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Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Schärfen in Lab

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Der Lab-Modus bietet einige Vorteile beim Schärfen. Welche das sind und wie Sie dafür vorgehen müssen, erfahren Sie in diesem Video.
13:16

Transkript

Wenn es um das Schärfen geht, ist immer auch schnell die Rede von der Verwendung von LAB. Denn in diesem Farbmodus ist die Schärfung mit einigen Vorteilen gesegnet, die Sie so in RGB nicht haben, was aber oft nicht erklärt, was diese Vorteile eigentlich sind. Denn wenn Sie in RGB schärfen, können Sie ja genauso in den Luminanz-Modus schalten. das kennen Sie mittlerweile, um etwa Farbverschiebungen zu vermeiden. Also was ist dann überhaupt der Vorteil, in LAB zu schärfen? Zuerst einmal, wir könnten jetzt hier an einer Dateikopie weiterarbeiten, wir könnten auch diese Datei, die jetzt, das sehen Sie hier, noch in RGB vorliegt. Wichtig ist, dass Sie aus Camera Raw als 16-bit-Datei übergeben. Denn ich würde Ihnen nicht raten, in LAB zu wechseln, wenn Sie sich nur in 8-bit befinden. Da kommt es schnell zu Farbtonabrissen und sogenanntem Bending. Also das nur vorab. Auf jeden Fall, in 16-bit machen Sie nicht viel verkehrt. Falls Sie jetzt wirklich LAB nicht als Workflow, als gesamten Workflow zur Bildbearbeitung benutzen, was eigentlich das einzig Sinnvolle in meinen Augen ist, sondern es wirklich nur zum Schärfen benutzen, dann würde ich Ihnen die folgende Vorgehensweise empfehlen. Und zwar bleiben Sie in dieser Datei und duplizieren Sie die Hintergrundebene, beziehungsweise wenn Sie bereits mehrere Ebenen angelegt haben, also zum Beispiel Einstellungsebenen oder Filter und dergleichen, dann fassen Sie alle Ebenen zu einer neuen zusammen. Also mit Shift+Alt+Command+E. Hier habe ich noch keine Ebenen, also brauche ich diese Ebene nur zu duplizieren. Diese stecken sie jetzt in ein Smartobjekt, und zwar mit einem Rechtsklick, In Smartobjekt konvertieren. Hier befinde ich mich also immer noch in sRGB. Mit einem Doppelklick öffne ich jetzt aber diese Kopie. Die nenne ich Lab, damit wir wissen, was das soll. Und öffne dieses, wie gesagt, mit einem Doppelklick. Jetzt haben wir hier quasi eine zweite Datei. Die kann ich jetzt in den LAB-Modus ändern. Das machen Sie über Bild Modus und Lab-Farbe. Was hat sich jetzt geändert? Augenscheinlich erstmal nichts. Aber unter der Haube hat sich doch einiges getan. Das sehen Sie, wenn wir mal in die Kanäle wechseln. Dass wir jetzt nicht mehr den R-, G- und B-Kanal haben, sondern einen Helligkeits-Kanal, den a-Kanal und den b-Kanal. Hier sind die Helligkeit und die Farbe wirklich strikt voneinander getrennt. In RGB ist das so eine Sache. Das ist es zwar so ein bisschen trennbar, aber wenn Sie dann die Farbe ändern, ändert sich die Helligkeit ein wenig. Das ist in LAB eben nicht so. Denn wir haben hier einmal den Kanal mit der Helligkeit, den l-Kanal. Dann haben wir den Kanal mit den Magenta- und den Grüntönen. Und dann haben wir den Kanal mit den Blau- und den Gelbtönen. Die alle vermischen sich zum Gesamtkanal, zu Lab. Wir schauen uns das nochmal in RGB an. Ich gehe also in die Originaldatei. Da sehen Sie: Hier haben wir das RGB-Composite. Dann haben wir den Rot-, den Grün- und den Blau-Kanal. Und Sie sehen, wie