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Capture One Pro: People & Looks

Schärfen in Capture One Pro

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Auf eine Rauschreduzierung folgt in der Regel das Nachschärfen des Bildes. So klappt's mit Radius, Details und Schwellenwert.
07:40

Transkript

Nach einer eventuellen Rauschreduzierung kann man natürlich direkt zur Schärfung gehen. Und genau das möchte ich jetzt herzeigen. Ich öffne hier einmal das Schärfen-Bedienfeld und was ich da jetzt machen möchte, ist, einmal generell über das Schärfen zu sprechen. Wenn ich hier mal den Viewer ausblende und einfach auch mal ein Bild aktiviere, dann sieht man, dass ich hier durchwegs, also bei allen Fotos, eigentlich Fotos habe, die vom Konzept her gleich sind. Es sind alles eigentlich Low-Frequency-Bilder. Es ändert sich sehr wenig im Bild, ich habe kaum Details. Wenn ich draußen bin, fotografiere ich sehr offenblendig. Wenn ich drinnen bin, habe ich jetzt, so wie zum Beispiel hier, ein Porträt und da ändert sich wenig. Es ist wenig in der Frequenz im Bild, sprich, ich habe hier eine gleichmäßige Fläche, gefolgt von ein wenig Dunkelbraun, gefolgt von ein wenig, ja, Hautfarbe, wieder ein wenig Dunkelbraun und wieder eine gleichmäßige Fläche, und das eigentlich egal, wo ich durch das Bild durchgehe. Es sind ja wirklich sehr wenige Details, das heißt, hier schärfe ich anders, als wenn ich zum Beispiel eine Architekturaufnahme oder eine Landschaftsaufnahme habe, bei der ich eben ganz viele Details habe, viele Änderungen im Bild, und da möchte ja die ganzen kleinen Details herausheben. Hier bei solchen Bildern, also bei Peopleaufnahmen, bei Porträtaufnahmen, da möchte ich eigentlich eher auf die Formen schärfen. Und wie man das macht, wie man solche Low-Frequency-Schärfungen ansetzt, zeige ich jetzt einmal her. Ich zoome einmal hier in dieses Bild ein, gehe vielleicht sogar ein bisschen raus, bis hierhin, schließe hier den Navigator. Dann öffnet sich hier automatisch der Fokus. Und den Fokus setze ich einmal da auf das Auge hin. Was man da jetzt sieht, ist, dass ich eben diese 1:1-Ansicht habe und der Fokus der Aufnahme ist wahrscheinlich sogar ein wenig nach hinten gerutscht, hier irgendwo auf die Haare. Aber das ist eigentlich gar nicht so schlimm, denn ich kann trotzdem hier schärfen und danach auf den anderen Bildern, wenn ich die Schärfung übertragen habe, diesen Effekt kontrollieren. Und das Schärfen oder die Schärfung, generell gesprochen, ist eigentlich immer ein Effekt. Ich verstärke in einem Bild die Übergänge an Kontrastkanten. Und wie gesagt, bei einem Low-Frequency-Bild möchte ich da jetzt nicht die ganzen kleinen Poren und die ganzen kleinen, feinen Details rausarbeiten, sondern ich möchte wirklich die Kontrastkanten, ich möchte die Formen herausarbeiten. Und wie man das macht, zeige ich jetzt eben her. Aber zuerst einmal wirklich, was diese Regler machen. Es gibt ja hier diese Stärke, den Radius, den Schwellenwert und den Lichthof beziehungsweise die Lichthofunterdrückung. Die Lichthofunterdrückung ist jetzt, wenn an einer Schärfung ein weißer Punkt ist, dass ich den zurücknehme. Der ist eigentlich relativ selbsterklärend. Die Stärke der Schärfung, die spricht den Übergang beziehungsweise die Helligkeit an der hellen Stelle und den dunklen Bereich an der dunklen Stelle an. Und je stärker der Wert ist, umso stärker ist der Übergang. Der Radius ist jetzt, wie groß dieser Übergang ist. Wenn ich den Radius hier jetzt nach rechts ziehe, sieht man, dass der Übergang an der Kontrastkante größer wird, das heißt, der dunkle Bereich wird entsprechend größer, aber auch der helle Bereich wird größer und ich erhalte sogenannte Halos. Und der Schwellenwert, der ist ganz spannend. Wenn ich den Schwellenwert auf null setze, dann sieht man, dass wirklich alles geschärft wird, also auch Dinge, die jetzt ganz knapp beieinander sind von der Helligkeit beziehungsweise Farbinformationen werden mitgeschärft. Ab dem Moment, wo ich den Schwellenwert jetzt einmal nach rechts schiebe, werden diese Bereiche nicht mehr geschärft, weil ich jetzt hier eben