Grundlagen der Video-Farbkorrektur

RGB parade

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Um Bilder zu Neutralisieren, wobei unerwünschte Farbstiche entfernt werden, kommen die unterschiedlichen RGB-Kurven bzw. -Darstellungen als Messgeräte zum Einsatz.

Transkript

Als nächstes beschäftigen wir uns mit dem sogenannten Neutralisieren eines Bildes, in dem wir ungewünschte Farbstiche entfernen. Dafür verwenden wir die RGB-Parade als Messgerät. Wenn ich von unerwünschten Farbstichen rede, dann liegt der Schlüssel vor allem auf dem Wort unerwünscht, entfernen Sie also nichts, was eigentlich genauso sein soll, wie es ist. Wenn man von neutralen Farben spricht, unterscheidet man in der Regel nur zwischen drei neutralen Farben: Schwarz, Weiß und neutrales Grau. Da die meisten Bilder keine Elemente enthalten, die in der Wirklichkeit neutral grau sind, beschäftigt man sich die meiste Zeit damit, die Schwarz- und die Weißwerte zu neutralisieren. Ein kleiner Tipp wäre zum Beispiel auch eine weiße Fläche im Schatten, das kann zum Beispiel eine weiße Hose sein, ein weißes Hemd, ein weißes Stück Papier, eine weiße Wand, und wenn diese nicht 100% ausgeleuchtet sind, dann sind sie natürlich nicht 100% weiß, sondern irgendwas darunter, und damit kommen wir natürlich immer weiter in den Graubereich hinein. Somit kann man sich auch damit behelfen, neutrale Flächen zu finden. Ein anderes Beispiel für eine neutrale Fläche, die immer gern hergenommen wird, sind zum Beispiel graue Straßen, Teer, Betonsäulen, graue Wände und natürlich, wenn man es korrekt macht, eine Farbtafel, die vor dem Dreh ins Bild gehalten wird, und zwar die sogenannte Grautafel. Das Neutralisieren machen wir allerdings immer erst, nachdem wir bereits unseren Belichtungsumfang korrekt eingestellt haben. Damit meine ich die Luma-Werte, die wir mit Hilfe des Y-Waveform-Messgeräts als erstes eingestellt haben. Dann erhalten wir dieses Bild von unserer Lena. Um Farbstiche besser zu erkennen, brauchen wir wie gesagt die RGB-Parade, die im Prinzip genauso aussieht und funktioniert wie das Y-Waveform, von links nach rechts die Position im Bild und senkrecht die entsprechenden Helligkeitswerte, nur eben für jeden einzelnen Farbkanal, rot, grün und blau. Man könnte auch sagen, es zeigt uns die Menge, an rotem, grünem und blauen Licht im Bild an. Der einzige Unterschied zum Y-Waveform besteht darin, dass wir keine IRE-Einheiten messen, sondern die Zahlen an der Seite bedeuten grundsätzlich, wieviel % Farbe der jeweilige Farbkanal emittiert. 0% von jeder Farbe, und wir bekommen Schwarz, 100% von jeder Farbe, und wir bekommen Weiß. Und weil rotes, grünes und blaues Licht additiv wirken, können wir durch gezielte Mischung der drei Farben auch alle anderen Farben erzeugen. Wenn wir also einen Farbstich entdecken, dann können wir ihn entfernen, indem wir einfach die Menge der entsprechenden Farbe reduzieren. Sobald man es einmal verstanden hat, ist es relativ einfach zu sagen, was was ist, auch wenn die drei Farbkanäle voneinander getrennt angezeigt werden, so wie hier. Die meisten Programme bieten auch bei Farbe die Möglichkeit, die Schatten, die Mitteltöne und die Lichter unabhängig voneinander einzustellen, und jeweils zusätzliche Farbe hinzuzufügen oder zu reduzieren. Normalerweise sieht das dann so aus, das sind zum Beispiel die drei Farbräder im Avid Media Composer, wir haben also jeweils ein Farbrad für die Schatten, eines für die Mitteltöne und eines für die Lichter. Einige Programme, wie zum Beispiel Final Cut Pro X, haben stattdessen ein Color Board, in dem wir die einzelnen Kontrollpunkte verschieben können. Einmal hier für die Schatten, hier für die Mitteltöne, für die Lichter, und hier gibt es auch noch einen Regler für die globale Einstellung. Normalerweise sieht das dann so aus. Das hier sind zum