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Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sepia-Effekt

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Der Sepia-Effekt simuliert den Look alter Fotografien – so wird's gemacht.

Transkript

Ein anderer Farbeffekt, den Sie bestimmt schon mehrmals gesehen haben, ist der sogenannte Sepia-Effekt. Der Effekt ist grundsätzlich monochromatisch, das heißt einfarbig, und simuliert den alten Look von ausgeblichenen, alten Fotografien. In der Regel wird ein rötlich, leicht gelbliches Braun verwendet und das wichtigste dabei ist, dass dabei nur die helleren Anteile im Bild eingefärbt werden. Das Schwarz und das Weiß bleiben in der Regel ein neutrales Schwarz und ein neutrales Weiß. Natürlich ist das kein Gesetz, aber der Effekt verhält sich ein wenig anders, als wenn wir einfach nur eine rot-braune Folie über das Bild legen. Der Sepia-Effekt war in den Dreißigerjahren sehr beliebt, wie hier zum Beispiel im Film "Der Zauberer von Oz", und der Effekt wurde auch in vielen Westernfilmen eingesetzt, um den Filmen einen alten, staubigen Look zu geben. So wie zum Beispiel hier 1948 in dem Film "Panhandle". In dem Film "O Brother" wurde ein sehr entsättigter Look eingesetzt, der zwar nicht komplett monochromatisch ist, aber dennoch vom Sepia-Effekt beeinflusst wurde. "O Brother" war übrigens der erste Film, der komplett digital farbkorrigiert wurde, um das Publikum gefühlt in die Zeit der Weltwirtschaftskrise zurückzusetzen, in der die Geschichte spielt. Ok, bauen wir den Sepia einmal selbst nach: Ich lege also eine Einstellungsebene auf die Videospur 2 und beginne zunächst ein Schwarz-Weiß-Bild zu erstellen. In dem Fall nehme ich die Sättigung zurück und spiele ein wenig mit dem Kontrast. Ich kann aber auch der Einfachheit halber einen vorgefertigten Lookup-Table verwenden, und zwar hier unter der kreativen Farbkorrektur. Dort gibt es eine ganze Reihe von monochromatischen Filmmaterialien; zum Beispiel hier, "Monochrome Kodak", sieht so aus. Ich kann hier einfach mal durchschalten, also je nachdem-- und hier unten zum Beispiel auch gewisse "Noir Nouvelle Wave"-- Also diese Sachen. Also das kann ich einfach verwenden und daraufhin meine Anpassung machen. So. Nehmen wir mal das. Und als nächstes brauche ich diesen roten und gelben Farbstich. Dafür gehe ich hier in die Gradationskurven und wie immer, um Rot und Gelb zu erzeugen, muss ich das Blau etwas reduzieren. Na, ich gehe mal hier rein. Dadurch wird das Ganze gelb und damit es etwas brauner wird, gehe ich hier in dem Rot etwas nach oben. So. Ja, je nachdem-- kommt auch darauf an, welche Bereiche ich wie stark einfärben möchte. Ja, zum Beispiel so. Um ein altes Material zu simulieren, muss ich natürlich den Kontrast etwas vorsichtiger behandeln, da diese ganzen Materialien sehr ausgewaschen und ausgeblichen sind, also in dem Fall könnte ich den Kontrast stark zurücknehmen oder auch meine Schwarz-Weiß-Werte anders einstellen. Ja, vielleicht hier mehr hoch, hier etwas weiter runter. Und damit das auch richtig schön antik aussieht, machen wir natürlich gleich wieder eine Vignette drauf. So. Perfekt. Also hier: vorher und nachher. Gilt jetzt auf die ganze Szene. Ich kann natürlich auch sehr einfach einen Sepia-Effekt verwenden, indem ich zum Beispiel hier ein vorgefertigtes Preset verwende. Mir macht es persönlich aber immer wieder Spaß, die Korrekturen von Grund auf neu zu erstellen und dadurch eine eigene Note in die Farbkorrektur zu bringen. So, das Gleiche auch hier im Avid Media Composer. Also wir ziehen das Ganze etwas ins Gelb; in dem Fall nur diesen Bereich. Addieren etwas mit Rot. Vorher müssen wir natürlich die Sättigung rausnehmen. Und je nachdem, wo wir da sind, gleiches Prinzip: Die Gradationskurven sind überall identisch: Photoshop, Lightroom - alles ziemlich gleich. Ja, und auch hier Kontrast alt oder etwas härter; vielleicht ein moderner Sepia-Look könnte ganz interessant sein. Bei Final Cut kann ich hier z. B. einfach ein Sepia-Preset verwenden und entsprechend die Sättigung rausziehen. Dann hier noch ein bisschen anpassen und das wärs dann auch schon. Ein kurzer Hinweis noch zum Schluss: Die mathematischen Berechnungen von Farbe werden in jedem Programm ein wenig anders berechnet, sodass es durchaus sein kann, dass Sie mit dem einen Programm ein sehr viel besseres Ergebnis erzielen können als mit einem anderen. Wählen Sie also Ihr bevorzugtes Programm immer nach den Zielen aus, die Sie erreichen wollen.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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