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Typografie: Schriftzüge und Wortmarken

Schrift modifizieren

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Es stehen mehrere unterschiedliche Methoden zur Auswahl, um eine bestehende Schrift typografisch zu modifizieren. Diese Vorgehensweise gestaltet eine Wortmarke wesentlich interessanter.
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Transkript

In diesem Video möchte ich Ihnen gerne ein paar Methoden vorstellen, wie Sie eine bestehende Schrift typographisch so modifizieren, dass sie spannender wirkt, und somit die Wortmarke, in der sie gesetzt ist, auch individueller erscheint. Und das Ganze ist sogar möglich ohne, dass Sie selbst groß einen Buchstaben zeichnen müssen. Eine einfache Faustformel welche Schrift Sie auswählen müssen, damit Sie perfekt zu Ihrem Kunden passt, kann ich Ihnen an dieser Stelle natürlich nicht geben, denn die Wahl der passenden Schrift ist kaum pauschalisierbar, sie hängt eigentlich immer vom Thema ab, und davon, ob Sie ein bestimmtes Klischee bedienen wollen oder es brechen möchten. Was Ihnen dennoch helfen kann: notieren Sie sich Adjektive zu der Positionierung Ihres Kunden. Zum Beispiel: innovativ, technisch, verspielt oder edel. Und suchen Sie dann Schriften, die genau zu diesen Adjektiven passen. Als allerersten Schritt könnten Sie versuchen, die Schreibweise der Marke zu ändern. So bleiben Sie in der bestehenden Schrift und erreichen trotzdem ein, man kann schon sagen, Schriftbild, was doch etwas ungewöhnlich ist. Das klingt auf den ersten Blick sehr banal, kann aber bei Marken, wie zum Beispiel Apple, doch zu einer sehr starken Systematik führen. Außerdem könnten Sie überlegen, ob Sie die Schreibweise zwischen Groß- und Kleinbuchstaben miteinander kombinieren. Wie man hier sieht passen dann allerdings die skalierten Großbuchstaben nicht mehr wirklich zu den Stammstärken der Kleinbuchstaben. Oft hilft es einfach den nächstfetteren Schriftschnitt auszuwählen. Für die erste Entwurfsphase reicht uns das auch völlig. Später, bei der Reinzeichnung, müsste man vielleicht im "E" und im "A" noch mal die Strichstärken nachmessen und mit einer "Outline" oder ein paar manuellen Feintunings das Problem endgültig aus der Welt schaffen. Neben einer unterschiedlichen Schreibweise des selben Wortes könnten Sie auch mit verschiedenen Schriftschnitten experimentieren. In diesem Fall mit kursiven Zeichen innerhalb der aufrechten Buchstaben. Dies muss nicht zwingend zum Erfolg führen ist aber trotzdem eine Möglichkeit, die man ausprobieren sollte. Bevor Sie aber jetzt dieses Logo jemand Anders zeigen, sollten Sie etwas im Kerning verändern. Nämlich das "k" an das "r" rücken und das "e" wieder unter das "k" ziehen. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum das "e" nicht mehr zum "k" gekernt ist, dann liegt das daran, dass das "k" aus einem anderen Schriftfeld stammt, also das Kerning zwischen dem "k" und dem "e" nicht mehr angewendet wird. Man muss dazu einfach wissen: Kerningpaare können immer nur innerhalb eines Schriftfeldes definiert werden. Kombinieren Sie zwei verschiedene Schriftschnitte müssen Sie immer manuell eingreifen. Neben der Kombination von verschiedenen Schriftschnitten können Sie auch versuchen verschiedene Schriftgewichte miteinander zu kombinieren. Dieser Weg, also die Kombination von verschiedenen Schriftgewichten, kann dann von Vorteil sein, wenn es darum geht bestimmte Teile innerhalb der Wortmarke hervorzuheben oder wie hier einen räumlichen Lichteinfall zu simulieren. Sie sollten sich bei all diesen Experimenten nie zu schade sein, Dinge auszuprobieren, die man vielleicht nicht macht. Zum Beispiel diese Wortmarke hier, oder ehrlich gesagt, diesen Schriftzug hier, der in keiner Weise gestaltet ist, im Kontrast zu verändern, und somit ein mehr oder weniger nicht konsequentes System aufzuziehen, denn die dünnen Haarlinien im "E" tauchen nur noch im "M" ein zweites Mal auf. Auch wenn dies aus ästhetischer Sicht nicht der große Entwurf ist, man sollte es man sollte es ausprobieren, vielleicht gefällt es dem Kunden und liefert genau die Art von Markanz, die er erreichen möchte. Neben dem Spiel aus verschiedenen Schriftschnitten aus der selben Schriftfamilie können Sie natürlich auch eine zweite Schrift ins Boot holen und so ein gewisses Spannungsverhältnis aus der einen Schrift beispielsweise für das Initial und dem Rest der Marke kreieren. Vielleicht können Sie auch an dieser Stelle der Marke noch eine bestimmte Richtung geben und mit einem handschriftlichen "M" einen Schwerpunkt setzen. Sollten alle diese Wege zu keinem Ergebnis geführt haben, das Sie und Ihren Kunden überzeugt, können Sie auch zurückkehren und innerhalb derselben Schrift ein einzelnes Zeichen austauschen. In diesem Fall hat die Schrift sogar ein alternatives "a" bereitgestellt. Durch das alternative "a" wirkt die Marke etwas runder, etwas wärmer. Alternativ können Sie sich auch ein eigenes Zeichen ausdenken. Wie in diesem Fall das etwas geometrisch abstrahierte "r". Sollten Sie tatsächlich an den Punkt kommen, dass Sie ein einzelnes Zeichen auswechseln oder verändern wollen, orientieren Sie sich bitte immer an den Linienführungen der bestehenden Schrift. Vielleicht fällt ihnen auf, dass der "r" Punkt etwas zu tief sitzt. Er müsste ein Stückchen höher gesetzt werden. In etwas so. Der Grund dafür, ist der optische Überhang, der in den Buchstaben steckt. Denn auch das "e" und das "a" ragen in ihren Rundungen leicht über den Stamm im "k" und im "r". Das Wunderbare ist ja, dass sie sich jederzeit an anderen Buchstaben orientieren können in dem Moment, in dem Sie ihr eigenes Zeichen gestalten. Im Idealfall bietet das modifizierte Zeichen sogar eine Steilvorlage für weitere graphische Elemente. Ich hoffe Sie haben nun einiges gelernt, was Ihnen dabei helfen kann, eine bestehende Schrift schrittweise zu modifizieren. Im Zweifel probieren Sie einfach alle vorgestellten Methoden für Ihren Schriftzug aus, denn manchmal ist der Zufall der beste Freund des Gestalters.

Typografie: Schriftzüge und Wortmarken

Lernen Sie, worauf es bei der Erstellung einer Wortmarke oder eines Schriftzugs ankommt.

1 Std. 28 min (29 Videos)
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