einen zu wenig starken Unterschied habe. Und das ist ganz wichtig zu wissen für den Hintergrund oder für gleichmäßige Flächen allgemein gesprochen. Wenn ich das jetzt nämlich auf null gesetzt habe, wird am Hintergrund das Rauschen mitgeschärft. Und dieses Rauschen möchte ich ja gar nicht verstärken. Und wenn ich da jetzt eben diesen Schwellenwert nach oben ziehe, ist irgendwann einmal dieses Rauschen weg, weil ich da einfach Unterschiede habe, die nicht geschärft werden, also alles unter dem Schwellenwert 1 wird da jetzt nicht mitgeschärft. Aber jetzt quasi wieder zurück zu dem Low Frequency und wie schärft man Porträts. Und zwar wie folgt: Ich setze das jetzt einmal zurück und starte einfach einmal mit dem Schwellenwert. Wie gesagt, der Schwellenwert ist jetzt für den Bereich, dass ich einfach ähnliche Flächen nicht mitschärfen möchte oder eben das Rauschen nicht verstärken. Das heißt, da gehe ich einfach einmal hier so in diesen Bereich her. Der Radius ist jetzt so, dass ich bei Low-Frequency-Bildern den eher höher ansetze, weil ich möchte ja eher auf die Kontrastübergänge, auf die Kanten, auf die Formen schärfen. Das wäre jetzt einfach hier irgendwie so groß. Dann ziehe ich jetzt den Schwellenwert ein wenig nach, dass jetzt hier in den gleichmäßigen Flächen das jetzt nicht überschärft wird, also diese kleinen Poren. Und jetzt kann ich über die Stärke einfach sagen, wie stark ich schärfen möchte. Und da gibt es eigentlich auch kein direktes Richtig und kein Falsch bei dieser Grundschärfung. Man soll es sich eh einmal bei 100 Prozent anschauen und hier anschauen, ab wann es mir sozusagen nicht mehr gefällt. Und wenn ich jetzt natürlich so extrem reinknalle, dann wird es natürlich wesentlich zu stark werden. Allerdings hilft mir der Schwellenwert, diesen Effekt zu reduzieren. Wenn ich den jetzt nicht hätte, dann wäre es so richtig massiv, weil dann würde hier auch überall reingeschärft werden. Da ich aber den Schwellenwert relativ hoch eingestellt habe, wird an so gleichmäßigen Stellen nicht geschärft, sondern eher jetzt an den Formen. Jetzt nehme ich natürlich diese Stärke zurück und schärfe in etwa hierhin, wobei das ist vielleicht sogar schon ein wenig zu stark, also gehe ich da ein bisschen runter. Wie gesagt, wenn ich jetzt Details schärfen möchte, weil ich jetzt irgendwo eine Architektur habe, eine Fassade, Landschaft, Gebirgselemente, Felsbrocken, dann werde ich wahrscheinlich den Schwellenwert eher gering ansetzen, sodass ich im Himmel zum Beispiel kein Rauschen verstärke. Aber das wäre ungefähr hier unten, sage ich mal, hier irgendwo. Den Radius auch sehr gering, weil ich möchte die ganzen Strukturen, die ganzen feinen Details herausheben und mit der Stärke kann ich dann ziemlich stark reinfahren. Ja, jetzt habe ich dieses eine Bild geschärft. Ich markiere einfach einmal alle, gehe da wieder auf dieses eine Bild und synchronisiere diese Schärfung auf alle anderen Bilder. Sage da einfach einmal Anwenden, das passt. Jetzt kontrolliere ich das einfach einmal hier in der Mitte bei so einem Bild, mache hier einen Doppelklick drauf, bin hier in den Details mit der 1:1-Ansicht, aber bei einem Doppelklick bin ich auch auf der 1:1- beziehungsweise 100-Prozent-Ansicht. Und da denke ich mir fast, dass es fast ein wenig überschärft ist, also kann ich da zurückgehen, reduziere das ein wenig und synchronisiere das wieder auf alle anderen Bilder. Anwenden, so weit, so gut. Gehe weiter runter auf diese Bilder hier, gehe mal wieder rauf, nehme mir hier dieses Detail -- genau, das passt da ganz gut --, gehe dann noch weiter runter auf so eine Aufnahme, nehme mir wiederum das Detail. Ja, und ich denke, den Wert, den ich jetzt genommen habe, der passt eigentlich ganz gut. Also, jetzt haben wir alle Bilder geschärft, sehr dezent, nicht übertrieben. Und damit kann man sehr angenehm weiterarbeiten.

Capture One Pro: People & Looks

Lernen Sie, wie Sie Capture One Pro für die Retusche und Look-Entwicklung verwenden, und wie Sie Ihre Portrait- und People-Aufnahmen damit bearbeiten.

2 Std. 34 min (28 Videos)
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