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Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Saumfrei und nicht-destruktiv schärfen

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Die saumfreie Strukturverstärkung lässt sich natürlich auch völlig nicht-destruktiv umsetzen. Olaf Giermann zeigt Ihnen in diesem Video, wie er das macht.
05:37

Transkript

In diesem Fall möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie die saumfreie Schärfung mithilfe des Matter-machen-Filters auch komplett nicht-destruktiv anlegen können, also so, dass Sie jeden einzelnen Parameter nachträglich verändern können. Das erfordert ein etwas anderes Vorgehen. Ich habe da zwischenzeitlich meine Methode optimiert. Die hatte ich früher etwas anders gelöst. Aber ich zeige Ihnen die aktuelle, die auch Gebrauch von einigen Funktionen in den aktuellen Photoshop-CC-Versionen macht. Zuerst benötige ich eine Einstellungsebene. Da können Sie irgendeine nehmen. Ich nehme meistens Gradationskurven, weil ich eigentlich immer Gradationskurven nehme. Die schließe ich erstmal wieder, weil die brauche ich gar nicht zu verändern. Da ändere ich später nur die Füllmethode. Die dient dazu, das Ergebnis des Matter-machen-Filters, also quasi die Hochpassebene mit dem Bild darunter zu verrechnen. Jetzt fasse ich alle Ebenen, die ich hier habe, zu einer neuen zusammen, also Shift+Alt+Command+E drücken. Sie hätten auch einfach jetzt die Hintergrundebene nach oben kopieren können, wäre genau das Gleiche gewesen, weil ich ja an der Kurvenebene selbst nichts geändert habe. In älteren Photoshopversionen müssten Sie die Ebene jetzt bereits invertieren, weil das Folgende nicht geht. Und zwar Sie könnten ein Smartobjekt nicht direkt invertieren. Das müssten Sie dann mit Einstellungsebenen machen. In der aktuellen Photoshop-Version ist das überhaupt kein Problem. Da würde ich Ihnen empfehlen, das so zu machen, wie ich es Ihnen jetzt zeige. Und zwar mit einem Rechtsklick zuerst In Smartobjekt konvertieren. Dann direkt Command+I drücken. Sie sehen, das wird dann hier als Smartfilter angehängt. Dann aktivieren Sie das Verschieben-Werkzeug, falls es noch nicht aktiv ist. Drücken Sie die Taste 5 und drücken Sie Shift+Alt+J, um hier die Füllmethode auf Lineares Licht zu stellen. So weit, so gut. Was kommt als Nächstes? Genau, der Matter-machen-Filter. Den finden wir unter den Weichzeichnungsfiltern. Auch hierfür habe ich einen Shortcut, den könnte man natürlich auch drücken. Und hier wähle ich wieder die passenden Einstellungen. Hier lasse ich das auf 50 und 15. Das funktioniert erstaunlich gut bei sehr vielen Bildern wirklich. Klicke hier auf OK. Und muss jetzt diese Ebene nur noch mit der darunter liegenden verrechnen. Dazu muss ich eine Schnittmaske erstellen. Also halte ich die Alt-Taste gedrückt und klicke zwischen diese beiden Ebenen. Jetzt wirkt diese Matter-machen-Ebene nur noch auf die Einstellungsebene Gradationskurve. Damit diese ordentlich verrechnet wird mit dem Hintergrund, ändere ich jetzt die Füllmethode der Kurve auf Lineares Licht, Ineinanderkopieren oder Weiches Licht, je nachdem wie stark ich den Effekt haben möchte. Ich nehme hier Lineares Licht und habe damit einen sehr kräftigen Effekt, wie Sie sehen. Das kann sich schon ganz gut sehen lassen. Sollten Sie feststellen, dass Sie irgendwo Farbverschiebungen im Bild haben, können Sie dem entgegenwirken, indem Sie ganz oben im Ebenenstapel eine Einstellungsebene Dynamik anlegen, und diese in Schnittmaske auf diese Ebene wirken lassen, und einfach die Sättigung komplett rausziehen. Das hat jetzt hier keine große Auswirkung, weil das Bild ist ja weitgehend farblos. Wir haben zwar hier diese Blautöne und diese Gelbtöne auf dem Schädel auf dem Rücken, aber das spielt hier keine große Rolle, sodass wir diese Ebene auch weglassen können. Vielleicht interessant ist, dass Sie auf die Matter-machen-Ebene auch weitere Effekte anwenden können. Beispielsweise kann ich hier mit Command+U Farbton/Sättigung aufrufen. Das Interessante ist jetzt, wenn ich die Sättigung herausnehme, habe ich im Bild einen Farbpush. Also das wird nochmal kräftig blauer, wie Sie sehen, wenn ich die Vorschau ausschalte, das ist vorher, das ist nachher. Ist das nicht merkwürdig, dass wenn ich die Sättigung rausnehme, dass sich die Sättigung erhöht? Eigentlich nicht, denn wir haben diese Ebene vorher invertiert. So können Sie sich einfach vorstellen, wenn wir die Ebene invertieren und die Sättigung rausnehmen, wird im Endergebnis das Ganze gesättigter. Wenn mir das so gefällt, kann ich das so lassen. Oder ich kann es auch weiter abstimmen. Ich kann es auch in Extremfarben verändern, indem ich den Regler ganz auf Anschlag nach rechts ziehe. Aber mir gefällt es ganz gut, wenn ich einen leichten Farbkick drin habe. Dann klicke ich auf OK und kann jetzt über die Kurvenebene die Stärke des Effekts bestimmen beziehungsweise in der Maske dieser Kurve auch den Effekt hier zurücknehmen an Stellen, wo ich ihn ungern hätte. Zum Beispiel nehme ich dann den Pinsel mit schwarzer Farbe, voller Deckkraft, oder sagen wir bei 50 Prozent Deckkraft, und male jetzt den Effekt in den Ecken etwas raus, sodass der Fokus etwas mehr auf diesem Endzeitkämpfer zu liegen kommt. Damit das Ganze aufgeräumt ist, würde ich Ihnen empfehlen: Packen Sie das Ganze in eine Gruppe. Also hier diese beiden Ebenen markiert, Command+G gedrückt. Und dann nennen wir das Ganze mal MM, Matter machen, Schärfen. Und damit ist das Ganze auch schon fertig. Wie gesagt, das ist jetzt nicht-destruktiv. Ich kann mir hier Vorher, Nachher anschauen. Ich kann die Deckkraft des Effekts verändern. Ich kann auf diese Ebene zum Beispiel wieder Tiefen/Lichter anwenden und hier den Effekt noch variieren, also verstärken oder verändern. Ich kann weitere Einstellungsebenen hier hinzufügen. Oder ich kann auch in Matter machen reingehen und hier die Parameter verändern. Das Schöne ist, das passiert dann direkt unter Sichtkontrolle. Ich kann also die Details. so wie sie jetzt hier zu sehen sind, sehr fein gestalten oder sie so lassen, wie sie vorher waren. Das gefällt mir auch recht gut, muss ich sagen, aber nicht auf dem Hintergrund, sondern eher auf der Person. Hier würde ich zweimal so eine Matter-machen-Schärfung durchführen, einmal für die Person vielleicht und einmal für den Hintergrund. Das Schöne ist, Sie haben hier kein Problem mit Farbsäumen. Das ist die Matter-machen-Schärfung, komplett nicht-destruktiv. Damit wünsche ich Ihnen viel Spaß.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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