Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Sammlungen für VDI erstellen

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Lassen Sie sich in diesem Video von Thomas Joos erklären, wie Sie eine Sammlung virtueller Computer für die virtuelle Bereitstellung von Windows 10 über die Remotedesktopdienste anlegen.
09:26

Transkript

Wenn Sie die Remotedesktopdienste auf Basis einer virtuellen Bereitstellung von Computern installiert haben, sieht die Konfiguration danach im Grund genommen genauso aus, wie bei der sitzungsbasierten Bereitstellung, mit dem Unterschied, dass die Anwender nicht mit dem Desktop des Server arbeiten beziehungsweise mit Remote-Apps, sondern per RDP-Protokoll mit virtuellen WINDOWS 10-Computern verbunden werden. Sie sehen das auch daran, dass auf dem Remotedesktop-Sitzungshost Hyper-V installiert wird und der Hyper-V-Manager. Auf diesem Sitzungshost habe ich jetzt hier zusätzlich noch WINDOWS 10 als Arbeitsstation installiert, das heißt, Sie müssen im Rahmen der Bereitstellung als VM auch WINDOWS 10 installieren und WINDOWS 10 mit dem Programm "sysprep" generalisieren. Auf Basis dieser virtuellen Maschine, die dann auch ausgeschaltet sein muss, können Sie eine Desktop-Sammlung erstellen, auf deren Basis die Remotedesktop-Protokolle wiederum neue WINDOWS 10-Computer erstellen, mit denen die einzelnen Anwender verbunden werden. Die Konfiguration dazu ist im Grunde genommen relativ einfach, Sie wechseln auch hier im Server-Manager zu den Remotedesktopdiensten und hier sehen Sie jetzt zum einen bei den Bereitstellungsservern, welche Bereitstellungsserver zur Verfügung stehen, und hier ist der zentrale Punkt, der RD-Virtualisierungshost. Dabei handelt es sich also um den Hyper-V-Server, auf dem die virtuellen WINDOWS 10-Computer bereitgestellt werden. Über den Bereich "Sammlungen" erstellen Sie genauso Sammlungen, wie bei der sitzungsbasierten Bereitstellung, nur mit dem Unterschied, dass Sie hier virtuelle Desktops erstellen. Der Assistent hilft Ihnen dabei auf Basis eines vorhandenen WINDOWS 10-Computers, solche virtuellen Computer zu erstellen über deren Basis wiederum die virtuellen Desktops zur Verfügung gestellt werden. Auf der ersten Seite erhalten Sie zunächst eine Information, was Sie alles benötigen und was der Agent alles einrichtet. Danach geben Sie den Namen der Sammlung ein, genauso wie bei einer herkömmlichen Bereitstellung einer Sammlung. Und jetzt legen Sie fest, auf welcher Basis Sie den Sammlungstyp erstellen wollen. Sie können entweder einen Pool verwenden, in diesem Fall werden die Benutzer immer mit einem freien virtuellen Computer und dessen virtuellen Desktop verbunden. Oder Sie können festlegen, dass bestimmte Benutzer einen persönlichen Desktop erhalten, dann werden diese immer mit dem gleichen virtuellen Computer verbunden. Zusätzlich können Sie natürlich noch festlegen, dass die virtuellen Desktops automatisch erstellt werden, das heißt, Sie müssen nur einen WINDOWS 10-Computer bereitstellen und dieser WINDOWS 10-Computer in Hyper-V dient als Vorlage für die anderen Computer, über welche die Desktops bereitgestellt werden. Auf der nächsten Seite des Assistenten wählen Sie aus, welche VM im Netzwerk Sie dafür verwenden wollen. Ich verwende jetzt hier den WINDOWS 10-Desktop auf dem Remotedesktop- Virtualisierungshostserver, also auf dem Hyper-V-Server "vm.contoso.int". Der Assistent überprüft, lässt sich auf Basis dieses Computers eine Vorlage erstellen, danach kann ich festlegen, wie sollen denn die virtuellen Computer erstellt werden, die auf diesem WINDOWS 10-Computer aufbauen. Hier kann ich entweder die Einstellungen im Assistenten vorgeben oder ich verwende eine vorher definierte "sysprep"-Datei. Ich wähle hier jetzt die Option, dass ich die Einstellungen hier manuell vorgeben möchte. Jetzt kann ich festlegen, welche Zeitzone soll denn auf diesen virtuellen Computern verwendet werden, wenn sich Benutzer mit den virtuellen Computern verbinden. Ich kann festlegen, ob der virtuelle Computer Mitglied einer Domäne sein soll, hier wähle ich die Domäne "contoso.int" und ich könnte hier jetzt auch gleich festlegen, in welche Organisationseinheit soll der Computer verschoben werden. Das lege ich hier ebenfalls fest. Hier könnte ich jetzt noch einen "Distinguished Name" für eine Organisationseinheit festlegen, wenn es noch keine Organisationseinheit gibt oder wenn die Organisationseinheit hier noch nicht angezeigt wird. Danach legen Sie fest, welche Benutzer sollen denn, ähnlich wie bei einer herkömmlichen Sammlung, Zugriff erhalten. Und hier wähle ich jetzt die