Fotografieren mit der Lochkamera

Schwarzweiß-Konvertierung in Camera Raw

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Bereits in Camera Raw lassen sich Farbbilder in Schwarzweißmotive umwandeln. Das sollte jedoch nur mit Motiven geschehen, die von vornherein als Schwarzweißmotive konzipiert und gedacht waren.
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Transkript

Wer mit einer Lochkamera arbeitet oder auch nur damit rumspielt, wobei ich rumspielen einen eigentlich sehr positiven Ausdruck finde, denn das gehört dazu bei der Fotografie, dass man ein bisschen mit Möglichkeiten spielt, der kommt sicherlich irgendwann darauf, , dass es ja nicht unbedingt Farbe sein muss, mit der man arbeitet, sondern dass man durchaus mit Schwarzweißfilmen experimentieren kann. Wenn Sie analog arbeiten, dann sowieso, weil man die eben auch selbst entwickeln kann recht einfach. Aber eben auch mit einer Digitalkamera arbeitet, ist es vielleicht eine schöne Idee an Schwarzweiß zu denken. Die Lochkamera ist eine relativ alte Technik. Die gab es schon zu Zeiten, als man noch gar nicht das Licht aufzeichnen konnte, also schon vor tausenden von Jahren hat man da mit Zeichnungen angefertigt. Es ist echt eine alte Geschichte deswegen Schwarzweiß liegt da sehr nahe. Jetzt wie ich ein Anhänger der Auffassung, dass man Schwarzweiß sich nicht hierher aussucht. Wir haben hier drei Aufnahmen. Wir könnten rein theoretisch jede davon in eine Schwarzweiß-Aufnahme umwandeln, sondern dass man von vorne rein versucht Schwarzweiß zu denken. Das kommt wahrscheinlich daher, dass zu den Zeiten als ich die Fotografie erlernt habe, was selbstverständlich bis heute andauert, aber zu den Zeiten als ich die Basics gelernt habe, da habe ich in meine Kamera entweder einen Schwarzweißfilm geladen oder einen Farbfilm. Üblicherweise mit 36 Aufnahmen bei Kleinbild, mit 8 Aufnahmen bei Mittelformat, mit einer Aufnahme allerdings nur bei Großformat, aber trotzdem man wusste genau, man kann damit nur Schwarzweißbilder oder auch nur ein Schwarzweißbild erzeugen. Deswegen finde ich, sollte man schon bei der Motivwahl ein bisschen darüber nachdenken, möchte ich gerne Schwarzweiß haben, möchte ich lieber Farbe haben. Ich habe jetzt hier mal drei Beispiele. Ich glaube, wenn man die anschaut, dann wird einem relativ schnell klar, wie man damit umgehen kann. Bei dieser Geschichte hier mit dem Baum, knorriger alter Baum, Efeu, muss ich ehrlich sagen, es ist sicherlich beides möglich. Wenn man sich das in schwarzweiß vorstellt, wir können uns das mal anschauen, wie es aussieht, hier auf dem Reiter Hue, Saturation, Luminanz gehen und dann in Grauenstufen umwandeln, dann sieht das so aus. Mir gefällt es ehrlich gesagt besser diese Aufnahme, ich habe sie auch als Farbaufnahme konzipiert einfach aus dem Grund, weil sie schon so wenig Farbe mitbringt. Das ist tatsächlich ein Grund dafür sie lieber als Farbaufnahme stehen zu lassen, denn es ist eigentlich nur eine richtige Farbe drin, das ist dieses Grün und der Baum dieses bräunlich Beige ist eigentlich in Wirklichkeit Orange. Was man daran sehen kann, wenn man den in Grauenstufen umwandelt, und jetzt mit der Orangetöne spiele, dann sehe Sie, dass sich die Rinde da sehr stark verändert. Würde ich das mit Rot machen, passiert schon fast nicht mehr. Und mit Gelb verändert sich nicht nur die Rinde, sondern noch viel mehr. Also das hier ist in Wirklichkeit eigentlich ein Orangeton. Trotzdem ich möchte diese Aufnahme gerne in Farbe belassen. Wir schauen uns die Nächste an. Die hier, diese Blumen, bei den Blumen funktioniert es genauso. Das ist für mich definitiv eine Farbaufnahme, denn die Blumen, die leben natürlich davon, dass sie so leuchtend Gelb sind. Zwar haben wir da so einen, wie ich meine, leichten gelblichen Farbstich drin. Das kann aus verschiedenen Gründen passieren. Höchstwahrscheinlich weil die Blütenblätter das Licht natürlich auch filtern und alles, was hier unten an Licht ankommt auf den grünen Blättern oder auf diesen weißen Knospen, das wird