Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sekundäre Farbkorrektur

Testen Sie unsere 2017 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Bei der sekundären Farbkorrektur werden spezielle Bildbereiche unabhängig vom Rest des Bildes bearbeitet.

Transkript

In der Regel läuft jede gute Farbkorrektur nach folgendem Schema ab. Zuerst wird über die Schwarz- und Weißwerte der Kontrastumfang eingestellt. Dann wird das Bild neutralisiert, und eventuelle unerwünschte Farbstiche werden entfernt, und anschließend wird mit der Sättigung und im Farbton der Gesamteindruck verbessert. Diese sogenannte technische Korrektur reicht in den allermeisten Fällen aus, um ein realistisch und natürlich aussehendes Bild zu erzeugen, und legt gleichzeitig die Basis für eine kreative Farbkorrektur, mit der ich mithilfe eines eigenen Looks oder Stils Gefühle, Stimmungen und Emotionen steuern kann. Manchmal muss man allerdings noch ganz spezielle Farbbereiche extra anfassen und im Gegensatz zum restlichen Bild in eine völlig andere Richtung drehen. Dann kommt die sogenannte sekundäre Farbkorrektur ins Spiel. Die sekundäre Farbkorrektur erlaubt uns ganz spezielle Bereiche im Bild unabhängig von allen anderen zu kontrollieren. Wenn wir uns diese Landschaftsaufnahme anschauen, dann würde ich sagen, der Himmel könnte durchaus noch etwas blauer und kräftiger sein. Wenn ich aber das Blaue in den Mitteltönen erhöhe, dort liegt nämlich in etwa auch der Himmel, dann passiert Folgendes: viel zu viel blau im gesamten Bild und in den anderen Bereichen wollen wir definitiv nicht mehr blau haben nur der Bereich des Himmels soll verstärkt werden. Der Grund für die Blau-Verschiebung ist, dass auch die anderen Bereiche von den Werten her im Bereich der Mitteltöne liegen und somit ebenfalls von meiner Änderung beeinflusst werden. Anstatt einfach nur die Mitteltöne zu verändern, muss ich die blaue Farbe gezielt auswählen und über eine Maske anders behandeln als den Rest des Bildes. Die weißen Bereiche in dieser Maske werde ich gezielt verändern, die schwarzen Bereiche bleiben dabei unverändert. Ich kann dabei die Farbe sogar komplett verdrehen, so wie hier. Das ist nun ein Beispiel mit einer etwas subtileren Veränderung. Sagen wir, wir möchten bei Lena nur die Sättigung in ihren Hauttönen gezielt verstärken. Hier mache ich genau das Gleiche wie bei dem Himmel. ich maskiere nur die Hautfarbe und korrigiere nur die weißen Bereiche der Maske. Der Rest des Bildes bleibt von dieser Änderung unberührt. Schauen wir uns an, wie wir eine sekundäre Farbkorrektur in Premiere Pro machen. Dazu gehe ich in dem Bereich "HSL sekundär" -- das ist die sekundäre Farbkorrektur. Hier kann ich, wie gesagt, auch eine Maske erzeugen. Die sekundäre Farbkorrektur in Premiere unterscheidet sich allerdings stark von anderen Programmen. Schauen Sie sich bitte das Grundprinzip auch an, wenn Sie mit einem anderen Programm als Premiere Pro arbeiten und erkundigen sich dann, wie eine sekundäre Farbkorrektur mit Ihrem Programm gemacht wird. In diesem Fall versuchen wir auch die Hauttöne gezielt ein wenig zu ändern, und dafür lege ich die Hautfarbe mittels der Pipette fest. Hier sehen wir, ich picke also mehr oder weniger diesen Farbbereich, der wird dann hier unter Hue, Saturation und Luminanz also Farbton, Sättigung und Helligkeit, also Luminanz, eingestellt. und damit ich sehe, was ich gemacht habe, kann ich mir jetzt hier eine Maske einschalten. Ich sehe, dass ich nichts sehe -- das liegt daran, dass der Farbbereich, den ich ausgewählt habe, sehr klein ist und somit nicht genau in diesem Bereich passt. Wenn ich jetzt hier die Bereiche etwas verändere, dann sehen wir, wie