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Fotografieren mit der Lochkamera

Repro konvertieren

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Die Reproduktion des Negativs wird in Camera Raw geladen und entwickelt. Dazu gehört das Invertieren der Aufnahme und das Ausarbeiten der Tiefen und Lichter.
10:22

Transkript

In diesem Film geht es darum wie wir aus der Reproduktion eines Negativs, über zum Beispiel einem Leuchtkasten, einem Lichttisch ein vernünftiges Foto bekommen. Weil wenn Sie natürlich ein Negativ scannen, dann sehen Sie, logischerweise auch erst mal in Camera Raw, wo diese Datei dann konvertiert wird, wie jedes andere Foto auch, mal ein Negativ. Schauen wir uns doch erst mal diese beiden Negative an. Die sind beide aus derselben Serie, bzw. auf denselben Film fotografiert worden und haben deswegen natürlich auch weil, wie Sie sehen können, ist es ein Kleinbildfilm, dieselbe Entwicklung bekommen. Und trotzdem gibt es riesengroße Unterschiede. Schau ich mir das hier an, dann ist zwischen der Perforation, also da wo kein Film zu sehen ist und an der Stelle, wo Film zu sehen ist ein sehr deutlicher Unterschied in der Helligkeit wahrnehmbar. Schau ich mir das hier an, das zweite Negativ, da sieht man einen viel geringeren Unterschied. Und daran können Sie sehen, wie sehr wichtig es ist, dass man ein Negativ richtig belichtet. Natürlich können wir sehr viel ausgleichen, genau wie bei einer Digitalkamera auch, bei einem digitalen File. Aber an diesen beiden Beispielen kann man schon sehr gut sehen wie wichtig es ist, dass Sie beim Belichten darauf achten möglichst eine Belichtungsreihe zu machen, damit die korrekte Belichtung raus kommt. Die hier sieht gut aus. Die dürfte vielleicht eine halbe Blende heller sein. Aber am Verhältnis zwischen Nicht-Film, wo man durch die Perforation durchschaut, und Film kann man sehen, dass der Unterschied recht gering ist und trotzdem ist alles schön durchgezeichnet. Das ist eigentlich eine korrekte Belichtung. Während das hier, blöderweise meiner Meinung nach, das interessantere Motiv und das, was wir nehmen, das hier das Motiv ist, was ein bisschen stärker belichtet hätte werden dürfen. Dann wäre nämlich auch dieser Unterschied hier nicht so groß. Warum ist es wichtig, dass der Unterschied möglichst gering ist? Naja, weil Sie damit die besten Schatten und die schönsten Lichter bekommen. Wenn der Film mit so einem sogenannten Grundschleier aufgrund der knappen Belichtung schon so stark raus entwickelt wird dann bekommen Sie später Schwierigkeiten in den Schatten, weil die Schatten sollten ja durchgezeichnet sein. Wenn Sie aber schon hier, wie man sehen kann, mit einer Schleierbelichtung vorbelichtet sind, dann wird es ein bisschen schwierig. Das wäre an der Stelle hier anders. Noch eine Kleinigkeit, was Sie hier sehen können. Dieses Repro nützt eigentlich nur den, würde mal sagen ungefähr gut die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fläche aus, während diese Belichtung hier so ist, dass man sagen kann, das ist schon so, dass 80 % der Fläche ausgenutzt werden. Das reicht hier, wir bekommen hier trotzdem ein gutes Ergebnis. Aber kleiner sollten Sie ein solches Negativ auf keinen Fall fotografieren. So: was machen wir als Erstes? Mit dem möchte ich anfangen. Das heißt, das erste was ich tue, ich stelle das mal so frei, dass wir sehen können, was wir eigentlich bearbeiten. Weil ich gehe mal davon aus, dass Sie die Filmbezeichnung und die Perforation nicht unbedingt sehen wollen. Wenn Sie sagen, gefällt mir, finde ich toll. Das deutet darauf hin, dass wir hier einen tatsächlich analogen Film verwendet haben. Dann können Sie bei der Freistellung natürlich auch so was machen, klar, geht. Aber ich denk doch, dass es ein bisschen zu sehr ablenkt. Deswegen möchte ich meine Freistellung auf das hier begrenzen. Sodass man durchaus sehen kann, dass wir hier