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Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Schnell schön zeichnen – Dogmen gehören verboten!

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Drehen Sie das Papier, zeichnen Sie mit Bleistift oder Non-Foto-Blue-Stiften vor. Sie können sogar viele kleine Striche machen, um sich an die richtige Kontur heranzutasten.
09:20

Transkript

Der Dozent eines Zeichenkurses, den ich gemacht habe, hat mal gesagt, alles, was beim Zeichnen dem Ergebnis dient, ist erlaubt. Ich finde, das ist ein schöner Ansatz ohne Dogmen. Lassen Sie sich also nicht einreden von Zeichenprofis und strengen Lehrern. Sie dürfen immer das Papier drehen. Sie dürfen durchpausen, Sie dürfen abzeichnen, Sie dürfen radieren, Sie dürfen Linien stricheln. All das sind Dinge, die viele Zeichenlehrer nicht gern sehen. Aber wir wollen den pragmatischen Ansatz, wir wollen Ideen entwickeln. Wenn Sie wollen, dann können Sie sogar mit Kuli zeichnen. Nur im Blau würde ich das nicht machen. Das sieht immer ein bisschen so aus wie das, was man während langweiliger Besprechungen oder bei Telefonaten auf dem Blog kritzelt. Und Schrift würde ich auch nicht unbedingt mit Kuli schreiben. Mit Fineliner oder Gelroller geht insbesondere Schreibschrift viel besser. Ich habe gesagt, Sie sollen gleich loslegen beim Ideenentwickeln, und das ist auch gut so. Aber manchmal, wenn man seine Idee noch etwas herausarbeitet, will Details definieren, dann ist Vorzeichnen sinnvoll. Wie gesagt, Dogmen gibt es keine. Machen Sie es so, wie es gut ist für Sie. Wenn Sie aber vorzeichnen, dann ein paar Tipps. Vorzeichnen, das macht man am besten mit hellen Farben. Also hier das ist ein N1 Stift. Und da kann ich jetzt einfach mal relativ frei anfangen, Linien zu machen. Da sieht man gar nicht so wahnsinnig viel, und das ist auch gut so. Die dienen nur dazu, mir selber so ein bisschen noch Orientierung zu geben, und ich sehe aber schon ungefähr hier, meine Striche sind von meiner Figur. Und damit kriege ich so ein gutes Gefühl für die Proportion, auch hier für den Herrn auch sein Whiteboard mitmalen, seinen Stift vielleicht auch, mit dem er hier malt. Ich skizziere das alles eben sehr schnell. Dann kommt es noch nicht auch viel an, weil das zeichne ich hier jetzt alles erst mal nach. Das ist jetzt eine Vorzeichnung, und da geht es dann weiter. Jetzt weiß ich schon so genauer, wo will ich hin, und ich muss da auch gar nicht so genau treffen. Diese Vorzeichnungslinien, die sind halt ungefähr da, wo es hin soll. Und ob ich jetzt genau da treffe oder nicht so genau, das spielt gar nicht so die Rolle. Das sieht in jedem Fall schon alles nach was aus, weil diese anderen Linien, die verschiedenen dann fast visuell, die schwarzen Linien das alles überdecken. Ich mache mal auch das Whiteboard hier noch schön, muss die Linien auch gar nicht so ganz durchziehen bis an die Kante. Das ist ja alles hier nur so eine schnelle Zeichnung. Die soll nur diese Nutzungssituation schnell mal visualisieren. Ich kann jetzt hier dann auch noch nacharbeiten an einigen Stellen. Ich sage: "Ne, das gefällt mir noch nicht, das hier". Vielleicht noch nicht so schön. Hier kriege ich da noch den Gürtel der Herrn und sieht das noch ein bisschen hübscher aus. Und wenn ich das gemacht habe, dann kann ich hier mit einem stärkeren Stift, mit einem dunkleren Marker hier, ich nehme jetzt hier den N5, kann ich hier noch ein paar Schatten dazu zeichnen. Ich gib dem Herrchen noch so einen kräftigen dunkeln Schatten. Auch das Whiteboard kriegt hier nochmal einen Schatten. Und noch hinten male ich hier auch nochmal so ein bisschen Schattenlinie, und dann kommt das Ganze hier so ein bisschen aus der Seite schon raus. Alternativ arbeiten Sie einfach mit Bleistift vor. Einige Kollegen, die schwören auch auf die sogenannten Non-Photo-Blue-Stifte. Die heißen so, weil sie früher bei der Fotoreproduktion nicht sichtbar waren und sie kommen aus den Animation studios. Mit denen kann ich also auch vorzeichnen. Es gibt unterschiedlich stärker. Dieser hier, den ich ganz gerne mag, der trägt relativ viele Farbe auf. Dann sehe ich wirklich relativ gut, wie meine Konturen sind. Sieht alles relativ heller aus und das soll es ja auch. Und manche von diesen Stiften wie diesen hier, den kann ich sogar radieren. Na, kann ich sozusagen nachher, wenn ich möchte, meine Figur eben ähnlich wie mit einer Bleistiftzeichnung fertig machen und schön schwarz konturieren. Und am Ende kann ich, wenn ich denn möchte, hier dieses ganze Blau, muss jetzt noch aufpassen, dass das nicht alles verwischt, weil die Tinte noch feucht ist. Kann ich hier wegradieren, und dann sieht man davon nichts mehr. Kopierer und Scanner sehen dieses Blau aber nicht. Das ist der eigentliche Witz. Wenn gewünscht, kann ich es sozusagen eben kopieren, und dann ist das Blau verschwunden, und das war sozusagen ein Trick aus der Zeit, bevor es