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Krisenkommunikation

Risk Mapping

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Werden Sie sich der bestehenden Risiken bewusst und planen Sie danach die Maßnahmen. Die Erstellung eines Risk Mappings steht dabei am Anfang.

Transkript

Um eine Krisenkommunikationsstrategie vorzubereiten, müssen sie sich als erstes der Risiken für Unternehmen bewußt sein. Davon leiten sie dann alle weiteren Maßnahmen ab. Im Idealfall sollte die Unternehmensleitung einen Krisenkommunikationsbeauftragten nominieren. Aus praktischen Erwägungen würde ich empfehlen, dass es sich dabei um den Leiter der Unternehmenskommunikation handelt. Der Beauftragte beruft zuerst einen Workshop ein, um ein sogenanntes Risk-Mapping vorzunehmen, also einen Katalog aller möglichen Risiken zu erstellen. Teilnehmer dieses Workshops sollten auf jeden Fall die Stabsleiter folgender Abteilungen sein: Personal, Finanzen, Kommunikation, operatives Geschäft, Rechtsabteilung und IT. Bei weit gefächerten Geschäftsfeldern kann es sinnvoll sein, je ein Mitarbeiter pro Geschäftsfeld einzubeziehen. Vor allem wenn jedes Geschäftsfeld seine ureigenen Risiken birgt. Eine Hotelkette muss also nicht unbedingt Mitarbeiter von allen Regionen einberufen, in denen Hotels betrieben werden. Aber wenn das Hotelgeschäft auch die Restaurantssparte umfasst, oder vielleicht auch eine Flotte Kleinbusse betrieben wird, die die Hotels mit Flughafen oder Stadtzentren verbinden, dann ist es nötig, jeweils jemanden aus dem Hotel-, der Restaurations- und dem Beförderungsgeschäft in die Risikofindung einzubeziehen. In einem tatsächlichen Krisenfall wird die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen extrem wichtig sein. Darum ist dies eine gute Gelegenheit, nicht nur einem einzelnen Mitarbeiter die Verantwortung des Risk-Mappings zu übertragen, sondern stattdessen durch Gruppenarbeit bereits einen ersten Krisenstab zusammenzubringen. Für jede Abteilung müssen alle möglichen Risiken aufgelistet werden. Die Wahrscheinlichkeit jedes Szenarios kann auf einer Skala von 1 bis 10 von gering bis stark eingeschätzt werden. Die Relevanz aller Risiken sollte ebenfalls auf einer Skala von 1 bis 10 eingeschätzt werden, wobei der Wert 10 für besonders relevante Risiken gilt. Premiumabonnenten finden im Begleitmaterial dieses Beispiel für das Risk-Mapping einer IT-Abteilung, sowie eine Blankotabelle, um selbst ein Risk-Mapping vornehmen zu können. Pro Abteilung müssen dann die drei Top-Risiken ermittelt werden, und zwar durch die Verbindung von Wahrscheinlichkeit und Relevanz. Zum Beispiel mag die IT-Abteilung eines Reisebüros die Wahrscheinlichkeit des Risikos "Datenverlust durch Feuerschaden" als sehr gering einstufen. Falls das Geschäft jedoch überwiegend digital stattfindet, wie bei einem online Reisebüro, wird die IT-Abteilung dieses Risiko als sehr relevant bemessen. Die ermittelten Risiken werden verwendet, um einen genauen Kommunikationsplan für den Ernstfall zu erarbeiten. Dieser Krisenkommunikationsplan definiert im Detail, was bei welcher Krise geschehen soll. Dabei werden alle Aktionen differenziert für jede Krisenart angegeben, denn nicht bei allen Krisen werden die gleichen Prioritäten gesetzt oder dieselben Mitarbeiter beansprucht. So sollte der Krisenplan klare Angaben zur Einberufung eines Krisenstabes, zur Einrichtung eines Krisenzentrums und zur Ansprache der wichtigsten Zielgruppen, vor allem der Medien, enthalten. Der Plan sollte auch darauf eingehen, wann eine Krise formell abgeschlossen wird, welche Berichte von wem zu erstellen sind und welche Abschlussstrategie verfolgt wird. Der Anhang des Plans sollte Vorlagen enthalten, die im Krisenfall für die Kommunikation mit den verschiedenen Zielgruppen verwendet werden können. Diese Vorlagen sollten ebenfalls für jede einzelne Krisenart erstellt werden. Die Checkliste "Krisenkommunikationplan" wird Premiumabonnenten im Begleitmaterial zur Verfügung gestellt. Ganz wichtig bei allen Vorbereitungen ist, dass alle erarbeitetem Listen, Arbeitsprozesse und Vorlagen von der Geschäftsleitung für gültig befunden werden. Im Krisenfall ist dafür keine Zeit mehr. Ein robustes Krisenantwortsystem ist auf vorab getroffene Entscheidung aufgebaut.

Krisenkommunikation

Bereiten Sie sich bereits heute auf einen möglichen Ernstfall vor und erstellen Sie einen ausgefeilten Krisenkommunikationsplan.

50 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:14.02.2017

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