einzubauen, und die Auslagerungsdatei auf die zweite Festplatte zu verlagern, und auf der ersten Festplatte zu deaktivieren. Wenn Sie natürlich eine Festplatte haben, die über entsprechende Leistung verfügt, können Sie auch die Auslagerungsdatei auf der Systemplatte lassen. Dann werden aber die Schreibzugriffe auf der Festplatte überlagert mit Schreibzugriffen für den virtuellen Arbeitsspeicher, was den Server durchaus ausbremsen kann. Eine weitere wichtige Einstellung finden Sie im Geräte-Manager. Ich schließe jetzt das Fenster für die Konfiguration der Auslagerungsdatei. Im Geräte-Manager sollten Sie überprüfen, dass alle Treiber korrekt installiert sind. Sie sehen, in diesem Beispiel ist die Grafikkarte nicht optimal konfiguriert. Das ist nicht ideal für Remotedesktopserver, die Sie zum Beispiel in Virtual Desktop Infrastructures verwenden, da Sie auf diesem Weg kein optimales Datengrafikerlebnis aktivieren können, zum Beispiel RemoteFX. Bei RemoteFX haben Sie die Möglichkeit, dass die Clients Berechnungen der lokalen Grafikkarte über das Netzwerk auf den Server auslagern können, der Server die 3D-Berechungen durchführen kann und dann auf dem Client anzeigen. Das heißt, wenn Sie RemoteFX nutzen wollen, sollten Sie darauf achten, dass hier ein korrekter Grafikkartentreiber für die eingebaute Grafikkarte installiert ist, und dass Sie idealerweise auch eine Grafikkarte verwenden, die 3D-tauglich ist. Eine besonders wichtige Einstellung auf Remotedesktop-Sitzungshosts nehmen Sie in den Gruppenrichtlinien vor. Gruppenrichtlinien setzen Sie im Unternehmen normal basierend auf Organisationseinheiten ein. Das heißt, Sie setzen zum Beispiel in Ihrer Domäne eine Organisationseinheit ein, in der sich die Computerkonten der Remotedesktop-Sitzungshosts befinden. Wenn Sie Gruppenrichtlinien in dieser OU binden und Einstellungen vornehmen, werden für diese Gruppenrichtlinien nur die Einstellungen der Maschinenkunden umgesetzt. Denn in der Gruppenrichtlinie haben Sie Computereinstellungen definiert. Die Gruppenrichtlinie ist für die Server gesetzt. Und in der Organisationseinheit befinden sich die Serverkonten, nicht die Benutzerkonten. Ich öffne die Gruppenrichtlinienverwaltung. Wenn Sie jetzt aber in einer Gruppenrichtlinie Einstellungen für Benutzer umsetzen wollen, obwohl diese Gruppenrichtlinie auf eine Organisationseinheit gebunden ist, in der sich wiederum nur Computerkonten befinden, müssen Sie den Loopback-Verarbeitungsmodus aktivieren. Bei diesem Modus wenden die Gruppenrichtlinien auch Einstellungen des Benutzerbaums an, also diese Einstellungen hier, auch dann wenn das Konto der Anwender nicht in der entsprechenden Organisationseinheit liegt, in der die Richtlinie definiert ist. Das heißt, Sie erhalten auf diesem Weg die Möglichkeit, Benutzereinstellungen für Remotedesktopserver festzulegen, die nur bei der Anmeldung der Anwender auf dem Remotedesktopserver angewendet werden. Die Einstellungen finden Sie im Bereich Computerkonfiguration. Dann über Administrative Vorlagen. Dann System. Anschließend Gruppenrichtlinie. Hier aktivieren Sie Gruppenrichtlinie. Und auf der rechten Seite suchen Sie den Loopbackverarbeitungsmodus für Benutzergruppenrichtlinie. Hier haben Sie die Möglichkeit, die Richtlinie zu aktivieren. Danach können Sie den Modus festlegen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ersetzen oder Zusammenführen auszuwählen. Bei Ersetzen werden die Richtlinieneinstellungen, die bereits von anderen Richtlinien an der gleichen Stelle gesetzt sind, ersetzt. Wenn Sie Zusammenführen auswählen, werden die Richtlinieneinstellungen, die sonst auch noch für die Richtlinie gelten, zusammengeführt. Einfach ausgedrückt heißt das: Wenn Sie zusätzlich Einstellungen für Benutzer vorgenommen haben in einer Organisationseinheit, werden diese auf den Terminalservern auch angewendet. Sie können hier einfach etwas experimentieren, bis die Gruppenrichtlinieneinstellungen, die Sie gesetzt haben, auch auf den Terminalservern funktionieren. Ich fasse nochmal zusammen: Wenn Sie einen Remotedesktop-Sitzungshost installiert haben, sollten Sie verschiedene Einstellungen im System und den Gruppenrichtlinien vornehmen, damit der Server optimal als Remotedesktop-Sitzungshost funktioniert.

Windows Server 2012 R2: Remotedesktopdienste

Installieren Sie Anwendungsprogramme zentral auf einem Server und lassen Sie die Anwender über Remotedesktopdienste darauf zugreifen.

2 Std. 43 min (24 Videos)
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