Premiere Pro CS6 Grundkurs

Rollen

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Mit dem Rollen-Werkzeug können Sie den Zeitpunkt eines Übergangs verschieben, ohne dass die Gesamtlänge der Sequenz verändert wird. Das Werkzeug wird oft verwendet, um J- und L-Schnitte durchzuführen, bei denen Ton vor Bild oder Bild vor Ton läuft.
09:20

Transkript

Eine sehr große Hilfe im Feinschnitt ist auch das Rollenwerkzeug, insbesondere deswegen, weil dem Rollenwerkzeug die Synchronität zwischen den Spuren völlig egal ist. Das heißt nicht, dass es sie ignoriert, sondern ich brauche sie einfach nicht zu beachten. Denn das Rollenwerkzeug ändert niemals die Gesamtlänge meines Programms. Das ist ja das, was im Werkzeug Löschen und Lücke schließen ständig passiert. Wenn ich hier irgendwo hingehe und einen Schnitt anwähle und jetzt verschiebe, - ich bin zu weit weg, brauche hier mehr Platz - so. Ich will alles sehen. Kann man auch die Rautetaste drücken, dann sieht man eigentlich alles - jetzt geht es. Wenn ich das hier verlängere, dann sieht man, ich ändere immer die Gesamtlänge meines Programms. Und das ist das, was beim Rollenwerkzeug eben nicht passiert, weil um den Faktor, um den ich den einen Clip kürze, wird der andere automatisch verlängert. Nehmen wir das Rollenwerkzeug, klicken damit auf den Schnitt und hier kann ich sehr schön sehen, dass ich diese beiden Schnitte sehr gut rollen kann. Das ist ein großartiger Effekt, denn, wenn ich die beiden Clips vom Timing her abgestimmt habe, (Leute reden im rechten Clip) dann kann ich die Schnittkante zwischen den beiden an eine beliebige Position schieben und es wird immer passen. (Leute reden im rechten Clip) Wir sehen, wie weit sie aufeinander zugekommen sind. Das kann ich jetzt hier anpassen. Das ist eine schöne Sache für den Schnittrhythmus, gerade wenn ich jetzt hier hingehe und sage, ich möchte ungefähr, weil überall die gleiche Aktion ist, auch vom Schnittrhythmus die gleichen Längen haben. Dann kann ich das jetzt hier entsprechend rollen. Wenn ich zum Beispiel hier in beiden Clips die gleiche Türgeschwindigkeit habe, kann ich sagen, ich möchte das Ganze so anpassen, dass die Tür zu Beginn noch zu ist. Ungefähr so. Spielen wir es mal ab. (Motorgeräusche) O.K., gleichzeitig. Ich möchte hier, dass sie noch nicht so weit ausgestiegen ist. Rollen wir den Schnitt rüber und wir sehen, oben links das letzte Bild vom ersten Clip, oben rechts das erste Bild vom nächsten Clip. Und auch hier passt der Schnitt sich entsprechend wieder an. Eine weitere großartige Sache ist die, dass ich das damit auf den Takt der Musik schneiden kann. Hören wir uns die Musik mal an und setzen im Takt der Musik hier oben Marken. Ich benutze dafür die Taste M. (Musik spielt) (Musik und Motorgeräusche) (Musik) (Musik. Autotüre schließen.) (Musik spielt. Leute unterhalten sich.) O.K. Ich sehe ich musste im Prinzip alle diese Schnitte ein Stück weiter nach rechts schieben und das Tolle ist, das geht mit Premiere Pro CS6. Ich habe die Möglichkeit, mehrere Schnitte hier durch ein Auswahl-Rechteck zu selektieren und jetzt kann ich alle gleichzeitig hier in Richtung der Marken schieben und muss nur noch einzelne ein bisschen nachjustieren. (Musik und Motorgeräusche) (Musik. Autotüre schließen.) (Musik. Leute unterhalten sich.) Wunderbar. Fürs Rollenwerkzeug spielt also keine Rolle, im wahrsten Sinne des Wortes, welche Synchronität ich hier zwischen den einzelnen Spuren habe. Mit dem Rollenwerkzeug kann man auch noch eine weitere nette Sache machen, einen sogenannten L- oder J-Cut. Häufig ist es so, dass - und dafür suchen wir uns mal einen Clip raus, den da oben können wir mal löschen. Hier ist so eine Erklärung. Und es ist manchmal ein bisschen langweilig, wenn alles gleichzeitig kommt. Ich glaube hier vorne passt es besser, hier im Übergang. (Musik spielt. Mann redet im Clip) O.K. Schmeißen wir die Blende nochmal raus. (Musik spielt. Mann redet.) Und ich möchte jetzt Folgendes machen. Ich möchte ganz gerne... Bin ich an der richtigen Stelle? Ja, hier ist es. Schalten wir uns die Bilder dazu ein, dann kann man das hier vielleicht besser verfolgen. So, da vorne ist der Übergang zwischen der Szene draußen und der Szene drinnen. Wir holen und dazu auch mal den Ton. Ich möchte Folgendes machen. Ich möchte als Allererstes mal hier dass das Bild, wo sie draußen sind, etwas länger steht. Dafür kann ich mit dem Rollenwerkzeug und gedrückter Alt-Taste nur das Bild nach rechts rüberrollen. Das hat den Vorteil, dass dieser Clip nach wie vor synchron bleibt. Er fängt einfach nur später an. Hören wir uns das mal an. (Musik spielt und Mann redet.) Und das erhöht ein bisschen die Spannung. Ich gehe nochmal zurück. Noch ein Stück weiter. Vielleicht müssen wir jetzt im Ton eine kleine Blende einfügen. Sagen wir hier einfach mal Sequenz Audioüberblendung anwenden. Die ist ein bisschen