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Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Schreiben und malen im Meeting

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Wenn Sie nicht einfach losschreiben, sondern den Stift richtig halten, wird Ihre Mitschrift automatisch schöner. Setzen Sie die Buchstaben eng aneinander und verwenden Sie Groß- und Kleinschrift, so wird es außerdem gut lesbar.
07:51

Transkript

Der größte Teil von Flipchart- und Whiteboard-Anschriften ist Text. Daher sollten Sie dem zunächst auch mal die größte Wichtigkeit geben. Machen Sie das, was Sie wahrscheinlich seit der Grundschule nicht mehr gemacht haben: Denken Sie über Ihre Schrift nach. Machen Sie bei Gelegenheit, wenn Sie mal alleine im Besprechungszimmer sind, eine Bestandsaufnahme. Schreiben Sie was auf dem Flipchart, gehen Sie ans andere Ende des Raums, kneifen Sie die Augen zusammen. Kann man das gut lesen? Ist die Schrift groß genug? Ja. Perfekt, dann gehen Sie weiter zum nächsten Video. Alle anderen, machen Sie mit mir eine kleine Schreibstunde. Das dauert nicht lange und es lohnt sich. Das machen Sie am besten nicht am Schreibtisch, sondern wirklich am Flipchart oder am Whiteboard. Zur Not nehmen Sie sich ein DIN-A3-Blatt und experimentieren mit dem, aber mit Flipchart-Stiften, nicht mit dem normalen Kuli. Ich zeige Ihnen jetzt ein paar Grundregeln zum Schreiben auf großen senkrechten Flächen. Den Stift mit der Keilspitze, den nehmen Sie eben am besten so, dass die Keilspitze parallel zum Boden zeigt. Im 45-Grad-Winkel setzen Sie es dann hier auf dem Papier auf und dann erscheint, wenn Sie es richtig machen, bei den Linien von oben nach unten ein breiterer Strich und bei den waagerechten Linien ist er etwas schmäler. Das Handgelenk, das sollten Sie dabei fest lassen, also mit dem ganzen Arm schreiben und nicht das Handgelenk bewegen. Generell ist es ratsam, Groß- und Kleinschreibung zu verwenden. Das ist besser lesbar. Es ist anfangs schwer, das schön zu machen, finde ich. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich das konnte. Lange Zeit war mein persönlicher Kompromiss: Überschriften in Großbuchstaben, der Rest in Schreibschrift. Es lohnt sich aber sich umzustellen. Teilnehmer beziehungsweise Kollegen werden es Ihnen danken. Mehrere Gliederungsebenen, die können Sie zum Beispiel klarmachen, indem Sie die Buchstaben nachfahren. Sie schreiben also einfach mal vor und dann ziehen Sie einfach mit demselben Stift noch mal ein paar von diesen Linien nach. Dadurch wird das Ganze fetter und wirkt fast wie eine Fettschrift. Mit solcher fetter Schrift können Sie eine Gliederungsebene verdeutlichen; das können Sie natürlich auch mit Einrückungen oder Unterstreichungen machen. Bei Druckschrift ist es generell wichtig, dass Sie darauf achten, die Buchstaben eng aneinanderzusetzen, also, wie hier. Wenn ich das Ganze in weit mache, dann sieht das nicht so schön aus und es ist auch schlecht lesbar. Und das ist ein supereinfacher Trick, dieses Eng-Aneinandersetzen der Buchstaben, um einen lesbaren und etwas schöneren Text zu produzieren. Sie denken auch dran, immer sich Zeit zu nehmen, richtig? Und Sie schreiben groß, nicht nur, weil man es hinten besser lesen kann, es sieht auch besser aus. Wer Keilstifte nicht mag, der schreibt vermutlich zu klein. Großbuchstaben machen Sie, wenn Sie hier so Kästchen angezeichnet haben, am besten zwei dieser Kästchen groß. Und die Kleinbuchstaben, die sind, wie Sie hier sehen, ungefähr ein bis eineinhalb Kästchen groß. Eine Ausnahme sind dabei natürlich die Buchstaben wie das scharfe s das k, das h, das l. Diese ganzen sind natürlich in der Höhe so hoch wie die Großbuchstaben. Und werden die Textzeilen langsam länger, dann ist es immer so ein bisschen schwierig, hier nicht nach unten abzufallen. Da sind Sie natürlich im Vorteil, wenn Sie ein kariertes Papier haben oder Linien. Wenn Sie das nicht haben und ein weißes Papier haben, dann achten Sie eben gut darauf, die Sachen eng aneinanderzusetzen, dann haben Sie immer dadurch sozusagen eine Führung und die Zeilen werden einfach