Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Schwarzweiß-Entwicklung

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Kontrastreich, künstlerisch und ausdrucksstark - Schwarzweißbilder funktionieren immer. Hier verfolgen Sie, wie Nicole einen S/W-Filter zusammenstellt, der die Kontraste ausgewählter Fotos besonders hervorhebt.

Transkript

Jetzt möchte ich mit euch einen Schwarz-Weiß-Filter anlegen. Umso mehr Filter wir nachher angelegt haben, über die wir uns einen Kopf gemacht haben, umso leichter können wir dann arbeiten. Schwarz-Weiß-Filter gibt es in einer unglaublichen Vielzahl, die man anlegen kann: Weiche, harte, mit einer leichten Sepia-Tönung drin und dergleichen. Wir möchten jetzt in diesem Falle mit einer sehr harten Schwarz-Weiß-Tonung arbeiten, oder ich möchte das zumindest. D. h., ich habe ein Bild gewählt, was ich mir in Schwarz-Weiß einfach sehr schön vorstellen kann, gehe als allererstes, um überhaupt die Vorstellung von Schwarz-Weiß zu bekommen, in der Sättigung ganz runter. Das ist für mich die leichteste Variante, zu sehen, wo ich das Bild ausarbeiten kann. Ich sehe, dass ich hier schöne Kontraste schon sitzen habe. Die Haare werden die nächsten Kontraste sein. Das ist mir natürlich hier viel zu mantschig, da möchte ich natürlich noch sehr hart nachsetzen. D. h., ich gehe im Schwarz-Bereich erst einmal derbe rein, ziehe das schön dunkel, dass mir das ganz gut gefällt, gehe im Gegenzug dazu meinetwegen in der Belichtung schon ein bisschen höher. Bei der Belichtung muss ich mir jetzt auf jeden Fall das Bild ein bisschen näher angucken, dass ich die Sommersprossen, die Doreen hat, nicht verliere. Das ist aber so noch in einem Bereich, was mir ganz gut gefällt. Dann möchte ich die Kontraste nachziehen, die möchte ich auch stärker haben. Ja, das gefällt mir schon sehr gut. Wie gesagt, mich persönlich stört es überhaupt gar nicht, wenn Zeichnung aus Haaren oder Kleidung verloren geht, weil die Hauptaufmerksamkeit momentan für mich natürlich auch hier auf der Schminksituation liegt. Die Tiefe oder die Tiefenbereiche tangieren jetzt momentan z.B. hier die Haare. Jetzt muss ich überlegen, ob ich die so stark raus haben möchte oder hier noch ein bisschen Spiel drin haben möchte. Ich glaube, in dieser Variante gefällt es mir ganz gut, also eine Mischung. Ich möchte sie nicht wieder aufsetzen, dass man das hier sieht ist, dann verliert das Bild wieder an Intensität. Also ich lasse ein ganz bisschen Spiel hier drin, im Haarbereich hier vorne, und akzeptiere, dass sie hier zugehen. Dann schaue ich noch, ob ich über den Bereich von Weiß ein wenig mehr Helligkeit hinein bekommen kann. Wie gesagt, auch immer ohne dass ich die Sommersprossen verliere. Die Lichter ziehe ich ein bisschen dazu, die nehme ich mir wieder rein, dass ich hier sozusagen das Feldchen behalte und auch natürlich die Zeichnung in der Haut. Also ich möchte die Person nicht gänzlich verlieren, aber schon sehr hart kontrastieren. Die Klarheit, die in Lightroom 4 wirklich wunderbar geworden ist, also ich kann sie, ich ziehe sie jetzt mal ganz hoch, das würde ich bei dem Bild natürlich nicht machen. Aber selbst wenn ich sie so hoch ziehe, ich bekomme überhaupt nirgends eine Korona oder dergleichen. Das heißt ich kann damit wirklich wunderbar akzentuiert oder aber auch sehr hart, wie ich das hier tue, spielen. Ich gehe in der Klarheit hoch, ziehe noch ein bisschen an diesem Regler, einfach damit es mir wieder gefällt, dass ich das Gefühl hab, ich bin da wo ich hin möchte. Ich habe sozusagen meine Bildaussage getroffen und sehr stark in eine Richtung gelenkt. Ihr seht dass mein Bild rauscht. Ich persönlich mag Rauschen, teilweise setze ich es sogar dazu. Wir arbeiten fast ausschließlich mit available light und bei solchen Situationen nun eigentlich schon auf jeden Fall in der Vorbereitung. D. h., wir arbeiten oft in relativ dunklen Räumen, so dass das häufiger vorkommt. Natürlich auch durch das Nachziehen im Schwarz-Bereich, in den Schärfebereichen, der Kontrast usw., natürlich forciere ich das. Wenn ich das Originalbild daneben nehme, ist das Rauschen da, aber nicht ganz so hart, wie wir es jetzt hier natürlich übertrieben dargestellt haben. Ihr könnt das Rauschen jederzeit herausnehmen, indem Ihr die Rauschreduzierung im Bereich der Luminanz einfach mit einschwingen lasst. Dann wird es auf jeden Fall weicher und schöner für denjenigen, der eben Rauschen nicht charmant findet. Ich mag das, ich lasse das Rauschen zumindest zum Großteil drinnen und würde meinen Filter in dieser Form, wie er jetzt ist, auf jeden Fall abspeichern. Dafür gehe ich halt auf das Pluszeichen, gebe meinem Filter wieder einen Namen. Ich nenne ihn einfach einmal "Schwarz-weiß-hart", damit ich ihn wieder finde, achte darauf, dass ich den richtigen Ordner gewählt habe und dass alles angeklickt ist, was ich möchte, dass er sozusagen in den Filter übernimmt; sage "Erstellen" und schon habe ich einen Filter, mit dem ich wunderbar auch andere Bilder nachher in diese Farbigkeit tauchen kann. Nehmen wir einfach das nächste und klicken auf unseren dazu gewonnenen Filter und schauen, was passiert - und sehen, dass das Bild in der Schwarz-Weiß-Aufteilung jetzt genau ist wie das andere. Jetzt könnte ich in diesem Moment hier dran gehen und würde sagen: OK, hier möchte ich ein ganz bisschen von der Tiefe raus haben, weil ich jetzt hier sehr starke Anteile habe, mehr als im vorhergegangenen Bild, nehme ich die Tiefe ein bisschen zurück, so dass die Haare hier wieder ein bisschen mehr zur Geltung kommen. Und schon wäre ich für mich mit diesem Bild zufrieden. D. h., für das erste Bild haben wir 4, 5 Minuten gebraucht, für das zweite Bild war es ein Klick und vielleicht 20, 30 Sekunden. Und in dieser Form kommt man doch sehr schön und schnell durch die Bearbeitung. Wie ihr gesehen habt, haben wir so in sehr kurzer Zeit einen sehr eigenständigen Schwarz-Weiß-Filter erstellt, der sich natürlich von dem abhebt, was man bekommt, wenn man die reinen Daten aus der Kamera schwarz-weiß zieht und mit dem ihr die Möglichkeit habt, euren Paaren sehr individuell gestaltete Schwarz-Weiß-Umsetzungen der Bilder zu bieten.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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