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Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Selektives Schärfen mit Auswahlen und Masken

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Wenn Sie bestimmte Bildelemente hervorheben möchten, können Sie kreativ mit Schärfe und Unschärfe spielen, indem Sie Filter nicht pauschal auf das gesamte Bild anwenden. Ihre besten Freunde sind hier die Auswahlwerkzeuge und Masken.
09:22

Transkript

Wenn Sie in der Bildbearbeitung bestimmte Effekte anwenden, ist es meistens eine gute Idee, diese nicht pauschal über das gesamte Bild zu legen, sondern sie selektiv an die Stellen aufzutragen, wo es dem Bild gut tut. So ist es auch beim Schärfen. Deshalb geht es in diesem Video um genau das, nämlich um das selektive Schärfen. Sie selektieren also, Sie bestimmen, wo die Schärfung zum Tragen kommen soll und wo nicht. Damit können Sie nicht nur die Aufmerksamkeit des Betrachters im Bild lenken, sondern auch bestimmte Merkmale wie beispielsweise die Augen oder die Haare etwas mehr betonen. Wie geht das? Im Prinzip könnten Sie das Scharfzeichner-Werkzeug nehmen, dann direkt auf der Hintergrundebene arbeiten, oder mit der Option Alle Ebenen aufnehmen auf einer leeren Ebene, und dann einfach über die entsprechenden Bildstellen malen. Aber mit diesem Werkzeug haben Sie nicht die volle Kontrolle. Sie können nicht bestimmen, wie groß der Radius sein soll der Schärfung. Sie können auch die Stärke dieser Schärfung nicht wirklich fein bestimmen. Deshalb ist das Werkzeug in der Regel eher untauglich. Wie gehen Sie da am besten vor? Nehmen wir an, ich möchte hier die Augen etwas funkeln lassen. Dann zoome ich natürlich erstmal auf die Augen. Ich würde Ihnen empfehlen, dann hier die Hintergrundebene zu duplizieren. Und falls Sie später nochmal nachjustieren wollen, das Ganze in einem Smartobjekt zu verpacken. Also Rechtsklick, In Smartobjekt konvertieren. Jetzt können wir uns beispielsweise um die Augen kümmern. Wir nehmen den Filter Scharfzeichnungsfilter Jetzt kann ich hier mit einer hohen Stärke, ich ziehe direkt auf 500 Prozent, und einem kleineren Radius hier die Augenstruktur betonen. Ich sollte das nicht zu klein wählen. Dann habe ich so eine feingliederige Schärfung nur. Sondern ich möchte ja die Formen im Auge betonen und such dafür jetzt den richtigen Radius. Ich denke bei Radius von 4 Pixeln sieht das ganz gut aus. Damit das nicht ganz so krisslig wird, erhöhe ich den Schwellenwert noch ein wenig. Im Prinzip gefällt mir das so ganz gut. Ich würde aber die Stärke wieder etwas zurückfahren, damit wir hier nicht zu viele Tonwerte verlieren. Das muss jetzt nicht so weit zurückgefahren werden, denn wir können auch nachträglich natürlich noch hier die Filterdeckkraft oder die Ebenendeckkraft ändern. Dann klicke ich auf OK und zoome heraus. Dann sehen wir, das ganze Bild ist ziemlich extrem geschärft. Also das ist natürlich für das Bild jetzt nicht so schön, aber für die Augen ist das doch ganz gut. Was müssen wir also tun? Wir müssen hier die Filtermaske invertieren. Also klicke ich diese Filtermaske an und drücke Command+I. Damit habe ich den Effekt überall ausgeblendet. Jetzt kann ich einen Pinsel nehmen. Den stelle ich auf Augengröße. Ich klicke hier mit weißer Farbe auf das Auge, um diesen Effekt hier einzublenden. Mache das Gleiche für das andere Auge. So, einmal reingeklickt. Natürlich habe ich jetzt hier Teile der Wimpern erwischt. Ich drücke also die Taste X, um hier Schwarz einzustellen, und male diesen Bereich