einen schwarzen Rand bekommen. Zumindest hab ich so immer grundsätzlich meine Kleinbild-Negative abgezogen und ich weiß von vielen Kollegen, dass sie es so ähnlich gemacht haben. Hier unten bleibt natürlich jetzt ein bisschen was von der Perforation stehen, finde ich nicht schlimm. Das liegt daran, dass die Kamera eine Holzkamera ist und die Maße der Kamera vielleicht nicht ganz so exakt sind, wie die bei einer Metall-Kamera. Deswegen ist das Fenster, das Filmfenster, wo man den Film quasi sehen kann, wo drauf belichtet wird, durch belichtet wird das ist nicht ganz so exakt gebaut und deswegen sieht man hier noch die Perforation. Undramatisch, ne? Ich schiebe das weiter zusammen. Natürlich können Sie es weg schneiden, aber genau diesen schwarzen Rand, den mag ich sehr gern. Damit jeder sehen kann: dieses Bild, ist bei der Aufnahme entstanden, nicht später in Photoshop. Wenn wir schon analog arbeiten, wenn wir schon an die Wurzeln der Fotografie gehen, dann möchte ich auch nicht hinterher durch eine Ausschnittsvergrößerung mein Bild nochmal verändern, sondern ich möchte das Maximale, was geht, aus diesem Negativ heraus holen. Dazu gehört, für mich zumindest, dass wir keine Ausschnittsvergrößerung machen. So, damit hätten wir das erst mal frei gestellt. Ich tippe mal hier auf die Hand, dass es auch frei gestellt wird. Und jetzt müssten wir rein theoretisch die Schatten und die Lichter bearbeiten. Schöne Sache, kann man auch machen aber die Schatten und die Lichter sind bei diesem Negativ logischerweise umgedreht. Jetzt haben Sie die Qual der Wahl. Wollen Sie entweder die Schatten und die Lichter richtig rum drehen, sodass alles, was Schatten ist nach Schatten aussieht und die Lichter, die hier dunkel wieder gegeben werden wirklich die Lichter sind? Dann müssen Sie später bei allen Reglern umdenken. Oder sagen Sie, ich nehme das Negativ so, wie es ist und möchte jetzt hier die Farbtemperatur verändern, die Lichter, die Schatten und so weiter. Was ich damit meine, schauen Sie, wenn ich hier Richtung blau gehe, dann wird das ganze weniger gelb, logisch. Hätte ich das jetzt umgedreht von vorneherein, dann würde es so immer gelber werden und so würde es blauer werden. Damit wir da aber nicht in der Theorie verhaftet bleiben, möchte ich das einfach so machen, dass Sie es sehen. Und das ist, glaube ich, auch der schlauere Weg ein solches Negativ zu bearbeiten. Ich klicke also hier auf die Gradationskurve. Da kennen Sie diese an sich sehr praktischen Regler hier über Lichter, Tiefen und zwei Grautöne in der Mitte; die Sache zu steuern. Allerdings können wir damit nicht viel anfangen. Wir brauchen die Punktdarstellung. Dann können wir nämlich die Schatten auch wirklich zu Schatten machen und die Lichter auf der anderen Seite auch wirklich zu Lichtern machen. Und damit haben wir ein Positiv. Denn darum geht es ja, der Umkopier-Prozess vom Negativ zum Positiv. Der fällt natürlich hier weg, den müssen wir also quasi künstlich herbei rufen mit diese Gradationskurfe. Das nächste, was ich vorschlagen würde, wäre das Ganze mal zu neutralisieren, dass wir tatsächlich ein Schwarzeiß-Bild bekommen. Wenn Sie es trotzdem getont haben wollen, bzw. ein farbiges, getontes Schwarzweiß-Bild wollen, können Sie das selbstverständlich tun. Das gucken wir uns gleich an. Aber erst mal würde ich ganz gerne hier dafür sorgen, dass wir ein echtes Schwarzweiß-Bild bekommen. Jetzt sehen Sie besser diesen Unterschied zwischen der nicht belichteten Fläche hier, die man hier sehen kann und der tatsächlich nicht vorhandenen Filmfläche hier. Das ist deutlich schwärzer. Und deswegen möchten Sie nicht, dass hier unten zwischen Perforation und nicht belichteten Stellen ein so großer Unterschied besteht und möchten ein Bild eigentlich lieber stärker belichten. Gut egal, wir bleiben dabei. Denn wie Sie sehen kann man ja trotzdem mit diesem Bild eine ganze Menge