schöner gerade. Gute Anschriften, die schaffen eine Struktur und die bilden Sie ab zum Beispiel durch verschiedene Größen und/oder Schriften oder Einrückungen. Bullets, also Aufzählungspunkte, das müssen nicht immer nur Knödel sein. Sie können natürlich genauso Striche machen, Sie können kleine Kreise machen, Sie können Sternchen machen, Sie können Dreiecke machen oder Pfeile. Und damit kriegen Sie ein bisschen Abwechslung in Ihre Flipcharts und das sind nicht alles immer nur Punkte, sondern das sieht dann auch gleich nach was aus und Sie können jede Aufzählung so anders gestalten als die anderen. Außerdem sind diese Aufzählungszeichen auch immer eine gute Möglichkeit, eine gerade linke Kante zu bekommen und die Anschrift dadurch übersichtlicher zu machen. Sie können auch schon mehrere solche Punkte vorzeichnen, das heißt, mit Bleistift zeichnen Sie sich die Stellen an, wo nachher diese Gliederungszeichen erscheinen sollen. Achten Sie immer darauf, dass diese Punkte eben in einer Linie sind, dann sieht das Ganze schön ordentlich aus. Aufpeppen und weiter strukturieren können Sie Ihre Anschriften dann natürlich durch Farbe, also verschiedene Stifte, durch Unterstreichungen, durch Kästen, Kringel um die Dinge herum oder Linien am Rand. Natürlich können Sie auch Zeichnungen einsetzen; die geben dem Ganzen natürlich immer noch ein bisschen eine besondere Note. Und die Zeichnungen, das können einfache Kästen sein, das können aber auch ganze Comics sein. Wir beschränken uns jetzt aber hier mal auf das Einfache. Es ist an sich einfacher, erst die Striche zu ziehen und dann den Text reinzuschreiben, wenn ich einen Kasten haben will. Der Haken dabei ist aber, das klappt selten, weil man fast nie genau abschätzen kann, wie viel Platz man braucht für den Text. Die Kästen sind fast immer viel zu klein. Daher machen Sie es in der Praxis besser umgekehrt. Schreiben Sie erst den Text und zeichnen Sie dann die Box oder die Sprechblase darum herum. Und das sieht dann natürlich so aus: Ich fange hier an und versuche, mich an meinen Linien zu orientieren. Wenn ich keine Linien habe, dann orientiere ich mich natürlich am Text und versuche hier eben, mit starrem Handgelenk und dem ganzen Arm zu zeichnen. Dann wird die Linie einigermaßen gerade. Hier oben ist es etwas schwieriger, an der Seite geht's leichter, da kann ich mich nämlich hier aufstützen am Flipchart-Rand und kriege hier eine leichte Stütze und habe viel besser die Möglichkeit, eine gerade Linie zu machen. Und Sie sehen jetzt hier, was oft passiert: Der Text ist zu groß. Und da zeichnen Sie jetzt nicht irgendwie drumrum und machen eine Kurve in die Linie oder zeichnen drüber -- das sieht immer blöd aus --, Sie lassen einfach hier eine kleine Lücke. Und ich mache das jetzt hier sogar mal so, dass ich dieses Post-it noch ein bisschen rausstehen lasse, und habe dann damit hier ganz elegant das Problem gelöst, dass der Kasten eigentlich gar nicht mehr ganz auf die Seite passt. Und trotzdem sieht das Ganze jetzt noch ordentlicher aus, als wenn ich hier irgendwie drumherum mache. Es hat sogar den Vorteil, diese Unterbrechungen, die können noch Dynamik reinbringen; und wenn die inhaltlich sogar noch begründet sein sollten, dann ist es umso besser. Bei alledem ist ganz wichtig: Ignorieren Sie den Zeitdruck, den Sie fühlen. Wenn Sie vorne stehen und schreiben oder zeichnen, sehen alle Sie an. Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Erzählen Sie weiter, schreiben Sie in Ruhe. Und wenn Sie dabei die Sachen wiederholen, die Sie aufschreiben, ist das für alle anderen eine gute Möglichkeit, sich einzuprägen, nachzudenken über die gerade besprochenen Punkte. Für die anderen ist das eine Gelegenheit, keine Wartezeit. Und denken Sie auch immer daran, ein Foto zu machen, bevor Sie ein Whiteboard abwischen, oder Flipcharts vor dem Verlassen des Raumes wegzuschmeißen. Nicht selten knüllt jemand als wohlmeinender Teilnehmer Ihre schönen Mitschriften am Ende in den Papierkorb.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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