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Visual Effects erzeugen mit After Effects und Cinema 4D

Roto-Pinsel-Werkzeug-Setup

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Die Wahl eines sinnvollen Setups für das Roto-Pinsel-Werkzeug stellt eine wichtige Aufgabe vor der Freistellung eines Objekts in Adobe After Effects dar.

Transkript

Uli) Die nächste Aufgabe ist jetzt hier die Freistellung des Darstellers, der soll wieder vor den Bällen auftauchen, das heißt, wir können uns die Filmebene mal duplizieren, ich drücke dafür Steuerung, beziehungsweise Command+D, und die legen wir erstmal ganz nach oben, weil die im Vordergrund auftauchen soll. Jetzt können wir auch kucken, wo beginnt die Szene, ich schalte mal diese Ebene auf Solo, damit wir jetzt nur noch eine Ebene haben, geht natürlich auch vom Rendering viel schneller, es beginnt in etwa dort, wo er sich darauf zubewegt, wobei die Bälle ja kaum da drunter durch scheinen. Wir brauchen es hier wahrscheinlich noch nicht, weil wir sehen die Bälle nicht da drunter, in sofern beginnt es wohl da, wo er das Tor hochnimmt, würde ich mal tippen, ungefähr ab hier. (Sven) Die Arbeit wäre ja die gleiche, wenn man früher anfangen würde, nur dass man dann eben schon die Beine -- (Uli) Genau, man hat dann noch mehr Spaß, genau so, Bild für Bild für Bild, (Sven) So viel Spaß gönnen wir uns, wir sind (Uli) Nee, wir sind am arbeiten, wir müssen das Ganze ungefähr bis da, wo er aus dem Bild rauskommt, da endet der Spaß dann eben auch, und das Kopieren ist wirklich so, du hast das erste Bild fertig und gehst zum nächsten Bild und fängst wieder von vorne an. After Effects kann einem mit Hilfe von diesem Rotobrush viel Arbeit abnehmen. Jetzt kann man überlegen, normalerweise bei der Aufnahme, man hätte mit Keying arbeiten können, dann hätten wir das vor Greenscreen filmen können, das wäre jetzt gar nicht möglich gewesen, weil das ist ja jetzt kein CGI, das soll ja Realfilm sein, das Tor, also Keying fiel aus, bleibt jetzt also nur noch der aufwendige Weg, das freizustellen. Und ich habe schon darauf geachtet, dass er sich gut vom Hintergrund abhebt, es gibt sicherlich hier und da mal Dinge, die etwas schwieriger sind, gerade wenn sich die Hände bewegen, da werden wir etwas Spaß damit haben. Ich beginne in der Regel so, dass ich mir für den Rotobrush ein Setup überlege, was Sinn ergibt, und mit diesem Setup arbeite. Das heißt, wir gehen mal in den Rotobrush, machen mal einen Doppelklick hier drauf, und jetzt brauchen wir etwas mehr Platz, ich drücke mal die Taste Ü, dass wir hier einfach genug Platz haben, mit gedrückter Steuerungs- und CMD-Taste und der linken Maustaste kann man erstmal die Größe der Rotobrush-Pinselspitze bestimmen. Und hier gehen wir jetzt einfach mal rein, und markieren, was zum Darsteller gehört. natürlich auch mit kleinerer Pinselspitze, hier noch die Arme. (Sven) Das heißt, was du da an Vorschau siehst, ob es der grüne Pinsel ist oder nicht, hängt von der Größe der Pinselspitze ab. (Uli) Absolut, genau, genau. Das ist ein bisschen wie, wer das kennt, die Schnellauswahl in Photoshop, kommt dem recht nahe, also man malt über die Bereiche, die zur Maske gehören. Wichtig ist, das sollte man auch in einer guten Qualität machen, das heißt, wir haben jetzt eh' die anderen Ebenen ausgeschaltet und unsichtbar, wir gönnen uns jetzt hier mal die 100% Qualität, also gehen hier wirklich auf volle Auflösung, denn das hat auch Auswirkungen auf die Berechnung dieses Brushes, man sieht, es wird jetzt hier ein bisschen feiner, jetzt kann ich mir überlegen, hier sehen wir so einen kleinen Berechnungsfehler, dort müsste ich jetzt mit gedrückter Alt-Taste etwas abziehen, natürlich mit sehr sehr kleiner Pinselspitze, so