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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Rendering des Panoramas

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Die endgültige Berechnung des Panoramas (Rendering) benötigt eine Reihe von Einstellungen, die Sie hier kennenlernen.

Transkript

Nun sind wir im Prinzip schon fast fertig und wir wechseln jetzt hier vom Preview, vom vorletzten Tab zum letzten Tab, da geht es in die Richtung Create Panorama, ich mache mal den Editor zu und die Sachen, die brauchen wir jetzt eigentlich alle nicht mehr und ich mache hier das Fenster ganz auf, so dass wir das ein bisschen besser sehen können. Hier wird es noch mal ein bisschen technisch, hier geht es jetzt drum in welchem Format, in welcher Größe und mit welchen Methoden wird das Ausgangsbild berechnet. Ein relativ wichtiger Button ist der hier namens: Set optimum size. Und wenn ich den anklicke, dann schaut PTGui dass nach Möglichkeit kein einziges Pixel vom Originalmaterial in irgendeiner Form vergrößert wird, sondern alles andere nur maximal verkleinert wird, aber nicht vergrößert. Und das ist dann wirklich das, was man aus dem Originalmaterial netto rausbekommt. Das sind hier 14800 x 7400 Pixel, das sind so Hausnummer, ja, man muss es miteinander multiplizieren, 7 x 7 ist 49 x 2, ja, um die 100, bisschen mehr als 100 Megapixel sind es ungefähr die rauskommen. Und hier kann man noch Metadaten einfügen, Use EXIF data of source images, das lässt man normalerweise so, es gibt keine Location Daten, aber die brauchen wir hier auch nicht. Und dann geht es um das Dateiformat was wir rausbekommen möchten, hier ist standardmäßig JPEG angegeben, das ist natürlich nicht so toll, sondern wir haben hier ein bisschen mehr, TIFF natürlich, Photoshop oder auch für Dateien, die größer als 2 GB sind, das passiert leicht einmal bei einem Panorama, dann Photoshop large, also die .psb Files des Photoshop Big Format, und QuickTime VR, das ist einfach schon veraltet, kommt ein fertiges Quicktime VR movie raus, das kaum noch nirgendwo abgespielt werden kann, also das könnte man im Prinzip auch streichen. Und ich sage mal standardmäßig ein TIFF, ich bin mit 16 bit-TIFFs reingegangen, und ich möchte auch mit 16 bit-TIFFS wieder rausgehen, weil ich möchte eventuell später noch was bearbeiten, vor allen Dingen möchte ich später eventuell noch mal die Gesamtfarbigkeit ein bisschen anpassen und einfach die Helligkeit und die Farbwerte und vor allem auch den Weißabgleich, da haben wir am Anfang relativ viele Kompromisse drin gehabt, und das möchte ich ein bisschen vermeiden. Den Alphakanal den lasse ich mal weg, das heißt, der Boden wird ein schwarzes Loch, aber das stört mich nicht, dann ist die Datei einfach kleiner. Und ich kann hier noch, das ist ganz interessant: Blended panorama only, das heißt, ich gebe nur das fertige Panorama aus, es gibt auch noch: Individual layers only, dann würde er in unserem Fall 24 TIFFs ausgeben, wo jeweils die komplette Größe vom Panorama anliegt, und jeweils nur eine Stelle, wo das Bild mit allen Verformungen, Verzerrungen und so weiter hingegeben wird, oder beides in Kombinationen. Das ist immer dann ganz interessant, wenn ich zum Beispiel Panoramen mit viel Bewegung drin habe, zum Beispiel Passanten und solche Sachen, dann empfiehlt sich hier als .psd oder als .psb File auszugeben, und dann einfach hier auf die layers zu gehen, dann kann ich nämlich in Photoshop jedes Bild einzeln, ebenenweise bearbeiten, das erhält mir sehr viele Nachbearbeitungsmöglichkeiten, mit dem Vorteil, dass die Bilder bereits perfekt positioniert sind, aber ich kann ich Photoshop mit