Calvinize V

Scribbles – Bildideen umsetzen

Testen Sie unsere 2012 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Tauchen Sie zusammen mit Gabor Richter in die weite Welt der Scribbles ein und lernen Sie die Vorteile schätzen. Sehen Sie in den folgenden Minuten, wie Sie Bildideen skizzieren, die später in Photoshop umgesetzt werden.

Transkript

In diesem Video möchte ich mit Euch in die Welt des Scribbles eintauchen. Das Bild, das Ihr seht, das ist eine Zeichnung, die mal gemacht wurde für eine Bildidee von mir. Theoretisch gesehen sind Scribbles eine wunderbare Sache, wenn es darum geht, ein Projekt zu planen. Das heißt, man möchte demnächst ein Shooting angehen, wo eventuell eine Bildidee umgesetzt werden soll, die einem im Kopf sitzt. Das hier ist zum Beispiel, sage ich mal, ein bisschen ein gruseliges Szenario. Das ist dann daraus geworden. Es ist nicht exakt dieselbe Position, das hat sich alles geändert, auch das Format, aber ein Scribble soll ja nicht eins zu eins umgesetzt werden, wie es hier zum Beispiel ist. Sondern es reicht ja, wenn man weiß, in welche Richtung es gehen soll. Des weiteren habe ich hier noch ein Scribble: Rotkäppchen. Eine Dame, die im Wald verschollen ist. Wie man leicht erkennt, ist sie etwas bewaffnet, da hier irgendwo das Böse schlummert. Eventuell kann man erkennen, dass hier hinten einer ist. Ja, das wiederum wurde auch umgesetzt in eine Bildidee. Es ist relativ ähnlich. Ja, auch die Richtung hat sich jetzt geändert mit den Augen, aber der Grundaufbau ist gleich geblieben. Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, wieso macht man so eine Zeichnung? Ja, klar, als Bildergebnis kommt sowas raus. Aber was hat das für einen großen Vorteil? Wenn Ihr sowas mal Eurem Model schickt und sagt: Hey, liebes Model, ich hätte folgende Bildidee mit Dir, die ich demnächst mal umsetzen würde. Ich stell' mir sowas vor. Hast Du eventuell solche Klamotten? Ja, bei uns war's der Fall, dass sie gesagt hat: Ja, ich hab' eins, sogar besser. Dann ist es optimal. Der weitere Vorteil ist, man kann besser planen, das ganze Team ist wesentlich besser informiert, sprich zum Beispiel: Lichtquelle. Von hier hinten kommt der Mond. Das heißt, die Leute, die Euch eventuell beim Licht helfen, sollten wissen, dass das Licht von dahinten kommt. Ein weiterer großer Vorteil ist: Das Model kann sich viel besser in die Szene integrieren, da sie weiß, wie ihr Ausdruck sein sollte. Wie hier zum Beispiel. Da haben wir ein weiteres Bild, das wurde bereits fotografiert. Das Scribble hab' ich erst nachträglich gemacht, um ein Szenario dafür zu schaffen. Sie steckt in einem Bus, ist umzingelt von bösen Leuten. Das Endresultat war dann dieses hier. Hier hat es mir geholfen, den Hintergrund, den ich in 3D gebaut hab', nach meinem Scribble etwas nachzubauen, dass ich 'ne Orientierung hab'. Hier hab' ich ein weiteres Scribble, das sieht schon sehr nach Composing aus. Da werde ich viele Elemente brauchen. Für mich ist es sehr, sehr praktisch, wenn ich rausgeh' in die weite Welt, um mir Bilder zu besorgen, dass ich weiß, wie und von wo ich fotografiere und was für Elemente ich brauche. Ein Element hab' ich schon, und zwar das Model. Sie wurde schon fotografiert und konnte sich exakt in die Szene einsetzen, wie ich sie gebraucht habe. Das ist jetzt nur ein Beispielbild. Ich hab', glaub' ich, noch 30 andere Bilder gemacht. Dieses Bild hier ist ein Bild, bei dem ich mich von dem Film "Ted" inspirieren ließ. Jetzt stelle ich es mir etwas schwierig vor, wenn ich ein Model zu mir rufe und sage: Du, ich hab' 'ne Idee: Stell' Dir vor, da ist ein Teddybär... ...und Du stößt mit einem Bier mit ihm an... ...und Du läufst durch 'ne Gasse. Dann ist das Model leicht irritiert. Deswegen ist es wunderbar, wenn man eine Vorlage hat, dass man sagt: Hier, guck' mal da, der Teddy ist ungefähr in der Höhe da, dass Du weißt, wo Du anstoßen musst. Und grad' für Euch als Fotografen und Bildbearbeiter ist es besser, wenn Ihr schon mal so ein Bild vor Augen habt, damit Ihr beim Set sagen könnt: Hier, das und das müsste man