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Wirksam führen

Reifegrad eines Mitarbeiters steigern

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Idealerweise achtet eine Führungskraft darauf, das mitarbeiterbezogene Verhalten dosiert zu steigern, um den Reifegrad eines Mitarbeiters zu erhöhen. Dabei handelt es sich um einen zeitaufwendigen Prozess.
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Transkript

Bei dem Versuch, das Reifeniveau eines Mitarbeiters, der bislang unerfahren ist und wenig Verantwortung übernommen hat, zu verbessern, müssen Sie als Führungskraft darauf achten, das mitarbeiterbezogene Verhalten nicht zu abrupt zu steigern, sondern eher dosiert. Konkret bedeutet das, wenn ein Mitarbeiter eine Aufgabe im Reifegrad 1 erfolgreich beendet hat, dann geben Sie diesem Mitarbeiter positives Feedback. Dies in Form eines kurzen ‚Prima, das klappt ja schon ganz gut’, eines Kopfnickens oder einer anderen positiven verbalen Verstärkung. Der Mitarbeiter befindet sich in einer progressiven Entwicklung entlang der Glockenkurve und Sie als Führungskraft müssen dies positiv verstärken. Die Entwicklung der Leistungsfähigkeit ist ein Prozess, der eine gewisse Zeit benötigt. Dieser lässt sich nicht einfach dadurch erreichen, dass Sie den ‚Lichtschalter anschalten’ und Ihr Mitarbeiter plötzlich zu Hochform aufläuft. Verhaltensänderungen geschehen nicht über Nacht. Sie sind Prozesse, die bei Mitarbeitern in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ablaufen. Deshalb ist es Ihre Aufgabe, den ‚Entwicklungszug’ in Fahrt zu bringen und Ihre Mitarbeiter idealerweise in all ihren Aufgaben durch Ihren adäquaten Führungsstil in den Bereich des Reifegrads 4 zu führen. Sollte ein Mitarbeiter sich bereits bei einer spezifischen Aufgabe situativ vom Reifegrad 4 bei der gleichen Aufgabe zum Reifegrad 3 entwickelt haben, dann liegt vermutlich eine regressive Entwicklung Ihres Mitarbeiters im Reifegrad vor. Im ersten Moment ist das für Sie vermutlich verwunderlich, doch hier hilft nur, Ihr emotionales Verhalten zu verstärken, sich Zeit zu nehmen und Ihren Mitarbeiter zu fragen, ob Sie ihm helfen können. Zuhören hilft in dieser Situation, der Mitarbeiter gewinnt Zuversicht und er erledigt die Aufgabe, wenn er mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch geht. Sie zeigen also Führungsstil 3 und coachen Ihren Mitarbeiter. Wenn sich bei dieser spezifischen Aufgabe keine Verbesserung zeigt und der Mitarbeiter weiter im Reifegrad ‚abrutscht’, dann bedarf es Ihrer etwas konkreteren aufgabenspezifischen Hilfestellung. Dieser Prozess der regressiven Entwicklung kann im Extremfall wieder zurück zu Führungsstil 1 führen. Um ein von Ihnen erwünschtes Verhalten zu erreichen, müssen Sie als Führungskraft den Schritt Ihres Mitarbeiters in die gewünschte Richtung positiv verstärken und mit diesem Prozess fortfahren, bis das Verhalten Ihren Erwartungen vollständig entspricht. Wenn Sie das Reifeniveau Ihres Mitarbeiters so verbessern möchten, dass dieser deutlich mehr Verantwortung übernehmen kann und auch will, dann ist es für Sie der beste Weg, in einem ersten Schritt das aufgabenbezogene Verhalten zu reduzieren und dem Mitarbeiter so Gelegenheit zu geben, mehr Verantwortung zu übernehmen. Wird diese Verantwortung vom Mitarbeiter angenommen, müssen Sie im zweiten Schritt dieses positive Verhalten durch ein ‚Mehr’ an mitarbeiterbezogenem Verhalten verstärken. Diesen Prozess werden Sie so lange fortführen, bis der Mitarbeiter bei seinen Aufgaben mehr Verantwortung übernimmt und die Ergebnisse erbringt, die Sie von ihm erwarten. Das heißt allerdings nicht, dass der Mitarbeiter jetzt weniger Führung braucht. Vielmehr wird er selbstständiger sein und sich mehr ‚selbst führen’. Er wird bereit und fähig sein, mehr Verantwortung zur Lösung seiner Aufgaben zu übernehmen, so dass Sie als Führungskraft immer weniger aktiv eingreifen müssen. Ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dann sind die Mitarbeiter nicht nur in der Lage, viele ihrer Tätigkeiten selbst zu steuern, sondern sie beginnen auch damit, mehr Zufriedenheit mit ihrer Leistungsfähigkeit und mehr Selbstvertrauen zur Lösung von Aufgaben zu zeigen. In diesem Stadium wird der Erfolg der Mitarbeiter dadurch positiv verstärkt, dass Sie als Führungskraft ihnen nicht über die Schulter schauen, sondern sie zunehmend selbstständig arbeiten lassen. Wirksame Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter ausreichend gut kennen und einschätzen, damit sie sich an deren situativ variable Fähigkeiten anpassen können. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Mitarbeiter mit der Zeit ihre spezifischen Verhaltensmuster und eigenen Arbeitsweisen und Gepflogenheiten entwickeln. Als Führungskraft müssen Sie Ihre Anpassungsfähigkeit immer wieder unter Beweis stellen, da die individuellen Reifegrade je nach Situation täglich, stündlich, ja sogar minütlich schwanken können. Behalten Sie das situative Moment also immer im Blick. Bei der Entwicklung Ihrer Mitarbeiter ist immer Ihre Analysefähigkeit und Anpassungsfähigkeit gefragt. Die Entwicklung Ihres Mitarbeiters erfolgt zu Beginn meist in kleinen Schritten von R1 zu R 2 zu R 3 und dann zu R 4. Das hängt natürlich auch immer von der Komplexität der Aufgabenstellung ab. Den Entwicklungsprozess müssen Sie evolutionär angehen, dann wird sich Stück für Stück eine positive Entwicklung Ihres Mitarbeiters, hin zu Leistungssteigerung und Erhöhung des Selbstständigkeitsgrads ergeben. Die vier Schritte für Sie als wirksame Führungskraft sind: 1. Schärfen Sie Ihre Analysefähigkeit. Erkennen Sie den situativen Mitarbeiterreifegrad, indem Sie das beobachtbare Verhalten interpretieren. Achten Sie dabei auf die Körpersprache und den Gesichtsausdruck, um die Willigkeit zu erkennen. Stellen Sie ‚Wie-Fragen’, um die Fähigkeit zu bestimmen. 2. Praktizieren Sie Anpassungsfähigkeit. Passen Sie Ihren Führungsstil dem Mitarbeiterreifegrad an. Es gilt: Reifegrad sucht Führungsstil. 3. Denken Sie immer situativ, wenn Sie Ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. 4. Beobachten Sie Ihren Mitarbeiter bei der Leistungserbringung und vereinbaren Sie Feedbackpunkte zur Information über den Erfüllungsgrad der Aufgabe.

Wirksam führen

Führen Sie situativ, passen Sie Ihren Führungsstil an den Reifegrad Ihrer Mitarbeiter an, um so zur wirksamen Führungskraft zu werden.

1 Std. 2 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:13.08.2015

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