Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Schneller Hintergrundwechsel inklusive Farbanpassung

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
09:40
  Lesezeichen setzen

Transkript

Falls Sie Modelle fotografieren und diese häufig in einen anderen Hintergrund einsetzen möchten, dann sollten Sie im Studio vor einem neutral grauen Hintergrund fotografieren, denn damit wird der Hintergrundtausch zum Kinderspiel. Sie behalten sogar die originalen Schatten und die Farben des Modells werden an den neuen Hintergrund angepasst. So geht es. Hier haben wir das Model, das vor einem grauen Hintergrund fotografiert worden ist. Und Sie sehen, da gibt es Helligkeitsunterschiede, aber das macht doch nichts. Wir brauchen gar nicht auszugleichen, denn die fallen später im Bild gar nicht mehr auf bzw. die machen mit dem neuen Hintergrund sogar interessanter. Hier unten haben wir noch die originalen Schatten, und da brauchen wir jetzt nur einen neuen Hintergrund. Und da müssen Sie natürlich einen suchen, der perspektivisch passt, oder den Sie perspektivisch passend gemacht haben. Das ist in diesem Fall mal dieser hier mit dem Hochspannungssymbol "Lebensgefahr" passt ganz gut zu dem Model. Und den ziehen wir jetzt einfach mal rein in das Bild, und zwar einfach oben drauf. Wir klicken also mit dem Verschiebenwerkzeug hier direkt ins Bild, ziehen auf den Reiter, ziehen ins Bild, halten den Shift-Taste gedrückt. Und dann kommt dieser Hintergrund hier über dem Model zu liegen, so. Damit wir jetzt hier nicht allzu extrem genau freistellen müssen, können Sie einfach einen kleinen Trick benutzen und hier die Ebene in eine der Füllmethoden, Ineinader kopieren, Weiches Licht, Hartes Licht verändern. Wir nehmen hier einmal Ineinander kopieren, weil das ist wahrscheinlich die beste, also das wäre Ineinander kopieren, das wäre Weiches Licht, wird hier zu flau, also, weiches Licht funktioniert manchmal bei etwas dunkleren Hintergründen, also einem dunkleren Grau, aber dann auch meistens nur, wenn Sie Texturen hinzufügen, also einfach kleine Strukturen, um den Hintergrund etwas aufzuwerten und Hartes Licht ist in der Regel auch nicht das Mittel der Wahl, das wäre der Fall, wenn wir die Ebenenreihenfolge umkehren, wenn ich also den Hintergrund mit dem Model nach oben ziehen würde, dann könnte ich für den Hintergrund, um den gleichen Effekt wie hier Ineinander kopieren zu erreichen, den Hintergrund auf Hartes Licht setzen. Aber okay, wir haben jetzt den Hintergrund oben und Sie sehen, das sieht schon ganz gut aus, oder? Also, hier wir haben alle Details im Bild, wir haben hier die Kanten bewahrt, selbst die Haare hier an den Strähnen, an den Haar-Enden sind da, hier unten dann mit Schuhen, hier auch ganz gut, aber wir haben noch ein Problem, und zwar, wir sehen hier natürlich jetzt durch das Model hindurch den Hintergrund, wenn das der Effekt ist, den Sie möchten, dann wären Sie jetzt fertig, aber ich denke mal, das ist eher nicht der Fall, wir müssen also diesen Bereich hier loswerden. Ja, da kommen wir wieder in den Bereich des Freistellens. Viele machen das dann so, dass sie sich einen Pinsel nehmen, ganz einfach eine Maske dranhängen, und das dann hier frei pinseln, bloß, dann müssen Sie hier, wenn Sie Ineinander kopieren verwenden, hier genauso aufpassen, da können Sie also gleich richtig freistellen. Wir machen das mal ein bisschen anders. Und zwar wähle ich den Hintergrund aus und zeichne dann diesen Teil der Textur einfach weich, also, innerhalb des Modells zeichne ich die Textur weich, und dadurch verschwindet die quasi und nur die Farbe des Hintergrunds bleibt in diesem Bereich erhalten, so dass wird diese Farbverschiebung des Modells, das hier wärmer wird durch diesen gelben Farbton