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Grundlagen der Fotografie: Filter

Selbstbildnis am Fluss

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Ein Selbstbildnis per Langzeitbelichtung? Was sich unmöglich anhört, erweist sich dank geschicktem Filtereinsatz und außergewöhnlicher Hintergrundwahl als ungewöhnliche, herausragende Aufnahme.
06:02

Transkript

Ich möchte jetzt mal eine Aufnahme vorstellen, ein Bild machen zu wollen, von mir selbst. Ihr könnt euch ja mal selbst fotografieren, auf eine ungewöhnliche Art und Weise und zwar mit einer Langzeitbelichtung. Langzeit und Mensch ist natürlich ein Problem, weil er darf sich nicht bewegen. Ich wähle deshalb eine Langzeitbelichtung, weil hier das Wasser rauscht. Es rauscht nicht nur, es rauscht durchs Bild. Und das möchte ich in einer gewissen Art und Weise festhalten, so dass das nicht eingefroren ist. Das wäre ja mit Selbstauslöser überhaupt kein Problem, das finde ich aber langweilig. Ich will mal ein anderes Bild machen, wo das Wasser nebelartig erscheint und dadurch wird auch der Mensch, auf dem die Schärfe liegt, sehr freigestellt und durch dieses Nebelartige kommt ein ganz besonderer Effekt ins Bild. Es ist schwierig, aber warum soll man sowas nicht mal probieren. Meine Herangehensweise, ich habe jetzt viele Bilder gemacht, die wir dann im Nachspann sehen können. Ich habe jetzt erst mal ein Bild gemacht von der Szenerie, ohne alles. Dann habe ich eins mit einem Pol-Filter gemacht, um das Wasser ein bisschen zu entspiegeln, um da ein bisschen mehr Dunkelheit da unten rein zu bekommen im Wasser. Und dann kommt die Situation, wo die Person der ausschlaggebende Faktor ist. Ich habe mir ein Stelle gesucht, habe mich auch mal fotografiert mit dem Selbstauslöser, so dass ich ungefähr das Gefühl habe, wie das wohl wird. Das ist ja auch nicht unwichtig, wie die Position des Menschen dann im Bild ist, und dann kommt die Langzeitbelichtung. Bloß, wie kann ich es schaffen, mich da zu positionieren, während des Belichtungsvorgangs? Während des Belichtungsvorgangs nicht, sondern vorher! Also deshalb habe ich den Timer benutzt. Der Timer hat eine Vorlaufzeit. Das ist quasi so etwas wie der Selbstauslöser, der schon eingebaut ist. Aber deshalb Timer, weil ich lass zuerst den Spiegel herunterklappen und dann lasse ich diese Vorlaufzeit ablaufen. Da habe ich 15 Sekunden gewählt, um einfach sicher zu sein, dass ich das schaffe, bin ja auch schon ein bisschen älter, dass ich da auch nicht ins Wasser falle, in der Hektik, könnte vielleicht ein witziges Bild ergeben, möchte ich aber jetzt vermeiden, und ich möchte sicher sein und weiß, nach 15 Sekunden läuft dann meine Belichtungszeit ab. Ich hatte jetzt in den Versuchen... ich habe gedacht: 20 Sekunden, dann kommt das Wasser ganz gut. Aber schaffe ich es 20 Sekunden ruhig dazusitzen? Es ist nicht so, dass ich hyperaktiv bin, aber 20 Sekunden sind lang. Das werdet Ihr feststellen, wenn Ihr sowas probiert, dass 20 Sekunden... ein bisschen Kopfbewegung und schon ist das Bild eigentlich zunichte, wenn´s kein Effektbild im Mensch sein soll, sozusagen. Das wollte ich vermeiden. Ihr werdet dann an den Bildern sehen, dass es schwer war. Die meisten sind unscharf. Deshalb habe ich jetzt die Zeit reduziert auf 12 Sekunden, habe einen Grau-Filter, einen ND-Filter der Stärke 3.3 davor gemacht, und habe mir dann in der Tabelle rausgesucht, wo bin ich bei 12 Sekunden, also welchen Filter muss ich nehmen und bin bei dem 3.3er gelandet, und deshalb habe ich diesen gewählt. Jetzt werde ich das Ganze mal ablaufen lassen. Spannung... Ich werde erst den Spiegel herunterklappen lassen, und dann lasse ich die 15 Sekunden Vorlaufzeit ablaufen. In der Zeit kann ich mich positionieren, und dann sollen 12 Sekunden belichtet werden. Da sollte ich statisch sein! Ich habe die Okularabdeckung zugemacht, dass da kein Licht reinfällt. So, jetzt kommt die Spannung. Jetzt sollte ich mich beeilen. Ach Gott, ach Gott! So! Jetzt gleich ruhig sein! Ich glaube ich hab´s geschafft, weil... ich habe... ich war ja nicht so weit weg, habe den Auslöser nicht gehört, aber wie der Spiegel hochklappt. Jetzt schaue ich mir das Bild mal an. Das was ich erkennen kann, ist, dass ich da drauf bin, und ich würde behaupten: Da ist Schärfe im Spiel, und was natürlich das Wichtige bei dieser Aufnahme ist, dass das Wasser ganz anders aussieht, dass es wie Nebel quasi durch das Bild fließt, und dass dadurch eine gewisse Freistellung entsteht, so ein ganz besonderer Effekt. Solltet Ihr einfach mal ausprobieren!

Grundlagen der Fotografie: Filter

Lernen Sie, dynamische und statische Motive mit Filtern abzubilden. ND- und Polfilter kommen zum Einsatz, um satte Farben, fließendes Wasser und ziehende Wolken festzuhalten.

3 Std. 43 min (39 Videos)
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