unterschiedlich hier einzelne Bereiche aussehen. Das Kleid ist im Rot-Kanal sehr hell, im Grün-Kanal sehr dunkel und im Blau-Kanal so ein mittleres Dunkel. Und wenn Sie jetzt so ein Bild schärfen, dann wird jeder Kanal für sich geschärft. Und aus diesen individuell geschärften Kanälen wird der RGB-Kanal zusammengesetzt. Dadurch kommt es zwangsläufig schon zu Farbverschiebung. Und es ist auch klar, dass zum Beispiel hier bei so einer harten Kontrastkante von Weiß zu Schwarz ganz anders geschärft wird als hier, wo der Kontrast vielleicht nicht ganz so stark ist. Dafür fällt hier die Schärfung wieder ganz anders aus im Grün-Kanal. Und dadurch haben Sie eine andere Schärfung, als wenn Sie beispielsweise hier nur den Helligkeits-Kanal schärfen. Denn Sie sehen, der ist viel ausgewogener. Der ist im Prinzip eine Art Mittelwert aus den RGB-Kanälen, wenn wir uns das so vereinfacht vorstellen möchten. Allein das ist schon ein Vorteil in LAB, dass wir quasi nur einen einzigen Kanal schärfen, wir also nicht durcheinander kommen mit den einzelnen Kanälen, wo die Schärfung an unterschiedlichen Bildstellen unterschiedlich ausfallen kann. Die Säume können Sie in beiden Farbmodi verändern. Aber die Helligkeitsunterschiede haben Sie vor allem natürlich im RGB-Modus, und hier im Helligkeits-Kanal von LAB nicht. Hier können wir jetzt im Prinzip auch mit einem Smartobjekt arbeiten, wenn Sie flexibel bleiben möchten. Und zwar wandeln wir dazu hier die Ebene in ein Smartobjekt um. Und können nun diese Ebene schärfen. Dazu nehmen wir den Unscharf-maskieren-Filter. Ich nehme hier ziemlich extreme Einstellungen, damit Sie auch sehen, was hier passiert. Hier schalte ich auf eine größere Ansicht, 200 Prozent. Und Sie sehen hier die üblichen Farbsäume. Also wir bleiben hier beim Radius von 2 Pixeln. Ich würde natürlich eher einen kleinere Wert nehmen, um das Bild zu schärfen, aber das wird vielleicht über das Video nicht so gut zu sehen sein. Wir haben also Farbsäume jetzt im Bild. Hier sind die natürlich sehr ausgeprägt, an der Stoßkante des roten Kleids zur Haut, oder hier am Himmel und so weiter. Überall haben wir diesen hässlichen Farbsaum. Den können wir ganz leicht loswerden mit dem Modus Luminanz. Das ist genau das Gleiche, wenn wir hier den Modus Luminanz einstellen, als wenn wir wirklich nur in den Kanälen den l-Kanal schärfen würden, also den Helligkeits-Kanal. Da brauchen Sie sich also keine Sorgen machen, dass das hier irgendwie anders funktionieren würde. Deshalb klicke ich hier auf OK und ändere jetzt die Füllmethode dieses Filters in Luminanz. Also so weit so ähnlich in RGB und in LAB. Ich speichere jetzt diese Datei mit Command+S. Damit wird diese Änderung in die RGB-Datei übergeben. Also hier wir das Smartobjekt aktualisiert. Wenn wir das vergleichen, uns das anschauen. Das ist also nach der Schärfung und das ist vor der Schärfung. Wir haben also hier natürlich Säume, aber wir haben hier in den Säumen noch etwas Farbe drin. Das kann so nur LAB. Das liegt daran, dass LAB sogenannte virtuelle Farben hat. Das sind Farben, die gibt es im echten Leben gar nicht. Das sind also übernatürliche Farben quasi. Aber bei der Konvertierung vom LAB-Modus in den RGB-Modus werden die eigentlich rein weißen Bereiche mit diesen virtuellen Farben gefüllt, die dann natürlich heruntergerechnet werden