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DaVinci Resolve Grundkurs

Sekundäre Farbkorrektur mit einer starren Maske

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Eine sekundäre Farbkorrektur dient dazu, ausschließlich Teilbereiche eines Clips zu verändern. Hierfür kann eine starre Maske auf einen Clip angewendet werden, um Korrekturen im gewünschten Bereich durchzuführen.
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Transkript

Die Farbkorrekturen, die wir bis dato durchgeführt haben, heißen Primaries. Primaries unterscheiden sich von Secondaries dadurch, dass sie das gesamte Bild verändern also das gesamte Bild beeinflussen, wohingegen Secondaries nur Teilbereiche daraus verändern. Ein Secondary kann beispielsweise eine Maske sein, d. h man würde jetzt, um diese Person hier rechts im Bild hervorzuheben vielleicht eine Maske ziehen und den Maskeninhalt heller machen und alles was außerhalb der Maske zu sehen ist, dunkler. Man kann aber auch statt einer Maske eine bestimmte Farbe aufpicken, z. B. dieses Rot der Jet-Skis und es in Grün umwandeln oder heller machen ooder in Blau oder was auch immer das Herz begehrt. Secondaries werden entweder dann eingesetzt wenn man entweder etwas hervorheben möchte oder wenn man etwas kaschieren möchte, oder wenn es tatsächlich dazu kommt, dass man eine Farbe verändern möchte. Beispielsweise Sie haben einen Werbespot, da fährt ein rotes Auto durch, der Kunde sagt, er hätte aber gern ein blaues Auto, dann können Sie das rote Auto, bzw. das Rot des Autos aufpicken, etwas nachbearbeiten, als eigenständige Maske, als eigenständigen Key festlegen und die Farbe entsprechend verändern. Schauen wir uns ein solches Secondary mal in einem Beispiel an. Und zwar werden wir jetzt eine sogenannte starre Maske ziehen. Wir haben hier ein Interview mit einem Afroamerikaner und wie man in diesem Interview relativ gut sehen kann, er verliert sich durch seine Hautfarbe und durch die nicht ganz optimale Ausleuchtung ein bisschen im Bild. Wir möchten jetzt mit einem einzelnen Secondary das Bild so aufbessern, dass der Protagonist einfach besser zu sehen ist. Hierfür ziehe ich zunächst einmal diesen Clip in meinen Media Pool, das können Sie jederzeit machen, d. h. Sie können innerhalb eines Projektes Ihren Media Pool jederzeit erweitern bzw. natürlich auch verringern, wenn Sie einige Clips nicht mehr brauchen. Anschließend gehe ich in meinen Edit-Raum, öffne diesen Clip in meinem Viewer. Setzte ich vielleicht hier mal ein In-Punkt, hier setze ich einen Out-Punkt und kopiere mir diesen Clip in meine Timeline. Anschließend wechsle ich in meinen Color-Raum und fange jetzt an hier ein Secondary zu bauen. Man kann ein Secondary natürlich ganz normal auf einem seriellen Knoten anwenden, d. h. ich kann hier über "Alt" + "S" einen Knoten anwenden und sagen, das ist jetzt mein Secondary. Die zweite Möglichkeit, die Sie haben ist es einen sogenannten Parallel-Node anzulegen. Diesen Parallel-Node finden Sie oben unter Nodes/Add Parallel Node, Shortcut dafür ist "Alt" + "P", und dieser Knoten generiert nicht nur einen sondern zwei Knoten. Das bedeutet, dass Sie z. B. eine primäre Farbkorrektur auf dem Knoten machen können und eine sekundäre Farbkorrektur auf dem Knoten, ohne dass die sekundäre Farbkorrektur diese Farbkorrektur beeinflussen würde, d. h. wir arbeiten hier mit zwei parallelen Knoten, die anschließend zu einem Knoten zusammengefasst werden, d. h. zu einem Ergebnis. In unserem Fall ist es nicht notwendig, sondern wir nehmen nur einen seriellen Knoten. Ich ändere hier mal den Namen, nenne es mal "Secondary Mask", und wechsle in mein Maskenfeld. Das Maskenfeld finden Sie als dritte Schaltfläche in der mittleren Werkzeugpalette. Innerhalb dieser Masken haben Sie verschiedene Formen zur Verfügung. Sie haben eine rechteckige Maske zur Verfügung, Sie haben eine runde Maske zur Verfügung, Sie können aber auch gerade oder gekrümmte Splines ziehen, also selber Maskenformen erschaffen. In unserem Fall ist es nicht notwendig, weil wir können mit der runden Maskenform einfach eine Maske um sein Gesicht ziehen. Dafür aktiviere ich diese Maskenform. Sie sehen hier im Fenster schon mal die vorgegebene Form, anschließend vergrößere ich mein Bild um genauer arbeiten zu können und greife jetzt diese Maske direkt mit der Maus und ziehe sie zunächst auf sein Gesicht, d. h. auf seine Nase. Sie haben innerhalb des Maskenwerkzeugs oder innerhalb dieser Maske mehrere Griffe, mit denen Sie