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Responsive Webdesign: Workflow

RWD verkaufen

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Sehen Sie hier, wie viel responsives Webdesign kostet – und wie man es am besten verkauft.

Transkript

Widmen wir uns nun einigen praktischen Lösungen zu, die im Responsive Webdesign Workflow eine Herausforderung darstellen. Beispielsweise wie wird Responsive Webdesign überhaupt verkauft? Früher war das recht einfach, man konnte sagen: Drei Sitentypen, dafür müssten wir 3 PDSs herstellen, die kosten so uns so viel und dann wird weitergemacht. Nun haben wir einen iterativen Prozess, von dem nicht wissen, wie lange er dauert. Wichtig ist am Anfang, wir benötigen Basiswissen, auch auf Seiten des Kunden. Das heißt, wir müssen zunächst einmal Consulting verkaufen. Wir müssen den Kunden schulen, was es bedeutet ein Responsive Webdesign Workflow zu gehen: Welche Elemente dort vonnöten sind, wie viel Zeit der einplanen muss, welche Entscheidungen er treffen muss und so weiter und so fort. Weiterhin benötigen wir Workshops. Das heißt, es gibt Anforderungsworkshops, Entscheidungsworkshops, wir brauchen Inhaltsworkshops eventuell um den Content-Order durchzuführen, wir müssen Wireframes erstellen und diese mit dem Kunden absprechen, wir müssen den Clickdummy präsentieren und testen und mit dem Kunden zusammen eruieren und natürlich müssen wir auf die Prozesse achten. Weiterhin können wir und sollten Design verkaufen, also Moodboard, Briefings und das Moodboard an sich, die Darstellung, die Präsentation und die Veränderungen, Style Tiles, Linear Design, Element Design und letztlich Atomic Design. Das alle sind Elemente, die wir dem Kunden verkaufen können. Zudem verkaufen wir natürlich die Programmierung. Das heißt, der Content Dummy wird erstellt, der Clickdummy, der Prototyp und dann das fertige Ergebnis. Letztlich auch die Integration in Content- Managment-Systeme und Ähnliche. Und nicht zu vergessen das Testing. Dieses soll immer extra ausgerissen werden, da der Testingaufwand exponentiell steigen kann, je mehr Geräte man hat. Somit kann man den Testingaufwand flexibel halten, wenn man ihn an eigenen Abgebotspunkt auslagert. Was für allem nicht verkaufen sollten, niemals und zu keiner Zeit, sind PSDs oder ähnliche Dokumente, also statische Dokumente. Wenn wir hier noch einmal darüber nachdenken, stellen wir auch fest, warum es nicht funktionieren kann. Das Web ist ein dynamisches Medium, während ein PSD beispielsweise immer ein statisches ist. Wir haben gelernt, dass wir in diesem Prozess niemals Layouts verwenden dürfen und daher dürfen an dieser Stelle auch niemals Layouts in Rechnung stellen. Also Full Layouts dürfen nicht verwendet werden, allerdings natürlich Elemente und diese werden von Designern erstellt, das können wir natürlich schon verkaufen. Weiterhin müssen wir darauf achten, dass wir Responsive Webdesign niemals als AddOn verkaufen. Es ist nicht möglich auf eine bestehende Webseite Responsive Webdesign drüber zu stülpen, denn Responsive Webdesign ist kein Feature. Es gibt natürlich Kunden, die sagen: Nun wir haben eine Webseite gerelaunched vielleicht vor zwei oder drei Jahren und die wollen wir genauso beibehalten, aber nun soll sie natürlich Responsive werden, also machen Sie mal was, dass das funktioniert. Auch wenn es theoretisch einen mobil ähnlichen Zustand geben kann, das heißt, ein mobil fähigen Zustand, so ist das noch lange nicht Responsive Webdesign. Dafür müsste ich die Seite komplett neu anfassen, und komplett neu aufbauen. Obgleich es natürlich manchmal sinnvoll ist, oder sinnvoll sein kann, eine bestehende Webseite schlicht zu optimieren. Dann sollte man allerdings auch das Wort RWD vermeiden. Und wir sollten auch unbedingt vermeiden, dass wir mit Designern zusammenarbeiten, die keine Erfahrung in RWD haben. Denn die liefern uns 120 Photoshop-Dokumente, ändern dort in manchen etwas