anfangen. Als Erstes gehen wir jetzt wieder zurück zur parametrischen Darstellung, denn jetzt ist es ja eigentlich ganz schön mal hier ein bisschen mit Lichtern, hellen, dunklen Farbtönen zu arbeiten. Ich finde, dafür ist es wirklich gemacht, da kann man eine Menge mit anfangen. Nur jetzt nicht vergessen: die Lichter sind nicht mehr die Lichter, sondern die Lichter des Negativs und damit die Schatten. Das heißt, wenn ich die Lichter hier heller mache, dann mache ich in Wirklichkeit die Schatten dunkler. Man sieht das auch sehr deutlich oben hier im Histogramm. Damit kann ich erst mal den Schwarz-Punkt sehr bequem einstellen. So nämlich, dass die dunkelsten Ton-Werte gerade so eben hier bei dem Null-Punkt landen. Und dann würde ich gleich die andere Seite, nämlich die Tiefen, sprich die Lichter einstellen. Und die so einstellen, dass das Histogramm gerade so eben hier bis an das Ende der Skala reicht. Also hier die Tiefen mal so weit nach oben fahren, so, bis es eben noch nicht ausfrisst. Denn Sie dürfen, dass was wir sehen sind ja eigentlich Spiegelungen, das sind die Spiegelungen des Fensters. Und wenn man mal aus dem Fenster raus schaut, sieht man normalerweise was. Also das hier muss nicht komplett ausgefressen sein, das darf durchaus noch ein klein wenig Zeichnung haben. Und ich würde sagen, damit haben wir die Aufnahme schon relativ gut hin getrimmt. Was haben wir noch? Wir haben hier noch die hellen Farbtöne. Die ziehe ich nach oben und man sieht, kann man die Gradation ein bisschen beeinflussen. Aber im Großen und Ganzen müssen wir daran nicht viel machen. Bei den dunklen Farbtönen kann ich noch etwas mehr Brillanz heraus holen indem ich die etwas runter ziehe, sprich damit die Lichter noch etwas heller mache. Aber damit würde ich sagen, wenn wir uns mal anschauen was wir mit der Kurve gemacht haben, haben wir das Maximale heraus geholt. Man kann auch sehen, dass wir eine quasi S-förmige Kurve eingestellt haben. Und die S-förmige Kurve spricht immer dafür, dass der Kontrast letztlich doch erhöht wurde. So, jetzt habe ich noch vorhin von der Farbe gesprochen. Man könnte also noch sagen, gucken wir uns den Grundeinstellungen, gerade hier vorne, dass wir das Ganze noch ein wenig blau tonen Es gibt bei der Schwarzweiß-Fotografie grundsätzlich zwei klassische Tonungsarte. Das eine ist die Blau-Tonung. Die war in den 1980er Jahren wahnsinnig populär, war das Ganze dann so blau getont. Ich muss quasi hier Richtung gelb gehen, damit das ganze blau wird. Und das andere ist die Sepia-Tonung, bzw. eine sogenannte Schwefel-Tonung. Das hat, als man das im Labor früher tatsächlich mit echtem Schwefel-Toner gemacht hat, ziemlich unangenehm gerochen. Das kann ich wirklich aus eigener Erfahrung noch berichten. Das müssen wir hier nicht mehr, sondern wir können das so machen. Ich meine, das Ganze in Richtung gelb ziehen. So, dann hätten wir eine sogenannte Schwefel-Tonung bzw. eine Braun-Tonung. Ob Sie das wollen oder ob Ihnen die Blau-Tonung besser gefällt, die ich für diese Metall- Maschine eigentlich besser finde, das liegt natürlich vollkommen bei Ihnen. So, das wäre meine Entwicklung. Wir können uns mal anschauen, wie das vorher und nachher aussieht. Das ist unser Negativ vorher wenn man die gegeneinander stellt, sieht ganz lustig aus. Sieht das so aus, bzw. sie übereinander stellt, dann kann man ziemlich deutlich sehen, was wir eigentlich damit gemacht haben. So würde ich es ganz gerne lassen. Jetzt können wir das Bild öffnen, denn es geht natürlich auch noch um die Retusche, die wir nicht hier im Raw Converter machen, das könnte man theoretisch, habe ich mach sie lieber in Photoshop, weil mir da mehr Werkzeuge zur Verfügung stehen.

Fotografieren mit der Lochkamera

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2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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