Bildbearbeitung gab. Heute mache ich das natürlich alles in Photoshop. Wenn ich möchte, da kann ich so ein Blau auch einfach rausnehmen aus dem eingescannten Bild. Sie können genauso auch vorzeichnen mit einem spitzen, harten Bleistift, also so was wie H2 oder so ein noch härter. Und bei so einem spitzen, harten Bleistift stellen wir jetzt hier, vielleicht mit dem nochmal, so ein zweites Whiteboard hin für den Kollegen. Es gibt relativ dünne Linien, und die kann ich dann nachher einfach mit einem dickeren Bleistift nachzeichnen oder eben auch wieder mit meinem Fineliner, wenn ich möchte. Der Nachteil von den harten Bleistiften ist, die sind immer schwer zu radieren. Die hinterlassen so kleine Furchen im Papier, je nachdem, wie fest Sie aufdrucken. Ein weiterer Trick, den viele Kunstlehrer auch nicht gerne sehen, das ist das Stricheln, das Zeichnen mit ganz kleinen Strichen. Ich kann also hier, wenn ich eine Kontur machen will, kann ich mich da so langsam hinarbeiten und sagen, ich zeichne hier eine Person, jetzt eben nicht mit so einem großen, eleganten Strich, sondern ich mache das alles hier mit so einem kleinen Gestrichel, was nicht so wahnsinnig elegant aussieht, aber man kann dadurch so diese Kontur so ein bisschen erahnen, kann der nachspüren und kann sagen: "Ja, man muss die nicht noch, nicht schon so wirklich in den Fingern spüren". Man arbeitet sich so langsam hin. Und wenn man flüstert: "Oh, das sieht jetzt aber nicht gut aus. Das ist jetzt viel zwar draußen.", dann strichelt man nochmal nach und macht das Ganze ein bisschen weiter drinnen dann. Und da sieht alles so ein bisschelchen hier wacklig aus, aber es ist eben für so eine erste schnelle Skizze auch eine ganz gute Methode. Und wenn mir dieser Look hier nicht gefällt mit dem Wackligen, dann kann ich nachher immer noch sagen: "Ne, das finde ich nicht gut. Das zeichne ich wieder mit dem Fineliner nach." Alles denkbar. Wie gesagt, was dem Ergebnis dient, das ist erlaubt. Und bei komplexen Objekten, da arbeiten Sie sich generell so vor, wenn Sie das dann auch ein bisschen schöner ausgestalten wollen, Sie fangen immer an mit den Umrissen. Wir setzen jetzt hier einfach mal so einen kleinen Würfel. Wir machen also erst mit Bleistift hier so die Umrisse ganz grob, geben dem so ein bisschen Fluchtperspektive. Ganz einfaches Ding. Da müssen wir jetzt nicht so irgendwie über Perspektive lernen. Das soll jetzt hier nur so einigermaßen das Prinzip demonstrieren, und so legen wir noch ein Horizont dahinter. Dann sieht das Ganze schon so aus, als würde das ein bisschen rauskommen. Dann habe ich hier sozusagen eben hier meine Kontur definiert durch die blaue Stiftzeichnung und kann jetzt mit einem dickeren Stift oder einem Fineliner eben diese Konturen nachzeichnen und eben klar herausarbeiten, wo ich weitermachen möchte und kann dabei auch eben kleine Fehler so wie hier bei dieser Perspektive, die ist nicht so ganz perfekt geblickt. Dann kann ich auch nochmal ein bisschen nacharbeiten, dass diese Kanten auch stimmen, und das fällt dann gar nicht mehr auf. Selbst, wenn ich nicht radiere, sieht das hier noch einigermaßen realistisch aus, und ich kann mich da so ein bisschen durchschummeln. Und was ich Ihnen jetzt noch zeigen wollte, ist eben, wie ich dann so eine Fläche fülle. Dann gehe ich mit meinem Marker her und versuche hier, so einigermaßen gut zu treffen. Und wenn ich dunklere Farben verwende, wie ich das jetzt hier mache, ist das ein bisschen schwieriger, dann eine schöne, gleichmäßige Fläche zu schaffen. Aber die verzeihen relativ viel. Dann kann ich auch so ein bisschen schief rummalen und immer wieder drübergehen. Wenn ich das richtige Papier auch verwendet habe, was speziell für Marker gedacht ist, dann kann ich das einigermaßen gut hier hinkriegen, auch wenn ich nicht so wahnsinnig gerade und konzentriert hier gezeichnet habe. Jetzt muss ich ein Moment warten, bis es trocken ist, und dann kann ich noch ein bisschen nacharbeiten und kann, zum Beispiel, einzelne Stellen nochmal nachdunkeln, abdunkeln, kann hier noch dunkle Stellen miteinfügen. Ich kann natürlich auch noch Schatten setzen hier noch vorne und hinten. Aber ich kann auch mit einem schönen letzten Trick, mit einem weißen Buntstift kann ich hier nochmal so ein paar Highlights setzen. Wenn das dunkel genug ist, kann ich hier dieser Fläche noch ein bisschen Helligkeit da oben geben, und dadurch kriegt die auch noch mal mehr Tiefe und springt nochmal so ein bisschen raus aus der Seite. Und Sie sehen jetzt also, das ist eine große Menge an Methoden, die Sie alle verwenden können, um schöne Zeichnungen zu machen. Schauen Sie sich einfach mal an, was bei Ihnen vielleicht funktionieren könnte. Probieren Sie die eine oder andere aus, und das macht einem Spaß, seine Reparatur da so ein bisschen zu erweitern.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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