Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Richtig blitzen beim Fest

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Nutzen Sie den Blitz als Gestaltungselement, um Stimmung einzufangen und ggf. zu verändern. Arbeiten Sie nicht gegen das Umgebungslicht, sondern beziehen es mit ein. Ein Tipp: Nutzen Sie Ihren Partner oder notfalls auch einen Gast, um entfesselt zu blitzen. So geht's!

Transkript

Da wir die normalen Bilder immer ein bisschen abändern - wie ihr gerade seht - wir haben einen Blitz raufgepackt. Jetzt zeigen wir euch die eine oder andere Blitztechnik, die wir anwenden, die es uns ermöglicht kreative Techniken einzusetzen, um ganz besondere Bilder zu bekommen. Ich mache mal gerade so ein Bild hier.Ralf fotografiert jetzt einfach wie wir es alle gewohnt sind. Blitz drauf, im Bereich der 125-stel. Einfach direkt rein und so viel wie möglich aufhellen. Wir frieren das Bild ein. Das ist eigentlich etwas, was wir persönlich nicht besonders toll finden. Deswegen sind wir daran gehalten, mit dem Blitz anders zu arbeiten. Stimmungen einzufangen, Stimmungen zu verändern, indem wir die gesamten Lichter nicht einfach eliminieren dadurch, dass wir reinblitzen, sondern sie förmlich mit reinnehmen. In diesem Fall startet Ralf mit ganz tollen Pushbildern, das heißt, er geht in den Einstellungen. "Magst du es gerade erklären? Geht das?" Ich habe gerade eine Einstellung gewählt von einer 30-stel, das ist natürlich immer ein bisschen abhängig davon, wie stark ihr sozusagen eine Bewegung im Hintergrund habt. Wenn Leute sehr langsam sind, ich meine jetzt haben wir gerade unseren Rockabilly, wenn  Leute beim langsamen Walzer sind, die sind dann teilweise so langsam, dass wir dann teilweise auf eine Achtel, teilweise sogar auf eine Sekunde runtergehen. Das heißt also, man kennt das immer, man sagt eine Sekunde, da verwackle ich auf jeden Fall, ist aber ein bisschen anders. Weil wir fotografieren generell auf dem zweiten Verschlussvorhang. Das heißt also, das Objekt wird angeblitzt, wird in dem Moment eingefroren und nur die Bewegung, die das Objekt dann sozusagen oder die Leute dann ausführen, die sieht man dann halt eben noch. Das ist halt eben-- da muss man keine Angst haben, also auch eine Fünfzehntel ergibt dann noch wunderbare Bilder, [in denen] zeigen wir dann mal eben rein. Was wir hier gerade sehen, ist halt eben bei der Nicole, sie dreht die Kamera. Das ist also eine Drehtechnik, das ist also das, was wir halt haben, wir fokussieren das Objekt, wir machen das Bild, die Personen in der Mitte sind scharf und dadurch, dass die Kamera dann gedreht wird bekommen wir halt eben, wie der Finger das jetzt gerade anzeigt, bekommen wir einen Ring darum. Das heißt, das Licht, wird sozusagen noch mit reingezogen, und das ist eigentlich fast schon wieder, wie wir das sagen im Framing, wir bringen einen Lichtkreis drumherum und in der Mitte  [unverständlich] trotz alledem scharf. Ganz genau, dazu gehen wir in den Bereich, dass man es schon fast Langzeitbelichtung nennen könnte, ich bin unterhalb einer Sekunde, habe den ISO 200, also so niedrig, wie möglich, ich blitze direkt rein, habe auch den zweiten Verschluss, und bin auf einer Blende 6,3-9, je nachdem, was ich gerade brauche. Denn hier im Raum ist es sogar noch ein bisschen hell. Je nach Raumhelligkeit müsst ihr da ein bisschen dran drehen, aber ihr könnt von den Werten: Eine Sekunde, Fünfer-Blende, 200er ISO wunderbar euch heran testen, gucken, was euer Raum jetzt gerade von euch erwartet, um in dieser Art und Weise Fotos zu machen. Und probiert es wirklich aus, das ist ein riesengroßer Spaß. Die Leute freuen sich irrsinnig über diese Bilder, weil sie einfach viel charmanter sind. Und ich mache noch mal zwei, drei, einfach weil es Spaß macht, sehr cool! So, Ihr seht das, ich drehe wirklich während der Bewegung der Beiden die Kamera, ich kann das aus jeder Perspektive herausmachen. Seid mutig, habt keine Angst! Wenn es das erste Mal geklickt hat einfach stumpf die Kamera nehmen und sie wirklich bewegen. So reindrehen, dass ihr auf jeden Fall das Bild dann sozusagen mit Bewegung, mit Drehung habt. Es lohnt sich allemal. Es ist ein bisschen ungewohnt, die Kamera wirklich zu bewegen. Man ist immer versucht sie still zu halten. Das muss nicht sein, macht es einfach. Die verschossenen Bilder sind völlig egal. Es lohnt für das eine, was ihr nachher drin habt und was komplett funktioniert hat. Das ist sozusagen wirklich mein Tipp an euch. Macht es! Damit werden die Bilder