Photoshop ist einfach!

Sehen lernen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Das Wissen um die Technik, meint "Gast-Trainer" Olaf Giermann, ist eine Seite der Medaille, die andere ist das Sehen, Verstehen und Nachvollziehen der einzelnen Effekte. Richtige Analyse zeigt fast immer, wie ein bestimmter Effekt erreicht werden kann.

Transkript

Ich kenne eine ganze Menge Leute, die wirklich extrem viel von Photoshop wissen, also die haben wirklich alles verstanden, das geht bis ins kleinste Detail, die können die Füllmethoden vorrechnen, mit den Formeln und mit den technischen Hintergründen, was dabei passiert. Aber das ist das technische Wissen, und das ist das eine, das ist die eine Seite. Aber ich kenne sehr viele Leute auch, die wirklich alles wissen von Photoshop, aber dennoch Probleme haben bestimmt Effekte nachzubauen, also genau die Bilder zu schaffen, die ihnen gefallen oder die sie gerne hätten. Denn technisches Wissen ist wie gesagt das eine, sehen und verstehen und das dann auch anwenden, das andere. Und deshalb bekomme ich sehr häufig die Frage gestellt, wie geht dieser Effekt. Und ich möchte das mal zeigen, ich muss mal gucken wo das hier ist das Beispiel, z.B. hier bei diesem Bild, da wurde ich mal gefragt, wie geht dieser Effekt. Da ist natürlich erstmal ganz unklar, was denn überhaupt gemeint ist, welchen Effekt meint denn der Fragesteller. Meint er diese starken Kontraste, meint er die silbernen Augen, meint er die nicht ganz so leuchtenden Farben oder vielleicht diese ganzen Lichflares hier? Zunächst mal muss klar sein, was man meint. Wenn man keine klare Frage stellt, dann kann natürlich auch keine klare Antwort dabei heraus kommen. Das ist nicht nur so, wenn man jemand anderes fragt, sondern das muss auch euch klar sein, wenn ihr euch die Frage stellt, wie geht das? Dann müsst ihr erstmal dieses "das" definieren. Also was wollt ihr denn genau wissen und dann müsst ihr einfach genau hinschauen, denn worauf der Effekt basiert, das sieht man ja im Bild meistens. Wie genau die Vorgehensweise ist das ist wieder eine andere Frage, aber den Effekt nachkochen, das sollte für euch nicht so schwer sein, wenn ihr genau hinschaut und das Bild analysiert. Da gibt es einige Punkte auf die ihr achten könnt. Das Erste ist natürlich das Motiv. Das muss man fotografieren, wenn man nicht grade mit 3D arbeitet, aber das ist schon wieder sehr fortgeschritten, also gehen wir mal davon aus, das Bild wurde fotografiert. Wie das Bild dann wirkt, das hängt natürlich davon ab was abgebildet ist, also ist da ein niedliches Äffchen drauf oder ist da ein böse drein guckender Mann drauf so wie hier, der sich die Mütze so tief in die Augen zieht, also die Pose, die Mimik, die Gestik, das spielt alles eine Rolle. Natürlich auch der Hintergrund. Haben wir eine dramatische Szene, haben wir einen dramatischen Himmel, ist die Situation irgendwie dramatisch, gefährlich oder sonst wie gestaltet oder haben wir eine verträumte Szene? So wirkt jedes Bild ein bisschen unterschiedlich. Ich kann mal verschiedene durchgehen hier vor mir, also das wirkt ein bisschen mystisch, dunkel, bläulich, hier haben wir ein Feuereffekt, der ist ein bisschen aufwendiger, wenn man hier mit Fotos alleine nicht weiter kommt, hier muss man dann malen, aber man kann im Prinzip das Bild analysieren, man sieht hier ist ein heller Lichtschein, wir haben hier klare Farben, hier unten ist das Ganze eher bräunlich, und da kommen wir auch schon zum zweiten Punkt, der Farbe. Was für eine Farbe haben wir im Bild? Und da gibt es ganz einfache Werkzeuge, mit denen ihr die Farbe beeinflussen könnt. "Farbtonsättigung", "Farbbalance", das sind wirklich einfache Geschichten und wenn euch, z.B. hier unten, dieser Braunton nicht gefällt, dann korrigiert ihr den einfach. Also eine "Farbbalance" anlegen, diese Farben dann so verschieben, dass dieser Braunton weg ist und dann mit einer Maske einfach einmalen. Anders habe ich das hier auch nicht gemacht. Farbe besteht aus verschiedenen Einzelaspekten, einmal die Sättigung. Die Sättigung zeigt an, wie "bunt" eine Farbe ist, und wenn etwas zu gesättigt ist, dann reduziert ihr die Sättigung, wenn etwas zu wenig gesättigt ist, dann erhöht ihr die Sättigung. Also auch ganz einfach. Dann haben wir