Printproduktion verstehen

Schmuckfarben

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Schmuckfarben – auch Sonderfarben oder Volltonfarben genannt – sind Farben, die nicht aus den Grundfarben gebildet werden. Hierzu ist eine gesonderte Druckplatte nötig.

Transkript

Im klassischen Druck war es nicht immer selbstverständlich, etwas im Vierfarbdruck zu drucken. Das Erstellen von Druckplatten ist aufwendig und somit teuer. Möchte man nun etwas Farbe in die Drucksache bringen, so hat häufig klassisch in Schwarz gedruckt plus eine zusätzliche Farbe, die Schmuckfarbe. Vereinfacht gesagt, kann man im Alltag die Begriffe Schmuckfarbe, Volltonfarbe, Sonderfarbe oder im Englisch Spotcolour gleichsetzen. Technisch ist dies nicht ganz korrekt, aber wir wollen es hier einfach halten. Damit man nun diese Farbe auswählen kann, gibt es solche Farbfächer wie diesen hier von der Firma PANTONE. Neben der amerikanischen Firma PANTONE gibt es auch noch die deutsche Firma HKS. Auch von dieser Firma werden derartige Farbfächer hergestellt und die dazu passenden Farben. Durch die jeweiligen Farbsysteme war es möglich, die Druckerei anzuweisen, beispielsweise auf einer Visitenkarte alles in Schwarz zu drucken, das Firmenlogo und den Namen der Firma aber in HKS 47. Egal welche Druckerei man nun beauftragt, diese Farbe hat aus jeder Druckerei gleich ausgesehen. Was ich jetzt beschreibe, ist stark vereinfacht, aber so kann man es sich in etwa vorstellen. Die Druckerei, die ich beauftragt habe, hat nämlich bei der Firma HKS ein kleines Eimerchen bestellt mit der Farbe HKS 47 und diese Farbe dann für den Druck verwendet. Heutzutage werden zwar die meisten Drucksachen direkt in CMYK gedruckt, aber es gibt dennoch eine Daseinsberechtigung für Schmuckfarben. Viele Farben lassen sich in CMYK nämlich schlicht und ergreifend nicht drucken. Möchte man diese Farben drucken, so ist man auf diese Schmuckfarben angewiesen. Hierdurch können insbesondere Farben, welche für die "Corporate Identity" eines Unternehmens stehen, besonders prägnant dargestellt werden. Das Blau der Nivea-Dose ist, zum Beispiel, PANTONE 280 C oder das Orange des ZDFs PANTONE 151. Diese Farben können in CMYK nur angenähert werden. Möchte man in einer farbigen Publikation nun diese Farbe abgebildet haben, steht man vor der Entscheidung, die Farbe in CMYK umzuwandeln, also nur anzunähern oder im Druck eine fünfte Farbe zu verwenden, wodurch extra Kosten entstehen. Voraussetzung ist natürlich, dass man selber Einfluss auf die Druckweise hat. Bei einer Anzeige in Magazin hat man hierauf in der Regel keinen Einfluss.

Printproduktion verstehen

Lernen Sie in diesem Kurs die unterschiedlichen Aspekte einer Printproduktion kennen, um zu verstehen, was Sie bei der Erstellung druckfähiger Dokumente beachten müssen.

2 Std. 35 min (51 Videos)
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