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Premiere Pro CS6 Grundkurs

Rollen

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Das Rollen-Werkzeug dient dazu, die Schnittkante zu verschieben, ohne die Gesamtlänge des Materials zu verändern. Meistens wird das Werkzeug für den sogenannten L-Schnitt eingesetzt.
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Transkript

Das vierte Werkzeug, das so genannte Rollenwerkzeug, ist sehr praktisch, wenn man entweder einen Schnitt auf Musik, also auf den Takt, ausrichten möchte, oder wenn man einen so genannten L-Schnitt erzeugen möchte. Was macht das Rollenwerkzeug? Im Grunde genommen Folgendes: Wir können das mal simulieren mit dem Auswahlwerkzeug. Wenn ich diesen Clip hier vorne kürze, und diesen Clip jetzt hinterher schiebe, dann ist das ein klassischer Rollschnitt. Man rollt die eine Rolle auf, und die andere Rolle ab. Also die hier wird vorne aufgerollt, die hier wird weiter abgerollt, wenn man sich das Ganze als Filmrollen vorstellen möchte. Der Vorteil beim Rollen ist der, dass das Material in der Gesamtlänge nicht verändert wird. Das heißt: Ich habe hier zwölf Sekunden, vierundzwanzig Bilder. Und auch nachdem ich den Schnitt hier gerollt habe, bleibt es entsprechend: zwölf Sekunden, vierundzwanzig Bilder. Man muss natürlich aufpassen, dass man für das Rollen genug Platz hat. Verlängern wir den mal und nehmen einen anderen dahinter. Und wenn hier kein Material mehr Platz hat, so beispielsweise, das heißt, die Enden beider Rollen treffen aufeinander, dann kann ich hier auch nicht mehr rollen. Weil ich kann den zwar kürzen, aber ich kann den nicht mehr hinterher rollen. Das ist genau der Punkt. Ich könnte ihn natürlich ran schieben, aber das wäre kein Rollschnitt, sondern ein so genannter Ribble-Added, "Löschen und Lücke schließen" hier, weil ich ja damit die Länge meines Materials verändere. Gucken wir uns das Rollenwerkzeug einmal an. Die Tastenkombination für das Rollenwerkzeug ist die Taste "N", das heißt, egal auf welchem Werkzeug ich bin, drücke ich die Taste "N", springe ich in das Rollenwerkzeug. Und das ist das, was ich machen kann: Man sieht hier oben: beide Bilder bewegen sich, sowohl der Endpunkt des ersten Clips, wie auch die Anfangszeit des zweiten Clips werden hier entsprechend verändert. Wir können uns das Fenster ruhig etwas größer gönnen. Jetzt kann man das sehen, dass ich damit beide Schnitte rollen kann. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Hier geht es nicht mehr weiter, denn der erste Clip hat kein Material. Das Rollenwerkzeug erlaubt es nicht, dass irgendwo eine Lücke entsteht, sondern hört dann einfach auf zu rollen. Wenn man einen L-Schnitt erzeugen möchte, das ist ein Schnitt, wo beispielsweise das Bild verlängert wird und der Ton stehen bleibt, dann kann man die ALT-Taste drücken und jetzt rollen. Das kann einen ganz netten Effekt haben, weil wir beispielsweise, wenn wir in die Richtung rollen, den guten Mann hier schon reden hören, aber erst später sehen können. Das erzeugt ein bisschen Spannung. Hier fängt er an zu reden. Und jetzt müssen wir noch ein bisschen nachhelfen, weil er redet noch nicht schnell genug, und das Nachhelfen können wir hier mit dem Werkzeug "Löschen und Lücke schließen", und zwar indem wir den Ton hier rüber ziehen. Wir bewegen hier wieder beide Schnittkanten. Und jetzt sehen wir: Ich glaube, hier fängt er so richtig an, oder? Das sieht gut aus. Hier geht es so richtig los mit seinem Dialog. Nehmen wir mit dem Werkzeug "Löschen und Lücke schließen" bis hier zum Ton Jetzt können wir durch den Rollenschnitt, den wir vorher gemacht haben, den so genannten L-Cut, hier schon den Ton hören, aber dort erst das Bild sehen. Ist ein bisschen lang geworden, mein Rollschnitt, aber so etwas erzeugt im Clip etwas mehr Dynamik, etwas mehr Spannung. Wir können mit gedrückter ALT-Taste auch jederzeit wieder zurück rollen und sagen, es reicht, wenn er ein bisschen antextet hier und dann auch gleich im On ist. Viel länger sollte man nicht warten. "Im On" heißt: sichtbar. Entsprechend wer "im Off" ist, ist nicht sichtbar. Meistens ein Moderator oder eben jemand, der den Film einfach nur bespricht, ohne jemals sichtbar zu sein. Ein Sprecher "im ON" ist sozusagen hier auch sichtbar. Das ist eine ganz typische Sache, die man in vielen Sendungen sieht, dass man jemanden schon antexten lässt, und dann erst schneidet. So erzeugt man ein bisschen mehr Spannung. Wenn alles immer gleichzeitig passiert, ist es auch ein bisschen langweilig. Man kann sehen: Umgekehrt ist es ein bisschen spannender. Und was man vielleicht noch machen sollte, ist hier eine kleine Audioblende reinlegen. Ich bin kein Freund von zu vielen Blenden im Bild, aber hier hört man doch sehr stark, dass es ruckelt, weil die Rauschtöne so unterschiedlich sind. In dem Fall gönne ich mir jetzt mal hier eine Audioüberblendung, eine konstante Leistung, die ich hier drauf ziehe. Und jetzt haben wir einen weichen Übergang im Ton, einen schönen, harten Schnitt im Bild, und durch den L-Cut erhöhe ich sozusagen die Spannung, weil man schon mal hört: Da passiert etwas. Und möchte natürlich auch sehen, was da dann gleich kommt. Also: Rollenwerkzeug immer dann, wenn ich meine Gesamtlänge schon fertig habe, und wenn ich hier und da an den Schnitten noch ein bisschen was trimmen möchte, ohne die Gesamtlänge zu verändern oder um hier so einen Effekt eines L-Schnittes zu erzeugen. Warum heißt das eigentlich "L-Schnitt"? Ganz einfach: Weil dieser Schnitt so ein bisschen aussieht wie ein "L", insbesondere wenn man das mal umgekehrt macht, so dass man sozusagen erst Bild schneidet, dann Ton, dann erkennt man hier diesen L-Charakter von dem Schnitt. Daher kommt einfach der Name. Umgekehrt geht es eben auch: Erst Bild und dann Ton. Aber das erzeugt längst nicht so viel Spannung wie umgekehrt, im Gegenteil: Man hat so eher den Eindruck von etwas mehr Ruhe.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

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11 Std. 48 min (91 Videos)
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