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Seitenwert berechnen

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Auch wenn die Berechnung des Seitenwerts nicht ganz trivial erscheint, ist er doch ein recht guter Indikator dafür, welchen Beitrag eine Seite zum monetären Ergebnis aus Zielvorhaben und Transaktionen geleistet hat.
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Transkript

Oft werde ich gefragt, was sich hinter dem Begriff Seitenwert verbirgt. Auch wenn dessen Berechnung nicht ganz trivial erscheint, ist dieser Wert jedoch ein recht guter Indikator dafür, welchen Beitrag eine Seite zum Ergebnis geleistet hat. Wie das funktioniert, schauen wir uns jetzt an. Kurz gesagt beschreibt der Seitenwert den Wert einer Seite innerhalb des Klickpfads einer Conversion und wird nach folgender Formel berechnet: die Summe aller Transktionswerte plus die Summe aller Zielvorhabenwerte geteilt durch die einzelnen Seitenaufrufe der jeweiligen Seite. Diese Formel klingt nun erst einmal recht kompliziert, weshalb wir uns das einmal an ein paar Beispielen genauer anschauen. Wie wir bereits gelernt haben, erfassen wir bei den einzelnen Seitenaufrufen, in wie vielen Sitzungen der Aufruf einer einzelnen Seite enthalten war. Das heißt, der Seitenwert wird in Bezug auf die einzelnen Seitenaufrufe errechnet und ist somit sitzungsbasiert. Betrachten wir uns dazu einmal drei unterschiedliche Sitzungen. In der ersten Sitzung ruft ein Nutzer Seite 1, dann Seite 2, erneut Seite 1, danach Seite 3 auf und landet zum Schluss auf Seite 4. Am Ende der Sitzung erfüllt er eine Conversion in Sinne eines Zielvorhabens mit einem Zielwert von 10 Euro. In der zweiten Sitzung beginnt der Nutzer ebenfalls auf Seite 1, ruft dann Seite 3 auf, springt zurück auf Seite 1, dann wieder auf Seite 3 und zum Schluss noch mal auf Seite 1. Dabei erfüllt er eine Conversion im Sinne eines Zielvorhabens mit einem Zielwert von 20 Euro. In der dritten und letzten Sitzung, die wir hier betrachten wollen, startet ein Nutzer wieder auf Seite 1, ruft dann Seite 2 auf, springt zurück auf Seite 1, öffnet dann Seite 5 und zum Schluss geht er noch mal auf Seite 2. Dort kauft er eines unserer Produkte und macht einen Umsatz von 60 Euro. Nachdem wir nun die Sitzungen kennen, können wir mit der Analyse der Seitenwerte beginnen. Fangen wir mit der Berechnung des Seitenwerts für Seite 1 an. Diese wurde in der ersten Sitzung zweimal aufgerufen, in der zweiten Sitzung dreimal und in der dritten Sitzung wiederum zweimal. Die Seite 1 wurde somit in allen drei Sitzungen aufgerufen, was in Summe drei einzelne Seitenaufrufe ergibt. Daraus resultiert nun folgende Berechnung für die Seite 1: 60 Euro Umsatz plus 30 Euro Zielvorhabenwert geteilt durch drei einzelne Seitenaufrufe ergibt einen Seitenwert von 30 Euro. Betrachten wir uns nun die Seite 2. Sie wurde in der ersten Sitzung einmal aufgerufen, in der zweiten Sitzung gar nicht und in der dritten Sitzung zweimal. Die Berechnung des Seitenwerts ergibt bei 60 Euro Umsatz plus 10 Euro Zielvorhabenwert durch zwei einzelne Seitenaufrufe nun 35 Euro. Seite 3 wurde in der ersten Sitzung einmal aufgerufen, in der zweiten Sitzung zweimal und in der dritten Sitzung gar nicht. Daraus ergibt sich ein Seitenwert von 15 Euro, denn wir rechnen nun 20 Euro plus 10 Euro Zielvorhabenwert durch zwei einzelne Seitenaufrufe. Für die Seite 4 erzielen wir nach dieser Berechnung einen Seitenwert von 10 Euro und für die Seite 5 einen Seitenwert von 60 Euro. Betrachten wir uns dann einmal den Bericht Alle Seiten in Google Analytics, finden wir in der letzten Spalte den Seitenwert zu jeder einzelnen Seite. Dadurch können wir nun feststellen, inwieweit die jeweilige Seite zur Erreichung von Zielvorhaben beziehungsweise Abschlüssen von Transaktionen beigetragen hat. Wir sollten uns daher die Seiten genauer betrachten, die eine Seitenwert von null aufweisen und dann entscheiden, inwieweit diese Seiten auf unserer Website wichtig sind und wie hoch der Pflegeaufwand für diese Seiten ist. Das Impressum, oder auch Anbieterkennzeichnungspflicht genannt, wird in der Regel einen Seitenwert von null haben, ist aber gesetzlich vorgeschrieben. Zudem ist der Zeitaufwand zur Pflege eher gering. Wenn jedoch unsere News-Seiten, die bekanntermaßen recht pflegeintensiv sind, einen Seitenwert von null aufweisen, können wir darüber nachdenken, uns den Aufwand dafür zu sparen. Und wenn eine Produkt- oder Warengruppenseite dauerhaft einen Seitenwert von null besitzt, findet das Produkt oder gegebenenfalls die Warengruppe keine Akzeptanz bei den Nutzern und wir können darüber nachdenken, diese aus dem Sortiment zu nehmen. Wir wissen nun also, wie der Seitenwert berechnet wird und wie wir diesen werten und danach Handlungen ableiten können.

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2 Std. 37 min (42 Videos)
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Erscheinungsdatum:01.06.2018
Aktualisiert am:07.06.2018

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