Domänen-Benutzer. In einer produktiven Umgebung würden Sie hier nicht die Domänen-Benutzer verwenden, sondern Sie würden hier jetzt eben eine eigene Gruppe anlegen, die einzelnen Benutzerkonten in die Gruppe aufnehmen, und nur wenn ein Benutzer Mitglied dieser Gruppe hier ist, darf er auf die virtuellen Computer zugreifen. Im unteren Bereich legen Sie fest, wie sollen denn die Computernamen sein, hier können Sie das Präfix festlegen und das Suffix für den Computernamen des virtuellen Desktops. Sie können festlegen, auf welchem Remotedesktop-Virtualisierunghost virtuelle Desktops erstellt werden sollen und welcher Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Sie können festlegen, wo die VM's gespeichert werden sollen, also hier stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, entweder direkt auf den Virtualisierungshost, Sie können festlegen, auf eine Netzwerkfreigabe die VM zu speichern, in einem freigegebenen Clustervolume, wenn Sie das Ganze clustern, und natürlich auch verschiedene andere Pfade. Wie bei einer normalen Sitzung können Sie hier noch einen Benutzerprofil-Datenträger festlegen, also sicherstellen, dass die Benutzerprofile in irgendeiner Freigabe oder im Netzwerk gespeichert werden. Das möchte ich jetzt hier nicht machen. Und mit Bestätigung wird jetzt die von mir gewünschte Sammlung erstellt. Das Ganze dauert einige Zeit. Auf Basis der von mir konfigurierten VM werden jetzt weitere VM's erstellt, mit denen sich die Benutzer verbinden können. Sobald die Sammlung erstellt ist, können Sie im Hyper-V-Manager schon überprüfen, ob neue virtuelle Computer erstellt werden. Die virtuellen Computer werden auf Basis der Vorlage erstellt, die Sie in der Sammlung festgelegt haben. Sie nutzen dazu zum Beispiel einen WINDOWS 10-Computer, den Sie mit "sysprep" vorbereitet haben, genauso wie bei einer Bereitstellung von WINDOWS 10. Und die Sammlung wurde jetzt im Hintergrund erstellt. Ich sehe auch hier die Zusammenfassung in einem Pool, könnte natürlich jederzeit die Aufgabe hier abbrechen, also es werden jetzt hier im Hintergrund weitere virtuelle Computer erstellt. Ich sehe hier bei der Übersicht dann auch entsprechend die verschiedenen Möglichkeiten zur Konfiguration, die ich habe, genauso wie bei einer sitzungsbasierten Bereitstellung. Der größte Unterschied besteht im Grund genommen darin, dass Sie einen virtuellen WINDOWS 10-Computer nutzen und die virtuellen WINDOWS 10-Computer hier als Sammlung zur Verfügung gestellt werden. Wenn Sie sich mit dem Remotedesktop-Web verbinden, für eine Sammlung von virtuellen Computern, sehen Sie hier nicht den Desktop des Servers beziehungsweise die Remote-Apps, sondern Sie sehen jetzt hier die zur Verfügung gestellten virtuellen Desktops auf Basis des virtuellen WINDOWS 10-Computers. Und wenn Anwender auf diesen Link klicken, wird eine RDP-Sitzung mit dem virtuellen Desktop des WINDOWS 10-Computers aufgebaut. Auch hier funktioniert die Verbindung also im Grunde genommen genauso, wie bei herkömmlichen Remote-Apps beziehungsweise dem Desktop des Remotedesktop-Sitzungshostservers. Der Unterschied ist im Grunde genommen darin, dass es sich hierbei um virtuelle WINDOWS 10-Computer handelt. Die Verwaltung nehmen Sie auch hier über den Server-Manager vor und hier können Sie auch die Bereitstellungsübersicht anpassen. Sie müssen auch hier darauf achten, dass Sie zum einen die Remotedesktop-Lizensierung verwenden, denn auch wenn der Remote-Desktop auf dem WINDOWS 10-Computer verwendet wird, brauchen Sie Remotedesktop-Cals. Das Ganze müssen sie von einem Lizensierungs-Spezialisten erwerben und dann hier über die Remotedesktop-Lizensierung genauso konfigurieren, wie bei einer herkömmlichen Sitzung. Über das Remotedesktop-Gateway können Sie wiederum sicherstellen, dass Sie zum Beispiel über das Internet, über das Gateway eine Verbindung zum RDP-Protokoll erhalten, das heißt, über das Remotedesktop-Gateway verbinden Sie sich mit HTTPS und ab diesem Moment, wenn die Verbindung hier auf dem Remotedesktop-Gateway eingegangen ist, ebenfalls zum Beispiel über Web-Access, werden die Datenpakete in RDP umgewandelt und Computer können über geschützte Netzwerke oder eben über das Internet auf das RDP-Protokoll zugeifen. Auch hier ist es wichtig, dass Sie die Remotedesktop-Lizensierung entsprechend angepasst haben.

Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Lernen Sie die Installation, Vewaltung und Optimierung der Remotedesktopdienste des Windows Server 2016.

2 Std. 11 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.05.2017

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