korrigieren. Und, eventuell, Eure Leute drum herum wissen dann, wie es auszusehen hat. Das war der theoretische Teil. Jetzt kommen wir gleich in den praktischen Teil, wo ich Euch zeigen werde, wie man so ein Scribble erstellt, ohne dass man ein malerisches Talent haben muss. Wie Ihr erkennen könnt, wurde das Bild in Photoshop erstellt, und zwar wurde es hier gemalt. Ja, wurde es wirklich gemalt? Ich zeige mal das eigentliche Bild, das ist das hier. Man könnte eigentlich fast davon ausgehen, dass es ja sehr, sehr ähnlich ist. Wenn ich hier Vorher-Nachher mach'... der eigentliche Clou an der Sache ist, dass ich hier nicht aus meinem Kopf heraus male, sondern dass ich abpause. Ich geh' mal hier weiter runter, indem ich die Ebene hier öffne. Ich hab' hier mein originales Bild, das ich in Heidelberg aufgenommen hab'. Der Vorteil ist: Ich hab' schon die perfekte Location für mein Scribble, also für mein Fotoshooting später. Es ist keine Szene, die es nicht gibt, sondern die gibt es wirklich. Und das hier, was ich gemacht hab', ist ein Bild, wie ich es mir wirklich vorstellen könnte, um es dort zu fotografieren. Aber mit Teddybär...mmh... wird wahrscheinlich eher ein Composing. So, ich blend' mal die nächste Ebene ein, und wenn ich die Ebene mal ausblende, dann seht Ihr schon, es ist eine Schwarzweiß-Zeichnung. Was hab' ich gemacht? Ich habe dieses Bild genommen und habe die Deckkraft runter reduziert auf 50 Prozent etwa. Hab' mir eine neue leere Ebene darüber angesetzt und hab' einfach mit einem schwarzen Pinsel die Konturen, die wichtig sind, nachgemalt. Mehr nicht. Ich hab' einfach wichtige, entscheidende Konturen nachgemalt, um mein Hintergrundszenario zu schaffen. Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt gleich: Wie hab' ich die Person gemacht? Ich sag' schon mal, das war sehr spannend. Ich hab' mir hier so ein Bild genommen, aus dem Internet von Google. Im Grunde genommen müsste ich die Bilder auch gleich wieder löschen, aber sie dienen mir hier ja nur als eine Vorlage. Das heißt, das würde ich dann eh wegschmeißen. Ich hab' dann hier so 30 Prozent Deckkraft gemacht von dem Bild, denn ich brauche die Person, wie sie läuft. Ich hab' dann aber auch den Kopf ausgetauscht. Mir hat der Kopf hier wesentlich besser gefallen, dass die Blickrichtung hier schon mal angepasst ist. Dann sollte ja noch ein Bier ins Spiel kommen, das er in der Hand hält. Ich fand es besser, wenn er Händchen mit einer Bierflasche hält. Das sieht dann so aus. Eigentlich ein bisschen doof. Aber wenn ich jetzt hier eine neue leere Ebene erstelle, und dann schwarzweiß drüber male, dann bekomme ich hier so ein Ergebnis. Das heißt, wenn ich fertig gemalt habe, kann ich die Ebenen hier wieder anpacken, und die kommen dann direkt in den Papierkorb. Dann kam der Teddybär. Den zeige ich Euch auch grade mal. Der Teddybär hat so angefangen: Da hab' ich so ein Plüschtier genommen, auch aus dem Internet. Die Kopfform hat mir nicht gefallen. Wie er gelaufen ist, das hat mir gefallen. Den Arm hab' ich auch ausgetauscht, der sollte hier oben sein. Ich hab' regelrecht den Arm kopiert, nach oben eingefügt. Ich hab' mir nicht mal die Mühe gemacht, den wegzuretuschieren; ich kann ihn mir ja einfach wegdenken. Wie gesagt, der Kopf hat mir nicht gefallen. Den hab' ich dann auch abgeändert, der sollte mehr in die Richtung gehen. Und der Teddybär sollte ja auch noch eine Flasche Bier bekommen. Das sieht dann so aus. Ja, es ist jetzt ein etwas blödes Bild. Aber wenn ich jetzt nur die wichtigen Konturen nachmale, die ich brauche, dann hab' ich hier dieses Bild. Also kann ich den Teddybären wieder löschen hinfort damit, dann hab' ich meinen Teddybär. Dann war da ja noch die Hintergrundszene, die hab' ich ja auch noch gehabt. Die liegt jetzt eigentlich über dem Ganzen. Ich wusste ja nicht, wo setzt die Kontur an von den Personen. Da hab' ich mir einfach 'ne Maske genommen, das Schwarze drüber gemalt, was ich nicht brauche. Das sieht man dann hier, und dann sind diese ganzen Linien weg. Und ich hab' hier wirklich in Windeseile ein echt cooles Bild erstellt, für ein Scribble, sag' ich