langsam, aber sicher der ganze Farbbereich der Hauttöne eingefangen wird. Dann gibt es hier noch die Übergänge, also der weiche Übergang, wie hart das abgegrenzt wird. In der Mitte schiebe ich den Farbbereich, und oben ändere ich den Abstand dieses Bereiches. Nun kann ich das Ganze auch mit der Farbe an sich machen und mit der Helligkeit. Also nur die hellen Stellen oder nur die dunklen Stellen. Damit hätte ich die Maske sehr gut auf ihre Haut eingestellt, und jetzt kann ich hier auch umschalten, in grau, Farbe auf schwarz, Je nachdem, wie ich das sehen möchte, und wenn ich jetzt hier runter gehe, dann kann ich die Korrektur ansetzen. Das bedeutet, ich kann jetzt innerhalb dieser Maske, also dieser weißen Bereiche die Farben in eine bestimmte Richtung verziehen, wie man hier sieht. Ich mache es etwas drastischer, damit man auch sieht, was da passiert. Und dazu kann ich auch die Helligkeit anpassen, entweder global oder hier sogar umschalten auf Mitteltöne, Schatten und Glanzlichter. Hier sehen wir, dass wir nur die Mitteltöne angreifen können, was jetzt etwas schwierig ist, weil diese Hauttöne sowieso nur aus Mitteltönen bestehen, aber falls ein paar Schatten da mit dabei sind, sieht man hier, wie schön ich da drankomme und wie ich auch die Highlights unabhängig etwas anpacken kann. Jetzt kann ich z. B. hierher gehen und die Schatten etwas kühler gestalten und die Highlights noch ein bisschen wärmer -- Mitteltöne, ganz eine subtile Änderung -- aber wenn ich vorher/nachher anschalte, ich schau mal kurz, dann sieht man vielleicht, dass da doch einiges passiert ist. Die Frage ist, ob das gut ist, das lassen wir mal dahingestellt, ich kann gleichzeitig auch noch die Maske verfeinern, indem wir die Maske weichzeichnen oder entrauschen. Dadurch ist der Übergang zwischen der Farbkorrektur und dem Originalbild etwas feiner und nicht so gut zu sehen. Schauen wir nun. Ebenso kann ich den Kontrast nutzen. Ich kann auch hier die Farbregler allgemein benutzen, also sprich Farbtemperatur. Vielleicht ein bisschen grün, so eine Reflektion von rechts. Eine grüne Fläche, die hier angestrahlt wird von der Sonne, und schon habe ich eine sekundäre Farbkorrektur nur in diesem Bereich. Das Ganze kann ich nun auch an einem anderen Beispiel machen. Hier habe ich eine Farbkorrektur schon mal angesetzt. Es gibt hier schon mal eine technische Korrektur, das heißt, wir haben die Schwarz- und Weißwerte definiert und die entsprechenden Farbstiche entfernt. Wenn ich jetzt hier zum Beispiel auch die Haut bearbeiten möchte, gehe ich ebenfalls wieder in die sekundäre Farbkorrektur, wähle einen Bereich aus, schaue, ob ich Ihn erwischt habe. Wie auch vorhin muss ich gucken, dass ich den entsprechenden Farbbereich, Helligkeitsbereich erwische, die entsprechende Sättigung, den entsprechenden Farbradius hier, also Farbbereich, und dann müssen wir halt eben schauen, dass ich so lange daran rumschraube, bis die Maske die Bereiche umfasst, die ich auch am Ende verändern möchte. Hier sieht man die Kompression auch sehr gut. Es ist immer ein beliebtes Thema bei sowas, Kompression. Und dann schauen wir mal, was wir da machen können. Nur ein bisschen mehr Sättigung hinein, hier in dem Mitteltönen ein bisschen aufhellen, vielleicht noch ein bisschen mehr aufhellen, reicht. Und wenn ich jetzt den Vorher/Nachher-Vergleich mache, das hat durchaus schon eine Wirkung. Nehmen wir unser Beispiel mit dem Himmel. Auch wieder gleiches Prinzip. Ich wähle den Bereich der Farbe aus, den ich verändern möchte, schaue mir an, welchen Teil habe ich erwischt. Okay, also der weiße Bereich wird verändert. Dazu muss ich auch jetzt noch überlegen, ich möchte von hier noch den Bereich