Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Remotedesktopdienste-Lizenzierung einrichten

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Spätestens 120 Tage nach der Installation der Remotedesktopdienste müssen Sie diese lizenzieren. Danach können diese nicht mehr ausgeführt werden. Wie Sie zur Lizenzierung vorgehen und worauf Sie dabei achten müssen, zeigt Ihnen dieser Film.
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Transkript

Wenn Sie die Remotedesktopsitzungsdienste auf einem Remotedesktop-Sitzungshost installiert haben und eingerichtet haben, können Sie nach der Installation den Server verwalten, erhalten aber in den meisten Fällen eine Warnung, dass der Remotedesktop-Lizenzmodus nicht konfiguriert ist und die Remotedesktopdienste nach 115 Tagen nicht mehr funktionieren. Das heißt, Sie sollten darauf achten, dass Sie nach der Installation der Remotedesktopdienste im Server-Manager des Servers die Konfiguration der Lizenzdienste vornehmen, damit die Remotedesktopdienste funktionieren. Sie benötigen für den Zugriff für Clients und für Anwender auf dem Remotedesktopserver auch einen Lizenz-Server und Sie brauchen für jeden Benutzer Remotedesktop-Clientzugriffslizenzen, die dem jeweiligen Anwender zugewiesen werden. Dies erhalten Sie in den meisten Fällen als Seriennummer, die Sie dann in der Lizenzierung eintragen. Wenn Sie, so wie ich hier, im Server-Manager die Verwaltung der Remotedesktopdienste aufrufen, erhalten Sie eine zentrale Oberfläche, über die Sie verschiedene Konfigurationen vornehmen können. Sie sehen auf der rechten Seite die verschiedenen Bereitstellungsserver, also auf welchen Servern Sie aktuell die Remotedesktopdienste installiert haben. Das ist hier in diesem Fall nur dieser eine Server. Und Sie können jetzt hier an dieser Stelle auch die Verwaltung der Lizenzen vornehmen. In der Bereitstellungsübersicht, die Sie auf der linken Seite hier sehen, erkennen Sie die verschiedenen Infrastrukturen, die im Netzwerk zur Verfügung stehen für Remote Desktop. Sie sehen hier an dem grünen Pluszeichen, dass noch zwei Konfigurationen vorgenommen werden müssen, um die Remotedesktopdienste einzurichten. Das eine sind die Remote Desktop Gateways. Damit können Sie festlegen, dass über das Internet oder externe Netzwerke eine Verbindung zu verschiedenen Remotedesktopdiensten hergestellt werden kann. Und das andere ist die Remotedesktoplizenzierung. Sie brauchen für jeden Benutzer eine Remotedesktoplizenz, der mit den Remotedesktopdiensten arbeitet. Die Remotedesktoplizenzserver integrieren sich in Active Directory, sodass die verschiedenen Benutzercomputer eine Lizenz abrufen können. Und wenn sich ein Client mit dem Remotedesktopserver verbindet, ruft der Remotedesktopserver von seinem Lizenzserver eine passende Lizenz ab und teilt diese dem Anwender zu. Wenn keine Lizenzen mehr zur Verfügung stehen, werden die Benutzer nicht mit der Umgebung mehr verbunden, das heißt, Sie haben im Endeffekt 120 Tage Zeit, also knapp 4 Monate Zeit, die Lizenzierung zu konfigurieren. Danach funktioniert die Anbindung der Anwender nicht mehr. Wenn Sie hier auf das Pluszeichen klicken, erscheint ein Assistent und hier können Sie jetzt festlegen, auf welchem Server, den Sie hier über den Server-Manager angebunden haben, wollen Sie die Remotedesktoplizenzierung hinzufügen. Ich verwende jetzt hier den gleichen Server, auf den ich auch die Remotedesktopdienste installiert habe. In einer produktiven Umgebung verwenden Sie hierfür entweder einen dedizierten Server oder eben einen Server im Netzwerk, der keine große Auslastung hat und der mit den Remotedesktopdiensten zusammenarbeiten kann. Über den Assistenten werden jetzt die notwendigen Erweiterungen installiert, das heißt, der Server-Manager installiert jetzt die notwendigen Rollendienste auf diesem Server, sodass die Remotedesktoplizenzierung generell als Rollendienst schon einmal funktioniert. Wenn Sie installiert ist, besteht der nächste Schritt darin, dass Sie die Remotedesktoplizenzierung noch konfigurieren. Wenn der Rollendienst installiert ist, erhalten Sie eine entsprechende Rückmeldung. Sie sehen jetzt hier, die Remotedesktoplizenzierung erhält jetzt auch ein eigenes Icon, das heißt, die Remotedesktoplizenzierung ist jetzt in der Umgebung verfügbar, aber noch nicht konfiguriert. Sie können Ihre Bereitstellung über den Bereich "Aufgaben" konfigurieren, indem Sie hier "Bereitstellungseigenschaften" auswählen. Hier können Sie jetzt verschiedene Konfigurationen für die Remotedesktopumgebung konfigurieren, unter anderem auch die Remotedesktoplizenzierung. Zum einen legen Sie fest, ob Sie die Lizenzierung pro Gerät durchführen möchten oder eben pro Benutzer, das heißt, hier könnte ein Benutzer mit mehreren Computern arbeiten und hier könnten an einem Computer mehrere Benutzer arbeiten. Was passender für Ihre Umgebung ist, müssen Sie von einem Lizenzspezialisten ausrechnen lassen. Ich wähle jetzt hier die Remotedesktoplizenzierung pro Gerät, kann jetzt hier einen Lizenzserver angeben, auf dem ich die entsprechende Konfiguration vorgenommen habe. Das ist jetzt hier der Server "ml30joos.int". Diesen könnte ich jetzt hier hinzufügen. Der Server ist aber hier bereits hinzugefügt, das heißt, es gibt hier in dieser Umgebung nur einen Lizenzserver und hier könnten Sie jetzt auf Wunsch mehrere Lizenzserver hinzufügen. Das Ganze bestätigen Sie jetzt. Und jetzt ist die generelle Remotedesktoplizenzierung vorkonfiguriert, das heißt, Sie haben zum einen einen Server festgelegt, auf dem die Lizenzierung durchgeführt wird, und Sie haben zum anderen eine Lizenzierungsmethode festgelegt. Am einfachsten geht das, wenn Sie direkt das Tool "licmgr" starten. Dadurch startet der Lizenzierungsmanager. Wenn Sie den Lizenzierungsmanager gestartet haben, sehen Sie zunächst auf der linken Seite alle Lizenzserver. Standardmäßig ist ein Lizenzserver nicht aktiviert, das sehen Sie hier an dem roten Symbol. Und Sie müssen jetzt hier diesen Server erst aktivieren. Das Ganze können Sie hier über das "Kontext"-Menü machen. Hier können Sie zum einen die Konfiguration überprüfen und Sie können jetzt hier den Server aktivieren. Beim Aktivieren steht Ihnen ein Assistent zur Verfügung und hier können Sie jetzt festlegen, wie möchten Sie die Aktivierung durchführen, entweder über das Internet oder über einen Webbrowser oder per Telefon. Das hängt natürlich auch davon ab, wie der Computer verbunden ist. Ich versuche jetzt hier, eine automatische Verbindung über das Internet durchzuführen. Der Server versucht jetzt, eine Verbindung aufzubauen zum MICROSOFT Clearinghouse, also, der Server wird jetzt hier zertifiziert, nochmal, der Server wird jetzt hier registriert. Ich trage jetzt hier meine Daten ein, wähle meine Region aus. An dieser Stelle ist das Ganze noch kostenlos, das heißt, Sie brauchen jetzt hier noch keine Lizenznummern. Hier geht es lediglich darum, dass der Server bei MICROSOFT integriert wird, damit Sie Lizenzen eintragen können. Danach wird jetzt der Server hier aktiviert. Das Ganze wird jetzt auch hier entsprechend angezeigt. Ich könnte jetzt hier gleich den Assistenten für die Lizenzinstallation starten, das mache ich aber nicht. Ich möchte jetzt hier zunächst sicherstellen, dass der Server grundsätzlich funktioniert. Sie sehen, aus dem roten Symbol wird ein gelbes Symbol, das heißt, der Server ist jetzt hier generell aktiviert und ermöglicht auch das Integrieren von Lizenzen. Wenn die Lizenz aber noch hier eine Warnung anzeigt, klicken Sie auf "Überprüfen". Dadurch wird angezeigt, was bei dem Server noch nicht in Ordnung ist und hier sehen Sie, ist der Lizenzserver noch nicht Mitglied in der Terminalserver-Lizenzgruppe. Das Ganze kann ich jetzt hier bequem über diese Schaltfläche erledigen. Dann wird auch hier das Symbol entsprechend als grün angezeigt und Sie sehen jetzt hier, dieser Lizenzserver ist aktiviert, er ist in den entsprechenden richtigen Gruppen, er ist für die Active Directory-Domäne zuständig. Wenn ich das Ganze hier bestätige, wird der Lizenzserver jetzt hier als fehlerfrei angezeigt. Über das "Kontext"-Menü kann ich jetzt hier Lizenzen installieren, das heißt, jetzt an dieser Stelle benötigen Sie die kostenpflichtigen Remotedesktoplizenzen und hier können Sie jetzt eben eine Lizenznummer eintragen, Sie können jetzt hier festlegen, an welchem Vertrag Sie teilnehmen möchten oder welchen Vertrag Sie abgeschlossen haben und können jetzt hier eben entsprechend Ihre Lizenzen über den Assistenten integrieren. Und auf der nächsten Seite benötigen Sie jetzt eben die Lizenznummer. Die Lizenznummer wird jetzt hier eingetragen und dadurch haben Sie jetzt sichergestellt, dass Sie verschiedene Lizenzen zur Verfügung haben. Sie können hier auch jederzeit weitere