müssen. Das ist also der zweite Vorteil neben der Schärfung nur eines Kanals, dass Sie hier keine rein weißen Säume erhalten, selbst wenn Sie extrem schärfen. Das ist wirklich eher eine Anwendung für extreme Schärfungen. Wenn Sie die vornehmen möchten, sind Sie mit LAB auf der sicheren Seite, weil diese Schärfungen etwas gefälliger ausfallen. Bei sehr kleinen Radien können Sie sich das eigentlich schenken. Also wenn Sie mit einem Radius von unter 1 Pixel schärfen, bringt die LAB-Schärfung vielleicht nicht so viel in Bezug auf diese Säume. Und bei sehr hohen Radien wiederum sehen Sie auch keinen Unterschied, weil dann die einzelnen Farbbereiche ineinander überlaufen. Also, wichtig ist die LAB-Schärfung wahrscheinlich bei genau dieser Breite von Säumen, von 2 bis 4 Pixeln, wo Sie eben noch Säume sehen, und wenn Sie sehr extrem schärfen. Wichtiger ist bei LAB vor allem der Vorteil, dass Sie nur einen Kanal schärfen, der eine ausgewogene Helligkeitsverteilung hat. Das sehen Sie gleich, wenn wir hier genau die gleiche Schärfung vornehmen in RGB. Dazu blende ich die Lab-Schärfung aus. Wir machen genau das Gleiche. Ich dupliziere die Hintergrundebene. Also ich befinde mich hier im RGB-Modus. Wende dann auf diese Ebene den Unscharf-maskieren-Filter mit genau den gleichen Einstellungen an. Und wir haben genau die gleichen fiesen Säume. Die fallen hier ein bisschen anders aus und sind hier an der Stelle zum Beispiel nicht ganz so auffällig, wie sie in LAB gewesen sind. Auch das ist eine Folge des Farbmodells. Hier sehen Sie beispielsweise, dass wir unterschiedliche Säume haben, je nachdem wie stark der Kontrast hier auf der Seite oder auf der Seite ist. Deshalb ist hier zum Beispiel dieses Rot ausgeprägter an dieser dunklen Stelle als hier beispielsweise. Aber die Säume können wir hier ganz leicht loswerden, indem wir genau das Gleiche machen, nämlich die Ebene oder den angewendeten Filter in den Luminanz-Modus versetzen. Jetzt sind wir diese Säume los. Und jetzt lassen Sie uns vergleichen. Ich blende jetzt Lab ein. Da sehen Sie sofort einen extremen Unterschied, und zwar im Kleid. Also bei den Säume, da ist es hier noch eine Sache, da müssten wir dichter ranzoomen, um das zu sehen. Sie sehen, hier haben wir noch etwas Farbe in den Säumen bei LAB. Vielleicht finden wir auch eine andere Bildstelle, wo das noch besser zu sehen ist. Hier haben wir natürlich auch Säume, die mir so nicht gefallen. Die müsste man also noch rausnehmen aus der Schärfung, vielleicht mit einer Himmelsmaske. Vor allem aber, bevor wir zum Kleid kommen, sieht man diesen Unterschied auch in der Haut. Also, hier bei RGB haben wir hier weiße Säume. Sie sehen, diese Bereiche sind rein weiß geworden im Gesicht und im Haar. Und in LAB haben wir hier noch Farbe in diesem Bereich. Das sieht man auch auf der Hand sehr schön. Das ist die RGB-Schärfung, hier ein extrem weißer Saum, und hier auf den Fingern extrem weiße Säume. In LAB ist das Ganze etwas gefälliger. Aber jetzt schauen wir uns das Kleid an. Das Kleid, haben Sie gesehen, hat die größten Farbunterschiede in beiden Farbräumen. Einmal in RGB sah es ja in jedem Kanal anders aus. Deshalb fällt diese Schärfung auch hier ziemlich extrem aus. Also das sah vorher so aus ungeschärft. Und nach der RGB-Schärfung sieht das so aus. Wir haben hier also extreme Säume, einmal