grandios, und ihr habt ein Highlight für eure Paare. Was mir noch einfällt, was wirklich jedes Mal in jeder Party passiert: Es ist abends und es ist dunkel, leider ist man gezwungen den Blitz zu benutzen. Kennst du doch bestimmt auch? Unsere Paare kommen immer auf uns zu. Die beste Freundin oder aber der Bräutigam: "Ach Mensch noch ein schönes mit meiner Maus." Ihr steht in so einer Umgebung - dunkel. Pushen könnte ihr jetzt auch nicht, weil es ist keine Bewegung dabei. Was tun? In dem Fall wechseln wir zum entfesselten Blitzen, das zeigen wir euch auch gerade. Geht auch super schnell und es ist auf jeden Fall lohnend, gibt ein tolles Bild. Jetzt brauche ich euch beide einmal bitte. Jetzt geht es darum: Ihr möchtet bestimmt noch ein schönes Bild am Abend von euch haben, so ein kleines Paarbild. Mein Blitz, der meint es gut mit euch. Das waren die Füße, oder was auch immer. Ich würde sagen, wir stellen uns ganz normal dahin, wo ihr gerade seid. Ich gehe hin und erlaube meinem Blitz, Master zu sein. Schatzi, du bist mein Slave. Komm zu mir. Sehr schön. Wir hatten jetzt gerade einmal Sklave, ganz am Rande, einfach nur ganz kurz, es ist eben, wir machen es ständig und immer und irgendwie fällt es mir gerade ein. Im Übrigen - es ist jetzt was völlig Banales und vielleicht passt es auch gar nicht hierher - aber wenn ihr euch die Kamera umhängt, völlig simpel, wir kennen das immer wieder. Man ist irgendwo unterwegs und viele Leute rennen rum und die Leute hängen sich dann so die Kamera um, das sehen wir jedes Mal. Und was ist? Genau, das Objektiv ist falschrum. Also wenn ihr normalerweise, wo viel los ist, nehmt einfach die Kamera genau anders herum. Das ist einfach eine Angewohnheit und dadurch verschwindet das Objektiv hinter euch. Ihr seht es gerade, man ist geschützt und man rempelt nicht immer alles an. Das ist mittlerweile schon in Fleisch und Blut, das hat uns wirklich schon viel Equipment gespart und Macken auf jeden Fall am Equipment. Was die Nicole gerade sagte, ich gehe jetzt in den Slave-Modus. Ich mache also jetzt gerade die Person, die sich mit anderen unterhält. Ich rede ja nicht so gerne, wie ihr wisst, von daher ist es einfach so. Ich nehme jetzt mal gerade das Stativ, unterhalte mich mit anderen Leuten und habe dann die Möglichkeit, weil ich ja sozusagen hier keine Aufgabe habe außer mich zu amüsieren, nehme meinen Blitz jetzt in den Slave-Modus. Das heißt, Nicole ist der Master. Sie steuert diesen Blitz, den ich hier in der Hand halte und wird ihn fernauslösen. Wir werden uns über kurze, ich gehe hier mal auf den Remote-Modus. Ich werde Anweisungen von ihr bekommen, wie ich den Blitz zu halten habe. Ich bin also sozusagen das lebende Stativ und wir schauen uns mal die Bilder dann an. Ganz  genau! Und wir gehen jetzt an das Brautpaar. Stellen wir uns einfach vor, wie wir es üblich haben, wie wir es auch schon beim Tanzen vorhin gesehen haben, dieses klassische, ich habe nur den Aufschreckblitz, er ist frontal auf das Brautpaar gerichtet, weil ich momentan ja irgendwie aufleuchten muss: Ich halte auf das Paar, mache das Bild, bin völlig nervös, finde das Bild natürlich grausam, weil ich extrem harte Schatten habe, uncharmante Ausleuchtung habe und im Moment sehr wenig tun kann. Jetzt habe ich aber die Chance, durch meinen Partner hier in diesem Moment, das kann auch jeder Gast sein, ihm einen Blitz in die Hand zu drücken und ihm zu sagen, wo ich ihn hin haben möchte. Meiner richtet ich jetzt nach oben, eigentlich nur, damit er ausgelöst wird, wenn es mir nachher zu viel wird, kann ich ihn runterregeln. Im Moment will ich das erstmal nicht, ich denke, es wird funktionieren. Auf ein Neues. Das gefällt mir schon gar nicht ganz so schlecht, ich würde jetzt allerdings gerne haben, dass du noch ein bisschen mehr auf das Gesicht so leicht schräg hinter der Tolle her von Maria hältst, so dass das ausgeleuchtet ist, ich die Schatten nur im Gesicht vom Max habe. Sehr schön. Ja, prima, genauso möchte ich das Bild haben, und in dem Moment haben wir mit relativ wenig Zeitaufwand ein Foto gemacht, wo wir ohne Angst sagen können: "Wir machen Fotos auch mitten in der Nacht, nach dem Tanzen, während des Tanzens". Wir haben Euch jetzt hier doch denke ich viele Dinge an die Hand gegeben, womit man ohne Bauchschmerzen zur Party gehen kann, Bilder machen kann. Probiert es aus, testet Euch durch. Ich denke Ihr werdet viel Spaß dabei haben.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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