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Erfolgreiche Kommunikation

Sender-Empfänger-Modell

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Das Modell definiert Kommunikation als Übertragung einer Nachricht von einem Sender zu einem Empfänger. Beim Kodieren und Dekodieren der Nachrichten kann es zu Übertragungsfehlern, also Missverständnissen, kommen.
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Transkript

Ob es uns gefällt oder nicht, fast jede Kommunikation ist eine Kette von Missverständnissen. Und das ist ganz normal. Einen ersten Hinweis auf die Gründe dafür gibt das Sender/Empfänger-Modell. Das Modell wurde 1970 von Stuart Hall auf Basis der Informationstheorie entwickelt und definiert Kommunikation als Übertragung einer Nachricht von einem Sender zu einem Empfänger. Kurz und gut, wir haben es hier mit einem technischen Modell zu tun. Die Reichweite dieser Theorie ist zwar beschränkt, sie ist aber mitnichten falsch, und die Leistung der Forscher kann als Grundlagenarbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden. Deswegen stelle ich es Ihnen hier kurz vor. Und ja, jetzt wird es auch ein wenig technisch, aber nur kurz. Damit ein Vorgang als Kommunikation bezeichnet werden kann, braucht es zunächst folgende Zutaten oder Hauptdarsteller: Einen Sender, der einem Empfänger etwas übermitteln will. Der Sender verschlüsselt diese Mitteilung zu einer Nachricht, einer Botschaft. Diese Botschaft wird natürlich in einem Übertragungsmedium dargestellt, z.B. die Sprache. Der Empfänger nimmt diese Zeichen wahr und entschlüsselt sie. Im Anschluss sendet der Empfänger in Form einer Antwort seinerseits seine Nachrichten. Na ja, und im Prozess dieser Nachrichtenübermittlung kommt es eben häufig zu Übermittlungsfehlern. Der Sender hat eine Absicht und fasst sie in Worte. Dabei kommt es schon zum ersten Informationsverlust. Und in der Regel wird nicht alles gehört, was gesagt worden ist. Und erst recht nicht verstanden. Sei es, dass der Sprecher nicht die richtigen Worte findet, um sich ausdrücken, der Empfänger ihn akustisch nicht versteht, oder er die Bedeutung der Worte nicht kennt, die der Sender benutzt. Konrad Lorenz, ein österreichischer Verhaltensforscher und Nobel-Preisträger des letzten Jahrhunderts, hat das mit den bekannten Worten formuliert: "Gedacht ist nicht gesagt. Gesagt ist nicht gehört. Und gehört  ist nicht verstanden." Und er geht noch weiter: "Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist nicht gekonnt. Und gekonnt ist nicht getan." Aber das ist noch ein anderes Thema. Ich möchte Ihnen zwei Beispiele für diesen Informationsverlust geben. Stellen Sie sich vor, jemand denkt: "Ich brauche Dich, um eine gemeinsame Lösung zu finden für ein Problem." Er sagt: "Können wir uns mal wegen einem Problem zusammensetzen?" Der Empfänger hört: "Es gibt ein Problem." Und versteht: "Au, jetzt krieg ich Ärger!" Merken Sie was? Lassen Sie mich ein zweites Beispiel geben. Jemand denkt vielleicht: "Hey, die Zahlen sind ganz okay. Aber ein kleines Problem gibt es schon noch." Er sagt zu seinem Kollegen: "Hast Du die Zahlen schon gesehen? Die sind überwiegend ganz gut." Der Kollege hört: "Die Zahlen sehen gut aus." Und er versteht: "Alles ist OK." So funktioniert Informationsverlust auf dem Weg vom Sender zum Empfänger. Welche Empfehlungen leiten sich jetzt für Sie daraus ab? Entscheidender als die Absicht, die Sie als Sender haben, ist leider die Wirkung, die Sie beim Empfänger erzielen. Und Missverständnisse sind dabei leider völlig normal. Es hilft aber natürlich, wenn Sie als Sender möglichst klar und unmissverständlich Ihre Botschaft vermitteln, und wenn andererseits der Empfänger sehr gut zuhört und so lange nachfragt, bis er Sie richtig verstanden hat. Und natürlich ist es gut, offenkundige Missverständnisse sofort aufzuklären.

Erfolgreiche Kommunikation

Machen Sie sich mit grundlegenden Gesprächstechniken vertraut und lassen Sie sich konkrete Hilfestellungen für den erfolgreichen Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern geben.

1 Std. 41 min (33 Videos)
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