der neuen Hintergrundebene, und dass das wirklich bewahrt bleibt und dafür sorgt, dass das Model und der Hintergrund glaubhaft zueinander passen. So, wie wählen wir jetzt den Hintergrund aus? Zunächst mal gehe ich auf den Hintergrund, blende die Textur aus und nehme mir dann entweder das Schnellauswahlwerkzeug oder den Zauberstab, je nachdem, was für Sie besser funktioniert. Beim Schnellauswahlwerkzeug hat man oft das Problem, dass der in Bereiche rüberspringt, die man dann wieder nachkorrigieren muss, das heißt, selbst an so eine Kante, wie dieser hier müssen Sie mit einer sehr kleinen Werkzeugspitze arbeiten, damit hier keine Beinbereiche mitausgewählt werden. Beim Zauberstab-Werkzeug ist es oft nicht so ganz problematisch. Ich nehme einfach einen Aufnahme-Bereich von 1 Pixel, eine Toleranz von 10, lass das Glätten und wähle Benachbart. So, dann klicke ich einmal und mit gehaltener Shift-Taste füge ich hier weitere Bereiche hinzu, bis ich hier meinen Hintergrund ausgewählt habe, also komplett. Man muss ein paar Mal klicken, weil wir haben schon viele verschiedene Grautöne hier. So, hauptsache wir sind in der Nähe des Models ganz gut dabei, wenn Sie dann außerhalb noch Fehlstellen haben. Ich geh mal hier weiter rein, dann korrigieren Sie die halt schnell mit dem Lasso. So, dann wären wir hier auch schon, dann nehme ich mir das Lasso, halte die Shift-Taste und füge diesen Bereich hinzu. Dann gucke ich mal, wie das hier aussieht da noch und da noch. Hier ist noch eine Ecke und da ist noch eine Ecke. Und das haben wir noch vergessen hier bei dem Arm. Das muss natürlich mitausgewählt werden. Ich nehme wieder mit der Taste W den Zauberstab. Da muss ich auch natürlich die Taste Shift drücken jeweils und hier ebenfalls. Und wenn ich das ganz genau nehme, könnte ich jetzt nochmal Kante verbessern hinterschicken. Aber wir lassen das jetzt einfach mal so, wie es ist, um mal zu schauen, ob das nicht bereits ausreicht. Und wie gesagt, wir wollen das hier nur ein wenig weichzeichnen und die Kante, die können wir nachher ebenfalls noch weichzeichnen. Und hier schauen wir mal, ob das überhaupt so geht. Ja, und diese Maske, die hängt hier jetzt natürlich nicht hier an den Hintergrund an, sondern hier oben, nachdem wir die Auswahl umgekehrt haben. Also, Auswahl Auswahl umkehren bzw. Command+Shift+i und dann hängen wir hier eine Maske dran. Aber wir wollen hier nicht einfach den Hintergrund maskieren, sondern diesen Bereich nur weichzeichnen. Und dazu ist es am geschicktesten, wenn wir hier aus dieser Ebene ein Smartobjekt machen, denn dann können wir jederzeit noch alles nachkorrigieren. Also, ich mache jetzt ein Rechtsklick darauf, wähle In Smartobjekt konvertieren und zeichne jetzt einfach das Model in diesen Bereichen weich beziehungsweise den Hintergrund im Bereich des Models weich. Das mache ich mit Filter Rauschfilter Wenn ich gleich jetzt einen sehr geringen Wert nehme, dann sehen wir jetzt erstmal gar keinen Effekt. Und je höher ich den Wert nehme, um so mehr wird das hier weichgezeichnet, und schauen Sie mal, das war es schon eingentlich mit 54 sind wir schon gut dabei. Ich blende mal mit Command+H die Auswahl aus. Ja, und da kann man schon sagen, da ist es doch gut freigestellt oder. Also, wir haben hier keine Artefakte mehr, außer hier an den Beinen, aber die waren vorher, glaube ich, schon da. An den Schuhen sieht man auch nichts mehr, die Schatten sind noch da, alles toll, ok. Ich klicke mal auf OK, und dann vergleichen wir mal, ob hier noch Teile zu korrigieren sind. Und, ja, hier, das reicht noch nicht. Also, das ist das Gute jetzt, dass wir einen Smartfilter haben, also, das wäre jetzt die Maske, die sieht total grob und schlecht aus, aber wir klicken jetzt einfach mal doppelt