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Hier erfahren Sie, welche Dinge beim Suchmaschinen-Marketing etc. beachtet werden müssen.

Transkript

Wenn man sich mal den Aufbau der Suchergebnisse bei Google & Co näher anschaut, fällt folgendes auf: Rund um die normalen Suchtreffer gibt es auch noch verschiedene Werbeanzeigen. Diese werden über, rechts neben oder unter den eigentlichen Suchergebnissen platziert. Wo und wie viele Anzeigen dargestellt werden, ist von Suchmaschine zu Suchmaschine unterschiedlich. In jedem Fall müssen die Werbeanzeigen entsprechend gekennzeichnet sein, damit sie als solche erkennbar sind. Um nun den eigenen Blog in den normalen Suchtreffern möglichst gut zu positionieren, kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen. Diese lassen sich in zwei Kategorien einteilen, nämlich in die Bereiche Onpage und Offpage. Zu den Maßnahmen die jeder im eigenen Blog, also Onpage, selbst vornehmen kann, gehören zum Beispiel ein aussagekräftiger Domain-Name, einzigartige Inhalte, sogenannte Unique Content, regelmäßig neue Inhalte, suchmaschinenfreundliche Website-Struktur und Hyperlinks, Optimierung der Suchmaschinen-Vorschau, die sogenannten Snippets, Optimierung der Website-Ladezeit, Optimierung der mobilen Ansicht, also Nutzung von Responsive Design und nicht zuletzt auch der Einsatz von richtigen Keywords. Zu den Offpage-Maßnahmen zählen dagegen unter anderem gute Links von anderen Websites auf das eigene Angebot und Erwähnung in, bzw. Links aus sozialen Netzwerken. Aber was unterscheidet gute von schlechten Links? Neben der reinen Anzahl sind in erster Linie auch die Qualität sowie die Themenrelevanz von Verlinkungen von entscheidender Bedeutung. Beispiel: Für einen Blog rund um das Thema Gartenpflege ist jedenfalls aus Sicht von Suchmaschinen ein Link von einem Blumengroßhandel besser als ein Link, der von einer Online-Pokerschule kommt. Hinzu kommt noch, dass es auch auf die Suchmaschinenbewertung der verlinkenden Seiten kommt. Je höher diese im Ranking bei Google & Co steht, desto wertvoller ist der Link für den eigenen Blog. Im Gegensatz dazu können viele schlechte Links, zum Beispiel von Porno-Websites, zu einer schlechteren Einstufung des verlinkten Internetauftritts führen. Für die eigene Website sind aus juristischem Blickwinkel die sogenannten Metatags von hoher Relevanz. Dabei handelt es sich um bestimmte Informationen, die nur im Quelltext einer Internetseite vorhanden sind und die daher nicht im Browser auf der eigentlichen Internetseite angezeigt werden. Die Metatags können also nicht so ohne Weiteres von menschlichen Besuchern einer Website gesehen werden, von den Suchmaschinen-Robotern allerdings sehr wohl. Zu den Metatags zählen unter anderem die Seitenbeschreibung, beschreibende Stichwörter, die sogenannten Schlüsselbegriffe oder auch Keywords, der Name und gegebenenfalls auch die Mail-Adresse des Website-Verantwortlichen. Die Frage, ob ungefragt fremde Unternehmen oder Markennamen, in Metatags verwendet werden können, ist inzwischen weitgehend geklärt. Allerdings existiert dazu eine Vielzahl an, zum Teil recht unterschiedlichen Gerichtsentscheiden, sodass nach wie vor eine gewisse Unsicherheit besteht. Die inzwischen vorherrschende Meinung geht jedoch davon aus, dass eine Nutzung fremder Marken- oder anderer geschäftlicher Bezeichnungen in den Metatags regelmäßig als kennzeichenmäßige Nutzung und somit auch als Rechtsverstoß anzusehen ist. Das gilt jedenfalls dann, wenn etwa ein fremder Markenbegriff als Metatag für die Bezeichnung des Website-Titels, also für das sogenannte "title"-Element genutzt wird, weil dies zur Angabe der Marke in der Titelleiste des Browsers führt, die für alle Nutzer sichtbar ist. Eine Ausnahme besteht jedoch dann, wenn dadurch keine Zuordnungsverwirrung, bzw. Verwechslungsgefahr hervorgerufen wird. Gegen die Verwendung von allgemeingültigen Begriffen, den sogenannten Gattungsbegriffen im Rahmen von Metatags, ist in aller Regel nichts einzuwenden. Es gilt selbst dann, wenn die Wort sachfremd sind, also eigentlich nicht zum Blog-Inhalt passen. Genauso stellt die Nutzung fremder Marken- oder Unternehmensbezeichnungen nicht unbedingt einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht dar. Auch hier muss zusätzlich eine Irreführung vorliegen. Auch im Falle von versteckten Inhalten dem sogenannten "hidden content", bspw. in Form von weißer Schrift auf weißem Hintergrund, können diese Rechtsgrundsätze herangezogen werden.

Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Machen Sie sich mit den wichtigsten juristischen Eckpunkten im Redaktionsalltag vertraut.

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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