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Schranken des Urheberrechts

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Der Urheber genießt eine starke Rechtsposition, allerdings gilt auch das Urheberrecht nicht grenzenlos.

Transkript

Das Urheberrecht gilt nicht grenzenlos; zum Ausgleich mit Interessen der Allgemeinheit gibt es zeitliche, räumliche und inhaltliche Schranken. Jedes Werk ist bis max. 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt. Für Fotos gilt auch hierbei eine Ausnahmeregelung, denn deren urheberrechtliche Schutzfrist endet 50 Jahre nach ihrem erstmaligen Erscheinen beziehungsweise spätestens 50 Jahre nach dem Erstellen. Eine räumliche Begrenzung besteht dadurch, dass in Deutschland, Österreich, der Schweiz und natürlich auch in anderen Staaten jeweils die nationalen Gesetze zum Urheberrecht gelten. Zwar gibt es grade innerhalb der Europäischen Union viele vergleichbare Vorschriften, dennoch hat jeder Staat nach wie vor sein eigenes Urheberrecht. Neben den zeitlichen und räumlichen gibt es auch verschiedene Inhaltsschranken. Diese lassen sich noch einmal unterteilen, nämlich in Schranken zu Gunsten der Allgemeinheit, z. B. das Zitaterecht, Recht auf Privatkopie oder vorübergehende Vervielfältigung, zu Gunsten der Medien, z. B. Abbilden geschützter Werke bei Berichten über Tagesereignisse. Zu Gunsten der Gerichte, bei Kopien für die Gerichtsakten. Oder auch von anderen Behörden, bei Veröffentlichung von Fahndungsfotos zum Beispiel. Oder auch zu Gunsten von Kirchen, bei Veröffentlichungen für behinderte Menschen zum Beispiel. Zu Gunsten von Schulen. Hier geht es um Kopien für Unterrichtszwecke oder Schulfunksendungen und auch von bestimmten Branchen, z. B. die öffentliche Wiedergabe von TV-Sendungen in den Elektronikmärkten oder Kopien von Werken in Museumskatalogen. Übrigens, mit dem reinen Betrachten fremder Websites im Browser geht, rein technisch betrachtet, zwar auch eine Kopie der einzelnen Elemente einher; diese Kopie im Browser-Cache stellt jedoch eine nur temporäre Vervielfältigung dar und ist daher zulässig.

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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