wieder weg, und diesen Bereich. Genau das Gleiche mache ich hier nochmal. Dann haben wir die Augen schön betont. Das ist vorher, und das ist nachher. So weit, so gut. Genauso können Sie auch andere Teile betonen. Also zum Beispiel wenn hier mehr vom Kleid zu sehen wäre, könnte man dieses etwas in den Formen betonen mit einem etwas größeren Radius. Oder beispielsweise können wir die Haare etwas mehr glänzen lassen. Das funktioniert ganz genau so. Ich mache das jetzt einfach mal hier auf einer Kopie der Haare. Denn was ich Ihnen nicht empfehlen würde, wäre hier pauschal immer mit dem gleichen Radius zu arbeiten. Wir hatten hier einen Radius von 4 Pixeln. Der passt vielleicht zu den Augen sehr gut. Aber wer weiß, ob der zu den Haaren so gut passt. Um jetzt etwas Speicherplatz zu sparen, können Sie die Haare direkt auswählen und auf eine neue Ebene bringen und diese dann in ein Smartobjekt stecken. Denn Sie müssen ja nicht jedes Mal die gesamte Ebene duplizieren und diese dann in ein Smartobjekt legen. Das erhöht den Speicherplatz natürlich immens. Also lassen Sie uns einfach mal den Hintergrund auswählen, also die Haare. Das mache ich mal ganz grob mit dem Schnellauswahl-Werkzeug. Da fahren wir einmal drüber, sagen wir mal so. Und nehmen hier vom Seitenbereich noch ein bisschen mit, die Stirn eher nicht, okay. Ich drücke die Taste Q, um zu schauen, ob ich das gut ausgewählte habe. Nein, so richtig gut ist das nicht. Also schicken wir direkt "Kante verbessern" hinterher, also Auswählen und maskieren hier im Auswahl-Menü. Da erhöhe ich den Radius und aktiviere auch Smartradius, sodass wir hier etwas schickere Übergänge bekommen. Wir können uns das Ganze nochmal auf Schwarz anschauen. Da sieht die Maske schon deutlich besser aus. Oder Auf Weiß. Oder wir schauen uns das im Zwiebelschicht-Modus an. Ich kann das hier zurückfahren. Da sehe ich, das passt ganz gut. Das sind genau die Haare, die ich hier verbessern möchte. Ich klicke also auf OK und drücke dann Command+J, um die Haare hier so auf einer eigenen Ebene zu haben. Die Ebene verwandle ich wiederum in ein Smartobjekt. Also Rechtsklick, In Smartobjekt konvertieren. Dann nehmen wir hier wiederum den Unscharf-maskieren-Filter. Der hängt hier oben noch. Dann brauchen Sie hier nur draufklicken, und zwar bei gehaltener Alt-Taste, damit Sie dann den Dialog wieder sehen. Sie sehen, wir haben hier den Radius von 4 Pixeln. Der überschärft die Haare nur, das kann es also nicht sein. Ich würde hier den Schwellenwert zurücknehmen und dann hierfür den Radius etwas erhöhen. Ich denke, so haben wir die Haarstruktur sehr schön herausgearbeitet, also diese einzelnen Strähnen. Aber natürlich ist die Stärke hier viel zu hoch. Wenn Sie so eine Art Rastereffekt hier möchten, können Sie das so lassen. Möchte ich aber in diesem Fall nicht, also fahre ich die Stärke massiv zurück. Dann schauen wir, vorher, nachher. Das ist ein kleiner, subtiler Effekt, finde ich ganz okay. Wenn ich jetzt feststelle, dass zum Beispiel hier vorne der Effekt zu stark ist oder hier an der Seite, dass er da auch nicht passt, dann gehe ich einfach in die Filtermaske rein mit schwarzer Farbe und einem weichen Pinsel, das ist dieser hier. Schauen wir mal, genau, so eine weiche Kante. Und dann male ich hier einfach diesen Effekt weg. Genauso mache ich das hier, vielleicht nur mit einer geringeren Deckkraft. Sagen wir mal mit 60 Prozent male ich drüber und kann so die Übergänge etwas gefälliger gestalten. Und eins müssen wir natürlich noch machen. Wir müssen diese Filter hier im Luminanz-Modus anwenden, und zwar am besten alle beide. Jetzt sehen Sie ein Problem. Ich habe die obere Ebene wieder eingeblendet. Diese ist jetzt nur über den Smartfilter maskiert, also nur über die Maske des Smartfilters. Das heißt, diese Ebene überdeckt jetzt die Haar-Ebene. