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Visual Studio 2017: Neue Funktionen

Schnellaktionen und Refactorings

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Viele Entwickler wollten in der Vergangenheit nicht auf Refactoring-Werkzeuge von Drittherstellern verzichten. Visual Studio 2017 bringt nun seinerseits eine Vielzahl ernstzunehmender Refactorings und Schnellaktionen mit.
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Transkript

In der Vergangenheit verfügte Visual Studio nur über eine sehr begrenzte Anzahl von Refactoring-Möglichkeiten. Mit der Version 2017 hat Microsoft hier ordentlich nachgelegt und einige dieser neuen Refactorings die werden wir uns jetzt gemeinsam in diesem Video ansehen. Starten möchte ich mit folgendem. Wir sehen, dass die Klasse "Program" aktuell in einer Code-Datei "Class1.cs" untergebracht ist. Nun sagt die Konvention, dass wir Klassen und Dateinamen gleich halten sollten. Ein Weg wäre jetzt, die Klasse manuell umzubenennen, das möchte ich aber nicht machen, stattdessen wähle ich einmal hier meine Klasse über einen Klick aus, und jetzt kann ich hier links die Schnellaktionen öffnen. Die Schnellaktionen, die sehen wir visualisiert durch eine Glühbirne, und ich kann hier wahlweise mit der Maus draufklicken oder ich kann einfach "Strg+." auf der Tastatur klicken oder auch "Alt+Enter", bedeutet, ich kann die gleiche Tastenkombination wählen, die z. B. der ReSharper auch für die Refactorings wählt. Wenn ich jetzt dieses Menü geöffnet habe, die Schnellaktionen, dann sehe ich, dass ich hier zwei Schnellaktionen zur Auswahl habe. Einmal die Datei umzubennen, in "Program.cs", das würde in meinem Fall Sinn machen oder den Typen umzubenennen. Wenn ich den Typen umbenenne, dann würde dies meinen Quellcode verändern. Und diese Veränderung, die sehe ich direkt in einem kleinen Vorschaufenster hier auch rechts. Ich wähle jetzt hier, dass ich die Datei umbenennen möchte, und jetzt achten Sie mal hier auf den Dateinamen bzw. hier rechts. Sobald ich das Ganze jetzt klicke, dauert es einen kurzen Augenblick und dann ist meine Datei in "Program.cs" umbenannt worden. Schauen wir uns mal an, welche Refactorings wir sonst noch haben. Ich habe jetzt hier z. B. ein Objekt vom Typ "Customers" erzeugt, und dieses Objekt initialisiere ich in den nächsten Zeilen. Seit C# 3.0 können wir dazu die so genannten "object initializer" nutzen. Und auch hier gibt es eine neue Schnellaktion dafür. Sie sehen hier drei kleine graue Punkte unter dem "new", und wenn ich jetzt einmal meinen Cursor hier hin bewege, dann haben wir auch hier wieder eine Schnellaktion, und zwar bekomme ich hier jetzt angeboten, die Objektinitialisierung zu vereinfachen. Im oberen Bereich sehe ich, dass ich aktuell eine Einzelinitialisierung vornehme, und hier im unteren Bereich sehe ich mein Ergebnis, nämlich, dass ich ein "object initializer" wählen kann. Das möchte ich an dieser Stelle auch einmal durchführen, und damit habe ich jetzt meine Initialisierung vereinfacht. Natürlich werden nicht nur ältere Sprachfeatures unterstützt, sondern auch neue C# 7-Funktionen. Zum Beispiel habe ich hier in diesem Fall eine Variable vom Typ "integer", und ich möchte hier einen String parsen. Diese Variable "customerId" die nutze ich dann nur noch innerhalb des Erfolgsfalls meines "TryParse". Was ich jetzt hier machen kann, ab C# 7, ist, dass ich diese Variable auch lokal für diesen Block deklarieren kann. Schauen wir uns das einmal an. Ich öffne die entsprechende Schnellfunktion über "Strg+." und bekomme jetzt die Möglichkeit einer "Inlinevariablendeklaration". Der Unterschied ist, aktuell deklariere ich die Variable außerhalb des Blocks und jetzt würde sie einfach innerhalb deklariert werden. Ich wähle das einmal, und jetzt sehen Sie, die Deklaration ist über der Zeile verschwunden und stattdessen wird das Ganze jetzt hier mit dem "var"-Schlüsselwort deklariert. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ich diese Variable nur innerhalb dieses Blocks benutze. Stören Sie sich bitte auch nicht daran, dass ich den Wert hier grade fix als String hinterlegt habe, das war einfach nur zu Demozwecken. Gucken wir uns noch ein paar weitere Funktionen an. Ich gehe mal in diese "Customers"-Klasse herein, navigiere mit F12 zu der Definition, und jetzt habe ich hier z. B. eine Eigenschaft "CompanyName". Und auch hier gibt es jetzt eine Schnellaktion, und zwar kann ich eine Eigenschaft in ein Set von Methoden umwandeln. Sie sehen also, er bietet mir jetzt an, dass ich die Eigenschaft "CompanyName" durch eine Methode "GetCompany" und einer Methode "SetCompany" ersetze. Das macht immer dann Sinn, wenn Ihre Eigenschaften im Laufe der Zeit etwas gewachsen sind, wenn Sie also merken, dass Sie innerhalb des Sets sehr viel Validierung vornehmen, dann macht es Sinn, das zum Beispiel, in eine eigene Methode zu überführen. Umgekehrt, wenn Sie merken, dass Ihre Get- und Set-Methoden nur Einzeiler sind, dann würde der umgekehrte Weg Sinn machen, und auch diesen könnte ich später wieder hier nutzen. Ein weiteres Refactoring sehen wir, wenn wir uns einmal die Verwendung von "string.Format" anschauen. Ab C# 6 haben wir neben "string.Format" auch die Möglichkeit, "string interpolation" zu verwenden. Bedeutet also, wir würden hier ein Dollarzeichen davorschreiben und dann in die Klammern keinen Indexer mehr setzen, sondern den direkt in Variablennamen. Und auch dieses Refactoring bietet uns Visual Studio 2017 jetzt an. Sie sehen also hier, ich habe die Möglichkeit, das Ganze in eine interpolierte Zeichenfolge zu konvertieren, und auch hier sehe ich direkt die Änderung, und wenn wir das einmal ausführen, dann wird also auch direkt klar, dass wir hier eine weitaus kompaktere Schreibweise haben. Wie wir in diesem Video also gesehen haben, hat Visual Studio einige neue Refactorings nachgelegt. Das war bei weitem noch nicht alles, es gibt also viele mehr, die Sie immer dann sehen werden, wenn Sie hier links so eine Glühbirne angezeigt erhalten. Alles in allem kann man also sagen, dass der Bedarf an einem Refactoring-Werkzeug durch einen Dritthersteller nun geringer geworden ist. Trotzdem gibt es immer noch Funktionen, die Visual Studio noch nicht bietet, bedeutet also, vollständig verzichten kann man auf ein Refactoring-Werkzeug noch nicht, wenn man so eins in der Vergangenheit bereits intensiv genutzt hat.

Visual Studio 2017: Neue Funktionen

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Erscheinungsdatum:05.04.2017
Laufzeit:1 Std. 42 min (27 Videos)

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