Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Rohmontage des Panoramas

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Bei der Ausrichtung der Bilder werden gleiche Details in benachbarten Bildern gesucht und dann die Bilder in einer Kugel angeordnet, so dass sie möglichst genau passen.

Transkript

Im nächsten Schritt des Workflows stoßen wir jetzt die eigentliche Bildmontage, das sogenannte Stitching, an. Das ist im Moment mal ganz simpel hier unten einfach nur der Button Align images. Und hier sieht man schon wenn man die Maus drüberfahren lässt und mal kurz anhält, dann sieht man schon Analyze the images, das heißt die Bilder analysieren, Kontrollpunkte generieren und das Panorama initialisieren. Hinter diesem Button verbirgt sich eine ganze Abfolge von Schritten, die ich kurz vorneweg mal skizzieren möchte. Das Programm sucht jetzt auf den Bildern, und zwar vorzugsweise immer auf benachbarten Bildern, die unmittelbar aufeinanderfolgen, deswegen ist die Reihenfolge hier nicht ganz unwichtig weil man dem Programm unnötige Arbeit erspart, sonst müsste es nämlich das erste Bild nehmen, und bei unseren 24 Bildern mal gucken, welches von den 23 anderen, passt denn überhaupt dazu. Wenn die Reihenfolge so ist wie bei uns, dann geht er davon aus, dass das Bild Nummer 0, das ist das Erste, es wird immer bei 0 angefangen zu zählen, dass das Bild Nummer 0 mit dem Bild Nummer 1 zusammengehört, und dann schaut er einfach, gibt es Bilddetails hier, die ich auch hier wiederfinde, wobei die Bilder eine ganz andere Perspektive haben können, eine andere Farbigkeit, das kann heller dunkler sein, das kann ein anderer Weißabgleich sein, können verdreht, verschoben, verzogen oder sonst wie sein, die Mustererkennung ist relativ gut, und erkennt gerade bei so detailreichen Sujets, wie wir das hier haben, mehr oder weniger relativ todsicher alles was wirklich wichtig ist. Und nachdem diese Punkte da sind, vergisst PTGui sozusagen den Bildinhalt selber, und behandelt die Bilder einfach nur als Flächen, auf denen Markierungspunkte sitzen, und diese Flächen werden mathematisch in eine Kugel eingebaut, und passen dort natürlich nur sehr ungefähr rein, und PTGui versucht dann praktisch durch das Verändern von Rotation, Translation und ähnlichen Parametern, und der Brennweite und auch der Bildkrümmung, der Verzerrung des Objektivs, das sind eine ganze Reihe von Parametern, mehr als ein halbes Dutzend, und diese Zahlenwerte, die werden jetzt so verändert, dass das Ganze immer besser passt, das ist sozusagen ein iterativer Prozess, also es wird einfach ein Optimalwert eingeschachtelt im Laufe des Prozesses. Und wenn man Glück hat, ist es am Schluss dann nahezu perfekt, dass die Bilder, die jetzt noch rechteckig sind, sozusagen gewölbt und verzogen werden, und dann innerhalb einer Kugel nach oben, unten und nach rechts und links verschoben werden, so dass sie an ihrem Platz sitzen, und dort perfekt mit ihren Nachbarbildern zusammenpassen, und idealerweise geht dann der Abstand dieser Kontrollpunkte einfach gegen Null. Und wenn das fertig ist, dann haben wir im Prinzip schon einen Rohstitch, eine Rohmontage von dem Bild und können das dann auch schon sehen. Und das muss man einfach nur mit einem Klick auf diesen Button anstoßen, und jetzt sieht man, dass die Bilder analysiert werden, das geht, auch wenn das 18 Megapixel Bilder sind, die jetzt nicht so klein sind, geht das relativ schnell weil dieser Prozess teilweise auf die Grafikkarte und ihre größeren Rechenfähigkeiten ausgelagert wird. So wum, zack fertig! Und das geht also wirklich sehr schnell, und wenn man das das erste Mal macht, ist das immer überraschend, dass das erstaunlich gut funktioniert und das das Ergebnis eigentlich schon fast fertig ausschaut. Natürlich nur auf den ersten Blick, aber das ist jetzt mal recht wichtig, dass wir hier einfach mal sehen, wie schaut das aus. Was jetzt aufgesprungen ist, das ist ein Hilfsfenster, das kann man sich hier holen, das ist der Panorama Editor, das ist dieser Button. Oder der Shortcut, weil man es relativ oft braucht, ist der Shortcut einfach cmd+E oder Strg+E am PC. Dadurch, dass ich das Fenster jetzt weggemacht habe, ich speichere es auch mal zwischendurch immer mal wieder, der Dialog, der poppt nicht einfach auf, sondern ich drücke einfach zwischendurch immer mal sporadisch Strg- beziehungsweise cmd+S, und jetzt sieht man hier, dass sich zum Beispiel der Wert geändert hat. Also zum Beispiel hier steht jetzt nicht mehr 10mm, sondern 10,14, das heißt, PTGui rechnet auch aus der Geometrie dieser Bilder innerhalb einer Kugel, die tatsächliche Brennweite des Objektivs zurück. Das ist ganz interessant, da steht auch manchmal ein bisschen mehr dran, als am Objektiv draufsteht. Und wir haben jetzt eben hier dann den Panorama Editor. You can preview your panorama, hier ist das noch mal verlinkt, danach diese Zeile kommt neu, theoretisch könnte man es