und in manchen auch nicht und so weiter und so fort. Und weiterhin, kein spezielles RWD Problem, aber wir müssen natürlich nach vorne schauen, wir sollten nicht für das sogenannte History Museum entwickeln. Das Web existiert in der Gegenwart und vor allem in der Zukunft und daher sollte man sich versuchen möglich schnell von alten Browsern zu trennen. Und diese vielleicht nur noch marginal unterstützen, beispielsweise mit dem Linear Design. So könnte man den Internet Explorer 7 und 8 nur noch mit Linear Design ausliefern und die neueren Browser mit einem richtigen Design. Nun kommt es oft zu Fragen von Kunden, zum Beispiel: Wie viel kostet nun eigentlich RWD? Oder ganz besonders schlimm: Wie viel kostet es denn mehr, wenn wir RWD machen? Die einzige richtige Antwort ist: Natürlich mehr als ohne. Völlig klar! Aber was ist die Alternative? Zwei Webseiten? Eine normale und eine mobile? Man muss heutzutage auf alle Zugangsgeräte eingehen. Das heißt, man wird es auf jeden Fall machen müssen. Man könnte allerdings, und das ist ein Erfahrungswert Sage, dass Responsive Webdesign, wenn es richtig gemacht wird und von vorne an richtig angegangen wird, ungefähr zweimal dem Aufwand entspricht, den man ohne RWD hätte. Ausgenommen natürlich die Content Konzeptionsworkshops, die auch bei einer normalen Webseite, oder klassischen Webseite, ohnehin anfallen sollten. Das heißt, man hat zweimal den Aufwand des Frontends um ungefähr auf den Wert zu kommen den RWD betriebswirtschaftlich ausmacht. Kunden sagen aber oft so etwas wie: Wir fangen jetzt schon mal an und machen RWD dann später in einem zweiten Schritt. Nein, niemals. Entweder von Anfang an oder beim nächsten Relaunch. Oder man versucht das Word RWD zu vermeiden, denn dann hat man eine andere Vorgehensweise. Manchmal sagt der Kunde auch: Kein Problem, wir haben eigene Designern. Dann stellen Sie aber wirklich wirklich sicher, dass diese Designer auch ein tiefes und umfangreiches Verständnis des Prozesses haben. Notfalls verkaufen Sie ihn ein Consulting. Oder ansonsten lieber jemanden anderen beauftragen oder dann die Rechnung dafür zahlen. Und wenn der Kunde sagt, wir machen es wie immer mit PSD-Layouts, das hat immer funktioniert, das wird jetzt auch funktionieren, dann weigern Sie sich. Nein, nein und nochmals nein. Kein PSD, niemals. Oder ein narrensicher Vertrag besorgen, oder ein wirklich guten Anwalt, oder ein Kreidt aufnehmen. Der Kunde könnte auch sagen: Machen Sie nun mal Ihre Responsive, aber wir haben dafür keine Zeit. Das ist allerdings dann schwierig, denn wir haben gesehen, dass Responsive Webdesign ein iterativer Prozess ist, wo mit dem Kunden zusammenarbeiten müssen. Der Kunde muss Zeit in seine Webseite investieren. Das ist auch völlig normal, denn die Agentur macht eine Webseite niemals zum Selbstzweck. Das heißt, der Kunde sollte sich Zeit nehmen, und proportional zum Kunden und seiner Zeit wird sich auch die Qualität verändern. Und wenn er am Schluss ein Festpreis haben will für Responsive, nun ja, ungefähr mit dem doppelten Aufwand fürs Forntend und wenn man natürlich entsprechende Erfahrung mitbringt, sollte man auf der sicheren Seite sein. Und Kunden fragen oft auch mal: Was hat den RWD in Ihrem letzten Projekt gekostet? Und dort merkt man auch, dass der Kunde immer noch die Produktdenke hat, denn man könnten ihn auch fragen: Was hat das letzte Haus, Auto oder Whirlpool gekostet? Die Frage ist sinnbefreit. In einem Projekt könnte Responsive Webdesign sehr billig sein, weil sich vielleicht wenig Breakpoinst ergeben haben, weil es sehr einfach war das zu realisieren. Und in einem anderen Projekt, das zwar vielleicht deutlich weniger Seiten hat, könnte es zu mehr Breakpoints aufgrund des Contents gekommen sein und schon es ist teurer.

Responsive Webdesign: Workflow

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1 Std. 34 min (19 Videos)
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