Beispiel die Farbräder in Avid Media Composer, wir haben also jeweils ein Farbrad für die Schatten, eines für die Mitteltöne und eines für die Lichter. Einige Programme, wie zum Beispiel Final Cut Pro X, haben stattdessen ein Color Board, in dem wir die einzelnen Kontrollpunkte verschieben können. Einmal hier für die Schatten, für die Mitteltöne und für die Lichter. Zusätzlich gibt es hier noch einen Regler für die globale Einstellung. In Premiere Pro, in Photoshop und in Lightroom haben wir in der einfachen Korrektur zwei Regler, mit denen wir die Farbtemperatur ganz leicht einstellen können. Diese zwei Regler sind für die globale Einstellung zuständig, sollten wir feiner einsteigen wollen, müssten wir unter die Farbräder gehen, und auch hier sehen wir wieder, wir haben ein Farbrad für die Schatten, eines für die Mitteltöne und eines für die Glanzlichter. Wie gesagt, Photoshop und Lightroom sind hier völlig identisch, bei Photoshop müssen wir hier entsprechend weiter reingehen, um die einzelnen Farbkanäle zu erreichen, und auch bei Lightroom haben wir entsprechende zusätzliche Regler. Im Prinzip ist es völlig egal, ob wir die Punkte auf einem Farbkreis, einem Color Board oder einfach nur die entsprechenden Regler in die entsprechende Richtung verschieben. OK, dann wollen wir unsere Lena mal ein wenig aufpolieren, und schauen, welche Anpassungen wir machen müssen. Dazu schalte ich mir als erstes meine Parade um, und dann sehen wir schon relativ schnell, dass die einzelnen Farbkanäle ziemlich weit auseinanderliegen. Jetzt muss ich dazu sagen, hier liegt ja schon eine Farbkorrektur drauf, die müsste ich mal wegnehmen, sodass wir hier sehen, das ist das originale Bild, und da sehen wir, dass der Blaukanal deutlich unterbelichtet ist, wohin hingegen der Rotkanal deutlich mehr Licht emitiert. Mit dem anderen Bild hingegen gibt es keinen so großen Farbstich, dort sind die einzelnen Farbtöne doch relativ identisch, man kann das hier schön sehen, dass die Wand alles etwa auf gleicher Höhe ist, aber dadurch, dass sie in Wirklichkeit etwas rötlicher ist, sollten wir sie auch rötlicher lassen, also das zu neutralisieren würde bedeuten, dass die rechte Wand hier neutral grau werden würde. So, grundsätzlich haben wir hier noch die Hauttöne, wir müssen jetzt mal schauen, wo wir diese finden, ja, das sind diese Bereiche, also die sind natürlich deutlich rötlicher, weil die Haut hat ja auch einen relativ hohen Anteil an Orange- und Gelbtönen. Es wäre also hier auch wiederum verkehrt, wenn wir diese Werte alle auf gleiche Höhe bringen, weil dann wäre sie im Gesicht ziemlich grau. Ich kann das noch mal demonstrieren, wie das aussehen könnte, wenn wir sie hier in eine entsprechende Reihe schieben würden, dann sehen wir schon, was damit passiert. Also in dem Fall haben wir hier eine deutlich graue Fläche, und jetzt so langsam kommen wir wieder in dieses Orange, oder die natürliche Hautfarbe. Also, es ist sehr, sehr wichtig, dass wir beim Farbkorrigieren, gerade mit dem Farbstich ein Hauptaugenmerk auf die Hauttöne legen. Widmen wir uns noch mal diesem Bild, und dort können wir jetzt ganz gezielt in die einzelnen Farbkurven hineinschauen, weil es gibt ja auch andere Möglichkeiten, diese Darstellung zu beeinflussen, und dazu gibt es wie gesagt die sogenannten Gradationskurven. Das ist also eine relativ schematische Darstellung, wir haben hier unten, um das mal kurz zu erklären, wir haben auf der unteren Seite die eingehenden Werte, und auf der linken Seite die ausgehenden Werte. Das bedeutet, wenn ich hier unten schwarz, und hier rechts weiß habe, und nichts verändern möchte im Bild, dann wird das schwarz auch auf dieser Leiste bei schwarz aufgetragen, und das weiß logischerweise bei weiß. Wenn ich das mit jedem Wert mache, entsteht diese gerade Linie. Ich kann das mal am Avid