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Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

Schrift in Bildern

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Hier bekommen Sie Tipps und erlernen Tricks, wie Sie Schrift geschickt auf Bildern positionieren. Welche Fehler oft gemacht werden, wie Sie sie vermeiden und schließlich machen Sie Bekanntschaft mit der „Farbdichte“, dem Schlüssel zur guten Lesbarkeit.

Transkript

Beim Umgang mit Schriftfarben in Bildern wird es aber ziemlich kompliziert mit den Sinnestäuschungen. Viele Gestalter müssen sich ihre Kenntnisse über lange Zeit selbst aneignen, und zwar nach dem Prinzip "Trial and Error." Das habe ich schon hinter mir und möchte Ihnen dabei helfen, durch einige Tipps und Tricks diesen Lernprozess zu verkürzen. Ein großer Trugschluss ist z. B., dass rote Texte besonders gut lesbar sind. An diesem Beispiel sehen Sie aber, dass rote Texte, obwohl hier schon sehr groß und präsent dargestellt, nur auf einigen monochromen, sehr dunklen oder sehr hellen Flächen gut erkennbar sind. Hintergrund für die schlechte Lesbarkeit ist die Farbdichte des Rot. Was ist Farbdichte? Sie ist der Anteil des Lichts, der von einer Körperfarbe reflektiert wird. Der erste Trick: Stellen Sie sich das farbige Bild mit der farbigen Schrift als Schwarz-Weiß-Darstellung vor und Sie sehen, wieviel Licht von jeder Farbe reflektiert wird. Sie erkennen also die unterschiedlichsten Farbdichten. Die rote Schrift ist im Bild kaum noch auszumachen, weil sie im mittleren Kontrastbereich liegt. Sie wird mittelgrau dargestellt, die Farbdichte liegt also im mittleren Bereich. Den weisen aber auch die meisten Bilder auf, es sei denn, sie sind besonders hell oder dunkel. Nur sehr helle oder sehr dunkle Schriftfarben, die einen ausreichenden Kontrast zum mitteltonigen Bild herstellen, sind gut lesbar. Bei grüner und blauer Schrift besteht leider dasselbe Problem. Legt man aber einen Schatten hinter die schlecht lesbaren Schriften, heben sie sich schon besser vom Bild ab. Ich nenne das den Schattentrick. Hier kann man einfach ausprobieren, wie stark er sein soll oder welcher Kontrast besser funktioniert. Weiß oder schwarz, oder noch besser, ich nutze die Farbe mit der geringsten Farbdichte, das Gelb. Gelb ist die hellste Farbe, also die Farbe mit der geringsten Farbdichte und hebt sich am besten von mitteltonigen Bildern ab. Machen wir nochmals den Farbdichte-Test und stellen das Bild mit der gelben Schrift schwarz-weiß. Schon deutlich besser. In den meisten Fällen würde ich aber auch hier empfehlen, schlichte schwarze oder weiße Schrift zu verwenden. Die sind immer gut lesbar und verhindern, dass alles viel zu bunt wird. Auch hier gilt, wie so oft in der Gestaltung, weniger ist mehr. Und bei diesem Motiv wird klar, die weiße Schrift ist am besten lesbar. Wird sie dann noch mit einem weichen Schatten hinterlegt, ist das Ergebnis perfekt. Achten Sie also darauf, dass sich die Schriftfarben immer gut vom Bildhintergrund abheben. Die Faustregel ist: Helle Schrift auf dunklem Hintergrund, dunkle Schrift auf hellem Hintergrund. Funktioniert immer. Spielen Sie mit unterschiedlichen Helligkeiten der Schriftfarbe. Möchten Sie eine Schriftfarbe verwenden, die sich nicht ausreichend vom Bild abhebt, arbeiten Sie mit dem harten oder dem weichen Schattentrick. Probieren Sie so lange die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten aus, bis das Ergebnis für Sie stimmig ist und die Schrift gut lesbar.

Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

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1 Std. 11 min (15 Videos)
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