hier auf Helligkeit interpolieren und erhöhen den Wert einfach mal auf, ja, nehmen wir mal 200, und dann ist diese harte Kante hier auch schon verschwunden und das wäre unsere Freistellung. Wenn Sie jetzt so Stellen finden wie hier unten an den Beinen, die immer noch viel zu kräftig sind in den Kontrastunterschieden. Und dann erhöhen Sie einfach den Wert für Helligkeit interpolieren noch ein wenig mehr und dann müsste dieser Effekt noch wegsein. Die Berechnung dauert dann ein bisschen länger, ja, nun passt es doch schon ganz gut. Ich klicke auf OK, und damit hätten wir jetzt das Model vor dem neuen Hintergrund. Was ich jetzt noch ganz gerne hätte, wäre hier, das Licht etwas zu akzentuieren. Ich würde also hier oben gerne einen Blendenfleck haben und einen kleinen Lichtschein. Wir machen zuerst mal den Lichtschein, und zwar nehme ich dazu einfach eine neue leere Ebene, den Pinsel, also in ganz normalen, drücke einmal die Taste D und X, um Weiß als Vordergrundfarbe zu haben, und setze hier bei voller Deckkraft zunächst mal einen kleinen Punkt, mache den Pinsel bisschen größer, nehme mir 50%-Deckkraft, klicke zweimal und mache den noch ein bisschen größer und klicke hier nochmal ins Bild. So, jetzt habe ich meinen Lichtschein, aber den möchte ich jetzt nicht hier im Modus Normal lassen, sondern Ineinander kopieren. Das soll hier nur aufgehellt werden. So, klicke ich noch ein paar Mal. Und jetzt verzerre ich mir diesen Lichtschein in Richtung des Models, also Command+T drücken, bzw. Strg+T auf Windows, und dann hier die Option Verkrümmen aufrufen. Jetzt können Sie einfach diesen Lichtschein so bisschen in Richtung des Models hier zusammenstauchen, als wenn hier wirklich das Licht aus der Seite kommt. Und, um die Lampe jetzt einzuschalten, da nehmen wir einen Blendenfleck, und dazu brauchen wir wieder eine neue Ebene. Und da klicken Sie jetzt einfach mal auf diesen Abreißblock und halten dabei die Alt-Taste gedrückt. Dann kommt dieses Dialogfeld. Da können Sie gleich einen Namen vergeben, zum Beispiel "Blendenfleck", und da stellen Sie ein: Modus Negativ multiplizieren und mit der Option Mit neutraler Farbe für den Modus Negativ multiplizieren füllen. Und das bedeutet, dass diese Ebene mit Schwarz gefüllt wird. Ok, hier können wir jetzt ein Smartobjekt draus machen, und dann den Filter Renderfilter Und sehr schön ist da meistens der dritte hier, der 105mm. Machen Sie es nicht zu hell. Ich sage mal, so bei 120 bleiben wir, und dann versuche ich die ungefähr da zu positionieren, wo die Lampe ist. Schauen wir mal. Ja, das passt noch nicht ganz. Ich könnte jetzt die Ebene verschieben, aber wir haben ja einen Smartfilter, also verschiebe ich den noch ein bisschen mehr in die Ecke, bis ich ungefähr da bin, also das ist im Prinzip schon fast da, wo ich bin. Alles klar. So, jetzt leuchtet die Lampe, wir haben einen kleinen Lichtschein, aber das kann man auch ein bisschen aufhübschen und intergrieren, indem wir hier einen Fotofilter drüber legen. Und das ist diese Einstellungsebene hier und mit dem würde ich das Ganze etwas wärmer gestalten und da am liebsten mit dem Warmfilter 81. Das ist einfach nur trial and error, also ausprobieren und dann vielleicht dann die Dichte etwas erhöhen. Und, ja so habe ich dann einen nicht mehr ganz subtilen Farbton hinzugefügt, aber wenn wir das mal vergleichen vorher-nachher, und das geht wirklich ruckzuck mit einer Ebene, die Sie überlagern, in der Füllmethode Ineinader kopieren, dann wählen Sie den Hintergrund aus, den grauen, zeichnen den neuen Hintergrund im Bereich des Models extrem weich und dann können Sie hier noch Lichteffekte hinzufügen und eine Farbtonung. Ja, so einfach geht das, wenn Sie ein Modell vor einem grauen Hintergrund fotografiert haben.