Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Pano2VR

Retuscheprobleme bei Panoramen

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In diesem Video sehen Sie im Überblick die wichtigsten Probleme, die die verzerrten Bildbereiche eines sphärischen Panoramas bereiten können.

Transkript

Nachdem wir im vorangegangenen Kapitel sicher das wichtigste Feature von Pano2VR, die Ausgabe als interaktives HTML5 Panorama besprochen haben, kommt nun der wohl zweitwichtigste Zweck zur Sprache, den Pano2VR hat und zwar die Funktion der Aufbereitung eines Panoramas für die Retusche in Photoshop und das Umgehen der perspektivischen Probleme, die wir dabei haben. Ich habe dafür Mal ein paar Beispiele zusammengesucht, um so die wichtigsten Anwendungsfälle bei dieser Panoramaretusche mit Pano2VR besprechen zu können. Ich gehe es Mal ein bisschen unplanmäßig durch. Also hier haben wir zum Beispiel ein sphärisches Panorama. Dort habe ich in PTGui das Ganze gestitched und zusammenmontiert und hier gab es keine Bodenaufnahme sondern [Unverständlich] hat da einfach das Stativ einen langen Schatten und das Stativ und den Schatten habe ich einfach in PTGui ausmaskiert und da ist eben jetzt hier diese leere Fläche entstanden unten am Fuß. Das schaut in der equirectangularen Ansicht, die wir hier haben, immer relativ mächtig aus. Der Fleck ist in Wirklichkeit wesentlich kleiner, weil natürlich einfach hier die Bildinhalte zum unteren Rand hin und natürlich zum oberen Rand hin, das sieht man jetzt hier nur knapp an den Sonnenstrahlen, zum unteren Rand hin vor allen Dingen einfach stark gestreckt wird. Dadurch wirkt das immer größer, als es in Wahrheit ist. Das ist ein Problem, was wir hier haben, das einfach zu retuschieren, was eben hier auch nicht einfach ist, denn zum Beispiel die ganze Vegetation hier unten. Gras, denkt man sich: "Das ist eigentlich relativ leicht zu retuschieren". Hier aber nicht wirklich, weil natürlich hier die ganzen Pflanzen nach unten hin alle total gestreckt und immer größer werden. Das heißt, ich kann zum Beispiel nicht etwas von hier nehmen und hier unten reinkopieren. Das sieht einfach nicht aus. Das ist viel zu klein. Es funktioniert nicht. Selbst hier haben wir quasi schon perspektivische Probleme. Nächstes Beispiel, wir haben hier dieses Interieur einer Kirche und hier hab ich jetzt auch zwar eine Bodenaufnahme gemacht, aber hier Mal bewusst nicht eingebaut für das Beispiel, sondern das Stativ stehen lassen am unteren Rand. Man sieht hier Bein eins, zwei und drei und hier sieht man Reste von der Panoramaplatte. Wenn wir da von oben drauf schauen, schaut das circa so aus und das ist zusammen mit den Schatten, die das Stativ hier, trotz verstecken hinter einer Säule... das habe ich nicht ganz unabsichtlich gemacht. Trotzdem haben wir hier diffuse Schatten von den Beinen. Die müssen weg und natürlich das Ganze muss eingestückelt werden. Das Muster ist relativ heikel, weil hier sieht man natürlich Fehler sofort, biometrisch ganz streng angeordnet und da gibt es natürlich dann kein Vertun. Das muss halt wirklich passen, wenn das gut ausschauen soll. Nächstes Beispiel: Wir haben hier eine Aufnahme mit einem speziellen Setup. Das ist ein schräg gestellten Fisheye-Objektiv und hier sieht man jetzt am oberen Ende und am unteren Ende jeweils so wellenförmige oder zahnförmige Ränder. Das sind relativ kleine Löcher, deswegen, weil das Objektiv hier fast 180 Grad in der Vertikalen hat. Das schaut dann im Setup ungefähr so aus. Das heißt hier schaut das Ding praktisch nach unten und hier nach oben, aber eben hier diese Bereiche daneben, die machen so ein zahnrad oder sonnenförmiges Muster und das hat man bei diesem Setup, wenn man es etwas anders macht, hier die Kamera leicht nach oben neigt, gleiche Kamera, gleiches Objektiv, aber eben das gekippte nach oben neigt, dann kann man oben diesen Streifen hier schließen, der Untere wird dafür ein bisschen größer. Problem ist aber das Gleiche. Beide Stellen sind in dem unretuschierbaren, verzerrten Bereich angeordnet, der sich nicht wirklich retuschieren lässt. Hier schon gar nicht, weil zum Beispiel die ganze Geometrie von diesem Palmenhaus hier nach obenhin einfach total verzerrt und verzogen wird. Hier ist es völlig aussichtslos irgendwas retuschieren zu wollen mit Photoshop, weil man natürlich einfach den Kopierstempel nicht gebrauchen kann. Denn, wenn ich den zum Beispiel hier dieses Muster von da nach da kopieren will. das ist eine ganz andere Skalierung, ein ganz anderer Winkel, würde man theoretisch mit Photoshop machen können, aber das verändert sich von Pixel zu Pixel laufend. Das heißt, das geht mit Sicherheit nicht. Da haben wir noch ein Problem, was recht häufig auftaucht. Das ist hier eigentlich ein schon fertiges Panorama. Trotzdem gibt es da noch kleine Fehler drin. Wir schauen Mal hierrein und da kann man das ganz gut sehen. Ich muss sie selber suchen, aber sie sind wirklich reparaturpflichtig. Wo sind sie denn? Da muss der Seitenanteil, hier ist vorne, das muss hier ungefähr sein und da gibt es hier zum Beispiel ein ganz typisches Phänomen. Das sind einfach so kleine Stitching-Fehler. Die beginnen meistens schon weiter draußen, ganz minimal. Hier zum Beispiel sieht man es, die Kante geht nicht so ganz astrein weiter, hier wird der Schnitt ein bisschen größer, da noch ein bisschen größer und so weiter, vergrößert sich. Und diese Kantenbrüche, die ziehen sich dann meistens entlang der Bildkreislinie, vor allen Dingen bei Fisheyes und das geht jetzt bis hierhin und da geht es jetzt im Prinzip ein bisschen anders weiter. Nein, ab hier ist es gut und dann muss man diese Kanten reparieren und das geht, da das alles gerade Linien sind hier in natura und hier jede gerade Linie eine andere Krümmung hat, ist das hier eigentlich praktisch nicht zu retuschieren und da ist es immer ganz gut, sich diesen Bereich dann auch raus zu holen und mit Pano2VR in eine rectilineare Ansicht zu bringen, um dann in Photoshop einfach die gängigen Mittel, wie das Transformationsviereck, den Kopierstempel und ähnliche Sache verwenden zu können, die eben darauf angewiesensind sind, dass man eine flache Bildperspektive ein rectilineares Bild hat. Das ist also der Hauptzweck von Pano2VR, abseits der Aufbereitung eines Panoramas zu einem interaktiven HTML5 Panorama und dieses Feature betrifft eben auch die Benutzer, die zum Beispiel gar nicht mit Pano2VR ausgeben wollen, sondern mit der einfach nur als Hilfsmittel zur Retusche verwenden wollen.

Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Pano2VR

Lernen Sie, wie Sie mit Pano2VR mehrere Panoramen zu einer interaktiven, begehbaren Besichtigungstour zusammenstellen und für das Web ausgeben.

9 Std. 51 min (103 Videos)
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