Media Composer zeigen, dort sieht man das auch. Es gibt also auch hier Gradationskurven zum Umschalten, und hier sieht man sehr schön, da ist auch der schwarze Bereich, hier ist der weiße Bereich. Also kurz gesagt würde es bedeuten, würde ich den schwarzen Knopf hier unten deutlich ins Grün legen, dann werden alle schwarzen Bereiche deutlich heller und deutlich grüner. Wenn ich es in die andere Richtung schiebe, werden sie deutlich rötlicher werden, man kann das hier schön sehen. Also es geht immer Eingangswert gleich Ausgangswert. Wenn ich das ganze dann noch auf diese Art verschiebe, dann bedeutet das soviel wie: Die grauen Mittelwerte werden fast nicht verändert. Ja, also grau bleibt grau. Wir sehen das hier schön. Der Wert 129 wird, ich gebe jetzt einmal ein, 129, und somit ist dieser Wert unverändert. Allerdings dieser Wert wird von 90 auf 62 runtergezogen, also 90 wäre hier, ja, 90 90, 62 nach unten, dadurch wird das dunklere deutlich grüner. genauso haben wir auf dieser Seite hier Helligkeit, ja, wir haben also hier 193 auf 192, das bedeutet, wenn ich den hier nach oben schiebe, dann wird der Wert 192 auf 229 erhöht, und dadurch werden diese Bereiche, alle die hellen Bereiche, deutlich rötlicher. Wir können das natürlich auch noch mal zurücksetzen, und das ganze mit der Schwarzweiß-Kurve machen, da lässt es sich auch immer schön sehen, grundsätzlich hier sehen wir, die grauen Bereiche, in der Mitte diese, werden kaum verändert, die hellen Stellen werden stark verändert, und die dunklen Stellen werden noch dunkler gemacht. Grundsätzlich ist dieses Prinzip in allen Programmen gleich. Ich kann das noch mal hier in Premiere zeigen. Dort haben wir nun das gleiche, also hier diese Form der Kurve, und zwar auch wieder für jeden einzelnen Farbkanal, also ich kann hier ebenfalls die einzelnen Farbkanäle entsprechend verbiegen und verändern. Wir machen das gleich noch mal konsequent, sodass es auch Sinn macht. Bei Photoshop sehen die Gradationskurven folgendermaßen aus: und auch Lightroom bietet mir übliche Farbkorrekturtools, wie hier sieht man's schön, ja. Wir haben also hier die Mitteltöne, hier die Schwärzen, die Schatten, und hier die Highlights. In Final Cut Pro habe ich keine Gradationskurven, dort habe ich alleine dieses Color Board, mit dem ich alle Änderungen vollziehen kann. In dem Fall wären wie gesagt hier die globalen Änderungen, da habe ich noch mal die Sättigung, also ich kann die Schatten speziell sättigen oder entsättigen, die Mitteltöne entsprechend sättigen und entsättigen, und die Lichter entsprechend sättigen und entsättigen. Genauso kann ich in der Belichtung auch die Highlights heller ziehen, die Mitteltöne anpassen und die Schwarzwerte entsprechend anpassen, das geht relativ schnell, und die se Ansicht, also wenn ich das hier verziehe, entspricht in etwa bei der Gradationskurve diesen drei Bereichen, ja, also ich ziehe die Mitteltöne rauf und runter, ich ziehe die Highlights rauf und runter, also die Lichter, und die Schatten. Noch mal zu Final Cut Pro, die Schatten, die Mitteltöne und die Highlights, und diese Form entspricht dieser Kurve. Es ist einfach nur eine andere Darstellung, aber wie gesagt, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, dann ist es auch gar nicht so schwer, das zu übertragen. Um also unserer Lena jetzt ein wenig auf die Sprünge zu helfen, müssen wir nach der RGB-Parade eigentlich nur den Blaukanal verstärken, und den Rotkanal entsprechend zurücknehmen. Das kann ich jetzt hier mal in den Gradationskurven machen, also ich werde hier in den Blaukanal gehen und diesen Blaukanal deutlich verstärken. Das ist vielleicht jetzt ein bisschen viel, nur dass man das einmal sieht. Jetzt passiert folgendes: Alle dunklen Töne werden nur ein bißchen minimal verstärkt, wohingegen alle hellen Töne sehr stark verstärkt