DaVinci Resolve Grundkurs

Sekundäre Farbkorrektur mit einer bewegten Maske

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DaVinci Resolve ermöglicht die Verwendung einer bewegten Maske für eine sekundäre Farbkorrektur. Hierfür verfügt das Programm über eine leistungsstarke Tracking-Funktion zur Erstellung einer Maske, welche den Bewegungen eines Objekts folgt.
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Transkript

Neben einer starren Maske kann man innerhalb von DaVinci Resolve natürlich auch mit einer bewegten Maske arbeiten, d. h. wenn sich die Person oder das Objekt was man gerne aufhellen möchte, bewegt, kann die Maske der Bewegung folgen. DaVinci Resolve hat einen sehr mächtigen Tracker, der zum einen sehr einfach anzuwenden ist und zum anderen auch ein sehr gutes Ergebnis liefert. Um ein solches Tracking anzuwenden schauen wir uns hier mal die Szene "3" an. Und zwar sehen wir hier eine Darstellerin, die Johanna, und Johanna und die Kamera bewegen sich innerhalb dieses einzelnen Clips relativ stark. Bevor ich jetzt eine Maske anlege, muss ich zunächst einmal einen weiteren Node anlegen und zwar deswegen, weil wenn ich jetzt eine Maske anlegen würde, dann würde die Farbkorrektur, die ich bis dato auf dem gesamten Clip angewandt habe, nur innerhalb der Maskenform zu sehen sein, und das wollen wir ja nicht. Mit der primären Farbkorrektur sind wir ja zufrieden. Aus diesem Grund lege ich einen zweiten seriellen Knoten an und nenne den mal "Inside Mask". Anschließend wechsle ich in mein Maskenfenster und aktiviere hier die runde Maske. Nun gehe ich wieder in die Clipansicht und setze die Maske auf den Bereich, der zunächst einmal getrackt werden soll. Der Bereich der Maske, der getrackt werden soll unterscheidet sich unter Umständen von dem Bereich, den wir tatsächlich nachher maskieren. Wichtig ist nämlich, wenn Sie eine Maske maskieren wollen, dass der dickere Ring, den Sie hier sehen, also der mittlere Ring, der mittlere Kreis, dem Bereich entspricht, der maskiert werden soll, d. h. es wird nur das getrackt, was sich auch tatsächlich innerhalb dieses Kreises befindet. Würde ich jetzt diesen Kreis sehr groß machen, würde DaVinci versuchen, den Hintergrund mitzutracken und das würde gegebenenfalls zu Fehlern führen, weil die Bewegung des Hintergrunds ja nicht unbedingt der Kopfbewegung der Darstellerin entspricht. Von daher zeichne ich zunächst eine eher kleine Maske und zwar so, dass sie genau in die Gesichtsform passt. Und hier kann ich jetzt sehr deutlich sehen, dass nur der Bereich getrackt wird, den die Maske umschließt und zwar nur die Augen, die Nase und der Mund. Jetzt gehe ich in den Tracker, das ist diese Schaltfläche und klicke auf Vorwärts. In diesem Fall ist es natürlich wichtig, dass Sie den Playhead am Anfang Ihres Clips positioniert haben, damit von vorne nach hinten alle Frames getrackt werden. Würde der Playhead hier stehen, und Sie würden nach vorne tracken, so würde der hintere Teil nicht mitgetrackt werden. Ist aber auch nicht so dramatisch, denn man kann nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts trimmen. Ich starte jetzt einfach mal das Tracking und schaue was passiert. Wie Sie sehen ist DaVinci nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr akkurat. Hier können Sie die einzelnen XY- und Rotationspunkte sehen und auch die Zoompunkte. Die sind jetzt per se eigentlich gar nicht so wichtig, es sei denn irgendeiner von den Punkten würde tatsächlich ausbrechen, oder mehrere Punkte würden ausbrechen und man könnte daran sehen, das DaVinci den Tracker verloren hat, das kommt aber tatsächlich sehr selten vor. Schauen wir uns noch einmal diesen Clip an jetzt mit getrackter Maske, ob auch alles so sitzt, wie es sitzen soll. Wir können sehr deutlich sehen, dass sowohl Augen als auch Nase als auch Mund immer in der Maske bleiben. Dafür, dass es sich um einen einzigen Klick handelt, den wir benötigt haben um dieses Tracking durchzuführen, ist es wirklich ein sehr gutes Ergebnis. Ich fange nun an, den Maskeninhalt zu bearbeiten, indem ich die Helligkeit ein bisschen raufsetze. Und zwar für das Gamma und auch für die Schatten, gleichsam auch für die hellen Bereiche und indem ich ihr ein bisschen mehr Sättigung gebe und ein bisschen mehr Kontrast. Das ist vielleicht ein bisschen viel Sättigung, also lassen wir es so. Natürlich ist die Maske jetzt zu klein, deswegen kann ich sie auch, oder gerade nachdem ich das Tracking durchgeführt habe entsprechend vergrößern, indem ich sie größer ziehe, und auch weicher gestalte. Jetzt schauen wir uns einmal das Ergebnis an. So sah es vor der Maskierung aus und so sieht es nach der Maskierung aus, also ein bisschen freundlicher und vor allem weniger blaustichig. Mein eigentliches Ziel habe ich aber noch nicht erreicht, weil ich möchte ja gleichsam zum Vordergrund auch den Hintergrund etwas abdunkeln. Dafür wechsle ich in meine Node-Ansicht und hier gibt es eine Funktion, die aus dieser Inside Mask automatisch eine Outside Mask generiert, d. h. auf Basis der Maske, die ich bereits gebaut habe wird ein zweiter Node generiert, der nicht mehr eine Korrektur innerhalb der Maske zulässt, sondern eine Korrektur außerhalb der Maske. Um einen solchen Outside Node zu generieren führe ich einen Rechtklick auf dem Node mit der Maske aus und sage Add Outside Node. Den benenne ich in "Outside Mask", wechsle jetzt wieder in meine Clipansicht und kann jetzt diesen aktivierten Outside Node bearbeiten, indem ich den Clip dunkler mache. Zunächst einmal im Schwarzbereich, dann in den Mitten und dann auch noch ein bisschen im Gain. Ich nehme auch noch ein bisschen Sättigung raus, was dazu führt, das der Vordergrund natürlich ein bisschen mehr erstrahlt. Schauen wir uns den Clip noch einmal an. Hier in diesem Bereich, wo sie sich nach links bewegt, wird der Hintergrund extrem hell, dementsprechend könnten wir natürlich hier unsere Maske noch einmal anpassen. Dafür wechsle ich wieder in meinen Node. Ich muss natürlich den entsprechenden Node wählen und kann jetzt hier die Maske noch ein Stück größer gestalten und noch ein Stück weicher. Der Vorteil von der Outside Mask ist, dass jede Änderung, die Sie an der Inside Mask durchführen, also an dem Inside Node an der ersten Sekundären Farbkorrektur auch automatisch auf den Outside Node übertragen wird, d. h. wenn ich diese Maske hier größer mache, wird entsprechend auch die Maske im Outside Node größer. Schauen wir uns den Clip noch einmal an. Am besten ohne Maske. Schon fast besser. Der Vollständigkeit halber deaktiviere ich die beiden Nodes nochmal, damit Sie sehen können, wie der Clip vorher aussah. So, das war der Clip vorher ohne Maske und das ist der Clip mit Maske.

DaVinci Resolve Grundkurs

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3 Std. 27 min (42 Videos)
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Geeignet ab Version 10, für DaVinci Resolve und DaVinci Resolve Lite

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