lang. Das kann man wieder mit dem Auswahlwerkzeug kürzen. Damit es nicht ganz so ein heftiger Bruch ist. (Musik spielt.) (Musik spielt und Mann redet.) Wir hören so ein bisschen die Spannung. Man hört ihn schon, und dann kommt der Schnitt. Finde ich als eine sehr gute Alternative an der Stelle zu einer Blende. Man nennt das einen J-Cut, weil der Ton und das Bild hier so einen Buchstaben J bilden. Es gibt auch die umgekehrte Variante, den sogenannten L-Cut, aber das glaube ich würde hier nicht so gut passen. Dafür würde ich Folgendes machen. Hier die Alt-Taste drücken, würde jetzt das Bild hier weiter nach vorne ziehen, aber man hört jetzt hier noch wie die beiden sich unterhalten. (Musik spielt. Frau lacht.) (Musik. Mann redet.) Und erst hier geht es dann mit diesem Text los. Hier würde ich tatsächlich in dem Fall lieber wieder eine Blende einfügen. Gehen wir mal auf Sequenz Videoüberblendung anwenden. Hier unten habe ich ja sozusagen durch den Ton schon in die nächste Szene übergeleitet, aber da ich hier diesen Bruch von drinnen nach draußen habe, wo jeder weiß, da ist auch ein zeitlicher Bruch zwischen, bietet es sich an hier eher mit einer Blende den Übergang zu machen. Spielen wir es nochmal ab. (Musik spielt. Frau lacht.) (Musik spielt. Mann redet.) O.K. In dieser Blende verschwimmt so ein bisschen Zeit und Raum. Man kann sich nicht mehr so gut orientieren und bei den Zuschauern, die haben es mittlerweile gut antrainiert, dass, wenn so eine Blende kommt, dass ich dann meistens in einer anderen Szene, an einem anderen Ort oder in einer anderen Zeit wieder aufwache. Klingt ein bisschen pathetisch, aber dafür sind Blenden da, um einen Szenenwechsel anzukündigen. Man sollte nicht Blenden in die Schnittabfolge, also in die einzelnen Themen hier mit reinnehmen. Das heißt, wenn ich hier mal reingehe in diese Sequenz, da würden die Blenden das Bild ganz schön kaputtmachen. Es wäre ja nichts einfach zu behaupten, ohne das mal zu zeigen. Wir wählen einfach hier mal alle Clips aus, sagen Sequenz Standardüberblendung auf Auswahl anwenden und spielen das mal ab. (Musik spielt.) (Musik und Motorgeräusche) (Musik. Autotüre schließen.) (Musik. Leute unterhalten sich.) Wirkt irgendwie wenig dynamisch. Nochmal rückgängig machen das Ganze. (Musik und Motorgeräusche) (Musik. Autotüre schließen). (Musik. Leute unterhalten sich.) Und da passt das schon besser. Womit ich gut leben könnte wären Blenden im Tonbereich an dieser Stelle, weil wir doch unterschiedliche Fahrzeuggeräusche haben, auch unterschiedliche Lautstärken. Deswegen drücke ich die Alt-Taste und ziehe hier rüber, wähle die alle aus, sage jetzt Sequenz Standardüberblendung auf Auswahl anwenden und die Auswahl ist ja momentan nur Ton gewesen. Ist ein bisschen lang geworden. Man hätte die Blendendauer vielleicht ändern müssen (Musik und Motorgeräusche) (Musik. Autotüre schließen.) (Musik. Leute unterhalten sich.) (Musik) Und so habe ich die Dynamik im Bild, aber die weichen Übergänge im Ton. Und auch hier hilft manchmal das Rollen noch ein bisschen, damit nicht alles auf einmal kommt. Wenn so der Tonschnitt und der Bildschnitt immer gleichzeitig kommt, dann ist es wie so ein Schlag vor den Kopf manchmal. Ich übertreibe ein bisschen, aber wenn ich das jetzt hier ein bisschen ändere, und mit dem Rollenwerkzeug, - Sie ahnen es, ich drücke die Alt-Taste dabei - das Ganze so ein bisschen verschiebe, dann wirkt das automatisch schon ganz anders. (Musik und Motorgeräusche) (Musik. Autotüre schließen.) (Musik. Leute unterhalten sich.) Man merkt den großen Unterschied. Es ist nicht mehr so, dass man das Gefühl hat, das sind ganz andere Geräusche. Die Geräusche gehen jetzt ineinander über, sind aber asynchron zu den Schnitten. Sie sind nicht asynchron zu den Bildern, also wenn sie jetzt hier irgendwo sagt "Los geht's", (Musik. Frau sagt: "Los geht's!") Passt noch, also es ist schon noch synchron, sonst würde uns Premiere das hier auch anzeigen, aber es fängt halt asynchron an. Und dadurch passen die einzelnen Übergänge wieder besser zusammen. Es wirkt glaubwürdiger, weil der Ton die Schnitte im Prinzip besser verbindet. Also Rollenwerkzeug, ein weiteres großartiges Werkzeug in Ihrem Werkzeugköfferchen, um den Feinschnitt noch besser zu trimmen. Wir sehen, auch wenn das vorher im Rohschnitt alles ein bisschen langweilig aussah und man vielleicht gedacht hat, das wird nie was, so langsam entwickelt sich das Ganze und mit diesen Feinheiten, mit diesen Übergängen kann man unglaublich viel dann noch wieder rausholen. Also Rollenwerkzeug genauso wichtig, um die Übergänge abzustimmen und J- und L-Schnitte hinzuzufügen wie hier das Werkzeug Löschen und Lücke schließen.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

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11 Std. 48 min (91 Videos)
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