werden. So, das gleiche mache ich mit dem Roten, nur in die andere Richtung. Den Rotkanal ziehe ich einfach ein bisschen nach unten, sodass wir sehen, ja, irgendwann kommen wir an den Punkt, wo das ähnlich ist, und jetzt auch wieder hier aufpassen, wenn ich die gleichsetze, dann wird unsere Lena auch wieder etwas grauer, und das möchte ich nicht. Heisst also, ich muss versuchen, schon einen Hautton zu messen, und zu behalten, allerdings sind wir jetzt hier sehr weit unten, das bedeutet, wir müssen die globale Einstellung auch entsprechend hochziehen, sodass wir hier nach oben entsprechend das Maximum rausholen. Jetzt sind wir an dem Punkt, es gibt kein echtes, hundertprozentiges Weiß im Bild das sind alles so 80, 90-prozentige Helligkeitsstufen, und deswegen reicht es, wenn wir hier durchaus erstmal soweit nach oben gehen. Nachdem ich also jetzt das Verhältnis der einzelnen Farbkanäle zueinander optimiert habe, kann ich mir noch Gedanken machen, ob ich die einzelnen Bereiche, nämlich die Schatten, die Mitteltöne und die Highlights getrennt voneinander farblich korrigiere. Das bedeutet, ich gehe in meine Farbräder, und in diesen Farbrädern habe ich wieder meine drei Farbkreise, und hier habe ich sowohl einen Farbkreis, der für die Schatten, das bedeutet, wenn ich jetzt hier ziehe, werden die dunklen Bereiche, man sieht das schön im RGB-Messgerät, die werden verstärkt, und mehr ins Grün gezogen, dafür muss natürlich der untere Bereich nach oben kommen, also mehr Licht, mehr Grünlicht wird ins Bild hinzugefügt. Das Gleiche kann ich jetzt noch mit den Mitteltönen machen, um auch ihre Hauttöne entsprechend in die richtige Richtung zu drehen, je nachdem, ob sie kühler wirken soll oder etwas wärmer. Das Grün ist natürlich hier unpassend, das müssen wir entsprechend zurücksetzen. Genauso können wir auch die Glanzlichter entsprechend unabhänging voneinander bearbeiten, also wir können auch gucken, man sieht das hier sehr schön, ich kann mit diesen einzelnen Farbrädern die einzelnen Bereiche untereinander schöner gewichten. Dazu gibt es für jeden dieser Bereiche noch einen gesamten Helligkeitsregler, das heißt, auch dieser Helligkeitsregler wirkt momentan nur auf die Schatten, wohin gegen der noch mal auf die Mitteltöne wirkt, was zum Beispiel hier ganz gut aussieht, dadurch kriegen wir insgesamt noch ein bißchen mehr Licht in die Szenerie, und wir haben hier noch die Highlights, da kann ich jetzt noch mal ein bisschen mehr Gas geben, wobei wir uns da aber ein wenig zurückhalten müssen, da wir ja kein echtes Weiß im Bild haben. So, und jetzt schiebe ich die Schatten noch ein bisschen mehr ins Blau, dadurch kommen Sie hier etwa auf gleiche Höhe, und jetzt hätten wir diese Jacke von ihr relativ neutral gestaltet. Insgesamt gar kein schlechtes Bild, wir schauen uns das mal an. Vorher, nachher, und hier noch mal, Oh, da ist noch ziemlich viel anderes mit drin, das brauchen wir natürlich nicht. In dem Fall schauen wir uns in den Effekteinstellungen mal die Vorher-Nachher-Variante an. Also hier sieht man, da ist doch ganz schön was passiert. Schauen wir uns das Ganze im Avid noch mal an, hier funktioniert es ähnlich, wie gesagt, also, wir haben hier auf der einen Seite die Möglichkeit, auch ein Messgerät entsprechend einzustellen. Hier sehen wir es, das ist die RGB-Parade, also hier finden wir auch die anderen Messgeräte, wie die Y-Waveform, oder auch das Vectorscope. In diesem Fall nehmen wir wieder die RGB-Parade, und auch hier funktioniert es mit den Kurven folgendermaßen, ich muss also den Blaukanal verstärken, in dem Fall hier das entsprechend verstärken. Allerdings ist hier das Problem, dass die Anzeige nicht gleich realtime mitläuft, dafür ist es immer hilfreich, ein externes Messgerät anzuschließen. Dann müssen wir die Rottöne wieder entsprechend runternehmen, damit