Masken zum Beispiel aus dem einen Bild einen Passanten rausholen, aus dem anderen einmaskieren, das geht da noch besser zum Teil, als hier in PTGui. So, ich will aber jetzt einfach nur ein geblendetes TIFF, da bewegt sich nichts, wir haben ein völlig statisches Environment, das ist an sich kein Problem. Wir können hier dann noch eingeben, ob wir das Panorama sofort berechnen wollen, oder es gibt noch eine Applikation, das ist der Batch Stitcher, den findet man unter Tools Batch Stitcher, das ist im Prinzip eine Stapelverarbeitung, wo man die Panoramen mal reinwerfen kann, und wenn man den zum Beispiel anfangs, ich mache den mal auf, dass wir den kurz sehen können, das ist einfach so ein Fenster, da schmeißt man die fertigen .pts Files rein, und wenn man den zum Beispiel standardmäßig auf Stopp stellt, dann kann man dort einfach mal die Files reinschmeißen, und dann später, zum Beispiel am Abend bevor man schlafen geht, kann man die dann einfach alle losstarten lassen. Es ist vor allen Dingen interessant bei nicht so leistungsfähigen Maschinen und bei vielen Panoramen, bei großen Panoramen, die kann man in der Nacht einfach dann berechnen lassen. Das brauchen wir hier nicht, weil wir sind hier auf einer relativ flotten Maschine unterwegs, und wir stitchen das auch auf der Grafikkarte, das heißt, da wird gar nicht der Prozessor bemüht, sondern das geht jetzt hier wirklich über eine sehr leistungsfähige Grafikkarte und ist auch relativ schnell fertig. Wir können hier dann noch einzelne Bilder aus der Berechnung ausnehmen, indem wir die einfach hier abhaken, und das ist für manche Spezialfälle ganz gut, oder wenn ich zum Beispiel in einem Panorama ein Bild separat brauche, um irgendwas zu retuschieren, dann kann ich das hier im Doppelklick hier einfach alle ab machen und dann zum Beispiel ein einziges hier aktivieren, also das ist eine Möglichkeit, wo man hier dann noch praktisch sich separat nachträglich aus diesem Projekt noch mal einzelne Bilder rausholen kann, immer unter der Maßgabe, dass alles bereits perfekt positioniert ist. Wir haben hier beim Stitcher die Möglichkeit noch eine alternative Stitching Engine zu verwenden, das bringt aber meistens nichts, weil PTGui kann auf der Grafikkarte arbeiten, und das ist meistens schneller als alles andere. Wir können unterschiedliche Blending Algorithmen hier noch einsetzen, die müssen allerdings als Plugins in den Voreinstellungen installiert werden, das ist bei Smartblend zum Beispiel, das geht nur am PC, am Mac geht es mit einem ziemlich fiesen Trick, der aber relativ kompliziert ist, und Endblend kann man einbauen. Das sind einfach alternative Algorithmen, die sich darum kümmern, wie von einem Bild zum nächsten überblendet wird. Speziell das Smartblend ist ziemlich interessant, wenn man viel Panoramen hat, wo sich Sachen bewegen, zum Beispiel Passanten im Bild sind, damit kommt das Smartblend ziemlich gut klar, aber das ist eine relativ fortgeschrittene Geschichte. Bei den Blending Algorithmen kann ich teilweise wie zum Beispiel hier bei PTGui noch einstellen, ob die Überblendung eher hart oder eher weich ist, und darunter finde ich den Interpolator. Das zeigt mir an, welche Bild-Neuberechnungs-Algorithmen verwendet werden. Das heißt, wenn die Bilder alle verzogen, verdreht, verschoben, vergrößert, verkleinert sind, dann sind das relativ heftige Operationen, unter denen prinzipiell einmal die Bildqualität leidet, das ist zum Beispiel das Gleiche, wie wenn ich in Photoshop etwas verdrehe ein paarmal hintereinander und noch vergrößere und verkleinere und irgendwann leidet da mal ganz massiv die Bildqualität drunter, und für diese