gelblich. Trotzdem für mich ist das definitiv eine Farbaufnahme, die ich auf gar keinen Fall umwandeln möchte und auch nicht in schwarzweiß verwenden möchte. Jetzt schauen wir uns die hier mal an, das ist die Letzte. Warum ist gerade die für mich eine Schwarzweiß-Aufnahme? Ganz einfach, weil sie hauptsächlich von den Formen und von der Gestik lebt. Diese Aufnahme hier, da spielt überhaupt gar keine Rolle, ob der Baum im Hintergrund grün ist, auch wenn er kahl wäre, keine Blätter, wäre das nicht weiter dramatisch, weil was wirklich die Aufnahme ausmacht, ist erstmal diese Dynamik durch die schräg gehaltene oder abgestellte auf dem Stativ stehende Kamera und zweitens natürlich diese Geste der jungen Frau, die sich um dieses Denkmal und dem Kranz drumrum hangelt quasi schon, sie versucht das ganze Ding hier zu umarmen, dann kann man sich vorstellen, dass der tiefe Kamerastandpunkt natürlich auch die Überhöhung dieser Person, die ehe schon auf einem Denkmal steht, darstellt. All das nimmt man mit. Sie müssen alles gar nicht wissen, Sie sehen das, Sie fühlen das und das kommt bei Farbe exakt gleich rüber wie bei Schwarzweiß. Nur Vorteil bei Schwarzweiß ist für mich, ich kann mich tatsächlich auf die Formen konzentrieren. Deswegen Schwarzweiß sieht für mich so aus. Da sieht man, dass die beiden Reiter, Sättigung und Luminanz, verschwinden, sobald man da drauf klickt. Und wir haben hier die automatische Umwandlung. Jetzt kann man sich mal versuchen vorzustellen, was Photoshop denkt bei der Umwandlung dieser Tonwerte. Oder Sie können sagen, es interessiert mich gar nicht, was Photoshop denkt. Ich gehe mal auf den Standard. Der Standard ist so, dass sämtliche Töne in der Mitte stehen. Da würde ich Ihnen einfach empfehlen, spielen Sie ein bisschen mit rum, gucken Sie, was passiert, wenn Sie den Rot-Regler ändern. Da sieht man, es passiert so gut wie gar nichts. Also lasst man den auf 0. Der Orange-Regler, was passiert hier? Ich bekomme also deutlich mehr Zeichnung bzw. eine hellere Wiedergabe dieser Geschichte hier. Dieses Marmor... Keine Ahnung, dieses Steinsockels und da kann ich den ein bisschen aufhellen, um ihn ein bisschen interessanter erschienen zu lassen und einen besseren Kontrast zur Umgebung zu liefern. Gelbtöne, wie sehen die aus? Die hellen mein gesamtes Bild auf, allerdings nicht kontrastreich, sondern kontrastarm. Das heißt, den Gelb-Regler lasse ich mal schön hier. Man könnte ihn fast weiter runterziehen aber das nimmt mir die Zeichnung aus den Bäumen, also lasse ich den Gelb-Regler hier stehen bei 0. Den Grün-Regler gucke ich mir an, der bringt definitiv mehr Zeichnung in die Bäume, dann bekommen die Bäume ein bisschen mehr Gewicht in der Geschichte. Und die Regler für Aquamarin, schöner Name, eigentlich ist es Cyan, glaube ich zumindest, weil es genau zwischen Grün und Blau liegt, erstaunlicherweise, ich dachte da passiert was, aber es passiert gar nichts. Trotzdem ich gehe nochmal raus aus meinen Graustufen und hatte das hier eigentlich für Cyantöne gehalten, diese Patina, die sich hier an den Metall-, Bronzefiguren angesetzt hat, aber, wie Sie sehen ist es nicht so, überhaupt nicht, sondern da passiert nichts, wenn ich hier dran drehe. Wir lassen den mit einem Doppelklick auf 0. Ebenso wird das mit dem Blauton sein und Lila- und Magentatöne haben wir überhaupt nicht drin. Also das wäre eine Möglichkeit diese Aufnahme in eine Schwarzweißaufnahme umzuwandeln. Andere Möglichkeiten könnte man natürlich auch über Photoshop direkt aufschöpfen. Hier sind wir schließlich in Camera Raw Converter um das Ganze zu konvertieren, ich möchte mir auch anschauen, wie man das Ganze in Photoshop machen könnte. Ich klicke deswegen diese Graustufen nochmal weg und öffne das Bild erstmal. Die beiden anderen können wir, glaube ich, so belassen Sie bleiben bei Farbaufnahme. Nur die hier, die öffne ich und dann gucken uns mal an, was man in Photoshop noch so alles machen könnte.

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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