ungefähr, und mit einer ähnlichen Pinselspitze können wir hier reingehen, und noch ein paar Bereiche hinzufügen, hier mit ALT etwas abziehen, man darf eben nur nicht über diese Bereiche, ich darf mit der ALT-Taste nicht in den Arm rein und umgekehrt eben auch. (Sven) Weder was vom Arm wegschneiden, noch am Ende zu viel daran haben. (Uli) So, ganz genau, das kann man ganz gut damit formulieren. Man fängt an, und macht jetzt hier erstmal so einen groben Bereich, und dann gucken wir gleich mal, ob wir mit dem arbeiten können. Im nächsten Schritt -- das ist natürlich fies, mit Turnschuhen, weil hier haben wir so viele verschiedene Farben, können wir, nochmal die Taste Ü drücken und hier wieder rausgehen, können wir uns jetzt einfach mal ein paar Bilder weit bewegen, das hier ist ja aktuell der Bereich, den wir rotoskopieren wollen, und der Rotobrush wird jetzt hier so ein bisschen als Effekt drumherum gelegt, und ich gehe einfach mal ein paar Bilder weiter, um zu kucken, wie der Rotobrush-Effekt, wie gut er das jetzt macht, seinen Job, oder ob da doch viel Optimierungspotential besteht, Und das kann man jetzt eben machen, wenn wir hier die Effekte öffnen, dazu drücken wir die Taste E, die Kamera-Tracker brauchen wir hier nicht mehr, aber ein Doppelklick auf den Rotopinsel gibt mir jetzt hier die Einstellung. Jedesmal, wenn ich dann jetzt die Einstellung ändere, dann muss der Bereich vom Basisbild, das Basisbild ist hier das gelbe, bis zum Bereich meines Cursors neu berechnet werden. Ich will mir möglichst wenig Arbeit machen, also schaue ich, wie ich das Ganze optimieren kann, über die sogenannte Rotopinsel-Propagierung. Da gibt es zunächst erstmal einen Suchbereich, Suchbereich hängt davon ab, wie schnell sich der Darsteller bewegt. Möglichst sollte es so sein, dass die Kante im nächsten Bild hier innerhalb des Suchbereiches liegt, und da habe ich nicht das Gefühl von einem Bild zum nächsten, dass er sich viel weiterbewegt als so, das heißt, wir können vielleicht den Suchbereich etwas verkleinern, und es gibt hier auch Schwellenwerte und Bewegungsdämpfung dafür, wenn die auf Null sind, legt After Effects jetzt wirklich eine feste Kante um meine Auswahl herum, und hier kann man eben durch diese Schwellenwerte auch wieder Zeit sparen, das heißt, After Effects analysiert so ein bisschen die Bereiche, wie schnell sich der Darsteller bewegt. Aber -- (Sven) Spare ich damit nur Zeit, oder gewinne ich damit auch Qualität, indem ich die Schwellenwerte verändere? (Uli) Es kann an beides sein, wenn der Suchradius groß ist, sucht After Effects in Bereichen, wo er vielleicht nichts zu suchen hat. Wenn ich also eine langsame Bewegung habe, sollte ich den Suchbereich möglichst klein haben, und bei einer schnellen Bewegung eben so groß, dass der Darsteller im nächsten Bild nicht aus dem Suchbereich läuft. (Sven) Ist das eine langsame oder eine schnelle Bewegung unseres Darstellers? (Uli) Definiere langsam und schnell. (sie lachen) Sehr relativ! Wir haben ja nachher diese Szene, wo er auch nach hinten springt, da denke ich mal, ist es schneller, wir haben auch Szenen, wo sich die Beine bewegen also der Fuß, macht natürlich einen wesentlich größeren Bereich, und hier sehen wir zum Beispiel, der Fuß ist nicht mehr drin, also das könnte After Effects von einem zum nächsten Bild schlecht wiederfinden, weil sich die Fußspitze einfach zu weit entfernt, dann muss man gucken, schafft man das mit einem größeren Suchradius, passt das besser hier. Der scheint es davor irgendwo verloren zu haben, hier. Da sehen wir, der Suchradius ist sehr dicht dran, die Fußspitze bewegt sich jetzt sehr weit raus, und das kann er nicht finden, in dem Fall müsste man wohl ein Stück nach oben gehen, und jetzt