eine "Farbvariation" und "Farbverteilung", und auch da muss man aufpassen, bei verschiedenen Bilder habt ihr nicht überall die gleiche Farbe im Bild. Z.B. hier, da haben wir hier rechts eher orangene Töne, während das hier ins Rot übergeht, das heißt hier könnt ihr das Ganze, wenn ihr das so fotografiert hättet, davon gehen wir mal aus, aber das ist ja eine Fotomontage, dann könntet ihr das einfach genauso herstellen, indem ihr hier mehr mit gelblichen Tönen ins Bild malt und an den anderen Stellen eher mit roten Tönen. Also am besten über "Einstellungsebenen", wie gesagt, mit Farbtonsättigung geht das ganz einfach. Wenn ihr merkt, wir haben eine insgesamt einheitliche Farbtonung, dann ist es ganz einfach. Dann legt ihr einfach eine Ebene oben drüber, nehmen wir mal an Farbtonsättigung, und das kann ich direkt mal machen, ich nehme mir eine "Einstellungsebene", "Farbtonsättigung", klicke hier auf "Färben" und kann jetzt hier direkt die Tonung einstellen. Das wäre also jetzt eine Tonung über das gesamte Bild. Möchte ich das jetzt nur in den Lichtern haben, dann wähle ich mir die Lichter aus z.B. mit "Auswahl - Farbbereich". So kann man ganz einfach denken und hier die Farben im Bild entsprechend so aufbauen, wie die Vorbilder deren Effekte ihr gerne erreichen möchtet. Also nicht so kompliziert denken, sondern wirklich Schritt für Schritt euch annähern und das Bild genau angucken. Kommen wir mal wieder zum Ausgangsbild zurück zu diesem hier. Der nächste Punkt nach Motiv und Farbe sind natürlich die Kontraste. Da gibt es verschiedene Kontraste, zum Einen die globalen Kontraste, also das was das gesamte Bild ausmacht, und das bildet sich durch die hellste und die tiefste Stelle im Bild. Hier könnt ihr mit Helligkeit und Kontrast, bzw. der Tonwert-Korrektur bereits alles einstellen. Das Nächste sind die mittelgroßen Kontraste. Da kommt dann "Unscharf Maskieren" zum Einsatz, also um diese Formen heraus zu arbeiten, diese Details, da braucht ihr einfach nur unscharf maskieren mit einem etwas höheren Radius und dort wo der Effekt dann stört, da maskiert ihr ihn einfach raus. Dann haben wir die Details, z.B. hier an der Mütze sind sehr viele kleine Details und ihr erratet es vielleicht schon, womit kann man die herausarbeiten? Natürlich mit sehr fortgeschrittenen Methoden, oder man macht es sich ganz einfach und nimmt auch hier "Unscharf Maskieren", in diesem Fall mit einem etwas kleineren Radius, von etwas höherer Stärke, und wenn man unschöne Säume hat, dann nimmt man einfach eine Maske, hängt die dran an die Ebenenkopie auf die man unscharf maskieren angewendet hat und maskiert dort diese Bereiche mit schwarzer Farbe aus. Und manches was ihr fotografisch nicht lösen könnt, muss man dann vielleicht malen oder sich anders behelfen, z.B. diese ganzen kleinen Lichtflares, hier habe ich zwar so fotografiert in den Schnee hinein mit dunklem Hintergrund und dann einfach über das Bild gelegt und mit einer Füllmethode "negativ multiplizieren" verrechnet, also das ist echter Schnee. Wenn ihr jetzt nicht auf die Idee gekommen wärt, dass das fotografiert ist, und das ist oft so bei Texturen, da kann man sich nicht ganz sicher sein ob da was gemalt ist oder fotografiert ist, dann kann man das natürlich auch malen. Also in diesem Fall würdet ihr dann kleine Pünktchen ins Bild malen und dann mit dem "Gaußschen-Weichzeichner" einfach diese Punkte weich zeichnen, um solche Kreise zu erhalten oder viele kleine Punkte aneinander kombinieren, um solche Punkte zu erhalten. Der Aufwand ist dann natürlich tierisch hoch, aber im Prinzip kriegt ihr mit diesen Techniken, also in dem ihr euch das Motiv anschaut, die Farbe anschaut und die Kontraste anschaut und dann überlegt, was ihr nicht fotografieren könnt sondern malen müsst, da kriegt ihr alles in den Griff. Also wirklich, da müsst ihr das Bild nur genau anschauen, hingucken, analysieren und dann euch einen Weg überlegen, wie man dahin kommt, und das geht wirklich mit den absoluten Grundlagen.

Photoshop ist einfach!

Lassen Sie sich von den endlosen Möglichkeiten in Photoshop überraschen und lernen Sie Funktionsprinzipien, Werkzeuge und Arbeitstechniken für ein perfektes Bildergebnis kennen.

6 Std. 5 min (67 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!