Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Schwarzweiß-Technik 1: Vor der Schwarzweißkonvertierung

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Maike Jarsetz erklärt, wie man bei der Umwandlung eines Farbfotos in ein Schwarzweiß-Bild den Tonwertumfang in den Griff bekommt und das Bild in die Richtung lenkt, die man als Fotograf vor dem geistigen Auge hatte.

Transkript

Ein digitales Schwarzweiß-Bild ist am Anfang immer ein Farbbild und deshalb geht es in erster Linie auch darum, am Anfang dieses Farbbild so optimal zu entwickeln, dass man nachher bei der Schwarzweiß-Konvertierung nur noch sich konzentrieren kann auf die optimale Umsetzung der Farben in Tonwerte. Dieses Motiv ist ein gutes Beispiel dafür. Denn bevor ich hier ein Schwarzweiß-Motiv draus mache, habe ich einige Aufgaben zu bewältigen, nämlich den großen Tonwertumfang in den Griff zu bekommen und überhaupt das Bild in die Richtung zu steuern, in die ich es gesehen habe. Dazu gehe ich jetzt, nachdem ich erste Basiseinstellungen gemacht habe, wie zum Beispiel die Profilkorrekturen zu aktivieren, die natürlich die Verzerrung meines Objektives ein bisschen verbessern können oder aber in der Kamerakalibrierung ein Profil zu wählen, dass die Farben schon knackiger macht, denn umso mehr Farbe ich im Spiel habe, umso mehr kann ich die Farbe nutzen, um nachher daraus brillante Schwarzweiß-Abstufung zu machen. Die Basisentwicklung findet in den Grundeinstellungen statt und hier gehe ich eigentlich immer gleich vor, das heißt, ich lote erstmal mit gedrückter Alt-Taste, die Weiß- und Schwarz-Bereiche, also die beschnittenen Bereiche, aus, und wir sehen, dass wir hier im Blau schon einen Grenzbereich haben und dass wir eigentlich im Bild kein richtiges Weiß haben, denn die weißen Pixel entstehen erst dann, wenn ich deutlich zu hell entwickelt habe. Diese Bergkamm wird keine reflektierenden Bereiche haben, deshalb kann ich mich hier zwischen dem Grenzbereich, den ich gefunden habe, und der Nullstellung hin und her bewegen und optisch steuern, wie weit ich den Weißregler anheben möchte. Dann kommt das Schwarz. Auch beim Schwarz drücke ich die Alt-Taste, um zu sehen, wann die ersten Tiefen im Bild entstehen, das geht relativ schnell. Das ist irgendwo hier im Schattenbereich. Stärkere Tiefen werde ich hierdurch nicht erzeugen, weil diese dann zulaufen werden und ich keine Modulation habe. Das möchte ich natürlich vermeiden; im Gegenteil, ich werde gleich noch dafür sorgen, dass das hier offener wird. Aber die ersten Schritte sind immer, den Weiß- und Schwarzpunkt ordentlich zu setzen und dann folgt normalerweise die Belichtung. Die nützt mir jetzt hier nicht viel, da eine Belichtungskorrektur in die helle Richtung meinen Bergkamm einfach zu hell erscheinen lassen würde und eine Korrektur in die dunkle Richtung würde die Schatten noch verstärken. In diesem Motiv habe ich eher anderes Problem, nämlich die sehr starken Schatten und sehr beleuchteten, also fast zu hellen Bereiche hier am Berg. Und deshalb arbeite ich mit dem Tiefen- und Lichterregler und ziehe die Tiefen ordentlich nach oben, damit wir hier auch Details haben, die wir nachher in Tonwerte umsetzen können. Genauso ziehe ich die Lichter nach unten, damit sich auch hier nachher im Berg Zeichnung zeigen kann. Durch eine starke Korrektur der Lichter und Schatten wird ein Motiv oft sehr weich, dagegen nutze ich den Klarheitsregler, der ein Detail-Kontrast hervorbringt, der eigentlich jedem Schwarzweiß-Bild gut tut. Deshalb kann das auch schon mal per se, der erste Schritt sein, bevor ich eine Schwarzweiß-Konvertierung mache. Jetzt erst habe ich eine Basis, die optimal ist für eine Schwarzweiß-Umsetzung, so dass ich jetzt bei der Schwarzweiß-Umsetzung mich eigentlich nur noch darauf konzentrieren muss, wie ich welche Farben umsetze. Möchte ich das Blau halt deutlich dunkler haben? Möchte ich die grün und gelb Bereiche da, wo die Blätter sind, deutlich heller haben? All das steuere ich über die Graustufen-Umsetzung. Hätte ich die Basiskorrektur nicht gemacht, das kann ich ganz einfach mal zeigen, indem ich diese auf den Standard zurücksetze, dann sehen Sie, dass die Basis, von der aus ich gestartet hätte, ein ganz anderes Bild gewesen wäre und ich mich hier vielleicht nicht mit Sicht auf die richtigen Prioritäten erstmal hätte drum kümmern müssen, wie ich die Schatten aufhelle, bevor ich mich um die Farbdetails kümmere. Deshalb ist es eine ganz sinnvolle Geschichte, zu sagen, erst mache ich die Korrektur in den Tonwerten und dann werde ich aus einem perfekten Farbbild ein noch besseres Schwarzweiß-Bild machen.

Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Lernen Sie, was die Schwarz-Weiß-Fotografie ausmacht – von der Bildgestaltung über die richtige Motivsuche und Aufnahme bis hin zur Bildbearbeitung.

2 Std. 15 min (25 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!