in Weiß hier vorne, und in Schwarz auf der Seite. Und jetzt schauen wir uns im Vergleich die LAB-Schärfung an. Die sieht anders aus. Die ist nicht so übertrieben. Was Ihnen nun besser gefällt? Das ist die Sache. Gefällt Ihnen jetzt die LAB-Schärfung besser, die eher sanft sich verhält in diesen Bereichen, oder eher die RGB-Schärfung, die hier natürlich die Falten sehr gut betont. Da spielt eine Rolle, was Sie für ein Bild schärfen. Schärfen Sie eher ein Naturbild, also mit viel Grün, dann ist die LAB-Schärfung der RGB-Schärfung oft überlegen. In diesem Fall, wenn Sie so rote Bereiche schärfen, werden Sie feststellen, dass Sie wie hier sich dann wohl eher doch für die RGB-Variante entscheiden würden. Aber das ist ja auch kein Beinbruch. Wenn Sie so vorgehen wie ich und hier beide Schärfungen nebeneinander haben, können Sie diese ganz einfach aufeinander abstimmen. Sie können also zum Beispiel sagen, ich möchte von der LAB-Schärfung 50 Prozent haben. Also geben Sie auf der Tastatur einfach die 5 ein. Dann haben Sie eine Deckkraft von 50 Prozent. Dann möchten Sie die RGB-Schärfung vielleicht auch nur zu einem gewissen Grad anwenden, das geht auch. Oder aber Sie malen hier mit einer Maske einfach die Stellen weg, an denen Ihnen die LAB-Schärfung nicht gefällt, beziehungsweise genau das Gegenteil. Das mache ich schnell. Ich blende wieder alles auf 100 Prozent, hänge hier eine Maske an die LAB-Schärfung und male hier mit einem Pinsel. Oder mit der Schnellauswahl könnten Sie das natürlich auch vorher auswählen. Ich mache es einfach, ich male mit einem Pinsel und schwarzer Farbe über die Bereiche, bei denen mir die RGB-Schärfung besser gefallen hat. Das wäre jetzt das Ergebnis dieser Überschärfung. Denn ich habe ja mit einem zu großen Radius gearbeitet. Wir schauen nochmal, das ist vorher und das ist nachher. Und wenn ich das so nicht möchte, habe ich natürlich jetzt noch die Möglichkeit, hier jederzeit in das Smartobjekt reinzugehen, also mit einem Doppelklick, dann bin ich wieder hier in dieser Datei, kann jetzt hier auf Unscharf maskieren klicken und kann den Radius so anpassen, wie er wirklich sein soll. Sagen wir mal mit 0,8 Pixeln. Dann nehme ich hier die Stärke auch etwas zurück. Ich schaue mir das Gesicht an. Und vorher, nachher. Ja, ich finde das passt schon ganz anders. Vielleicht setze ich den Radius sogar nur auf 0,5, wenn ich das jetzt für das Internet so veröffentlichen wollen würde. Klicke dann hier auf OK. Kann dann das Smartobjekt schließen. Dann werde ich gefragt, möchte ich das speichern, ja bitte. Dann habe ich hier meine feinere Schärfung, die ich kombiniert habe mit der groben Schärfung von RGB. Die habe ich dann nur noch maskiert auf dem Kleid. Also so geht das mit der LAB-Schärfung. Sie kennen jetzt auch die Vorteile dieser Methode, nämlich dass Sie einmal eine sanftere Schärfung erhalten, weil Sie nur einen Kanal schärfen, der eine gleichmäßigere Helligkeitsverteilung hat als die Einzelkanäle in RGB, und dass Sie keine rein weißen Säume erhalten in LAB, da es sogenannte virtuelle Farben gibt. Probieren Sie es aus, geben Sie dieser Schärfungsmethode eine Chance. So ganz verkehrt ist das Ganze nicht. Aber denken Sie daran, nutzen Sie 16-bit dabei.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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