Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Safety first: Ebenen fixieren

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
07:04
  Lesezeichen setzen

Transkript

Heute möchte ich Ihnen mal zeigen, warum es wichtig ist, bestimmte Ebenen, vor dem Verschieben zu schützen. Denn das Verschieben, das passiert mitunter auch unabsichtlich, und schneller als es Ihnen lieb ist. Und dafür möchte ich Ihnen jetzt einfach mal ein Beispiel geben. Nehmen wir mal an, ich möchte hier einzelne Bereiche im Bild etwas akzentuieren, also durch "Dodge & Burn" beispielsweise. Dann lege ich mir eine neutral graugefüllte Ebene an. Also ich klicke mit gehaltener Alt-Taste ein Mal auf das Symbol für "Neue Ebene", nenne das Ganze hier "Dodge & Burn" und wähle hier als Füllmethode "Weiches Licht" und lasse das "Mit neutraler Farbe für den Modus "Weiches Licht" füllen", also mit 50 % Grau, klicke auf "OK" und wähle mir jetzt hier mal den Nachbelichter beziehungsweise Abwädler, also diese beiden Werkzeuge hier, und ich nehme jetzt mal den Abwädler, nehme mir eine kleine Pinselspitze und würde sagen, ich möchte hier die Bäume etwas aufhellen, also etwas plastischer gestalten. Ich male da einfach mal so ein bisschen drüber. So, und es soll nur ganz grob sein, denn ich möchte hier nur das Problem mal zeigen. Ich kann ja auch die Lichter ein bisschen verstärken. So, also ein bisschen mehr leuchten lassen. Auch hier das Boot kann ich vielleicht ein bisschen akzentuieren, und hier das Gras, was da drin wächst. Und dann wähle ich den Nachbelichter und mache genau das Gleiche. Nur dass ich jetzt hier bestimmte Bereiche abdunkle, also beispielsweise die gegenüber liegende Hälfte des Stammes, sodass dieser ein bisschen plastischer wirkt. Oder hier unten den Boots-Bereich, den kann ich auch noch ein bisschen abdunkeln oder hier die Bildecken. Ja, also wenn ich jetzt hier mal vergleiche, vorher-nachher. Okay, ist jetzt ein "Quick-and-Dirty"-Effekt, aber so weit, so gut. Das Problem ist, dass Sie ja manchmal das Bild auch ein bisschen hin und her schieben, gerade wenn Sie reingezoomt arbeiten, dann nimmt ja die Leertaste und macht hier so ein bisschen Hin- und Hergeschiebe, um an die richtige Bildstelle zu kommen, und wenn Sie sich dabei einmal verdrücken und die Command-Taste drücken, dann verschieben Sie diese Ebene. Und das war jetzt nur ein Millimeter, sodass das vielleicht gar nicht auffällt, aber schauen Sie mal hier. Dieser Bereich, der liegt jetzt nicht mehr an der Stelle, wo er hingehört, ja, und das kann man schon mal leicht übersehen. In diesem Fall würde das vielleicht noch als lustiger Lichtschein durchgehen, aber nehmen wir mal an, Sie haben eine Beauty-Retusche gemacht und da wirklich Porenweise ganz genau und sorgfältig retuschiert mit "Dodge & Burn", und dann haben Sie es vielleicht nur einen Millimeter verschoben, merken es nicht und arbeiten dann weiter, und merken es dann irgendwann doch, dass da irgendwas nicht stimmt. Dass Sie Bildfehler produziert haben. Ja, und das heißt dann nichts anderes, als dass Sie die ganzen Schritte rückgängig machen können, falls es noch möglich ist, und Sie die Datei nicht zwischenzeitlich bereits einmal geschlossen haben. Oder Sie müssen das Ganze eben noch mal neu machen. Und jetzt kann ich es noch mal rückgängig machen. Ich habe es ja gemerkt. Was noch eine Fehlerquelle ist beispielsweise, wenn Sie das Verschieben-Werkzeug aktiv haben, dann kommen Sie eben mal auf die Pfeiltasten vielleicht ein paar Mal, und das sind dann wirklich nur Millimeter, die jetzt bei diesem Bild nicht so die Rolle spielen, aber wenn das dann wirklich bei einer präzisen "Dodge & Burn"-Retusche passiert, dann ist das natürlich fatal. Ja, und deshalb würde ich Ihnen empfehlen, solche Ebenen wirklich immer sofort zu sperren, und zwar hier für die Position. Also, immer dieses Häkchen setzen, denn dann kann nichts passieren, wenn Sie dann hier einmal drüber fahren mit dem Verschieben-Werkzeug. Dann kommt gleich die Warnung: "Das Verschieben-Werkzeug konnte nicht benutzt werden, weil die Ebene fixiert ist. Und damit Sie auch diesen Schritt nicht vergessen, würde ich Ihnen