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann entweder diese Ebene des Smartfilters in eine Ebenenmaske verwandeln, oder ich drehe einfach die Reihenfolge der Ebenen um. Also ich ziehe einfach die Haare nach oben. Dann haben wir auch den Schärfungseffekt. Und wie gesagt, beide Ebenen am besten jetzt gleich in die Füllmethode Luminanz versetzen, um Farbverschiebung zu vermeiden. Jetzt schauen wir mal, vorher, nachher. Ich denke, das Prinzip sollten Sie verstanden haben. So können Sie selektiv im Bild ganz einfach einzelne Teile schärfen. Aber die Schärfe ist nicht nur eine Frage der Schärfung, sondern auch eine Frage der Weichzeichnung. Denn wenn einige Bildteile weicher sind als andere, werden Sie natürlich in erster Linie auf die Bildteile schauen, die schärfer sind. Und das möchte ich Ihnen auch mal zeigen, und zwar hier an diesem Beispiel. Hier können Sie natürlich auch selektiv die Person vorne noch deutlich mehr schärfen, so wie ich es Ihnen gerade gezeigt habe beispielsweise. Wir können aber auch andere Teile des Bilds weicher machen, um die Person mehr hervorzuheben. Denn im Prinzip ist diese schon recht scharf abgebildet und ich möchte im Prinzip nur den Fokus etwas mehr auf diese Bildseite lenken. Das machen wir mit einer Weichzeichnung. Also werde ich hier die Ebene duplizieren und einen Weichzeichnungsfilter anwenden. Da nehme ich der Einfachheit halber einen aus der Weichzeichnergalerie, und zwar den Tilt-Shift-Filter. Mit dem kann ich einfach hier bestimmen, was scharf sein soll. Ich kann hier einen Übergang festlegen. Und ich kann das Ganze auch drehen über die entsprechenden Anfasser, und hier den Übergang noch etwas feiner gestalten. Auch hier nach unten hin, vielleicht so, sodass hier quasi eine Tilt-Shift-Aufnahme simuliert ist, bei der die Fokusebene jetzt schräg in den Hintergrund reicht. Dieser Effekt, der ist mir jetzt ein bisschen zu stark. Also nehme ich hier den Weichzeichnungseffekt etwas zurück. Es reicht ja, wenn es subtil ist. Wenn wir uns das anschauen, vorher, nachher. Das machen wir am besten außerhalb dieses Filters. Ich klicke also auf OK. Dann merken Sie doch, dass jetzt der Fokus deutlich mehr auf der Person liegt. Das kann man natürlich so weit treiben, dass Sie alles unscharf machen außer der Person. Aber ob das dann zum Bild passt, ist eine andere Frage. Ich finde das so mehr oder weniger subtil eigentlich geeigneter, um hier die Aufmerksamkeit zu lenken, ohne zu sehr den Weichzeichnungs- oder den Scharfzeichnungseffekt im Vordergrund stehen zu haben. Also lenken Sie die Aufmerksamkeit des Betrachters, indem Sie die Schärfe selektiv setzen. Das machen Sie ganz einfach mit Masken. Da haben Sie natürlich das gesamte Spektrum zur Verfügung. Sie können auswählen mit der Farbbereichs-Auswahl, mit der Fokusbereichs-Auswahl. Sie können ganz einfach in Masken malen. Sie können mit der Schnellauswahl arbeiten, mit dem Lasso, mit dem Zeichenstift und so weiter. Das ist dann eine Frage des Freistellens. Aber an sich wählen Sie zuerst nur einen Bildbereich aus und zeichnen diesen scharf, oder wie in diesem Fall zeichnen diesen weich.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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