wir hier entsprechend mit dem Bild hinkommen, und dafür ziehen wir die Masterkurve wieder nach oben, da sehen wir schon, dass das nicht ganz so gut ist, weil hier die Highlights entsprechend anders sind, und die Shadows, das heißt, unsere Schatten sind momentan zu blau, müssen also deutlich weiter ins Gelb gezogen werden, sodass sie wieder weiter runterkommen, insgesamt ist das natürlich etwas sehr stark, ja, wir können jetzt mal gucken. So, Sie können das natürlich kombinieren mit den Reglern Gain, Gamma und Setup, damit habe ich noch mal diese Masterregler, die wir in den anderen Farbrädern gehabt haben. Die haben wir hier in Avid an dieser Stelle, auch hier ist der Weißwert, und das ist der Gammawert, jetzt sehen wir schon, je höher ich das treibe, umso gelber wird das Ganze wieder, mehr Licht in dem jeweiligen Farbkanal, heisst natürlich auch mehr Helligkeit, und damit mehr Sättigung. Also in diesem Fall muss ich die Highlights entsprechend noch etwas kühler gestalten, ja, zum Beispiel so, oder etwas weniger rot, je nachdem, jetzt wird sie schon fast grün im Gesicht, das ist nicht unbedingt gut. Gleichzeitig kann ich auch hier in diesen Farbrädern noch mal die Schatten getrennt bearbeiten, also hier haben wir wieder den Punkt, wir müssen da ein bißchen mehr ins Neutrale gehen, die Midtones treffen wieder mal die Hauttöne, man kann das auch schön sehen. Diese Anzeige ist leider etwas klein, von dem her müsste man auch mit dem externen Messgerät eine größere Anzeige betrachten, um genau zu beurteilen. So, und mit diesen Reglern, schauen wir mal soweit, ja, die Hauttöne sollten eigentlich nicht so hell sein, von dem her müssen wir ein bisschen zurück gehen, zwischen 60 und 80 Prozent habe ich gesagt. Ja, also, mal gucken. So, und hier können wir umschalten zwischen vorher/nachher. Also, vorher, nachher - das ist schon mal ganz gut geworden. Bei Final Cut schalte ich hier um auf den Arbeitsbereich Farbe und Effekte, dann bekomme ich auch hier meine Messgeräte. Hier sehen wir die einzelnen Sachen, z. B. das Luma entspricht dem sogenannten Wellenform oder Y-Waveform-Messgerät, hier drüben haben wir einen Vectorscope, hier die RGB-Parade, und hier die RGB-Überlagerungen, das sogenannte Histogramm. Das, was wir diesmal nicht brauchen, können wir wegschalten, und dafür schalte ich hier einmal auf eine Vollansicht um, und hier sehen wir auch die Darstellung der RGB. Jetzt müssen wir die Werte hier entsprechend verändern, das bedeutet, wir müssen erstmal gucken, was für ein Farbkanal hier greift. Hier sehen wir, wie sich das miteinander verhält, ja. so. Mal gucken hier, Allgemeines, das ist das Verhältnis zueinander, die Belichtung sollten wir natürlich auch erstmal entsprechend einstellen, dann entsprechend die Farbe zueinander gewichten. Und hier sieht man, man kann auf dem Color Board auch völlig frei umherfahren. Man kann also die entsprechende Farbe hinzufügen wie man möchte, und dementsprechend die Highlights, die Shadows und die Midtones gewichten. In diesem Fall wäre die Frage, sollen die Schatten mehr grün, oder mehr rot werden? In dem Fall möchte ich sie möglichst neutral, d. h., ich schaue weiterhin auf der linken Seite auf mein Messgerät und sehe, OK, wenn das zusammenpasst, dann sollten sie eigentlich auch relativ neutral sein. So, jetzt kommt hier noch ein bißchen mehr Gain hinzu. Noch ein bißchen nach oben ziehen, ja. Schon sehen wir, dass Lena hier auch relativ gut aussieht. Wenn ich zum Beispiel wenig Zeit habe, oder auch nicht wirklich weiss, wo ich anfangen soll, kann ich auch die Automatik der jeweiligen Software hinzuziehen. Bei Final Cut wäre das folgendermaßen: Ich habe hier keine Farbkorrektur aktiviert, und hier finden wir unter dem Zauberstab einen sogenannten Farbausgleich, eine Automatik. Da sehen wir schon, dass er einigermaßen