jetzt schon fertig machen, aber das wollen wir natürlich noch nicht, denn es ist noch nicht fertig. Wenn wir uns den Panorama Editor angucken, zudem muss man ein bisschen was sagen, wir sehen jetzt hier, dass auch anhand der Bilder, das Programm selbständig erkannt hat, dass es ein 360° x 180° Panorama sein soll, ein sogenanntes Equirectangulares Bild, ist das was wir jetzt hier sehen, eine Kugelabwicklung immer exakt im Format 2:1, und wir können jetzt uns hier in diesem Panorama, schon mal so ein paar Sachen angucken. Hier oben, haben wir hier diese Vorschau-Buttons, wir können hier die Einzelbilder sehen, wie die zusammengesetzt sind. Hier sieht man eben auch noch sehr schön die Helligkeitsschwankungen, die wir während der Aufnahmen hatten durch die Wolken, die gelegentlich die Sonne im Oberlicht verdunkelt haben, hier können wir genau die Bildgrenzen sehen, wie PTGui das aufteilt, das ist streckenweise ein bisschen wild, aber das soll uns nicht weiter stören. Hier können wir die Bilder einfach sehen mit ihren Kanten, und dann können wir uns auch noch einzelne Bilder anschauen, das heißt, hier zum Beispiel ein solches Bild, so schaut eigentlich das ursprünglich rechteckige Bild nun aus, in diesem Fall ein Bild aus der Reihe mit 45 Grad nach unten. Hier haben wir jetzt ein Bild mit 45 Grad nach oben, man sieht auch hier, das zeigt schon über die 0 Grad hinweg, das heißt, dieses Bild hier zum Beispiel, das geht sozusagen schon auf die Rückseite, hier sind wir bei 0 Grad, da sind wir bei 180 Grad, das heißt, hier bildet bereits dieses Bild Teile ab, die hinter uns liegen. Das ist die Standardreihe, hier sieht man ganz schön, das ist zwar eine kombinierte Kissen- Tonnenverzerrung die da eingeführt wird, und das Bild wird sozusagen einfach mit einer neuen Krümmung versehen, die Objektivkrümmung, die wird hier sozusagen ausgeglichen, dass dieses Bild perfekt in eine Kugel passt. Man sieht auch hier die Projektion, das heißt, hier ist ein equirectangulares Bild, das ist automatisch entstanden hier gibt es die zylindrischen und die Rectilinearen, das wäre nur interessant, wenn wir jetzt hier aus diesem Panorama einen Ausschnitt haben wollten, also hier nur einen Teil, zum Beispiel so einen Bereich, oder wir hätten hier nur einen Zentral-Bereich hier, und wollten nicht nach oben und nach unten schauen, aber wie gesagt, uns interessiert das hier. Die anderen Buttons hier, da kann man wieder alles aufdrehen, die anderen Buttons hier sind zum Einpassen, zum Zentrieren und zum Geraderichten, also hier kann man mal draufklicken testweise. Aber, im Prinzip das Panorama ist jetzt schon mal geradegerichtet vom Programm, das heißt, es findet jetzt mal keinen Anhaltspunkt dafür, dass das verzogen wäre, sieht auch auf den ersten Blick nicht so aus. Hier, mit diesem Regler, kann man sich ein Raster aufziehen. Mit diesen Gitterlinien, die man hier aufziehen kann, kann man testen, ob zum Beispiel die Linien geradeaus gerichtet sind, beziehungsweise ob der Panoramakopf auch wirklich in der Waage war, und hier sieht man das, das passt ziemlich gut, wenn man diese Linie hier in die Nähe von einer Kante fährt da zum Beispiel kann man es sehr schön sehen, dass es wirklich nahezu perfekt gerade ist. So, ich gehe dann mal wieder auf diese Ansicht hier, und dann haben wir hier eine Lupe, wenn wir die aktivieren, dann können wir uns hier eine rectilineare Ansicht, das heißt, so wie wir das später zum Beispiel in einem interaktiven Web Viewer auch sehen würden, aufrufen. Wir können uns hier Details rausholen und einfach mal gucken, ob wir irgendwelche Dinge sehen, die nicht okay sind. Also meistens mache ich das so, dass ich mir dann diesen Panorama Editor ein bisschen kleiner mache, und diesen Detail Viewer daneben mache, so dass man das eigentlich interaktiv ein bisschen steuern kann, also man kann sowohl die Lupe hier rumschieben und gucken zum Beispiel was passiert da unten, wie groß ist zum Beispiel mein Loch im Boden, das kann ich hier auf der Seite ein bisschen größer machen. Und ein immer relativ kritischer Bereich bei sphärischen Panoramen ist der Fußboden, das heißt, wie gut ist das gesticht, aber das schaut hier ziemlich perfekt aus, das Parkettmuster ist absolut regelmäßig. Sind keine Fehler drin oder sind zum Beispiel solche Bereiche, die hier relativ nah bei der Kamera waren, das hier, kann mal gucken, ob das in Ordnung ist, und hier kann man auch reinzoomen und einfach schauen, passt das alles, gibt es da irgendwelche Brüche oder solche Geschichten. Das ist also schon eine erste Möglichkeit, das zu kontrollieren. So, an dieser Stelle können wir im Prinzip mal sagen, der Rohstitch, die Rohmontage, ist einmal relativ gut verlaufen, und wir haben relativ gute Voraussetzungen an der Stelle weiterzumachen. Also der erste Schritt ist schon mal getan.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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