Lizenzen hinzufügen. Und hier werden jetzt eben die einzelnen Geräte auch registriert, die sich per Remotedesktop verbinden. Die generelle Verwaltung der Remotedesktopdienste nehmen Sie zwar im Server-Manager über den Bereich "Remotedesktop-dienste" vor, die einzelnen Konfigurationen der Lizenzierung hat MICROSOFT auch in WINDOWS SERVER 2016 noch nicht so ideal gelöst, das heißt, Sie benötigen zum einen den Server-Manager und den Lizenzierungsmanager, den Sie mit "licmgr" starten. Und Sie benötigen zum anderen weitere Tools, die Sie zum Beispiel auch hier über das "Start"-Menü über die "Windows-Verwaltungsprogramme" starten. Und hier gibt es jetzt zum Beispiel noch die "Remotedesktop-Lizenzierungsdiagnose". Diese kann Ihnen dabei helfen, wenn es Probleme bezüglich der Lizenzierung gibt, wie diese gelöst werden können. Hier wird zum Beispiel relativ schön angezeigt, dass für diesen Remotedesktop-Sitzungshost keine Lizenzen verfügbar sind, das heißt, Sie müssen jetzt hier möglichst schnell Lizenzen installieren über den Lizenzierungsmanager, dass eben die entsprechenden Lizenzen zur Verfügung stehen. Sie erhalten hier auch entsprechende Hilfestellungen, das heißt, hier erhalten Sie auch die Information, wenn der Lizenzmodus noch nicht konfiguriert ist, wie Sie diesen beheben und worauf Sie klicken müssen. Und so können Sie jetzt eben relativ leicht Probleme beheben, zum Beispiel gerade so etwas, mit was ich Ihnen gerade gezeigt habe, dass Sie die Remotedesktoplizenzierung hier über die "Aufgaben" und die "Bereitstellungeigenschaften" hier über den Bereich "Remotedesktoplizenzierung" erst konfigurieren müssen. Das alles lässt sich in der Lizenzdiagnose feststellen. Wichtig bezüglich der Datensicherung ist im Übrigen auf dem Lizenzierungsserver auch das Verzeichnis "Windows", dann "System32" und dann das Unterverzeichnis "lserver". Hier befindet sich jetzt die Datenbank, in der sich die Daten der Umgebung befinden und hier sollten Sie dieses Verzeichnis in die Sicherung mit einbeziehen, dass Sie dadurch, wenn es Probleme gibt bei der erneuten Installation eines Servers oder wenn der Lizenzserver nicht funktioniert, eine Wiederherstellung durchführen können. Die Remotedesktoplizenzierung lässt sich auch über Gruppenrichtlinien konfigurieren. Ich öffne dazu jetzt hier auf diesem Server den lokalen Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor mit "gpedit.msc". In einer Active Directory-Umgebung können Sie das Ganze auch über die Active Directory-Richtlinien konfigurieren. Die Konfiguration dazu finden Sie in der "Computerkonfiguration" und hier über "Administrative Vorlagen" "Windows-Komponenten". Die komplette Konfiguration der Remotedesktopdienste über Richtlinien findet hier über einen eigenen Menüpunkt statt: die "Remotedesktopdienste". Und hier können Sie jetzt eben auch die Lizenzierung konfigurieren, das heißt, Sie können hier zum einen festlegen, wie die Lizenzserver entsprechend konfiguriert sein sollen. Und hier können Sie zum Beispiel festlegen, dass die Lizenzserver nur für bestimmte Remotedesktop-Sitzungshosts eine Lizenz ausstellen und eben nicht für andere. Neben der Konfiguration der Lizenzen lassen sich hier natürlich auch auf den Remotedesktop-Sitzungshost weitere Einstellungen vornehmen, das hat aber hier nichts mit den Lizenzen zu tun. Sie können aber die Remotedesktopdienste umfassend auch über Gruppenrichtlinien steuern. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn Sie zahlreiche Remotedesktop-Sitzungshosts verwenden. Wie Sie sehen, ist die Verwaltung der Remotedesktop-Sitzungshosts bezüglich der Lizenzierung nicht ganz so einfach wie die Verwaltung der Lizenzierung herkömmlicher Server mit WINDOWS SERVER 2016 und Sie benötigen verschiedene Werkzeuge für die Verwaltung. Zum einen benötigen Sie den Server-Manager für die grundlegende Konfiguration der Remotedesktoplizenzierung, zum anderen benötigen Sie den Lizenzierungsmanager für die Verwaltung Ihrer einzelnen Lizenzen, und zum anderen benötigen Sie dann noch die Lizenzierungsdiagnose, um eventuelle Probleme zu erkennen und zu beheben.

Windows Server 2016 Grundkurs: Remotedesktopdienste

Lernen Sie die Installation, Vewaltung und Optimierung der Remotedesktopdienste des Windows Server 2016.

2 Std. 11 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.05.2017

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