Bildneuberechnung, dieses sogenannte Resampling, bietet PTGui eine Riesenauswahl, bei Bicubic ist einfach Schluss, das ist das Beste was Photoshop kann, und da geht es hier erst so richtig los. Also Sinc16 bis 1024 und die Spline Algorithmen, diese acht Stück hier, die sind wesentlich besser als alles was Photoshop kann. Und beim Default Algorithmus haben wir auf jeden Fall schon einen von den besseren hier, und das heißt also, diese ganzen feinen Wölbungen vom Bild, und auch die groben Verdrehungen dieser ganzen Geschichten, werden hier mit einer wesentlich besseren Bildqualität abgewickelt, als das zum Beispiel intern bei Photoshop der Fall ist. So, das wären ein paar Details zum Render-Dialog, also zu Create Panorama, wo das Bild dann praktisch wirklich fertig gestellt wird. Hier gibt es einen Standardnamen, den kann ich ändern, das landet dann immer im gleichen Verzeichnis wie das .pts File und wenn ich das jetzt mal hier laufen lasse, sieht man, dass das jetzt nicht so wahnsinnig langsam geht, und das ist doch immerhin relativ viel Material, sind 24 Bilder mit 18 Mpixeln, 16 bit-TIFFs, Stück über 80 MB, und das dauert also hier einfach nur wenige Sekunden bis das fertig ist, wobei hier eigentlich der Speichervorgang sogar noch mal eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, während das Stitching schon längst fertig ist, das kann man im Prinzip gleich einmal abwarten, weil wir wollen natürlich das Ergebnis noch sehen. Finishing output, vor allen Dingen jetzt sind wir eigentlich schon dabei, jetzt gehe ich mal in die Bridge und wir gucken das mal an, ich gehe mal hier einen Level hoch, und jetzt haben wir hier das fertige Bild, das schaut jetzt so aus. Ich habe eben keinen Alphakanal angegeben, deswegen ist hier unten ein schwarzer Streifen drin und wir schauen uns das Bild jetzt einfach mal noch ein bisschen genauer an, indem wir es in Photoshop öffnen. So, ich muss da mal den Photoshop gerade herholen. So, und hier haben wir jetzt das Bild und vor allen Dingen können wir jetzt einmal die Bildqualität beurteilen. Mit cmd+Alt+0 gehen wir mal auf 100% und jetzt drücke ich mal H für die Handtaste, damit ich mich hier ein bisschen bewegen kann. Und ich hole mir noch mal mit Fenster Navigator, den hole ich mir auch noch dazu, den habe ich immer ganz gerne für solche Sachen, stecke ich mir gerade mal hier dazwischen, so, dann kann man jetzt ein bisschen rumgucken hier, und man sieht also, dass die Bildqualität also schon sehr sehr ordentlich ist, bei der ganzen Geschichte und hier unten auch gerade, zum Beispiel das Parkett also da sind keinerlei Fehler drin was das angeht, da kann man also schon ziemlich zufrieden sein. Bei den dunklen Sachen hier sieht man ein bisschen Rauschen, wobei auch das Gestein ein bisschen körnig ist, aber im Schatten sieht man, dass es etwas rauscht. Das ist natürlich einfach bei den Kompromissen, die wir hier eingehen müssen immer bei RAW-Files, von den meisten Spiegelreflexkameras, ist das immer schon etwas grenzwertig in den Tiefen, und wenn wir das alles unter einen Hut kriegen wollen, die Lichter hier oben, und die Tiefen hier unten in den Schatten, dann ist das schon immer ein bisschen eine Herausforderung, das alles unter einen Hut zu bekommen. So, damit ist das Panorama mal fertig und wir haben einmal einen grundsätzlichen Gang durch den Workflow mit PTGui gemacht, was die Produktion eines sphärischen Panoramas angeht, auch mit schon so ein paar Tipps, was so die kleinen Nicklichkeiten, Korrektur von Fehlern und Eventualitäten angeht.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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