arbeiten können. Zum einen haben Sie hier dieses Quadrat, oder das Rechteck, was Sie sehen. Dieses kann ich auseinanderziehen und zusammenziehen um die Maske zu vergrößern. Ich kann innerhalb der Kreise arbeiten, z. B. innerhalb dieses äußeren Kreises. Wenn ich diesen Kreis nämlich jetzt nach außen ziehe, dann wird die Maske weicher gestaltet, d. h. der gesamte Bereich von dem inneren Kreis bis hin zum äußeren Kreis ist ein Weichzeichner, d. h. wenn ich diesen Bereich jetzt sehr hell gestalten würde, dann würde er über die Distanz hin vom inneren Kreis bis zum äußeren Kreis auslaufen. Über diese Maskenpunkte kann ich die Form der Maske verändern, da die meisten Menschen ja einen recht ovalen Kopf haben wähle ich hier auch eine ovale Maske, und über dieses Werkzeug kann ich die Maske ein wenig rotieren, also drehen. Ich habe jetzt hier eine mehr oder minder genaue Maske um seinen Kopf gezogen die auch relativ unscharf ist, also das ist jetzt der maximale Unschärfebereich, den ich habe, vom Mittelpunkt der Maske bis hin nach außen. Ich ziehe die Maske mal wieder ein bisschen schärfer, und jetzt schaue ich mir diesen Clip einmal von hinten nach vorne an und versuche zu beurteilen ob sein Kopf innerhalb des Clips, innerhalb des Interviews aus dem Maskenbereich rausgeht. Wenn ja, dann müsste ich diesen tracken, wenn nicht dann kann die Maske so starr stehen bleiben, wie ich sie gerade generiert habe. [Interview im Hintergrund] [Interview im Hintergrund] Noch sieht das alles sehr gut aus. Ich scrolle mal ein bisschen vor … [Interview im Hintergrund] … hier geht er ein kleines bisschen raus, aber im weitesten Sinne bleibt er komplett in der Maske drin. Jetzt wechsle ich auf meine Primaries. Da ich den Masken-Shape, also die Maskenform schon definiert habe kann ich auf ein beliebiges anderes Werkzeug klicken, dann verschwindet die Maske. Also sie ist immer noch da, aber ich sehe sie nicht mehr als Maskenform in meinem Bild und fange an, jetzt hier über den Gamma-Regler meinen Maskeninhalt heller zu gestalten. Zunächst einmal hebe ich das Gamma ein bisschen an, dann hebe ich das Weiß noch ein bisschen an und das schwarz. Sein Gesicht ist jetzt deutlich heller geworden, was aber auch dazu führt, dass das Gesicht aber auch sehr an Kontrast und vor allem an Sättigung verloren hat. Damit dieses Gesicht jetzt nicht so ausgewaschen wirkt, ziehe ich die Sättigung rauf und den Kontrast auch ein wenig und habe jetzt ein helleres Gesicht, was sich aber trotzdem noch ob der Helligkeit in das Gesamtbild einpasst, d. h. das fällt nicht auf, dass wir hier zu wenig Sättigung oder zu wenig Kontrast haben. Eigentlich sollte es gar nicht auffallen, daas wir das Gesicht überhaupt aufgehellt haben. Schauen wir uns den Clip noch einmal an… [Interview im Hintergrund] [Interview im Hintergrund] … dann ist sie doch ein bisschen zu hart, weil es sieht aus, als wenn sein Gesicht tatsächlich mit einem Scheinwerfer angeleuchtet worden wäre oder noch schlimmer, als wäre das Bild mit einem Scheinwerfer angeleuchtet worden. Deswegen gestalte ich die Maskenränder noch ein wenig weicher. Dafür wechsle ich wieder in mein Maskenwerkzeug. Die Maske erscheint automatisch, und jetzt ziehe ich einfach den Maskenrand nach außen, so dass wir einen höheren Unschärfebereich haben. Gleichsam kann ich die Maske auch noch ein bisschen größer machen. So. Jetzt klicke ich wieder auf meine Kurven, so dass ich die Maske nicht mehr sehe und habe jetzt ein Bild, wo das Gesicht deutlich aufgehellt ist ohne dass es auffällt, dass eine Maske da drauf sitzt. Ich ziehe das nochmal ein bisschen höher. So wäre es jetzt extrem hell, damit Sie sehen, was ist eigentlich aus der Maske geworden. Genauso kann ich es natürlich auch abdunkeln, aber das wäre jetzt ein bisschen konträr zu dem, was wir eigentlich machen wollen. Also ziehe ich die Maske wieder ein bisschen rauf, ungefähr bis zu diesem Betrag. Erhöhe nochmal ein wenig den Kontrast und die Sättigung und schaue mir dieses Interview noch einmal an. So. [Interview im Hintergrund] Schauen wir mal, wie das Interview aussah ohne diese Maske. Dafür deaktiviere ich den Node wieder über "Command" + "D". So sah das Bild vorher aus, so sieht es nachher aus Und im Idealfall merkt keiner, dass wir dass wir eine Maske auf dem Gesicht platziert haben. [Interview im Hintergrund]

DaVinci Resolve Grundkurs

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3 Std. 27 min (42 Videos)
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