haben und auf der Seite etwas. Dazu muss ich mir jetzt überlegen, welche Farbeigenschaft haben diese Pixel, also sind Sie gesättigter, dunkler oder heller oder haben Sie einen anderen Farbanteil. In dem Fall würde ich sagen, sie sind dunkler. Also wenn ich in die Maske gehe, müsste ich die Luminanz erweitern. Wir sehen, das funktioniert. Er hat die dunklen oder die hellen Bereiche. Den Übergang kann man noch etwas weicher gestalten. Die Sättigung kann ich noch mal probieren, wie weit ich damit runterkomme oder wo ich da in welche Bereiche hineinkomme. Gut, schauen wir uns das noch mal anders an. Ja, auf grau, auf schwarz, das passt. Jetzt habe ich den Bereich wieder ausgewählt und auch hier gleiches Prinzip. Alles etwas blauer, alles etwas heller, dunkler, wärmer, kühler. Ja, das ist, zum Beispiel, auch hier sehr gut. Ich kann das Ganze noch färben. Kontrast vielleicht ein bisschen anpassen und im Vorher-Nachher-Vergleich habe ich damit den Himmel blauer gemacht, ohne den Sand und dieses Wasser zu verändern. Ich kann natürlich die Farbe auch komplett verdrehen und etwas Künstliches herstellen, wie, zum Beispiel, hier, machen wir mal sowas, und damit das schön aussieht, mache ich natürlich eine Vignette drauf, so wie immer. Und dann haben wir schon einen lustigen Filmlook. Dass das aber nicht reicht, müsste eigentlich jedem klar sein, der sich damit beschäftigt. Sekundäre Farbkorrektur, wir gucken noch mal weiter. Auch hier ein subtileres Beispiel. Versuchen wir noch mal ihr T-Shirt zu ändern. In dem Fall würde ich sagen, picken wir mal diese Farbe wie den Himmel, wir gucken, ob wir irgendwie den Bereich wieder hinein bekommen. Komischerweise wird er mir hier nicht angezeigt, wahrscheinlich, weil ich die entsprechende Sättigung nicht erwischt habe, was mich jetzt etwas verwundert, weil theoretisch müsste das Programm das sauber erwischen. Das schaut gut aus, perfekt. Besser geht es fast schon gar nicht, und wenn ich jetzt umschalte, habe ich die volle Möglichkeit, das ganze T-Shirt in der Farbe zu verändern, so wie ich möchte. Grün ist auch nicht schlecht, oder vielleicht sogar ein bisschen kräftiger. Vielleicht möchte ich es auch dunkler oder... das ist doch schön. Ein bisschen färben, weniger Sättigung. Das ist natürlich klar, dass diese Farbänderung immer auch etwas vorsichtig gemacht werden sollte, um eben nicht zu künstlich zu erscheinen. Man sieht jetzt hier am Rand habe ich auch noch nicht ganz -- können da mal rein zoomen -- noch nicht ganz den richtigen Bereich erwischt, da sieht man die Kante. Um das zu reparieren, müsste ich jetzt hier ein bisschen weichzeichnen, sodass der Übergang etwas besser ist und eventuell hier noch tweaken, wie man so schön sagt. Vielleicht müsste ich auch den Bereich noch miteinfassen. Das heißt, ich muss den Farbbereich ein wenig erweitern. Schauen wir uns nochmal an auf Schwarz-Weiß-Farbbereich, ein wenig erweitern und vielleicht noch das ein bisschen hinzu. Und dann sehen wir schon, da kommen wir dann schon in den Bereich hinein, wo wir hinwollen. Wenn ich jetzt wieder zurückspringe, dann sehen wir, das es durchaus hier etwas besser passt. Interessanterweise ist mir jetzt leider entgangen, dass ich aus Versehen hier durch diese Veränderung natürlich auch noch hier hinten diesen Bereich mit verändert habe, und damit mir das nicht passiert, bzw. um das auch noch auszuschließen, könnte ich theoretisch diese ganze Sache noch mit einer Maske kombinieren und somit die Farbkorrektur nur innerhalb diesen Bereichs machen. Das war jetzt ein kurzer Einblick in die zusätzlichen Möglichkeiten, die uns eine sekundäre Farbkorrektur bietet.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!