jetzt mal. Sieht ja schon fast aus, als hätte man malerische Talente. Ich behaupte mal, ich hab' jetzt nicht unbedingt diese malerischen Talente. Das Einzige, was ich hab', ist, mir halt zu helfen wissen. Was wäre jetzt, wenn wir sagen würden: Hey, Mann, was wäre, wenn wir dem noch einen Cowboyhut geben? Wie male ich das dann rein? DAS zeige ich Euch jetzt mal. Dazu gehe ich mal ins World Wide Web, auf Google. Hier hat man die Suchfunktion, da kriegt man Texte, aber auch Bilder. Wenn ich jetzt sag' "cowboyhut" und drücke "Enter", dann bekomme ich schon eine ganze Menge Bilder. Hier kann ich mir was raussuchen. Ja...mal schauen... Dieser hier dürfte ganz cool aussehen. Ich pack' den mal an, zieh' den hier rein. Wie gesagt, ist jetzt nicht unbedingt die grüne Zone, die ich grad' betrete. Aber ich lösch' das Bild ja gleich. Man wird ja auch nicht direkt erkennen, wer das ist und woher ich das Bild hab'. Ich würd' das niemals verwenden später, das wird dann direkt gelöscht. Das Bild drehe ich jetzt mal. Ich versuch' mal ungefähr, die Kontur von dem jetzigen Kopf rauszufinden. Ich setz' den mal hier hin. Und ich glaube... Mmhhh...ich drehe noch ein bisschen, dass die Augen noch etwas zu sehen sind. Ich denke, so ist es okay. Was ich jetzt mache... ich setz' es mal hier drüber... Was ich jetzt mache: Ich werd' mir eine neue leere Ebene erstellen. Das hier ist wichtig, hier sollte man drauf achten, wie der Pinsel eingestellt ist. Ich hab' jetzt rausgefunden, wenn ich mit einem Pinsel mit 100 Prozent Deckkraft arbeite, hab' ich nicht so ein schönes Ergebnis, gefällt mir jetzt nicht so besonders. Ich schaffe ganz gerne mit einer Härte von 100 Prozent. Die Größe reduzier' ich jetzt ein kleines bisschen; ungefähr, sagen wir mal, 10 Pixel. Dann eine Deckkraft von zirka 20 Prozent und Pinseldruck. Und wenn ich jetzt male, versuche ich nicht, die Kontur zu finden und einmal drum herum zu malen. Denn das Ergebnis finde ich später dann nicht so besonders. Das sieht dann so aus. Ich fände es schöner, wenn man sagt: Hey, ich mach' doch einfach hier so ganz kleine Striche, kann mich langsam herantasten... So...und der Betrachter hat dann später eh das Gefühl, hey, das sieht ja echt aus wie gemalt. Dadurch, dass das so ungleichmäßig ist, sieht es eigentlich schon sehr, sehr echt aus, finde ich. Also, echt in dem Sinne wie ein echtes Comicbild oder ein Scribble. Und es muss ja nicht perfekt genau sein. Es reicht ja, wenn es grob ist. So...ich mach' jetzt hier hinten noch diese Konturen entlang. Ja, falls Ihr Euch denkt: Hey, um einen Cowboyhut zu malen, brauche ich aber kein Internet oder irgendwas, um mir das abzupausen. Ja, okay, einen Cowboyhut würde ich vielleicht auch noch so hinkriegen, aber es gibt Elemente, wo ich nicht weiß, wie ich die malen soll, und bevor ich da ewig Zeit verschwende, mach' ich das lieber so. Ja, der Cowboyhut ist drauf, aber die Maske würde ich jetzt hier auch nochmal zum Einsatz bringen und dann regelrecht sagen, dass ich das hier, was ich nicht haben möchte, einfach mal kurz wegmale. Ich würde nicht empfehlen zu radieren. Denn manchmal ist es so, dass man dann doch wieder gerne was hätte und dann ist es wegradiert. Mit der Maske ist das eigentlich wunderbar. Und jetzt könnte ich hier sagen: In Windeseile hab' ich ihm mal so einen Cowboyhut reingesetzt. Wäre vielleicht auch eine coole Alternative, die Szene mit Cowboyhut zu machen. Ich könnte auch grad' hier hinten 'ne Katze auf's Dach setzen. In fünf Minuten hab' ich 'ne Katze drin oder 'nen Drachen oder Vollmond oder Gewitter, Regen, oder ich könnte hier nebendran noch 'nen Dackel hinsetzen. Meiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich kann mich hier wirklich austoben und das machen, worauf ich Bock hab'. Das ist das Schöne an dieser Art von Scribble, wie ich das hier mache. Ich hoffe, Ihr habt Euch ein paar Sachen hier aufschnappen können, um eventuell für Eure nächsten Shootings auch mal ein Scribble zu erstellen, denn wie Ihr gesehen habt, es ist ja eigentlich total easy.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!