sieht man, er deckt das mit ab, aber vielleicht auch Bereiche, die ich nicht haben will, also es ist wirklich so ein bisschen Try and Error, auch so ein bisschen, Bild immer wieder angucken. Okay, jetzt gibt es auch noch drei Algorithmen für die Kantenfindung. Und zwar ausgewogen, es ist eine Mischung aus beiden Algorithmen. Jetzt kann man aber sagen, vorhergesagte Kanten oder aktuelle Kanten bevorzugen. Vorhergesagte Kanten bevorzugen heißt, dass After Effects eben mehr guckt, was könnte im nächsten Bild sein, also der Fokus liegt auf dem nächsten Bild, während Aktuelle Kanten, After Effects davon ausgeht, dass sich nicht viel ändert, und er versucht die Kanten in der Nähe der aktuellen Kanten zu finden. Das muss man auch wieder ausprobieren, ausgewogen heißt beides, aber ich mache es immer so, dass ich mein Playhead wegnehme vom aktuellen Bild, und wir sehen jetzt hier zum Beispiel da, bin ich nicht so ganz glücklich, und jetzt kann ich gucken, ob vorhergesagte Kanten besser funktionieren, oder aktuelle Kanten bevorzugen, oder der ausgewogene Modus. Riesenunterschiede macht es nicht, es ist auch nicht so wichtig, das heißt, wir können hier mal hin- und herschalten, aber es gibt natürlich Sinn, bevor ich mir die Mühe mache, alle als Anpassung zu machen, einmal möglichst optimale Einstellungen zu finden dafür. Es gibt eine alternative Farbabschätzung, ich habe in der Dokumentation geguckt, was es ist, da steht tatsächlich nur, probieren sie's aus, es ist ein alternativer Algorithmus, und es lohnt sich, das einmal anzuklicken, und ich würde jetzt auch sagen, zum Beispiel beim Kopf ist es mit dieser alternativen Farbabschätzung hier tatsächlich besser, und man kann einfach diese Modi jetzt noch einmal durchprobieren, ob man bessere Ergebnisse hinbekommt, aber ich würde jetzt sagen ausgewogen, mit alternativer Farbabschätzung ist ideal. (Sven) Aber man kann schon sagen, dass wenn ich beispielsweise ein sehr farbgesättigtes Bild habe, wo die alternative Farbabschätzung eher funktionieren würde, während, wenn es eher Dominanzunterschiede sind, vielleicht die Kantenfindung besser funktioniert. Kann man das sagen? (Uli) Sagen kann man das, ob das nachher stimmt, (lacht) ich will mich da nicht festlegen, ich mache es tatsächlich so, (Sven) Probierst es aus. (Uli) Ich probiere es aus, je nach Szene klicke ich da mal drauf, und gucke, ob es besser wird oder nicht, weil so sagt es auch die Dokumentation, du sollst es einfach ausprobieren, sicherlich hätte mir ein Adobe-Entwickler den Algorithmus erklären können, aber das hilft mir nicht weiter. Das sind die wichtigen Sachen des Rotopinselpropagierungs-Bereichs weil der bestimmt, wie sozusagen die Kantenerkennung funktioniert, später hat man noch Post-Effekte, wenn ich hier Änderungen mache, weil ich sage, die Kante muss weicher sein, sieht man, er muss das nicht neu berechnen, er kann ganz schnell eine neue, weichere Kante hinzufügen, das heißt, diese Eigenschaften können wir später anpassen, wichtig ist erstmal vor der Hauptarbeit, dass man hier diese Propagierungseigenschaften versucht, optimal eben einzusetzen. (Sven) Und auf die gesamte Szene bezogen, also nicht nur auf das eine Bild, sondern das wird auf die gesamte Szene bezogen. (Uli) Genau, einen möglichst längeren Bereich sozusagen -- (Sven) Die Frames, die du gerade -- (Uli) Genau. Wir haben das Setup fertig, das heißt, wir können jetzt den Rotopinsel dann benutzen.

Visual Effects erzeugen mit After Effects und Cinema 4D

Erfahren Sie, wie Sie CINEMA 4D und After Effects in Interaktion bringen, um Ihre Visual Effects-Ideen umzusetzen. Ein praktisches Beispiel demonstriert den Workflow.

3 Std. 25 min (33 Videos)
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