versucht, das Ganze zu balancieren, wenn ich jetzt noch ein bisschen weiter gehe, würde ich sagen, naja, es ist schon nicht schlecht, aber natürlich muss ich da noch mal rein, und müsste jetzt mir eine Farbkorrektur hineinlegen, so, und entsprechend noch mal gewichten. In Avid Media Composer ist der automatische Farbausgleich hier unten zu finden, und zwar einmal in HSL und einmal in den Curves. Dabei ist zu beachten, hier, dass die Curves anders reagieren als die HSL. Ich kann das jetzt mal ausprobieren, ich schalte mal diese Farbkultur zurück, mit Alt-Klick kann ich das neutralisieren bzw. zurücksetzen, und wenn ich jetzt in die HSL gehe, wäre hier unter Auto Balance, Auto Black, Auto Contrast und Auto White, würde er mir entsprechend die jeweiligen Werte einstellen. Und bei Auto Balance versucht er, die Kanäle zueinander zu stellen, das ist jetzt nicht gerade zufriedenstellend, da muss ich also auf jeden Fall noch mal mehr ran. Besser wäre es, die ganze Automatik in den Curves zu benutzen. Dort gibt es nämlich die Auto Contrast-Funktion, die uns hier sogar limitiert, und die Auto Balance macht das auch noch in allen drei Farbkanälen. Das bedeutet, dass wir hier nicht nur ein legales Bild bekommen, unter Umständen, legal, also auch ein Bild, das im Farbraum, dem sogenannten Gamut, korrekt ist. Hier haben wir noch die Möglichkeit, Colorcasts zu entfernen, also so einen Farbstich, und dort picke ich natürlich einen Bereich im Bild, der eine neutrale Farbe enthält, und nachdem wir wissen, was eine neutrale Farbe ist, nämlich schwarz, grau und weiß, müssen wir jetzt entsprechend entscheiden, welche Stelle im Bild grau werden sollte. Sie sehen schon, je nachdem, wo ich hinklicke, ja, werden hier verschiedene Werte oder Ergebnisse erzielt. Ich setze das noch mal zurück, und setze das komplett clean. Man sieht schon, naja, also die Automatik ist eine tolle Sache, sie kann in 90% der Fälle ziemlich viel erreichen, und sehr schnelle Ergebnisse erzielen. Allerdings, um eine richtige Farbkorrektur zu machen, muss man sich einfach die Zeit nehmen, und das Wissen vorher erlernen. In Premiere finden wir die automatische Farbkorrektur unter den Reitern "Einfache Korrektur". Ich setze das Ganze noch mal zurück. Mit Doppelklick funktioniert das, und wir sehen das, hier unten habe ich einen Automatikknopf, und dort wird erstmal alles eingestellt, und dafür muss ich aber erstmal alles andere auch zurücksetzen, da ich ja hier auch eine Verschiebung in den Curves habe, in den Farbkurven, und in den Farbrädern. Also momentan schalte ich einfach alles ab, ich gehe zurück in meine einfache Farbkorrektur hier, drücke auf "Auto", ich sehe, er stellt mir automatisch den Schwarz-, Weißwert und die Belichtung ein, ich gehe noch mal auf die Scopes, wir gucken noch mal, das macht er automatisch. Jetzt ist die Frage, wie kriege ich einen automatischen Weißabgleich hin? Dafür gibt es hier die Pipette, und dann kann ich genauso wie beim Avid Media Composer an die Stelle klicken, die normalerweise neutral sein sollte, also eine neutrale Farbe enthalten sollte. Das ist auch der Grund, warum es sich lohnt, bei Dreharbeiten, wenn man die Zeit hat, eine Grautafel ins Bild zu halten, vor Beginn der Dreharbeiten, weil dann kann ich einfach auf diese Grautafel picken, und habe automatisch die richtigen Sachen eingestellt. Bei professionellen Farbkorrekturprogrammen gibt es sogar die Möglichkeit, eine Farbtafel analysieren zu lassen, und die Werte von der Software entsprechend automatisch einstellen zu lassen. Ok, jetzt haben wir ziemlich viele neue Werkzeuge kennengelernt, und ich hoffe, Sie haben verstanden, wie wichtig es ist, zu lernen, wie die einzelnen Farbkanäle miteinander zusammenhängen.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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