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Grundlagen der Gestaltung: Layout

Satzspiegel

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In diesem Video lernen Sie alles kennen, was zu einem Satzspiegel gehört: Format, Ränder, Spalten, Hilfslinien und das Grundlinienraster.
04:46

Transkript

Wie richte ich eine Seite für mein Magazin-Layout ein? Zu Beginn jedes neuen Projektes muss das Seitenformat gewählt werden. Danach kommt als zweiter Schritt der Satzspiegel. Der Begriff Satzspiegel stammt aus der Zeit des Bleisatzes und Buchdrucks und beschreibt, dass auf einem vorgegebenen Druckformat Textzeilen in Form von Bleilettern gesetzt wurden und zwar spiegelverkehrt. Erst zum Schluss wurde dieser Satzspiegel mit der Drucker erschwert zu versehen und das Papier über eine Druckerpresse auf diesem Satzspielgel gepresst. Hierdurch ergab sich erst das Druckbild in Form von lesbaren Textzeilen. Der Satzspiegel ist heute weniger dominant, da wir mit dem Computer nicht mehr spiegelbildlich gestalten, sondern direkt das Layout am Monitor formatieren. Zum Satzspiegel gehören zunächst die Ränder. Bei einem einfachen Plakat ist das vergleichsweise simpel. Bei einer Doppelseite für ein Magazin entgegen gibt es linke und rechte Seitenp. Somit sind die Ränder auch anders zu wählen. Neben den Angaben oben und unten müssen wir auch bedenken, wie eng das Layout in dem Bund laufen soll oder darf und wie breit der Seitenrand gewählt wird. Im Layout von Buchseiten wird der Satzspiegel anhand der Proportionen aus dem Goldenen Schnitt, aus den Diagonalen der Einzel- und der Doppelseite konstruiert. Die Ränder stehen dann automatisch in einem gegenseitigen Proportionsverhältnis. Dabei wird der Satzspiegel insgesamt eher zum Bund hin ausgerichtet. Die äußeren Seitenränder sind breiter als die inneren. Bei einem Magazin hingegen werden die Layoutangaben freier interpretiert, sodass eine gute Spaltenbreite auf der Doppelseite erreicht wird. Die nächsten Angaben sind die Unterteilung des inneren Bereiches in Textspalten. Diese Spalten richten sich in der Breite an der Anzahl der möglichen Schriftzeichen pro Zeile. Empfohlen wird eine Anzahl von 40 bis 60 Zeichen pro Zeile für eine optimale Lesbarkeit. Diese Anzahl hängt natürlich auch von der Wahl der Grundschrift ab. Hier ist also die Anzahl der Spalten kein feststehendes Gesetz, sondern geht ein Wechselspiel mit der Wahl der Grundschift ein. Nutze ich eine hohe Grundschrift, so wähle ich zwei Spalten pro Seite. Ist die Grundschrift dagegen eher niedrig, so können auch dreispaltige Layouts verwendet werden. Das letzte Element im Satzspiegel ist das Grundlinienraster. Dieses Raster ist dazu da, alle Textzeilen der Grundschrift auszurichten, damit diese Zeilen immer auf derselben Höhe auf der Seite stehen, und zwar auf allen Seiten im Magazin. Dies nennt man Registerhaltigkeit. Warum wird die so gemacht? An sich kann ich jede Textzeile im Layout frei verschieben, versetzen oder verdrehen. Anhand des Buchdrucks lässt sich das Problem schnell verdeutlichen. Wird ein Grundliniensraster nicht verwendet, so scheinen zwischen den Textzeilen der sichtbaren Seite die Textzeilen der Rückseite hindurch. Dies führt zu ungewollten Effekten. Bei eher dünnem oder durchsichtigem Papier kann das zu einer schlechten Lesbarkeit führen. Daher werden alle Textzeilen am Grundlinienraster ausgerichtet. Die Zeilen auf der sichtbaren Seite liegen also auf derselben Höhe, wie die Zeilen der Rückseite. Somit behindern sich Schön- und Widerdruck nicht in der Lesbarkeit, auch wenn das Papier ein geringes Gewicht hat. Eigentlich ist nun alles fertig. Neben den Rändern sorgen die Textspalten für Ordnung und das Grundlinienraster für beste Lesbarkeit. Der Satzspiegel kann im modernen Layout am Computer noch mit Hilfslinien ergänzt werden. Diese Hilfslinien können zum einen frei auf dem Format angelegt werden, jedoch ist auch hier eine Form der Wiederholung vergleichbar zu den Textspalten sinnvoll. Eine Möglichkeit besteht darin, den Satzspiegel mittels Hilfslinien so zu unterteilen, dass diese Linien jede Textspalten noch einmal unterteilen. Nutze ich also ein einfaches zweispaltiges Layout, so können Bilder und Grafiken auch an der Hälfte einer Spalte ausgerichtet werden. So ergeben sich interessante Kombinationen aus Textspalten und Bildern in Verbindung mit Weißraum. Sie sehen also auch wenn noch gar keine Inhalte auf den Seiten platziert sind, so ist doch der unsichtbare Satzspiegel sehr prägnant für die weiteren Layout-Schritte.

Grundlagen der Gestaltung: Layout

Erfahren Sie am praktischen Beispiel, wie Sie das Layout von Magazinen, Zeitungen, Websites und weiteren Medien optimal gestalten und so zu professionellen Ergebnissen gelangen.

3 Std. 56 min (50 Videos)
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