empfehlen, solche Ebenen immer über eine Aktion anzulegen, denn dann können Sie diesen Schritt gleich Mitaufzeichnen. Diese Sperrung. Und genau das Gleiche gilt natürlich auch, wenn Sie mit Gradationskurven arbeiten und hier einzelne Bereiche ja, umfärben wollen. Vielleicht etwas gelber gestalten oder den Kontrast etwas verändern, sowie jetzt hier für das Boot. Und wenn Sie das dann da einmalen mit dem Pinsel, oder wenn Sie diesen Effekt jetzt wo anders wegmalen, hier an anderen Bildstellen, dann ist das alles gut und schön. Natürlich muss man dann mit Schwarz malen und nicht mit Weiß. Auch ein beliebter Fehler. So. Ja, und dann hat man hier diesen schnellen, subtilen Farbeffekt. Aber auch hier kann das Gleiche passieren, dass wir das mal verschieben. Also würde ich auch empfehlen, immer mit dieser Positions-Sperre zu arbeiten. Bei Fotomontagen ist es noch ganz ähnlich, nur da haben Sie noch ein zusätzliches Problem, dass Sie einzelne Ebenen getrennt voneinander verschieben können. Und auch dafür möchte ich Ihnen mal schnell eine Lösung zeigen. Und ich nehme mal hier das Schnellauswahlwerkzeug, und nehme mal an, ich habe hier das Boot ausgewählt, und das ist jetzt eine Fotomontage, würde ich mal sagen. Also, nur mal so angenommen. Und das ist jetzt mein Element. Das hebe ich auf eine neue Ebene mit "Command+J". Das ist also mein grob freigestelltes Boot, so, und jetzt habe ich für dieses Boot, zum Beispiel, eine Farbkorrektur durchgeführt und eine Schnittmaske gemacht, und dann hier genau das Gleiche gemacht. Es ein bisschen aufgehellt und vielleicht etwas Blau hinzugegeben und vielleicht etwas Rot ebenfalls, aber nicht so viel in den Tiefen. Okay, dann habe ich so eine kleine Farbkorrektur, und die passt mit jetzt vielleicht an einigen Stellen nicht so richtig. Ich nehme also den Pinsel und male die hier wieder weg diese Korrektur. Ja, und jetzt verschiebe ich dieses Element, und dadurch wird diese Einstellungsebene natürlich nicht mitverschoben, und die Korrektur bleibt jetzt an dieser Stelle hängen. Und das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, gerade bei Fotomontagen, falls Sie dann später ein Element doch noch an eine andere Stelle verschieben möchten, dann ist es natürlich sinnvoll, wenn dann die Korrektur mitwandert. Der sicherste Weg dabei ist, wenn Sie beide Ebenen markieren und dann hier auf dieses Kettensymbol klicken. Denn jetzt sind diese beiden Ebenen verknüpft und wenn ich die jetzt verschiebe, dann verschiebt sich auch hier, das sehen Sie an der Maske, die entsprechende Maskierung mit. Also dann sind Sie auf der sicheren Seite, egal welche Ebene Sie verschieben. Ich kann jetzt hier auch diese einzelne Ebene verschieben, die Einstellungsebene also, oder ich kann die Bootsebene verschieben. Das spielt keine Rolle. Und dafür ist diese Verkettung da. Was Sie natürlich auch machen können, ist es hier solche Ebenen für ein einzelnes Element in eine Gruppe zu packen Das sorgt nicht nur für mehr Übersichtlichkeit, sondern Sie können diese Gruppe ebenfalls jetzt unkompliziert verschieben. Aber ohne die Verkettung, würde hier genau das Gleiche passieren, wenn Sie hier die Verkettung aufheben. Wenn Sie die Gruppe verschieben, ist alles in Ordnung. Ja, dann wird alles verschoben. Aber wenn Sie nicht dran denken und hier vielleicht doch mal das Boot verschieben, ohne an die Gradationskurve zu denken, ja, dann haben Sie genau den gleichen Fehler, wie ohne diese Verknüpfung. Also im Zweifel sollten Sie Ebenen, die zusammen gehören, immer zusätzlich verknüpfen, denn dann sind Sie auf der sicheren Seite und können jede Ebene einzeln verschieben, ohne dass sich die Ebenen zueinander relativ noch mal verschieben. Das sind so die wichtigsten Tipps, die ich für Sie zu diesem Thema habe, also zum Thema "Sicherheit geht vor". Gerade "Dodge & Burn"-Ebenen, Einstellungsebenen mit genauen Masken und eben Einzelelemente für Fotomontagen sollten Sie immer in der Position schützen beziehungsweise mit ihren zugehörigen Einstellungsebenen verknüpfen. Und ich denke mal, das wird Ihnen die Frustration in Photoshop deutlich ersparen, wenn Sie diese Funktionen häufiger nutzen.